Kanzlei.org - laufend gut beraten

27. Lauf der Sympathie Berlin

[eingestellt am 14. März 2016]

 

Buntes Treiben im Zielbereich vor dem Rathaus Spandau

Gespannte Zuschauer

Endspurt um den Sieg zwischen Hannes Liebach (vorne) und Stefan Hendtke

Das Führungsauto – gleich kommt die Spitze!

Der viertplatzierte Christian Krannich auf den letzten Metern

Der Fünfte Philipp Hoffmann

Sechster Platz: Felix Ledwig

Hannes Hähnel bleibt auch noch unter 32 min

-

-

Die Top 3 nach dem Rennen

Mayada Al-Sayad (li.) und Luisa Boschan

-

Weitere Zieleinläufe

„After-race“-Verpflegungsbeutel

Mittelstreckler Michael Alber (li.) und Marco Riege nach ihrem Überdistanzrennen

Hannes Liebach wiederholt Vorjahressieg

Berlin-Spandau, 13.3.2016 - In diesem Jahr fand bereits zum 27. Mal der 10km-Straßenlauf „Lauf der Sympathie“ statt. Dieser Lauf wird alljährlich im März im Ort Falkensee, der direkt westlich außerhalb Berlins liegt, gestartet, und führt als Punkt-zu-Punkt-Strecke nach Berlin-Spandau. Das Ziel befindet sich vor dem Rathaus Spandau. Nachdem die ersten knapp 9 km über schönen Asphalt auf vorwiegend breiten Straßen  führen, wird zum Schluss ein Schlenker durch die Spandauer Altstadt über Kopfsteinpflaster gelaufen.

Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen des Laufs der Sympathie die (offenen) Berlin-Brandenburgischen Straßenlauf-Meisterschaften ausgetragen. Der Startschuss in Falkensee fiel um 11 Uhr, sodass die Spitze um kurz nach 11:30 Uhr im Ziel erwartet werden konnte. Die äußeren Bedingungen waren relativ läuferfreundlich, wenn auch mit ca. 5°C ziemlich kühl. Der Wind blies im Gegensatz zu vielen anderen Jahren diesmal nicht aus dem Westen, sodass die Läufer nicht von einem „Schiebewind“ auf dem Großteil der Strecke profitieren konnten. Es wurden dennoch schnelle Zeiten gelaufen.

So kam es auf der Zielgeraden zu einem spannenden Zweikampf zwischen Hannes Liebach vom SCC Berlin und Stefan Hendtke vom SC Potsdam. Hannes, der Ende Februar den 5. Rang bei der Hallen-DM über 3000 m belegte und für seinen starken Endspurt bekannt ist, setzte sich letztendlich mit einer Sekunde Vorsprung in starken 30:31 min durch, was vermeintlich eine deutliche  Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit bedeutete. <xml></xml>

Allerdings waren er selbst und auch einige andere Läufer nicht ganz sicher, ob die Strecke in diesem Jahr nicht etwas zu kurz war. Als Punkt-zu-Punkt-Strecke ist sie sowieso nicht (mehr) bestenlistenfähigJedenfalls zeigte sich Hannes, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte, zufrieden. Im Sommer will er sicherlich wieder über die 3000m Hindernis angreifen und bei der DM erneut um die Medaillen mitlaufen.

Der zweitplatzierte Stefan Hendtke aus Potsdam, der mittlerweile  in Vollzeit arbeitet, war zuletzt nicht ganz fit und konnte dementsprechend auch mit seiner Leistung zufrieden sein. Auf der Bahn hat Stefan eine Zeit von 29:44,63 min zu Buche stehen. Eine Minute hinter den ersten beiden folgte auf Rang drei Nils Gerber vom SCC (31:31 min), der aus Bayern stammt und im Jahr 2012 bereits 14:17,03 min über 5000m gelaufen ist. Mit seinem dritten Platz zeigte sich Nils sehr zufrieden; schließlich hatte er platzierungsmäßig das Optimum für sich herausgeholt. 

