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23. Eisenberger Stadtlauf

[eingestellt am 05. März 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

Moderator Jochen Heringhaus: 60 Jahre und kein bißchen leise

Startaufstellung 800 m Mädchen

Nun sind sie losgelassen

Siegerin Paula Ebener fliegt allen auf und davon

Die Mädels fliegen mehr als sie laufen – Liana Sprung (231) macht ihrem Namen alle Ehre

Spaß ist was anderes

Leni Dinger rollt das Feld von hinten auf

Siegerin Paula Ebener

Zweite Nia Kirschbaum

Rebekka Lenhart (348) gewinnt den Kampf um Platz 3 vor Helena Schwalb

Elena Matheis hat das Nachsehen gegenüber Selina Hopp

Zieleinlauf der Kids

Hannes Ebener und Oliver Quartz von Anfang an vorne

Hannes Ebener macht es seiner Zwillingsschwester nach und gewinnt

Zweiter Oliver Quartz

TuS 06 Heltersberg

Gleich geht’s für die Großen los

Start-Ziel-Sieg für Tim Könnel

Natascha Hartl und Josefa Matheis von Anfang an auf einer Höhe

Rainer Ebeling führt bei km 3,5 die Verfolgergruppe an. Mit dabei: Max Rahm, Mario Steiner und Alexander Barnsteiner

3. M45 Markus Braband

2. M20 Jens Hummel

3. M20 Jonas Janzer und 2. M40 Marko Martin

Zweiter gesamt 5,2 km: Hans-Willi Freiberger

Dritter 5,2 km Fabio Matheis

2. M35 Jonathan Bosarges

2. M50 Georg Frank, außen in blau 2. M55 Freddy Kolb

1. M50 Michael Gloeser

Dritte Monika Frenger

3. M35 Benjamin Staß

Roter Balken auf der Startnummer = Kurzstrecke; hier: Sebastian Westrich

1. MJU18 Marc-Oliver Lutzi (760)

Siegerin Kurzstrecke Elena Hartmann

1. W35 Sonja Deiß

Zweite Kurzstrecke Katrin Neumeister, hinter ihr Dritte Melissa Maurer

1. W55 Rosemarie Rhezak-Rohden

3. MJU18 Marc Schalk (932)

2. W20 Yvonne Knehr

3. W20 Dorothea Bemsch

2. W50 Martina Metzger

2. W35 Andrea Groch

1. W45 Anke Asel und 3. W50 Elisabeth Wegmann

Autsch!

Sieger 5,2 km Yannik Kupferschmidt

Arbeitsbedingt nur kurz Zuschauer: Max Kirschbaum

Friedrich Hinkel lief im Februar seinen 304ten Marathon

Tim Könnel überholt im Zieleinlauf einige 5 km-Läufer

Mario Steiner vor Max Rahm und Alexander Barnsteiner

1. M35 Rainer Eberling

2. M45 Jürgen Kuby

1. M55 Gerald Reimer

Siegerin Josefa Matheis

Zweite Natascha Hartl

3. M40 Horst Faust

3. M50 Roland Holzapfel

2. MJU20 Berihu Yikuno

2. M30 Sebastian Stollhof

Das Ziel ist das Ziel

1. Volkslauf für Phillip Brill, hinter ihm 2. M60 Hans Baque

3. M60 Dieter Kriegshäuser

1. W40 Peggy Zimmermann

1. M70 Erich Kylius

2. W55 Sabine Böhle

Laufvielfalt im Donnersbergkreis

Eisenberg, 05. März 2016 – Anfang März ist in Eisenberg Stadtlaufzeit. Wobei der 23te Stadtlauf bereits der 25te Lauf in Eisenberg war, denn neuerdings wechselt sich der 10 km-Lauf durch die Innenstadt mit dem 25 km langen Römerlauf durch alle Orte der Verbandsgemeinde ab. Ob dieser allerdings im kommenden Jahr zum dritten Mal stattfinden wird, ist noch nicht entschieden, zu wenige Läufer interessierten sich bisher für die schöne aber anspruchsvolle Strecke.

Die Stadt Eisenberg ist mit 9.200 Einwohnern gleichzeitig Zentrum und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Im Donnersbergkreis liegt sie zentral nahe der A6, nahe der A63 und auch über diverse Land- und Kreisstraßen aus der Umgebung schnell zu erreichen. Von Bad Dürkheim aus ist man in 20-25 min dort.

