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19. Nanstein-Berglauf Landstuhl

[eingestellt am 12. März 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

das Highlight der umfangreichen Kuchentheke

Ultratriathlet auf der Kurzstrecke: Tristan Vinzent

Losgelassen…

Die Nachhut: Friedrich Hinkel, Begleitradler ist kein geringerer als Stadtbürgermeister Ralf Hersina

Sieger Jonas Lehmann

War mal wieder einsame Spitze

Zweiter André Bour

Dritter Tom Heuer

Vierter Max Kirschbaum gewinnt die M30

LLG-Pressewart Alexander Barnsteiner wird Fünfter und 2. M40

1. M50 Wolfgang Seibel

2. M45 Tobias Wiesemann vor 2. M20 Maximilian von Lippe

2. M50 Thomas Weishaar

3. M30 Mathias Nowak

2. M30 Thibaud Clipet

Siegerin Melanie Noll

3. M20 Jonas Janzer

3. M40 Frank Mörschel hinter Philipp Ulrich

3. M45 Karl-Peter Böshar und 1. MJU16 Jonas Nicolas Steinhauer

3. M50 Harald Volz

1. M55 Jürgen Binder

1. M35 Wolf Ofner

2. M35 Thomas Krenz

2. M55 Martin Niehren (795) und Peter Burkard

Zweite Sabine Rankel und 3. M35 Marco Wißmann

3. M55 Bernhard Scheib

1. M65 Gerhard Baus

1. M60 Karl Erford (857) mit David Harwood

2. MJU20 Sebastian Crumbach

Dritte Sabine Roschy, neben ihr 2. M60 Karl Reske

Vierte und 2. W30 Anna Janßen

3. M60 Alois Berg

2. W40 Claudia Seel

3. W40 Marion Raab

2. W45 Katja Bambach

3. W45 Peggy Herrmann

1. W50 Martina Metzger

3. W30 Gwendolyn Musser

1. M70 Erich Kylius (739) mit Daniel Neßele

2. M65 Werner Heiter

1. W35 Sabine Korz mit Sascha Jeric

2. M70 Werner Schimpf mit Manfred Crumbach

2. W35 Andrea Groch mit Frank Huy

2. W55 Theresia Crumbach

1. W20 Janika Christmann (842) mit Florian Geißert und Regina Rieger

1. WJU16 Esther Seitz

3. W50 Christine Sauerland

1. W60 Karen Müller

2. W60 Monika Guy

2. MJU16 Hagen Balzulat und 3. WJU16 Lena Stutzkeitz

Michael Bargeld

2. W20 Natalia Cozlenco

3. W55 Marion Schwarz

3. W20 Greta Wegner mit Dennis Mach

2. Und 3. M75 Gerhard Hörner und Bernd Cöllen

2. W50 Birgit Weisner

1. W55 Jutta Bendel

3. M65 Peter Zimmermann

1. M75 Robert Hinkel (859)

Gerhard Baus klatscht Bernd Cöllen ab

Jonas Lehmann und André Bour auf dem Rückweg

Ältester Teilnehmer Ludwig Mesel

1. W65 Renate Cöllen

Was? Da auch noch hoch?

3. MJU16 Leon Stahl

Diese beiden Amerikanerinnen haben Spaß

Rot, rot, rot sind alle meine Trikots

Landstuhl, 12. März 2016 – im 12. Jahrhundert baute Kaiser Barbarossa (= Rotbart) die Höhenburg Nanstein. Erst später erhielt die Anhöhe, die sich 80 m über der Stadt Landstuhl befindet, die Namen „Sickinger Höhe“. Die Burg befand sich ab Anfang des 16. Jahrhunderts im Eigentum des rebellischen Ritters Franz von Sickingen, der sie zur Kanonenburg um- und ausbauen ließ. Nicht mal 100 Jahre später war sie durch Zerstörung und Wiederaufbau zu einem Renaissanceschloß geworden. Heute befindet sich auf der Sickinger Höhe nur mehr eine teilwiederhergestellte bewirtschaftete Ruine, die seit 1998 alljährlich im März zum Ziel des Nanstein-Berglaufs wird.

Die LLG Landstuhl ist Veranstalterin dieses zweiten Wertungslaufs für den Pfälzer Berglaufpokal. Die Siegerliste zeigt: im Laufe der Jahre mußte die Strecke geändert werden. Statt früher 7,8 km misst sie seit 2011 nur noch 7,1 km. Der Streckenrekord von 24:35 min stammt aus dem Debutjahr, gelaufen von Matthias Hecktor, der den Lauf auf der alten Strecke vier Mal und auf der neuen zwei Mal gewinnen konnte. Der Mann im roten Trikot des TuS 06 Heltersberg wurde ab 2014 von seinem Vereinskollegen Jonas Lehmann abgelöst, der seit Jahren die Krone des Pfälzer Berglaufkönigs trägt. Fast hätte Jonas ihn auch beim Streckenrekord abgelöst, im Ziel fehlten ihm nur 16 Sekunden, allerdings waren seine 24:53 min schon deutlich persönliche Streckenbestzeit. Auch in diesem Jahr würde Jonas gerne bei der Berglauf-Weltmeisterschaft wieder im Nationaltrikot antreten. Da die WM erst im September stattfindet, gilt die Deutsche Meisterschaft am Tegelberg im August als Qualifikationslauf. Bis dahin ist noch lange hin. Die EM ist für Lehmann kein Thema, denn in diesem Jahr ist sie wieder bergauf-bergab und diese Läufe liegen ihm nicht besonders.

