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7. Rockie-Mountain-Lauf

[eingestellt am 03. April 2016]

By: Jürgen Binder

Fotos: Jürgen Binder, Tobias Noll und Manfred Rankel

Ein Buff für alle Teilnehmer

Der 687 Meter hohe Donnersberg hat eine Schartenhöhe von 417 Metern

108 Lebensjahre vereint: Laufticker-Reporter Jürgen Binder und Laufchef Stefan Hinze

Lutz Hirselandt in der Donnersberghalle

Laufticker-Fotograf Manfred Rankel und Gattin Sabine

Laufticker-Fotograf Tobias Noll mit Gattin Melanie, Beritta Zeil und Birgit Weisner

Eine handvoll MuLi`s von der Laufgemeinschaft Mutterstadt-Limburgerhof

Plasticksack für die Wechselkleidung

Die Pfälzer Royals: Mountain King Jonas Lehmann und Mountain Queen Melanie Noll

Thomas Weishaar, das beste Pferd im Stall von Henning Schneehages LC Bad Dürkheim

Pfälzer Berglauf-Pokal-Initiator Henning Schneehage mit dem bisher 4-fachen Pokalsieger Jonas Lehmann

Startbereich auf dem Marktplatz von Rockenhausen

14 Uhr - … auf die Platze, fertig, looos … !

Aufi geht`s auf 562 flotten Haxen

Der 27 Meter hohe Ludwigsturm auf dem Donnersberg dient als Aussichtsturm

Sieger Jonas Lehmann (1. männl. Hauptklasse) am letzten giftigen Anstieg 600 Meter vor dem Ziel

Jonas Lehmann vom TuS 06 Heltersberg gewinnt den Rockie-Mountain-Lauf zum 6. Mal

Tom Heuer (1.M45), der amtierende deutsche M45-Berglaufmeister wird an seinem Hausberg Gesamtzweiter

2. Tom Heuer vom TuS 06 Heltersberg am steinigen letzten Anstieg

Dennis Klusmann vom LAZ Puma Rhein-Sieg (1.M35) wird Dritter

4. Maximilian von Lippe (2. männl. Hauptklasse)

5. Das Lauftalent Erik Döhler (1. männl. Jugend u20) ist Jahrgang 1998

Laufchef Dr. Stefan Hinze siegt auf heimischem Terrain in der starken M50

Der Gesamtsechste Stefan Hinze (1.M50) startet für den SSC Hanau-Rodenbach

7. und 2.M50 Wolfgang Seibel, gefolgt von der Achten im Gesamteinlauf und 1. Frau Melanie Noll

Wenn sie bei einem Pfälzer Berglauf startet, dann gewinnt sie: Melanie Noll (1.W30) …

… hat noch 500 Meter bis zum Ziel

9. und 1.M40 Ralf Gehrmann vor 10. und 3.M50 Thomas Weishaar

11. und 1.M30 Cliped Thibaud

12. und 2.M30 Wilke Rohde

13. und und 2. männl. Hauptklasse Philipp Ullrich vor 2. Frau und 2.W30 Nina Vabic

16. Volker Lintz (2.M45) vor 17. Hans-Willi Freiberger (4.M50)

18. Matthias Drabold (3.M30) vor 21. Patrick Cappel (4. männl. Hauptklasse)

22. Karl-Peter Böshar (4.M45), 20. Jürgen Binder (1.M55) und 23. Mathias Nowak (4.M30) pirschen heran

22. Karl-Peter Böshar (4.M45) noch vor 20. Jürgen Binder (1.M55)

24. und 25., - Chapeau !! Max Kirschbaum (5.M30) mit seinem sehbehinderten Freund Yap Tien-Fung (5. männl. Hauptklasse)

31. Achim Schumacher (5.M50) und 30.Tobias Marx (3.M40)

Moderator Jochen Heringhaus und Zeitnehmer Harald Baumann kennen (fast) alle ihre Pappenheimer