Nur vier Sekunden hinter Nils landete auf Rang vier Christian Krannich, der mittlerweile für den VfL Fortuna Marzahn startet. Der 31jährige Lehrer für Sport und Geschichte, der in der Laufszene auch als Gesicht von „fartlek“ bekannt ist und dabei bereits viele schöne Interviews mit Läufern aus der Deutschen Spitze geführt hat, möchte in diesem Jahr sicherlich seine  5000m-Bestzeit von 14:51,19 min angreifen und über die 10km auf der Straße wieder unter 31 min laufen. Bisher hat er das einmal, vor zwei Jahren beim Lauf der Sympathie, mit 30:50 min geschafft. Er hat übrigens mit seinem Verein eine relativ starke Mannschaft, schließlich folgten auf den nächsten Plätzen mit Philipp Hoffmann (31:41 min) sowie Felix Ledwig (31:45 min) weitere Läufer von Fortuna Marzahn, die sich stark verbessert zeigten.

Auch der siebtplatzierte Hannes Hähnel (JK Running) blieb mit einer Bruttozeit von 31:59 min noch unter der 32-min-Marke. Schnellster Jugendlicher war Michael Alber, der mittlerweile für die LG Nord Berlin startet, in 32:20 min. Michael, der von Sebatian Strempler gecoacht wird, ist üblicherweise auf der Mittelstrecke (vorzugsweise 1500m) zu Hause und zeigte eine starke Ausdauer-Leistung. Übrigens führte er in der männlichen Jugend ein Quintett (!) der LG Nord an. Auf dem zweiten Rang landete Felix Buck-Gramcko (32:34 min), gefolgt von Lennart Tiller (32:41 min).

In der weiblichen Konkurrenz liefen lange Zeit Mayada Al-Sayad (Fortuna Marzahn) und Luisa Boschan (LG Telis Finanz Regensburg) an der Spitze. Auf den letzten zwei Kilometern konnte Luisa jedoch nicht mehr ganz dran bleiben, sodass Mayada als Erste nach 34:05 min das Ziel erreichte (Nettozeit 34:00 min). Mayada, die von Tobias Singer gecoacht und auch häufig gepaced wird,  lief letztes Jahr beim Hamburg-Marathon eine Zeit von 2:41:44 h. Damit qualifizierte sie sich für die WM in Peking, bei der sie für Palästina an den Start ging, und ist ebenfalls für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert.

Luisa Boschan folgte auf Rang zwei mit 15 Sekunden Rückstand (brutto 34:20 min). Die U23-DM-Dritte des Vorjahres über 5000m startet nun für Regensburg, wohnt aber nach wie vor in Berlin. Da die Meisterschaft offen war, kam sie auch in Meisterschaftswertung. Und auch sie gehört wie der schnellste Jugendliche Michael Alber der Trainingsgruppe von Sebastian Strempler an. Nachdem Luisa am ersten März-Wochenende bei den Deutschen Crossmeisterschaften mit ihren Regensburger Vereinskolleginnen den Mannschaftstitel in der Frauenkonkurrenz holen konnte, zeigte sie nun eine starke Leistung auf der Straße. Ihre offizielle Bestzeit aus dem vergangenen Jahr steht bei 35:11 min und es sollte nur eine Frage der Zeit sein, wann sie diese auf einem bestenlistentauglichen Kurs verbessert. Spätestens dürfte dies bei der DM im September in Hamburg passieren, wenn sie mit einer starken Mannschaft um die vorderen Platzierungen mitlaufen möchte. In der Sommer-Saison liegt das Hauptaugenmerk wieder auf der 5000m-Strecke.

Den dritten Rang belegte Nadine Gill (LG Schefflenztal) in 36:11 min. Als erste Jugendliche erreichte Jasmin Beer nach 37:11 min das Ziel ,gefolgt von Mariam Konstanian (37:15 min). Allerdings hatte Letztere mit 37:07 min die schnellere Nettozeit im Vergleich zu Beer (37:09 min).

Neben dem 10km-Lauf wurde auch ein 5km-Lauf ausgetragen. Am schnellsten waren hier Vincent Mürau (SCI-NMS) in 17:12 min und Milla May vom Berliner SV 1892 in 20:23 min unterwegs.

Der Lauf der Sympathie war auch im Jahr 2016 wieder ein stimmungsvoller Start in die Berliner Straßenlauf-Saison, mit jeder Menge Teilnehmern, die sicherlich auch in den nächsten Jahren zu diesem Event kommen werden, wenn auch die hier erzielten persönlchen Bestzeiten „mit Vorsicht zu genießen“ sind.

http://www.vfv-spandau.de/index.php?id=16


Kossmann Laufdesign