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24. Donnersberglauf

[eingestellt am 27. Februar 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

der Ludwigsturm von unten

der Zielbereich von oben

der Turm wirft seinen Schatten über die Laufstrecke

Epona, die keltische Göttin der Fruchtbarkeit und römische Göttin der Pferde beobachtet den Zieleinlauf vor ihrer Nase

Alles ist geordnet und gerichtet, es kann losgehen

Es gibt auch andere Sportarten

Der höchste Gipfel der Pfalz

Werner Hollstein legt letzte Hand an die Strecke

Fast so schnell wie die Feuerwehr: Jonas Lehmann

Unangefochten siegt er am Donnersberg

Zweiter Tim Könnel

Dritter Tom Heuer beim Heimspiel

1. M40 André Bour

1. M35 Steffen Denk

2. M40 Thorsten Behnke

3. M40 Neu-Ultramarathoni Alexander Barnsteiner

Siegerin und neue Streckenrekordhalterin Melanie Noll, 1. M50 Thomas Heider überholt sie noch auf dem letzten Kilometer

Zweite Tanja Grießbaum konzentriert

3. M20 Lukas Polz wird noch von 2. M35 Tobias Hoffmann überholt

2. M50 Wolfgang Seibel

1. M30 Thibaud Clipet

3. M50 Thomas Weishaar

1. MJU16 Jonas Nicolas Steinbauer

1. MJU20 Max Rahm (338) mit Philipp Ulrich, Martin Kohmann und Frank Mörschel

2. M45 Karl-Peter Böshar (426) mit Matthias Werner

Vorne 2. M30 Erik Schulz, 3. M35 Thorsten Müller, hinten bläst 1. M55 Jürgen Binder zum finalen Angriff

1. M55 Jürgen Binder

3. M30 Matthias Drabold mit Patrick Cappel

3. M45 Rainer Knorpp

Leonard Mayer und das Lauftandem Max Kirschbaum/Tien-Fung Yap

Jens Deiß beißt

Achim Schumacher nimmt die Außenkurve

Alles im Griff: mp3-Player, Autoschlüssel, Startnummer

2. M55 Stefan Dörrenbächer mit Raimund Krzywik und Kai Diemer

Dritte Josefa Matheis

3. M55 Bernhard Scheib

1. W45 Sabine Rankel wurde ihren Streckenrekord los

Es füllt sich

1. W40 Sabine Roschy

2. MJU20 Martin Wald (414) und Alfred Peterschmitt (51) legen im Endspurt noch über eine Minute zw. sich und Martin Rathay (29)

„Schmerz ist Schwäche, die den Körper verläßt“ meint Thomas Krenz

2. W30 Janine Friedel

2. W30 Anna Janßen

2. W40 Claudia Seel

3. W40 Julia Fatton (372), 2. W20 Nadine Kießling

2. M65 Günther Krehl

1. W55 Marion Fernekeß mit Schrittmacher

2. W45 Teunie Mosterd

2. W55 Jutta Brendel

3. W45 Peggy Herrmann

1. M70 Erich Kylius (187), hinter ihm 3. W55 Gisela Kipper

3. W20 Lara Lüdtke (59), neben ihr Tim Könnels Mutter Carolyn

2. W50 Martina Metzger, hinter ihr Volkslaufwart Dieter Kriegshäuser und Volker Hauenstein (450)

Ein Ultra auf Abwegen: René Spintler

3. W35 Andrea Groch und 3. W50 Birgit Weisner

1. SJU16 Elena Hartmann

3. W30 Regina Rieger

Sei immer Du selbst. Außer Du kannst Batman sein. Dann sei Batman

3. MJU16 Simon Seipenbusch, neben ihm Ulrich Vorbeck

1. W65 Beritta Zeil

Markus Bree aus Hofheim überstrahlt

Jochen Balzulat gibt seinem Sohn Hagen noch letzte Regieanweisungen, bevor er sich aus dem Staub macht

2. WJU16 Mara Denonville

Noch ein Vater-Sohn-Gespann: Lars und Holger Orschel

3. W60 Monika Guy (103)

1. M75 Bernd Cöllen

1. M80 Ludwig Mesel

Auf dem Rückweg

Fernsicht vom Parkplatz aus

Zeitnehmer Edgar Thiel

Aufgalopp bei guten Aufwinden

Steinbach am Donnersberg, 27. Februar 2016 – zum 19ten Mal wird in diesem Jahr der Pfälzer Berglaufpokal ausgelaufen, für den man mindestens vier aus sieben Läufen ins Ziel bringen muß, will man in die Wertung kommen. Der Donnersberglauf auf den höchsten Gipfel der Pfalz ist fünf Jahre älter, im kommenden Jahr wird er Silberjubiläum haben. Längst ist der Lauf am letzten Februarsamstagnachmittag nicht mehr der einzige hinauf auf den Donnersberg, seit sechs Jahren darf man Ende März/Anfang April den Donnersberg von der Rockenhausener Seite aus ein weiteres Mal erstürmen.

Im Februar ist der LC Donnersberg Veranstalter, Ausrichter, Gastgeber. 7,2 km mit 418 Höhenmetern stehen auf dem Plan. Start ist am Bürgerhaus von Steinbach, von dort geht es 7 km lang komplett asphaltiert hinauf zum Parkplatz unterhalb des Ludwigsturms. Nur die letzten 200 m hinauf zum Turm sind gut befestigter Waldweg. Trotz des milden Winters lag auf 686 m üNN und auch einiges darunter noch Schnee. Aufgrund des Sonnenscheins der letzten Tage war die Schneedecke mehrfach angetaut und dann wieder angefroren, so daß das letzte Stück hinauf zum Turm morgens noch spiegelglatt war. Über drei Stunden lang hatte ein Streckentrupp dieses Stück am Samstagmorgen mit Schaufeln und Hacken vom Eis befreit, damit man das Ziel nicht hinunter auf den Parkplatz verlegen mußte.

Es wäre aber auch für die Zuschauer zu schade gewesen, wenn sie unten auf die Läufer hätten warten müssen. Der Kioskbetreiber am Turm oben wartet mit Kaffee, Glühwein und Kinderpunsch auf die passiv Laufbegeisterten. Bei ihm kann man auch jede Menge Dosenwurst und Imkerhonig käuflich erwerben. Und man kann seinen Euro zur Erhaltung des Turms auch bei ihm abgeben, für den man sich dann eine Besteigung des 27 m hohen Turms eintauscht. An einem Kaiserwettertag wie dem diesjährigen Lauftag lohnt sich dieser Auftakt. Von oben konnte man auch die zweite Sportgruppe gut beobachten, die die guten Windverhältnisse nutzte, um mit Paraglidern und Drachen über den Köpfen der Läufer zu kreisen.

Relativ neu ist die Statue, die neben dem Ludwigsturm stumm auf die Zieleinläufer wartet. Es ist Epona, ein schwangerer Frauenkörper mit einem Pferdekopf. Bei den Kelten ist Epona die Göttin der Fruchtbarkeit, bei den Römern die Pferdegöttin. Passender für eine Laufveranstaltung ist ganz sicher die römische Variante.

Wenn die Läufer auf dem Donnersberg angekommen sind, ist noch lange nicht Schluß. Denn wer keine eigenen Zuschauer mitgebracht hat, die sich den Wagen volladen, voll mit erschöpften Läufern, der muß den Rückweg wieder zu Fuß antreten. Hat man dann Steinbach wieder erreicht, muß man nochmal 9 km weiter. Mangels Infrastruktur findet man die Duschen, die Kuchentheke und die Siegerehrung am Sportplatz von Münchweiler an der Alsenz. Klar, daß es da noch ein wenig mehr Schwund gibt als üblich, aber die Halle war trotzdem gut gefüllt, die Kuchentheke gut geleert.

Das tolle Wetter hatte wieder einige Läufer mehr als im Vorjahr auf die Strecke gelockt, immerhin 428 kamen ins Ziel. Aber die Zeiten mit knapp unter oder gar über 600 Teilnehmern scheinen ein für alle Mal vorbei.

Als Erster bog nun bereits zum vierten Mal in Folge und von niemandem anders erwartet, Jonas Lehmann auf die Zielgerade ein. Mit 27:29 min war er nur vier Sekunden langsamer als bei seiner Siegerzeit von 2014, und trotzdem durchaus zufrieden mit sich und seiner Performance. Das Jahr hat ja gerade erst angefangen. Bis kurz hinter km 3 hatte er noch seinen fünf Jahre jüngeren Heltersberger Mannschaftskollegen Tim Könnel auf den Fersen, dann konnte er sich Stück für Stück absetzen. 43 Sekunden betrug sein Vorsprung – oder umgerechnet 195 m. Für Könnel war es der zweite Start am Donnersberg, 2013 war er noch zwei Minuten langsamer.

„Erster hinter Jonas und Tim, das ist doch super“ freute sich Tom Heuer über seinen dritten Platz. Für den 46jährigen ist der Donnersberglauf ein Heimspiel, denn er wohnt in Jakobsweiler. In diesem Jahr wartete erstmals sein Sohn Hannes oben auf ihn – wohl behütet im Kinderwagen, der Kleine ist gerade mal 4,5 Monate alt. Auch Tom trägt das rote Heltersberger Trikot, so daß das ganze Treppchen einmal mehr fest in der Hand der Westpfälzer war. Jetzt will er in Landstuhl und beim Rockie-Mountain-Lauf noch zweimal Punkte für den Cup erlaufen, bevor seine Zähne im April erneut unters Messer müssen und ihn in seinem Trainingsstand etwas zurückwerfen werden.

Der Trainingsstand von Tanja Grießbaum ist zur Zeit so gut wie nie. Die 24jährige von der LG Rülzheim konnte vor drei Wochen erstmals den Seriensieg bei der Winterlaufserie in Rheinzabern erlaufen. Daß Melanie Noll, die Pfälzer Berglaufqueen der letzten vier Jahre, am Berg stärker ist als sie, mußte sie einplanen. Deshalb wollte sie bei ihrem ebenfalls erst zweiten Start beim Donnersberglauf im unteren flachen Bereich so viel Vorsprung wie irgend möglich rausholen – und startete als Gesamt-Dritte. Hinter Jonas Lehmann und Tim Könnel stürmte sie aus Steinbach raus. „Ich habe sie erst nach einem Kilometer überholt“ meinte Tom Heuer. Ganz reichte der Vorsprung nicht, denn am Ende hatte Melanie Noll (TSV Annweiler) als Gesamt-Neunte wieder die Nase vorn – aber mit nur 20 Sekunden so knapp wie noch nie. Da am Donnersberg auch in Zehnteln Zeit gemessen wird, konnte Melanie sogar noch einen neuen Streckenrekord verbuchen. Der 16 Jahre alte von Sabine Rankel, den sie ebenfalls mit 32 gelaufen war, lag bei 31:47,2 min, nun trug sich die 32jährige Noll mit 31:47,1 min in die Rekordliste ein. Während Melanie Noll sich nicht öffentlich festlegen will, wohin die Wettkampfreise in den nächsten Wochen und Monaten gehen soll, stehen für Tanja Grießbaum drei Halbmarathontermine im Kalender: Kandel in der kommenden Woche, Rheinzabern an Ostersamstag und dann die Deutsche Halbmarathonmeisterschaft am 23. April im baden-württembergischen Bad Liebenzell. Nach wie vor würde sie sich gerne für die Europameisterschaften in Amsterdam im Juli empfehlen, weiß aber, daß das nach den tollen Ergebnissen der deutschen Frauen in Barcelona noch schwerer geworden ist.

Als Dritte kam Josefa Matheis unter den Augen von Moderator Wolfgang Behr in den Zielkanal. Im August wird die zierliche Eisenbergerin 50 und zeigt nach wie vor vielen Jungen, wie die Häsin läuft. Auf Platz 57 brauchte sie 36:34 min.

Für Viele hat es bei einem Berglauf oberste Priorität, nicht vom Lauf- in den Gehschritt zu verfallen. „Das mache ich aus Prinzip nicht“ sagt Ludwig Mesel, der einzige M80er auf der Strecke, der auf Gesamtplatz 390 das Ziel erreichte. Am anderen Ende des Feldes war Tim Könnel bei km 5 kurz davor, mal ein paar Schritte zu gehen. Aber auch er riß sich dann zusammen und blieb im Laufschritt.

Gut einschätzen kann sich Jürgen Binder, der Sieger der M55. „Ich wußte, ich kann unter 34 min laufen“ war er zufrieden mit seinen 33:53 min. Eine ebensolche Punktlandung hatte seine Freundin Jutta Bendel. Er hatte ihr eine Zeit „um 40:30 min“ prognostiziert – sie brauchte 40:32 min, um den 2. Altersklassenplatz zu sichern. Vor ihr lief Marion Fernekeß auf Platz 1, sie hatte sich ihren Hund als Schrittmacher vor den Bauch gebunden.

„Immer diese Sprints“ stöhnte Julia Fatton mit einem Augenzwinkern. Unter ihrem Mädchennamen Alter konnte die Kurpfälzerin 2001 den Berglaufpokal für sich entscheiden. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann Christian in der französischen Schweiz, läuft aber nach wie vor für ihren Mannheimer Verein, den TV Rheinau. Die beiden sind Ultraläufer, die vor keiner Distanz zurückschrecken. Im August laufen sie die „Trans Pyrenäen“, einen Ultramarathon mit 52.000 Höhenmetern, bevor es dann im Oktober wohl zur Europameisterschaft im 24 h-Lauf geht. Die 44jährige hält die deutschen Rekorde in dieser Disziplin in den Altersklassen WHK und W35. Besuche bei ihren Eltern in Viernheim verbindet sie gerne und oft mit Starts in der alten Heimat.

Schon in zwei Wochen heißt es in Landstuhl beim Nanstein-Berglauf „Ring frei zur zweiten Runde im Kampf um die Punkte beim Pfälzer Berglaufpokal 2016“.

Ergebnisse www.laufinfo.eu

 

 

 

 

 


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