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Die papierlose Nachmeldung

[eingestellt am 03. März 2016]

By: Freddy Schissler, Redakteur Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten

Schnell, einfach, fehlerlos

Die Firma „Abavent“ kommt mit einer Neuerung auf den Markt: die papierlose Nachmeldung

Hand aufs Herz: Wer hat vor einer Laufveranstaltung nicht schon mal hin und her überlegt, ob er mitmachen soll oder lieber doch nicht? Weil ein beruflicher Termin dazwischen kommen könnte; weil möglicherweise eine wichtige Familienfeier der Teilnahme im Wege steht; weil sich eine hartnäckige Erkältung einfach nicht aus dem Körper verabschieden will. Man schiebt die Anmeldung immer wieder auf die nächste Woche – und entscheidet sich schließlich für eine Nachmeldung am Tag der Veranstaltung.

„Wenn sich zu viele Teilnehmer für eine Nachmeldung entscheiden“, sagt Manfred Herz, Geschäftsführer von „Abavent“, „haben wir oft vor Ort das eine oder andere Problem.“ Seine Firma mit Sitz in Kempten ist einer der führenden Dienstleister im deutschsprachigen Raum, wenn es um Zeitmessung, Auswertung, Ergebnisdienst und Onlineanmeldungen geht. Oder um Nachmeldungen. Die sind für Herz und sein Team immer wieder eine Herausforderung. Weil es, bedingt durch die Hektik kurz vor Startschuss, Fehlerquellen gibt. Oft ist der Name unleserlich geschrieben, weshalb sich beim Übertragen in die Computerlisten Buchstabenverdreher einschleichen. Oder der Nachmelder kreuzt aus Versehen eine falsche Altersklasse an. Oder er vergisst, den Straßenamen seiner Adresse einzutragen.

Intensive Überlegungen

„Nachmeldungen“, spricht Manfred Herz, 52, aus Erfahrung, „sind für uns sehr aufwendig, kosten Zeit und führen mitunter zu fehlerhaften Angaben.“ Vor allem wenn die Zahl der Nachmeldungen bei großen Laufveranstaltungen in die Hunderte geht. Seit geraumer Zeit macht er sich deshalb Gedanken, wie er das Problem in Griff bekommen kann – und hat nun zusammen mit seinen Mitarbeitern die Lösung gefunden: eine Sportscard (der genaue Name muss noch festgelegt werden) und eine entsprechende App zum Herunterladen aufs Smartphone. Beides als kostenloses Angebot.

Wie das funktioniert? Ganz einfach, ist der „Abavent“-Geschäftsführer überzeugt. Und für den Teilnehmer leicht zu handhaben. Er kann einerseits diese kostenlose Klassikkarte direkt bei „Abavent“ bestellen. Auf ihr sind in einem QR-Code, der für den Begriff „Quick Response”, also schnelle Antwort steht, die Adresse sowie das Geburtsdatum des Teilnehmers gespeichert. Jene Daten also, die der Läufer ohnehin bei einer Teilnahme angeben muss. Mit dieser Karte kommt er zum Stand der Nachmeldung – und in Sekundenschnelle werden die Daten per Scan in die Teilnehmerliste übertragen. Ohne Schreib- oder Flüchtigkeitsfehler.

Anmelden per Smartphone

Die zweite Möglichkeit einer schnellen, fehlerlosen Nachmeldung: Man streckt den Mitarbeitern bei der Nachmeldung das Smartphone entgegen, auf dem der QR-Code der entsprechenden App erscheint und lässt ihn scannen. Herz vermutet, dass viele Läufer zu dieser Variante greifen werden: „Ich denke, dass künftig die Hälfte der Nachmelder mit einer App zu uns kommen.“

Anfang bis Mitte März soll diese Form der digitalen Nachmeldung eingeführt werden. Eine absolute Neuerung – zumindest für den süddeutschen Raum, wie sich Manfred Herz sicher ist.

Seiner Meinung nach würden gleich drei Gruppen davon profitieren. Zum einen die Sportler, die die Anmeldung auch zu Hause über die Bühne bringen können – und zwar mit deutlich geringerem Aufwand als zuvor. Zum anderen die Veranstalter, die weniger Personal zur Verfügung stellen und weniger Daten prüfen müssen. Und schließlich seine eigene Firma. Denn die profitiert vom neuen System mit einer höheren Datenqualität. Sprich: Fehler werden eine Seltenheit sein. Und auch „Abavent“ würde vor Ort künftig mit weniger Personal auskommen.  Klingt nach klassischer Win-Win-Situation.

Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise vom Allgäu Running Magazin zur Verfügung gestellt, das Ihr unter www.allgaeu-running.de erreicht.


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