In Eisenberg werden bei den Kinderläufen die Jungen und Mädchen traditionell getrennt auf die Strecke geschickt. Bisher war die Runde 1 km lang, mußte aber in diesem Jahr etwas umgebaut werden. Die TSG ergriff die Gelegenheit gleich beim Schopf und verkürzte sie auf 800 m. Das hat den Vorteil, daß die Kinder damit gleich ihre erste Disziplin für das Sportabzeichen abhaken können. 52 Mädchen eröffneten mit ihrem Start um 14.30 h den Laufreigen beim 23. Eisenberger Stadtlauf. Allen voran stürmte Paula Ebener. Die 10jährige war die Einzige, die die 800 m unter 3 min lief. Nach 2:54 min wurde sie von Zeitnehmer Edgar Thiel im Zielkanal vor der katholischen Kirche am Marktplatz erfasst. Paula ist erfahrene Volksläuferin, auch in gemischten Feldern läuft sie immer ganz vorne mit. Was ihr mehr Spaß mache – gemischte Felder oder reine Mädchenläufe? Schulterzucken. „Das ist beides schön.“ Nia Kirschbaum (3:09 min) und Rebekka Lenhart (3:10 min) belegten hinter ihr die Plätze 2 und 3.

Die Jungen war etwas fauler an diesem Samstag – nur 38 entschieden sich, um 14:45 h die Laufschuhe zu schnüren oder sich noch von den Eltern schnüren zu lassen. Ganz vorne: Hannes Ebener. Der Zwillingsbruder von Paula war etwas schneller als seine Schwester. 2:48 min wurden für ihn gestoppt. Sein Zeitpolster war aber nicht so groß wie das seines Zwillings. Oliver Quartz war zwei Sekunden hinter ihm, Elias Motzel war nach 2:55 min fertig.

Erstmals gab es für die Großen zwei verschiedene Distanzen. Zum üblichen „Eisenberger Zehner“ kam nun noch ein 5,2 km-Lauf für Volkslaufeinsteiger oder solche, denen 10 km inzwischen etwas zu lang sind. Beide Läufe wurden gemeinsam gestartet, nach knapp 5 km schickte eine Weiche die Kurzstreckler nach rechts Richtung Ziel und die Langstreckler nach links Richtung Eisengießerei Gienanth, mit 800 Mitarbeitern das größte Unternehmen am Ort. Das Werk wird an einem kleineren Anstieg umlaufen, bevor dann der Rückweg in die Stadt den Endspurt einläutet. Vor zwei Jahren wurde die Strecke auf der ersten Hälfte geändert, aber die Schleife um die Fabrik blieb. Start und Ziel liegen jetzt auf dem neu gestalteten Marktplatz, die Infrastruktur ist umgezogen in die nahe vereinseigene Turnhalle. War Eisenberg früher bekannt als „Lauf der langen Wege“, ist jetzt alles zentral auf engstem Raum erreichbar.

Der 10 km-Lauf eröffnete in diesem Jahr den Laufladen-Cup, in dem über das ganze Jahr verteilt 9 Läufe in der West- und Nordpfalz zusammengefasst sind. Gewertet wird nach derselben Formel wie beim Pfälzer Berglaufpokal, der Sieger bekommt jeweils 300 Punkte, die weitere Punkte der Verfolger sind abhängig vom Rückstand auf den Sieger.

Die ersten 300 Punkte sammelte Tim Könnel (TuS 06 Heltersberg) ein. Der 22jährige Medizinstudent war schon vor zwei Jahren der Schnellste auf der neuen Strecke, damals aber mit 33:40 min 1,5 min langsamer als in diesem Jahr. In den vergangenen zwei Jahren hat er sich deutlich weiter entwickelt, sein 10 km-Bestzeit liegt inzwischen bei 31:42 min. Er studiert in Mainz, ist aber am Wochenende oft zuhause in Hermersberg. Mutter Carolyn und Vater Michael sind seine treusten Fans, begleiten ihn zu allen Läufen. Zur Zeit absolviert Tim sein erstes von vier vierwöchigen Pflichtpraktika bei seinem Hausarzt in Hermersberg. Ansteckend ist er auch, wie so viele Läufer. Sein Kommilitone Phillip Brill absolvierte in Eisenberg seinen ersten Volkslauf überhaupt und schaffte die 10 km in 43:01 min. Tim hatte ihm eine Zeit von „um 44 min“ prophezeit. Nun möchte der 23jährige Ende Mai den Halbmarathon in Mainz unter die Füsse nehmen.

Bei km 3,2 kommt das Feld nochmals am Marktplatz vorbei – und schon da war Tims Vorsprung immens. Bis ins Ziel vergrößerte er sich auf über 3 min. Die anfangs vierköpfige Verfolgergruppe bestand da nur noch aus drei Musketieren. Mario Steiner (1. FC Kaiserslautern), mit 46 der Älteste des Trios, hatte am Ende die Nase vorn. Nach 35:20 min blieb die Uhr für ihn stehen. Damit war er sehr zufrieden. „Als alter Esel vorne mit den jungen mitlaufen zu können, das ist schon toll“ freute er sich.

