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17. 50 km-Lauf RLT Rodgau

[eingestellt am 31. Januar 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

RLT-Rodgau-Helfer, Webmaster Reinhardt Schulz läuft mit

Los geht’s

Bernhard Hertinger geht traditionell als Letzter über die Startlinie

Kai Jendretzke hatte viel vor, mußte nach nur 2 Runden aber aus dem Rennen

Eigens aus Österreich angereist. Demeter Dick

Mit Startnummer 8 auf Platz 9: Robert Etter

Janosch Kowalzyk (links) wird Zweiter, Torsten Zervas steigt aus

6. Markus Heidl (links) und 5. Bernhard Eggenschwiler (Mitte); Nr. 1155 kommt nicht ins Ziel

7. Frank Merrbach

Siegerin Tinka Uphoff, neben ihr ihr Edelhase Matthias Müller. In ihrem Schlepptau hat sie Paul Moog und Sascha Kowalski

Lauftandem: Max Kirschbaum hilft dem sehbehinderten Tien-Fung Yap über die Strecke

Bernd Kalinowski pretty in pink

Thomas Teddy Weiß ist sich für kein Kostüm zu schade

Start-Ziel-Sieg für Debutant Benedikt Hoffmann

Esther und Heinz Dieter Miess gemeinsam unterwegs

Eine nicht endende Schlange

3. W35 Sabrina Glöckner (rechts) und Julia Bush

Karsten Fischer (ganz rechts) wird Dritter

Thomas Klingenberger (2) kämpft sich mit Darmproblemen durch, wird am Ende 8.

Mutter-Tochter-Gespann Sigrid und Sandra Wehowsky

1. M50 Gunnar Dussa (1282) und 2. M50 Sven Chojnacki (929)

Friedemann Hecke, Ralf Giese (in rot), Frank Burger (695) ohne seinen Zwillingsbruder Rüdiger

-

… der steht mir so gut…

1. W50 Ricarda Bethke, gezogen von ihrem Lebensgefährten Jens Vieler

Conny McKaltwasser

Entlang des Zauns am Opel-Testgelände

Der einzige Hügel auf der Strecke

Tinka Uphoff im Anmarsch

Mit ihrem Hasen Matthias Müller und Szenenapplaus

Sigrid Hoffmann und Roland Riedel überholen Thomas Kammer

Benedikt Hoffmann läuft, wie Tinka Uphoff, neuen Streckenrekord

(Martin) Kunz und (3. M55 Bernhard) Munz gemeinsam unterwegs

1. M75 Norbert Hoffmann

Freiheitsstatue Stefan Feller

Stefanie Marx hat gut lachen, hinter ihr 2. M75 Reinhardt Schulz

Gernot Helferich und Philipp Sahm

Thomas Müller

M70er Christoph Geiger aus der Schweiz ist auch Stammgast in Rodgau

Oliver Rottweiler und Gerald Baudek

Felix Lill

1. M60 Nico Adam

#Twitterlauftreff on tour

Peter Frey

Manjai Bhatia startet für den Hahnertwins Club

Ultradebutantin Silke Donig

2. W50 Simone Stöppler

Alwin Gumbrecht

Sigrid Eichner

Tinka Uphoff

DUV-Sportwart und DLV-Ultramarathonberater Norbert Madry

Silke Stutzke und Stefan Bicher

DUV-Schriftführer Martin Rudolph

Urgestein Franz Feller

Zweite Astrid Staubach

Laufticker-Reporter Jochen Höschele finishte bisher alle 17 Rodgauer 50er

André Straßer

Markus Heidl

Die LG Mauerweg Berlin war mit 40 Leuten am Start

1. W70 Edda Bauer

Katrin Schramm

M75er Friedhelm Kuche vom Ginnheimer Lauftreff dreht seit Jahren seine Runden in Rodgau