3. Frau Daniela Kenty (1.W35)

4. Frau und 1.W45 Sabine Rankel konnte zwischen 1998 und 2010 den Pfälzer Berglauf-Pokal 10 Mal gewinnen

5. Frau und 2.W45 Iris Walter

10. Frau und 2.W35 Sonja Deiß

11. Frau und 1.W55 Jutta Bendel, die amtierende deutsche W55-Berglaufmeisterin

14. Frau und 3.W55 Gisela Kipper noch vor 13. Frau und 1.W50 Birgit Weisner

134. und 3.M65 Michael Röper

Zielbereich knapp unterhalb des Donnersberggipfels

Oben angekommen beglückwünscht Laufchef Stefan Hinze alle Zieleinläufer

… Hintern kalt bringt Hämorrhoiden halt …

Der laufende Reporter beim „ausgehen“

Max Kirschbaum und sein sehbehinderter Freund Yap Tien-Fung beim „auslaufen“

Freiluftumkleide bei 7°C

Auf die Zielverpflegung auf dem Donnersberg …

… folgt die Verpflegung in der Donnersberghalle mit Herzhaftem …

… und mit süßen Leckerlis

Bei den über 60-Jährigen der überragende Läufer: 45.Gesamt und 1.M65 Gerhard Baus

Berglauf-Experte Wilfried Raatz beim Smalltalk mit Berglauf-Ass Jonas Lehmann

Begrüßungskomitee in der Donnersberghalle: Bürgermeister Seebald, Laufchef Dr. Hinze und dessen kongeniale Helferin Frau Ranßweiler

Ehrung der Schnellsten

Familie Heuer

W45: 2. Iris Walter und 1. Sabine Rankel

W50: 3. Ute Rösler, 1. Birgit Weisner, 2. Christine Sauerland

W55: 1. Jutta Bendel und 3. Gisela Kipper

3. W35 Sabine Korz und Gesamtdritter und 1.M35 Dennis Klusmann

Tobias Marx (3.M40) und 3. Frau und 1.W35 Daniela Kenty

M30: 3. Matthias Drabold, 1. Cliped Thibaud, 2. Wilke Rohde

M45: 2. Volker Lintz und 1. Tom Heuer

M50: 2. Wolfgang Seibel, 1. Stefan Hinze, 3. Thomas Weishaar

M60: 2. Günter Veith, 1. Alois Berg, 3. Andreas Dietz

M65: 3. Michael Röper, 1. Gerhard Baus, 2. Werner Heiter

M75: 2. Bernd Cöllen, 1. Robert Hinkel, 3. Gerhard Hörner

Männl. Jgd. u16: 1. der 14-jährige Clemens Balzulat und 2. sein 12-jähriger Bruder Hagen sind die jüngsten Teilnehmer

M80-Sieger und ältester Teilnehmer Ludwig Mesel umrahmt von Stefan Hinze, Frau Ranßmann und Bürgermeister Seebald

Frau Ranßweiler gibt dem Chef frei

Rockenhausen, 02. April 2016 -sehr zur Freude der Veranstalter, des 281-köpfigen Läuferfelds und der Zuschauer war beim Rockie-Mountain-Lauf auch im oft verflixten 7. Jahr alles gut. Wettergott Donar hatte seinem Lieblingsrevier Donnersbergkreis zum längsten Lauf im Pfälzer Berglauf-Pokal, bei dem man mit seinen 4 besten von maximal 7 möglichen Ergebnissen Aufnahme in die Gesamtwertung findet, bestes Laufwetter beschert. Es war trocken, fast windstill und mit Temperaturen von unten 12 Grad und oben 7 Grad war für die Beteiligten alles fast optimal. Lediglich ein paar lästige Matschpassagen auf den Waldwegen, entstanden durch die Regenfälle der letzten Tage, erschwerten den Bergläufern das Vorwärtskommen.