Max Rahm (LC Donnersberg) kam 2 sec hinter Steiner ins Ziel. Als dieser den 19jährigen ein gutes Stück vorm Ziel überholte, hatte er keine Kraft mehr, zu kontern und den Älteren nochmal zu überholen. Er war aber dennoch sehr zufrieden mit sich und der Laufwelt und will nun in der kommenden Woche in Frankfurt Halbmarathon laufen.

Alexander Barnsteiner (LLG Landstuhl) lief schon vor zwei Jahren als Vierter auf dem Marktplatz ein. Damals war er knapp eine halbe Minute langsamer als seine 35:25 min von 2016 – und dabei war die noch voll aus dem Training gelaufen und seine dritte Tempoeinheit der laufenden Woche.

36:04 min zeigt die Ergebnisliste für Rainer Eberling. Der 38jährige Triathlet aus Bad Dürkheim führte die Verfolgergruppe in der ersten Hälfte an. Nach 2,5 Jahren Laufpause, in denen er an der Hüfte und an der Schulter operiert wurde, läuft er erst seit drei Monaten wieder – und will trotzdem am 10. April beim Marathon Deutsche Weinstraße über die volle Distanz gehen.

Lokalmatadorin Josefa Matheis erklomm nach 38:42 min den obersten Treppchenplatz. Sie hatte sich von Anfang an ein Rennen mit Natascha Hartl (TuS 06 Heltersberg) geliefert, bei dem sie am Ende die Nase einmal mehr vorn hatte. Die 28jährige Kontrahentin, die wie Tim Könnel von Hans-Peter Tiedje trainiert wird, der seine Schützlinge vor Ort anfeuerte, brauchte 38:51 min.

Als Dritte konnte Monika Frenger (1. FC Kaiserslautern) nach 40:54 min ihren Pfandbecher für den Zieltee in Empfang nehmen. Die Triathletin promoviert gerade über das Thema „Dopingmarkt und Anti-Doping-Bemühungen“. Seit sie ihre Trainingspläne nicht mehr selbst schreibt sondern sich René Göhler als Trainer leistet, hat sich nochmal einen Leistungssprung verzeichnen können. „Das Geld ist es mir auf jeden Fall wert“ meint sie – wenn sie ihre Zeit rechnet, die sie früher über ihrer Trainingsplanung gesessen hat, dann kann sie diese jetzt zielgerichteter direkt fürs Training einsetzen. Im Sommer liegt ihr Fokus definitiv auf dem Triathlon. Im Herbst will sie dann nochmal an ihrer Halbmarathonzeit feilen.

Ältester Teilnehmer war Friedrich Hinkel aus Lemberg. Der 75jährige ist nicht mehr zufrieden mit seinen Zeiten, läßt sich aber gerne damit trösten, daß viele seiner Altersgenossen gar nicht mehr Sport treiben können. Im November ist er seinen 304ten Marathon gelaufen. Im hessischen Rodgau hält er nach wie vor den Streckenrekord in der M60. 2005 lief er dort 4:03:52 h über 50 km.

Daß es auch einen 5,2 km-Lauf gibt, hatte sich offenbar nicht so wirklich rumgesprochen. Nur 20 Teilnehmer hatten sich eine Startnummer mit einem roten Balken gekauft, vier davon waren von der TSG Eisenberg. Der 16jährige Eisenberger Yannik Kupferschmidt lief nach 18:41 min auf den Marktplatz – aber erstmal nicht in den Zielkanal. Ohne die Rufe des Publikums zu verstehen, lief er erstmal weiter Richtung Kirche, weil er dachte, der Zielkanal wäre dort, wo eine Stunde vorher die Kinder abgescannt wurden. Sein Vorsprung war aber groß genug, sein Sieg dadurch nicht gefährdet. Nach 19:03 min war einer der ältesten Teilnehmer der Kurzstrecke im Ziel: Hans-Willi Freiberger (LLG Wonnegau, 51). Ihm folgte mit Fabio Matheis der 17jährige Sohn der 10 km-Siegerin. Fabio ist normalerweise 800- und 1.500 m-Läufer, verläßt die Bahn hin und wieder für längere Einheiten auf der Straße.

Elena Hartmann (TV Wartenberg-Rohrbach, 21:26 min), Katrin Neumeister (TSG Eisenberg, 21:56 min) und Melissa Maurer (TSG Oggersheim, 22:12 min) waren die schnellsten Frauen über 5,2 km.

Ergebnisse: http://www.lauftreff-eisenberg.de/page/ergebnisse/


Kossmann Laufdesign