Stefanie Krieg

Gute Perspektive für das Hügelchen

Sieger Benedikt Hoffmann

Holger Boller

Kurvenstudie von 2. Janosch Kowalzyk und 3. Karsten Fischer

Martin Becker in action

Vorne Dritte Katrin Herbrik

3. W45 Petra Marton

Tinka und Matthias

Michael Sommer läuft verschnupft ohne Startnummer ein paar Trainingskilometer

Max Kirschbaum und Tien-Fung Yap

Simone Weser

Demeter Dick

Alfred Daum

Vorne: Tom Kuschel und Henry Wiberg

Benedikt Hoffmann überholt 2. M55 Uli Amborn

.. und enteilt ihm sofort, obwohl Uli mit 3:42 h auch nicht eben langsam war

Ruth Jäger

Sascha Bläsen

Oral Akköse

2. M55 Uli Amborn

Selfies auf der Strecke

2. W35 Anke Libuda

Alexander Löhr und Michael Beckmann

3. M65 Harald Heyde

Silke Schütz

Mona L. Winter

Scharf: Andreas Treiber und Ralf Giese

Frank Burger

Tina Gesche

Michael Pretsch

Sonja Beidl und Frank Hardt

Alexander von Uleniecki und Nina Blisse

Jörg Schreiber leidet

Stefan Daum

Thorsten Müller und Alexander Barnsteiner

Das Lauftickermobil

Rekordre(i)gen an der Rodgauer Gänsbrüh

Rodgau-Dudenhofen, den 30. Januar 2016 – Alle Jahre wieder…kommt nicht das Christuskind, sondern die Gemeinde der Ultraläufer nach Rodgau und sorgt für ein ebenso reges wie buntes Treiben an und um die Freizeitanlage „Gänsbrüh“. Dort befindet sich nämlich neben Start und Ziel und der Möglichkeit, Wechselbekleidung zu deponieren, auch die Zielverpflegung sowie der von Gabi Gründling bekleidete Posten der Streckensprecherin. Vorher trifft man sich entweder zum Frühstück in der Turnhalle oder aber bei der Startnummernausgabe im benachbarten Tennisheim. Der Weg von dort zum Start ist einen knappen Kilometer lang und wird im Allgemeinen zum Plaudern und zum Einstimmen auf die folgenden zehn Runden genutzt.

So viele Umläufe à fünf Kilometer heißt es nämlich zurückzulegen, will man sich zurecht einen „Finisher“ des Rodgauer 50km-Laufes nennen. Pro Runde erlebt man, in chronologischer Reihenfolge zunächst die Spitzkehre nach etwa 400 Metern, gefolgt von der Verpflegungsstelle (Kilometer 0,9) und dem Wendepunkt (Kilometer 2,7). Kurz vor und kurz nach dem Wendepunkt (Kilometer 2,5 und 2,9) passiert man die mobile Rodgauer Streckendisco, wo flotte Rhythmen und alte Gassenhauer müden Läufern wieder Beine machen (die Auswahl reichte heuer von „Rock around the clock“ bis zu den äußerst passenden Rodgau Monotones mit „Erbarmen – die Hessen kommen!). Hatte man nach dem sich daran anschließenden Abschnitt über freies, dem Wind ausgesetztes Gelände hinter sich gebracht und den schützenden Wald bei Kilometer 3,8 wieder erreicht, galt es nur noch, den Hügel am Opeltestgelände, der im Laufe der zehn Runden zum Berg anschwoll, zu erklimmen und schon befand man sich nach einem Rechtsbogen auf der langen, leicht fallenden Gerade in Richtung Start und Ziel, wo schon von weitem die Ansage von Gabi Gründling zu hören war.

In aller Munde waren im Vorfeld die unterschiedlichen Wetterprognosen, die vor allen Dingen für den Nachmittag eine Regenfront ankündigten. Wer trocken bleiben wollte, tat also gut daran, sich zu beeilen, um möglichst vor dem von oben drohenden Nass das Ziel zu erreichen. Beim Start um Punkt zehn Uhr hingen die Wolken zwar tief und bedrohlich über dem Rekordteilnehmerfeld von 958 Laufwilligen, doch blieb es erfreulich lange trocken. Auch die Strecke präsentierte sich in einem ausgezeichneten Zustand. Etwa die Hälfte der Runde wird auf befestigten Wald- und Feldwegen zurückgelegt, die andere Hälfte auf Asphalt. Einige mit Kies aufgefüllte Löcher zeugten von regen „Streckenbaumaßnahmen“ der Organisatoren im Vorfeld der Veranstaltung. Nichts wollten und hatten sie dem Zufall überlassen. Obendrein war auch der Matschanteil im Wald am Opeltestgelände deutlich geringer als in den Jahren zuvor, die Temperatur mit knapp unter zehn Grad plus ebenfalls sehr läuferfreundlich. Wäre da nicht der kräftige, teils böig auffrischende Wind gewesen, es hätten – zumal für Ende Januar – wahrlich optimale Bedingungen geherrscht.

Für all jene, die auf eine gute Endzeit aus waren, also gute Voraussetzungen. Allenfalls die schiere Anzahl an Teilnehmern – mit 958, die die Startmatte überquerten, wurden so viele wie noch nie zuvor registriert – sorgte bei den „schnellen Hirschen“ für leichte Unruhe. Welcher Weg war der beste, um an den teilweise zu dritt oder viert nebeneinander laufenden Sportlern vorbeizuhuschen?