Veranstaltet wird der Lauf von der Stadt Rockenhausen unter der Schirmherrschaft des Rockenhausener Bürgermeisters Karl-Heinz Seebald. Laufinitiator ist seit der Premiere 2010 Chefarzt Dr. Stefan Hinze, der alljährlich auf die Unterstützung seines Teams, um die im administrativen Bereich unverzichtbare Frau Ranßweiler, von der Rockenhausener Westpfalz-Klinikum GmbH zählen kann. Zweimal war Stefan Hinze schon mitgelaufen bei seinem Lauf. In den letzten Jahren ließ er das dann sein, um sich voll und ganz im organisatorischen Bereich einzubringen. Diesmal, im Laufe des Morgens, packte ihn irgendwie die Lust, doch mal wieder mittendrin, statt nah dabei zu sein und nach einigem Grübeln und intensiver Rücksprache mit Frau Ranßweiler hatte er dafür ein Stündchen frei.

In Topform ist Stefan Hinze allemal. Letzte Woche hätte er bei Osterlauf im südpfälzischen Rheinzabern durchaus Pfalzmeister im 10 Kilometer-Straßenlauf werden können. Von den Pfälzern war nur der fast 20 Jahre jüngere Thomas Schlohmann von der TSG Maxdorf 6 Sekunden schneller als der meritenreiche Haudegen Hinze. Dessen 34:19 Minuten sind phänomenal für einen, der in diesem Jahr 53 wird. Gemeldet für die Pfalzmeisterschaften hatte er freilich nicht, startet der Pfälzer Berglauf-Pokalsieger der Jahre 2010 und 2011, M45-Berglaufweltmeister 2012 und deutsche M50-Crosslaufmeister 2014, um nur einige Erfolge zu nennen, gewöhnlich doch für seinen alten hessischen Verein SSC Hanau-Rodenbach. Mit dessen M50-Team ist er vor ein paar Wochen Deutscher Crosslauf-Mannschaftsmeister geworden. In der Einzelwertung wurde er dabei Zweiter, musste sich dem neuen deutschen Meister nur hauchdünn geschlagen geben. Seinen nächsten Start hat Stefan, hauptsächlich der Mannschaft zuliebe, für den 24. April  bei den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Bad Liebenzell geplant.

55 weibliche und 226 männliche Teilnehmer machten sich ab 14 Uhr vom Marktplatz der annähernd 5500 Einwohner zählenden Verbandsgemeinde Rockenhausen Richtung Osten auf, um nach fast 13 mit 560 Höhenmetern gespickten Kilometern knapp unterhalb des Donnersberggipfels ins Ziel zu laufen. Rockenhausen liegt auf circa 200 m ü. NN, das Ziel auf 650 m ü. NN. Bei knapp 450 Metern Höhenunterschied bedeutet dies, dass es ab und zu auch mal wieder bergab geht. Besonders heftig wird es diesbezüglich hinter Kilometer 8, wenn man auf etwas mehr als einem Kilometer 80 der bisher bewältigten 330 Höhenmeter verliert. Wer da ordentlich Gas gibt, kriegt ordentlich Schläge auf die mittlerweile schon recht ermüdeten Muskeln und Gelenke. Die nächsten 3 Kilometer geht es dann nur noch bergauf. 200 Höhenmeter gilt es hierbei zu überwinden. Die letzten Meter auf einem steinigen Trail, bis man auf 670 m ü. NN am höchsten Punkt angekommen ist, haben alpinen Charakter. Zum nun noch 500 Meter entfernten Ziel, knapp unterhalb des Gipfels läuft man am Ende auf einer leicht abschüssigen Straße. Bis auf die ersten drei Kilometer, einen kleinen Abschnitt bei Kilometer 5 und die letzten Meter, welche auf Asphalt gelaufen werden, bewegt man sich beim Rockie-Mountain-Lauf überwiegend auf befestigten Waldwegen.

Nach 50:06 Minuten lief Jonas Lehmann (1. männl. Hauptklasse) vom TuS 06 Heltersberg mit über 500 Metern Vorsprung ins Ziel. Es war ein lupenreiner Start/Ziel-Sieg. Sein Streckenrekord steht seit dem Vorjahr bei 49:27 Minuten. 6 von 7 Rockie-Mountain-Läufen hat Jonas Lehmann nun gewonnen. Lediglich beim ersten Lauf steht mit Martin Schedler ein Anderer in der Siegerliste. Es läuft also hervorragend bei dem 26-Jährigen, spätestens seit er der männlichen Hauptklasse zugehörig ist. 2011 beispielsweise war er deutscher Juniorenmeister im Berglauf, von 2012 bis 2015 gewann er immer den Pfälzer Berglauf-Pokal und in den letzten Jahren war er Mitglied im deutschen Berglauf-Nationalkader. Auch den Übergang vom Studentenleben in den Berufsalltag hat er als Maschinenbauingenieur im letzten Jahr erfolgreich vollzogen. Am nächsten Sonntag läuft er gegen starke, auch ausländische Konkurrenten, den profilierten Weinstraßen-Halbmarathon.

In 52:53 Minuten wurde Tom Heuer Zweiter (1.M45), womit er sehr zufrieden war. Immerhin blickt er nun schon auf 46 Lebensjahre zurück, die nicht immer verletzungsfrei waren. Neben seiner Gesundheit erfreut er sich an seinem Vaterglück. Seit letztem Jahr gibt es im Hause Heuer einen Stammhalter. Steht am Ende der Woche kein Wettkampf an, läuft er fast jeden Tag, meistens weniger als eine Stunde, meistens alleine, meistens frühmorgens. Familie Heuer wohnt in Jakobsweiler am Fuße des Donnersbergs. Die Trails am und um den Berg sind Tom Heuers Trainingsrevier.

Dritter wurde in 53:22 Minuten Dennis Klusmann (1.M35) vom LAZ Rhein-Sieg. Der Bonner Halbmarathon-Stadtmeister war mit seiner Bekannten Sabine Korz (3.W35 in 1:16:39 Stunden) hergekommen. Sie plant, bei möglichst vielen Läufen zum Pfälzer Berglauf-Pokal mitzumachen. In zwei Wochen will Dennis in Hamburg seine Marathon-Bestzeit von 2:33 Stunden unter die 2:30er Marke drücken.

Vierter wurde in 55:36 Minuten Maximilian von Lippe (2. männl. Hauptklasse) aus Mettlangen, vor Erik Döhler (1. männliche Jgd. U20) vom Laufteam Rennwerk / LGR Karlsruhe in 56:48 Minuten, Stefan Hinze (1.M50) für SSC Hanau-Rodenbach in 57:03 Minuten und Wolfgang Seibel (2.M50) von Südpfalz-Adventures in 57:26 Minuten. Auf Gesamtrang 8 erreichte in 57:47 Minuten Frauensiegerin Melanie Noll (1.W30) den Zielkanal, gefolgt von Ralf Gehrmann (1.M40) in 58:38 Minuten und dem Gesamtzehnten und dritten in der starken M50, Thomas Weishaar in 58:41 Minuten.

In die Top Ten wäre sicher auch Max Kirschbaum gelaufen. Der pfälzische Spitzenläufer und Ultratrailspezialist war aber wieder einmal mit seinem sehbehinderten Freund Yap Tien-Fung unterwegs. Ihm ermöglicht er des öfteren die Teilnahme an Laufwettbewerben, indem er ihn wortreich und durch Führen an der Hand auf der Strecke leitet. Beim Rockie-Mountain-Lauf war das augenscheinlich aufgrund etwas holpriger und schmieriger Streckenabschnitte besonders schwierig. Ein paar Stolperer waren schon drin, bei Yap Tien-Fung. Daß es trotzdem gut ging verdeutlicht die Zeit der beiden: 1:01:45 Stunden … - „a la bonne heure!“ Im Gesamteinlauf bedeutete dies Platz 24 und 25, in den Altersklassen 5. männl. Hauptklasse für Yap und 5.M30 für Max.