2013 mußte der Berglauf aufgrund schlechter Wetterverhältnisse ganz ausfallen, bereits 2006 wurde er auf einen Mai-Termin verschoben. Vier Tage vorm Lauf 2016 fühlte man sich nach 2013 zurück versetzt. Innerhalb kurzer Zeit lagen rund um Kaiserslautern einige Zentimeter Neuschnee und nicht nur die LLG hielt die Luft an. Aber schon am nächsten Tag war der Spuk vorbei, die Strecke war schnee-, eis- und bruchholzfrei. Am Lauftag strahlte die Sonne, die 283 LäuferInnen, die sich trotz der vielen Alternativläufe an diesem Wochenende in Landstuhl eingefunden haben, konnten die Kaiserburg bei Kaiserwetter erstürmen.

350 Höhenmeter kommen über 7,1 km zusammen – bei nur 80 m absolutem Höhenunterschied zwischen Stadt und Burg wird schnell klar: hier geht’s nicht nur bergauf sondern zwischendurch auch immer wieder bergab. Deshalb gilt der Nanstein-Berglauf auch als der leichteste in der Pfälzer Berglaufserie. Da aber auch einige Trailpassagen integriert sind, laufen nicht unbedingt nur die schnellsten Asphaltläufer vorne mit. So hatte sich Trailspeizialist Max Kirschbaum einen Platz mitten in der Heltersberger Phalanx erhofft, aber sein Trainingsschwerpunkt liegt aufgrund der im April anstehenden Ultratrail-DM zur Zeit nicht auf Grundschnelligkeit, so daß er sich mit einem vierten Platz, den er vom Start weg innehatte, zufrieden gab.

„Nicht alles, was ein rotes Trikot hat, ist aus Heltersberg, aber bei schnell und rotem Trikot ist die Chance groß“ grinste der neue Volkslaufwart des Leichtathletikverbandes Pfalz und Heltersberger Laufchef Dieter Kriegshäuser vorm Start. Und natürlich behielt er recht, die Plätze 2 und 3 gingen auch aufs Konto der Westpfälzer. André Bour und Tom Heuer liefen im Abstand von 20 Sekunden über die Ziellinie, zwischen Lehmann und Bour lagen 56 Sekunden. Da die drei schnellen Hirsche alle in einer anderen Altersklasse laufen, gewannen sie diese natürlich auch. Ein weiterer Heltersberger Altersklassensieg ging an Jürgen Binder, der als 19ter gesamt die M55 für sich entschied. Seine Freundin Jutta Bendel, ebenfalls im Heltersberger Trikot on tour, konnte die W55 gewinnen, sie brauchte dafür 35:33 min.

Rot ist auch das Trikot von Melanie Noll. Allerdings steht „TSV Annweiler“ darauf. Die 32jährige war an diesem Sonntag einmal mehr konkurrenzlos, gewann den Nanstein-Berglauf zum fünften Mal in Folge. Ihren Streckenrekord aus 2015 (28:33 min) erreichte sie nicht, war aber mit 28:49 min auch so einsame Spitze und ließ nur neun Männern den Vortritt. Genau wie für Jonas Lehmann ist für sie die Berglauf-EM kein Thema, zur WM ginge sie aber schon gerne wieder. „Aber bis zur Quali im August fließt noch so viel Wasser den Rhein runter, wer weiß, was bis dahin ist, wie viele sich bis dahin noch empfehlen können.“

Hinter Noll klaffte eine große Lücke im Frauenfeld. Altmeisterin Sabine Rankel erreichte das Ziel als Zweite nach 32:25 min. Auf der alten Strecke konnte sie sich nicht weniger als  sieben Mal in die Landstuhler Siegerliste eintragen. In den letzten Jahren war die 48jährige gesundheitlich angeschlagen, der Rücken machte ihr zu schaffen und daraus resultierend irgendwann auch der Kopf. Seit ihre Physiotherapeutin sie zu einer Masseurin geschickt hat, die ihre Muskulatur in vielen schmerzhaften Sitzungen wieder auf Vordermann brachte, läuft sie wieder runder, schmerzfreier und daher auch mit mehr Spaß. Mit ihrer Zeit war sie daher auch zufrieden, auch wenn sie gut eine Minute langsamer war als vor Jahresfrist.

Sabine Roschy (RC Vorwärts Speyer) und Triathletin Anna Janßen (Landau Running Company) liefen fast zeitgleich durch die vereinseigene Zeitmessung. Mit 33:27,77 und 33:27,95 min lösten ihre Chips die Uhr aus.

Der nächste Lauf unter der Leitung der LLG ist dann wieder der Weihnachtsmarktlauf am ersten Adventssonntag. Ob es dann wieder so wunderhübsch anzusehende Cupcakes gibt, mit der sich eine der Kuchenbäckerinnen besonders viel Mühe gab, bleibt abzuwarten. Vielleicht hat sie dann ja statt auf Rosen Backlust auf Weihnachtsdeko.

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign