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32. indoor meeting Karlsruhe

[eingestellt am 08. Februar 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

Julia Roll und Linda Vock stellen im 60 m-Lauf U18 eine neue pers. Bestzeit auf bzw. ihre alte ein

Die Bande…

… kein Hindernis für diesen chinesischen Stabhochspringer

800 m WJU16

800 m WJU16

800 m MJU16

1.500 m WU23 – fast alle Frauen laufen persönliche Bestzeit

1.500 m MU23

.. Habtom Welde gewinnt sie am Tag vor seinem Seriensieg in Rheinzabern

Lokalmadator Julian Howard gewinnt als einziger Springer mit über 8 m den Weitsprung

Die Stabhochspringer inspizieren die Wettkampfstätte

Einspringen, während im Hintergrund die Kugelstoßanlage abgebaut wird

800 m WU23 DLV B-Kader

Malte Mohr beim Einspringe

800 m MU23 DLV B-Kader

Weitspringer Salim Sdiri (Frankreich)

Der Brasilianer Augusto Dutra springt 5,35 m

Malte Mohr

60 m-Start

Renaud Lavillenie

800 m MJU18

Die Schittenhelm-Brüder Mark und Arne sind die schnellsten

Fehlversuch beim Hochsprung

Vorlauf 1 60 m Hürden Frauen

Die Belgierin Sara Aerts muß verletzungsbedingt ausscheiden

Malte Mohr

Ariane Friedrich springt bei ihrem Comeback nur 1,84 m

2. Vorlauf 60 m Hürden Frauen

Start Vorlauf 1 60 m Männer

Start Vorlauf 2 60 m Männer

Raphael Holzdeppe beim ersten Sprung

Marie-Laurence Jungfleisch gewinnt mit 1,93 m

Start 60 m Vorlauf 1 Frauen

Start 60 m Vorlauf 1 Frauen

Sara Slott Petersen (DEN) gewinnt die 400 m in neuer pB

Renaud Lavillenie steigt in den Wettkampf ein

Weltmeister Shawn Barber

Finale 60 m Hürden Frauen

Der König der Lüfte

Raphael Holzdeppe

Renaud Lavillenie…

.. freut sich

Raphael Holzdeppe

1.500 m Frauen

Weltjahresbestleistung f. Axumawit Embaye und U20 Europarekord für Konstanze Kolsterhalfen

Pers. Bestleistung f. Gesa-Felicitas Krause

Shawn Barber

Finale 60 m Frauen

3.000 m Männer

Einziger deutscher Teilnehmer: Florian Orth

Renaud Lavillenie nach seinem Sprung über 5,91 m

800 m Rollstuhl Männer

Lavillenie versucht sich an 6,01 m

Mehr als "nur" Laufen

Karlsruhe, 06. Februar 2016 - zum 32. Mal rief Karlsruhe zum indoor meeting, einer traditionell gut besetzten Einladungs-Leichtathletikveranstaltung. Nachdem die Europahalle im Stadtgebiet von Karlsruhe nicht mehr den aktuellen Brandschutzanforderungen entspricht, mußte die Veranstaltung im vergangenen Jahr vor die Tore Karlsruhes, auf das Messegelände in Rheinstetten umziehen. Dafür wird eigens in Halle 2 eine mobile Leichtathletikanlage aufgebaut.

Außer den Sprintdisziplinen 60 m und 60 m Hürden standen in diesem Jahr 800 m, 1.500 m und für die Männer auch 3.000 m auf dem Plan. Die technischen Disziplinen waren durch Kugelstoßen, Weitsprung, Dreisprung und Stabhochsprung bei den Männern sowie lediglich Hochsprung bei den Frauen abgedeckt.

Obwohl Laufticker.de ja eigentlich ein reines Laufsportmagazin ist, wollen wir in diesem Fall natürlich auch ein paar Worte über die technischen Disziplinen verlieren.

Beim Hochsprung war man gespannt auf Ariane Friedrichs Wiedereinstieg nach Verletzungs- und Babypause. Letzten Endes wurde die Frankfurterin mit 1,84 übersprungenen Metern aber "nur" Vierte. Der neue deutsche Hochsprungstar Marie-Laurence Jungfleisch übersprang als Einzige 1,93 m und versuchte sich drei Mal vergeblich an 1,96 m, was für sie persönliche Bestleistung bedeutet hätte.

Top besetzt war der Stabhochsprungwettbewerb. Mit Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich), Weltmeister Shawn Barber (Kanada) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) waren alle drei Medaillengewinner der letztjährigen WM am Start. Der erhoffte spannende Dreikampf blieb aus, die begeisterten Zuschauer sahen dennoch einen hochklassigen Wettbewerb. Zwar blieb Malte Mohr ohne gültigen Versuch, aber der Chinese Jie Yao verbesserte sich um 10 cm auf 5,60 m, Raphael Holzdeppe übersprang immerhin 5,70 m, Rotschopf Shawn Barber flog 7 cm höher. Der Sieg ging einmal mehr an Renaud Lavillenie, der sich am Tag zuvor im Training verletzte und dick getapt im Wettbewerb war. Nachdem er 5,84 m und 5,91 m erst im dritten Versuch übersprang, versuchte er sich noch leider erfolglos an 6,01 m, was neuen Meetingrekord bedeutet hätte.

Die Halle war mit 4.500 leichtathletikbegeisterten Zuschauern ausverkauft. Außer dem eher langweiligen Rennen über 3.000 m mit 10 tendentiell "austauschbaren" Kenianern und Äthiopiern und Florian Orth als einzigem deutschen Teilnehmer sahen sie hochklassig besetzte Rennen über die Sprint- und Mittelstrecke.

Allen voran begeisterten die 1.500 m-Frauen das Publikum und brachten die Halle zum Brodeln. Die erst 18jährige Konstanze Klosterhalfen, die im Dezember Junioren-Europameisterin im Crosslauf wurde, überraschte mit einem neuem U20-Europarekord. Nach 4:08,38 min blieb die Uhr für sie stehen. Vor ihr überlief nur die Äthiopierin Axumawit Embaye die Ziellinie. Ihre 4:08,22 min bedeuteten neue Weltjahresbestleistung. Auch Gesa-Felicitas Krause überzeugte als Vierte mit einer neuer persönlichen Bestleistung von 4:08,91 min. Die Überraschungs-Dritte über 3.000 m Hürden bei der WM in Peking hat in diesem Jahr schon ein Höhentrainingslager in Kenia hinter sich.

Aber auch auf den Kurzstrecken sahen die Fans tolle Leistungen. Die Niederländerin Dafne Schippers, Europarekordhalterin über 200 m und Weltmeisterin in dieser Disziplin, gewann den 60 m-Vorlauf in neuer Weltjahresbestleistung von 7,07 sec, im Finale holte sie sich mit nur 1/100 Sekunde mehr den Sieg. Zwischen Vor- und Endlauf ließ sie es sich nicht nehmen, der als Zuschauerin anwesenden vom aktiven Wettkampfsport zugetretenen Mannheimerin Verena Sailer zu deren Verabschiedung die Blumen zu überreichen.

Alle weiteren Ergebnisse, viele mit einem "pB" für "persönliche Bestleistung" versehen, findet man auf der Homepage des Meetings unter www.meeting-karlsruhe.de

 

 


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