Wie in den Jahren zuvor, war Melanie Noll (1.W30) vom TSV Annweiler bei den Frauen eine Klasse für sich und gewann den Rockie-Mountain-Lauf bei ihrer fünften Teilnahme zum fünften Mal. Zwar hatte die deutsche Berglauf-Meisterin des Jahres 2012 ihren im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord von 56:21 Minuten nicht angreifen können, war aber dennoch mit sich im Reinen. Schließlich gibt es bei Nolls daheim zurzeit oft wichtigeres zu tun als zu trainieren. Zusammen mit Ehemann Tobias baut Melanie in ihrem Heimatort „Stää“, auf hochdeutsch heißt das „Stein“ und gehört zur Ortsgemeinde Gossersweiler-Stein, ihr künftiges Zuhause. Der Rohbau steht, jetzt geht es drinnen weiter. Wie viele Topleute, trainiert Melanie oft ganz früh morgens. Schon um 5 Uhr geht es los, mit ultraleichten Stirnlampen. Die sind aufladbar und machen fast so hell wie ein Autoscheinwerfer. Nach einer Stunde ist die 32-Jährige dann wieder zu Hause. Duschen, Frühstück und dann ab zur Arbeit bei einem Kreditinstitut in Bad Bergzabern. Ab und zu schafft sie es auch nach Annweiler zu einem gemeinsamen Läufchen mit ihren Vereinskollegen oder sie trifft sich mit ein paar Vorderpfälzer Lauffreunden, um die Gipfel der Haardt zu erkunden.

Wie Jonas Lehmann, so konnte auch Melanie von 2012 bis 2015 den Pfälzer Berglauf-Pokal gewinnen, wie Jonas gehörte auch sie bisher dem deutschen Berglauf-Nationalkader, genauer gesagt, dem B-Kader an. Ob die beiden auch in diesem Jahr noch ihre B-Kader-Berufungen erfahren werden, steht in den Sternen. Der für die Kaderplanungen zuständige Karwendel-Berglauf-Chef Kurt König hat für 2016 beide in den Perspektivkader gestuft. Einen A-Kader gibt es zurzeit nicht. Für diesen kommen nur Athleten in Frage, die auch international Siegchancen haben. Allenfalls einer wie Arne Gabius käme da wohl in Frage, wenn er denn Bergläufer wäre.

Alle drei Pfälzer Berglaufpokal-Läufe in diesem Jahr, also auch den Donnersberglauf und den Nanstein-Berglauf, haben sowohl Jonas, als auch Melanie gewonnen. Noch eine erfolgreiche Pokallaufteilnahme und der Drops ist für beide in diesem Jahr sozusagen erneut gelutscht. Im September geht es weiter mit dem Rietburg-Berglauf, der Bad Dürkheimer Berglauf folgt im Oktober, im November findet im Kuseler Land der Potzberglauf mit den Berglauf-Pfalzmeisterschaften statt und eine Woche später ist Berglauf-Saisonabschluss an der Kalmit.

Zweitschnellste Frau des Feldes und 2.W30 war in 1:00:01 Stunden Nina Vabic (asics frontrunner). Die 10 Kilometer-Bestzeit der Hessin steht bei 36:55 Minuten, ihren schnellsten Marathon lief sie in 2:51:17 Stunden. Ihr größtes sportliches Erlebnis hatte sie als Teilnehmerin an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Kailua Kona auf Hawaii. Dort finishte sie in 11:05 Stunden.

Daniela Kenty (1.W35) vom Laufteam Exotenwald Weinheim wurde bei den Frauen Dritte. Die Weinheimerin ist in Viernheim als selbstständige Sozialpädagogin tätig und bietet Psychotherapien für Kinder und Jugendliche an. Eigentlich stand bei ihr an diesem Wochenende der Freiburg-Marathon auf der Agenda. Ein paar gesundheitliche Zipperlein hatten sie aber dazu bewogen, auf die lange Kante zu verzichten und so war sie mit Freund Tobias Marx (3.M40 in 1:03:17 Stunden) nach Rockenhausen gekommen. In 1:04:08 Stunden war sie ihm heuer schon sehr nahe gekommen und er sollte sich sputen, wieder besser in Form zu kommen, sonst sieht er seine Liebste bei einem der nächsten Rennen erstmals von hinten.