Für Benedikt Hoffmann, den Athleten im Trikot der TSG 1845 Heilbronn, schien es kein Halten zu geben. Der 30jährige Berufsschullehrer machte von Anfang an klar, dass sein Vorhaben war, die Drei-Stundenmarke zu unterbieten. Im Oktober war er beim Frankfurt-Marathon seine Bestzeit gelaufen, in exakt 2:20:00 h erreichte er die Festhalle beim Rekordlauf von Arne Gabius. Nun sollte es für ihn selbst bei seiner Premiere auf einer Ultramarathonstrecke ebenfalls ein Rekord sein – der Streckenrekord in Dudenhofen, aufgestellt von Florian Neuschwander vor zwei Jahren, stand bei 2:58:42 h. Einer ersten – noch eher vorsichtigen Runde in 18:10 min ließ der in Freiburg lebende Hoffmann eine 17er Runde nach der anderen folgen. Die Konkurrenz war da längst abgehängt, nur auf den ersten fünf Kilometern lagen mit dem späteren Dritten Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) und dem Österreicher Demeter Dick (Linz) noch zwei weitere Läufer unter 19 Minuten. Einer Durchgangszeit von 1:29:12 h bei „Halbzeit“ ließ der wie entfesselt laufende Hoffmann gar eine schnellere zweite Hälfte folgen, nicht zuletzt aufgrund einer Tempoverschärfung (mit einer 17:32er Runde) zwischen Kilometer 25 und 30. Der Führungsradfahrer bahnte dem schnellen Freiburger den Weg durch das dichte Läuferfeld, was unerlässlich war, um nicht wertvolle Sekunden beim Überrunden zu verschenken. Die Marathonmarke passierte Hoffmann in 2:29:52 h, was bedeutete, dass bei konstantem Tempo der Streckenrekord fallen würde. Und so kam es dann auch – in brutto 2:57:27 h überquerte der im Singlet laufende Hoffmann das Ziel als Sieger und neuer Streckenrekordler – besser hätte sein Debüt auf einer Ultramarathondistanz nicht sein können! Damit hatte er sich auch noch die Qualifikation für die 50km-WM im November in Katar gesichert, was neben der Teilnahme an der Langdistanz-WM im Berglauf und voraussichtlich auch der DM über 50km in fünf Wochen in Berlin einer seiner Saisonhöhepunkte sein wird. Ob er all das unter einen Hut bringen kann, wird der Jahresverlauf zeigen und man darf schon gespannt sein, welches Potenzial Benedikt Hoffmann noch abrufen kann.

Ein ebenfalls bemerkenswert gutes Rennen gelang dem Zweitplatzierten Janosch Kowalczyk (Phabene Laufteam / LT Höfingen), dem mit Jahrgang 1990 Jüngsten des Spitzenfeldes. Janosch hielt sich zunächst etwas bedeckt und lag nach vier Runden noch auf Rang fünf. Zur Hälfte des Rennens war er gleichauf mit Thomas Klingenberger (Team Leistungsdiagnostik.de) Vierter (1:34:27 h). Mit quasi unvermindertem Tempo schüttelte er zunächst den von Darmproblemen heimgesuchten Vorjahresdritten Klingenberger ab, ehe er Demeter Dick überholte und die letzten 15km gemeinsam mit Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) zurücklegte. In 3:09:16 h (brutto) zu 3:09:30 h lag Janosch zwar knapp, aber deutlich vor dem Hessen und erreichte nach einer souveränen Vorstellung den zweiten Platz. Janosch ist zwar schon Ultradistanzen gelaufen, dabei handelte es sich aber ausnahmslos um Trails wie den Black Forest Trailrun, den Keufelskopf Ultra oder auch den Transalpine-Run. Dies war sein erster Straßenultralauf, und man darf mit Fug und Recht behaupten, dass ihm dieser gut gelungen ist.

Auch Karsten Fischer konnte sich nach seiner Ultra- und Rodgaupremiere 2015 über eine gewaltige Steigerung freuen. Landete er im Vorjahr in 3:32 h noch auf Rang 13, war er dieses Mal gleich zehn Plätze weiter vorne zu finden und mehr als 22 Minuten schneller. Auf Rang vier folgte mit Demeter Dick aus Linz der erste Ausländer (3:12:50 h), dahinter der erste Eidgenosse, Bernhard Eggenschwiler (www.mega-joule.ch; 3:14:31 h), der auch eine schnellere zweite Hälfte absolvierte, genau wie der Sieger Benedikt Hoffmann. Markus Heidl (Spiridon Frankfurt; 3:16:26 h), Frank Merrbach (Friedrichroda; 3:17:37 h) und Thomas Klingenberger (3:22:32 h) folgten in nicht allzu großen Abständen auf den Plätzen fünf bis acht. Auch Robert Etter als Neunter blieb noch unter dreieinhalb Stunden (3:29:09 h) und in Matthias Müller komplettierte ein „Hase“ die Top Ten der Männer nach 3:32:45 h.

Was Benedikt bei den Männern gelang, sollte auch Tinka Uphoff bei den Frauen glücken: Der Sieg in neuer Streckenrekordzeit. Anders als diejenige der Männer, erst 2014 von Florian Neuschwander aufgestellt, hatte der Rekord bei den Damen schon viel länger Bestand: 2004 stellte die vierfache Siegerin Constanze Wagner ihn auf, seither lag die Messlatte bei 3:37:28 h. Erst im vergangenen Jahr wackelte diese Marke bedenklich, als just die damals 31jährige Tinka Uphoff die zweitbeste je von einer Frau in Rodgau gelaufene Zeit (3:39:06 h) erzielen konnte. Da war sie, als Debütantin auf der Ultramarathondistanz, noch völlig unbefangen und ahnungslos, was diese Rekordmarke anging, zu Werke gegangen. Dieses Jahr kam sie zurück an die Gänsbrüh mit dem Wissen um den Streckenrekord und dem festen Vorsatz, diesen anzugreifen. Sie war zwar, im Gegensatz zum Vorjahr, zuvor nicht im Trainingslager gewesen, hatte dafür aber einen Tempomacher nach Dudenhofen gebracht, der für die Zwillinge Anna und Lisa Hahner bereits mehrfach bei großen Stadtmarathons für die „richtige Pace“ gesorgt hatte – Matthias Müller. Der Weinheimer, der für die dortige TSG und als Asics Frontrunner läuft, ist ein Muster an Gleichmäßigkeit und spult Kilometer um Kilometer mit der Konstanz eines Metronoms ab. Diese Tugend wollte sich Tinka Uphoff zunutze machen, und da sie sowieso gelegentlich gemeinsam mit Matthias trainiert, bot sich das an, ihn zu „verpflichten“. Matthias’ Wettkampfplanung wäre durch einen voll gelaufenen 50er mächtig durcheinander gewirbelt worden, da er bereits nächste Woche den abschließenden Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie über 20km voll laufen möchte und eine weitere Woche danach die besagten Hahnerzwillinge beim Halbmarathon in Barcelona läuferisch begleitet und unterstützt.

Doch ein 4:19er-Schnitt, wie er zum Unterbieten des Rekordes ausgereicht hätte, sollte machbar sein. Gesagt, gerannt – allerdings in 4:15 Minuten den Kilometer, also ganze 20 Sekunden pro Runde schneller, als eigentlich gedacht. Doch Tinka und ihr „Hase“ liefen die erste Hälfte sehr konstante 21er Runden, 1:44:44 h war die Durchgangszeit nach 25km. Das sollte, vorausgesetzt, Tinka würde keinen Einbruch erleiden, locker für eine neue Streckenbestzeit reichen. Tat es dann auch, denn die 32jährige Juristin überquerte als Gesamtzehnte in hervorragenden 3:32:44 h brutto die Ziellinie. Der Rekord war um mehr als vier Minuten unterboten, und das beim zweiten Ultralauf in Tinka Uphoffs Karriere überhaupt. „Die letzten beiden Runden waren aber schon hart“, gestand sie nachher ein. Etwas unsicher war sie ob ihrer Vorbereitung – die Schnelligkeit war da, soviel wusste sie aufgrund ihrer guten Auftritte in Rheinzabern bei der Winterlaufserie. „Doch ich hatte nur zwei lange Läufe vor Rodgau in den Beinen, einmal 32, einmal 34 Kilometer und war mir nicht so ganz sicher, ob das auch reichen würde, um hier zu bestehen.“ Es reichte, und es reichte sogar deutlich. Eine letzte Tempoeinheit hatte sie in der Woche vor dem Lauf absolviert, elf Kilometer im 3:45er Tempo. Seit sie im Alter von 28 Jahren anfing, ihr Training strukturiert anzugehen, sind ihre Leistungen regelrecht explodiert. Auch die Verletzungen, die sie anfangs immer wieder wochenlang außer Gefecht setzten, weiß sie mittlerweile zu vermeiden oder ergreift rechtzeitig Gegenmaßnahmen. „Das sind einfach Erfahrungswerte, und mit der Zeit lernt man auch seine Schwachstellen besser kennen und arbeitet daran.“ So geht sie beispielsweise regelmäßig schwimmen und betreibt im Sommer auch ein wenig Triathlon, um allzu großer einseitiger Trainingsbelastung vorzubeugen. „Wichtig ist für mich aber auch, dass die Balance stimmt zwischen der Schnelligkeit, die ich mir erhalten möchte, und den langen Einheiten, die es für Marathons und Ultras einfach braucht.“ Dass sie diesen Spagat hinbekommt, wird allein dadurch bewiesen, dass Tinka 2015 ihre Bestzeiten über 3000m und 5000m verbessern konnte.

Für die kommenden Wochen stehen bei der neuen Streckenrekordlerin und zweifachen Rodgausiegerin zunächst der Abschluss der Rheinzaberner Winterlaufserie auf dem Programm, dann folgt im März der Halbmarathon ihres Heimatvereins, Spiridon Frankfurt. In ihrer Heimatstadt Frankfurt ist sie auch ihre bisherige Marathonbestzeit von 2:42:06 h (2015) gelaufen. Und das, obwohl sie „nach 25km schon total fertig“ war. Zu schnell angegangen, ein Fehler, der ihr (hoffentlich) beim nächsten Versuch, im Frühjahr in Hamburg, nicht wieder passiert. Wenn alles gut geht, fällt dort dann die nächste der Uphoffschen Bestmarken.

Als Zweite (und Siegerin der Altersklasse W45) lief eine „alte Bekannte“ an der Gänsbrüh ein: Astrid Staubach, Neumitglied des USC Marburg und zweifache Siegerin (2011 und 2014) von Rodgau belegte in 3:52:00 h brutto den Silberrang. Ihren Vorsprung von fast sechs Minuten auf die Drittplatzierte Katrin Herbrik (TV Hergershausen), die 3:57:57 h brutto lief und die W35 für sich entschied, hatte sie nach der halben Distanz bereits herausgelaufen und auf dem zweiten Abschnitt quasi „verteidigt“. Für Herbrik, von ihrem erfahrenen Vereinskameraden Timo Grub begleitet, war es, Analogie zur Siegerin Uphoff, auch erst der zweite Ultramarathon. Sie debütierte, ebenso wie Tinka Uphoff, 2015 in Rodgau mit einer 4:25 h auf Platz 15. Eine großartige Leistungssteigerung auch hier, neue Bestzeit und der untere Podestplatz waren der verdiente Lohn für Katrin Herbrik. Knapp über der begehrten Vier-Stunden-Marke blieben die beiden schnellsten W50erinnen, Ricarda Bethke (LG Derendingen; 4:02:52 h brutto) und 100km-Nationalmannschaftsmitglied Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach; 4:03:27 h brutto).

Gerade in den Altersklassen konnten auch wieder hervorragende Leistungen notiert werden, stellvertretend für viele seien nur die W60-Siegerin Rosi Knäble (LG Brandenkopf; 4:26:25 h brutto) und der M75-Sieger Norbert Hoffmann (LG Westerwald; 4:42:53 h brutto) genannt. Rosi Knäble verbesserte den ebenfalls 12 Jahre alten Altersklassenstreckenrekord von Marianne Dahl um sagenhafte 21 Minuten.

Neben den Streckenrekorden war auch die Zahl derer, die volle zehn Runden rannten, so hoch wie noch nie zuvor: 626 schafften 50km und damit genau 40 mehr, als im bisherigen Rekordjahr 2014.

Beim abschließenden „Ultra-Kaffeeklatsch“ in der Turnhalle wurden die Sieger und Platzierten geehrt und gebührend gefeiert. Zudem gab es die bestens bewährte hessische Mischung aus flüssigen und festen Kalorien, Heißes und Kaltes aus Küche und Keller. Die Sieger des DUV-Cups wurden ebenso geehrt wie die Tagessieger, denen natürlich aufgrund ihrer besonderen Leistungen ein lautstarker Applaus gespendet wurde. Auch im nächsten Jahr geht es an der „Gänsbrüh“ wieder rund, und zwar zum 18. Mal. Der Ultramarathon wird dann also volljährig, und wer sich dieses Datum bereits jetzt rot im Kalender anstreichen möchte, kann dies tun. Am 28. Januar 2017 ist es wieder soweit.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.rlt-rodgau.de

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