Die viertschnellste Frau, Sabine Rankel, war 2010 in 1:01:17 Stunden die erste Rockie-Mountain-Lauf-Siegerin. Damals, 6 Jahre jünger, war sie mehr als 6 Minuten schneller als diesmal. Jeder weiß, niemand wird jünger und so wird auch Sabine künftig nur noch wenig Chancen haben, ihre aktuelle, für eine bald 48-Jährige hervorragende Zeit von 1:07:49 Stunden zu verbessern. Diese reichte auch diesmal um die W45 zu gewinnen. Beweisen braucht Sabine eh nichts mehr. 10 Mal konnte sie zwischen 1998 und 2010 den Pfälzer Berglauf-Pokal gewinnen.

Iris Walter (2.W45) vom TV Meisenheim wurde in 1:08:26 Stunden Fünfte und Claudia Seel (1.W40) vom TV Kirkel war sechstschnellste Lady in 1:09:08 Stunden.

Weitere Altersklassensieger waren in der männlichen Jgd. u16 Clemens Bazulat vom Badmintonverein Kaiserslautern in 1:31:46 Stunden, in der männlichen Jgd. u18 Julius Dietz aus Winnweiler in 1:16:26 Stunden, in der M30 Cliped Thibaud der die Laufschuhe für die Landau Running Company schnürt in 58:55 Minuten, in der M55 Jürgen Binder vom TuS 06 Heltersberg in 1:01:18 Stunden, in der M60 Alois Berg vom 1.FC Kaiserslautern in 1:08:28 Stunden, in der M65 Gerhard Baus vom ABC Ludwigshafen in 1:05:53 Stunden, in der M70 Erich Kylius vom Laufteam Pirmasens in 1:13:48 Stunden, in der M75 Robert Hinkel vom LV Kö Pirmasens in 1:31:50 Stunden und in der M80, der älteste Teilnehmer, Ludwig Mesel vom LC Bad Dürkheim in 1:36:43 Stunden.

Bei Frauen gab es noch folgende Altersklassensiegerinnen: In der weiblichen Jgd. u20 Annika Lutz vom LC Donnersberg in 1:25:05 Stunden, in der weibl. Hauptklasse Angi Brabänder (ohne Vereinsangabe) in 1:20:51 Stunden, in der W50 Birgit Weisner vom TSV Annweiler in 1:14:53 Stunden, in der W55 Jutta Bendel vom TuS 06 Heltersberg in 1:12:18 Stunden, in der W60 Monika Guy vom 1.FC Kaiserslautern in 1:25:37 Stunden, in der W65 Beritta Zeil von der LSG Karlsruhe in 1:19.56 Stunden und in der W70 Karin Risch vom SV Traisa in 1:21:42 Stunden.

Im Ziel sorgte Harald Baumann gewohnt zuverlässig für korrekte Zeitnahmen, Moderator Jochen Heringhaus, der VanMan, begrüßte alle Finisher namentlich und Laufchef Stefan Hinze zog sich nach seinem Zieleinlauf flugs eine Jacke an, um von nun an alle nach ihm Einlaufenden per Handschlag zu beglückwünschen. Das Auffinden der Wechselkleidung war dank übersichtlicher Sortierung nach Startnummern völlig problemlos. Da könnten sich vor allem die Ausrichter einiger Schwarzwald-Berglauf-Pokalläufe mal abschauen, wie man so etwas macht. Als nach 1:55:57 Stunden der letzte Teilnehmer den Zielkanal passiert hatte, waren die Schnellsten schon geduscht. Komfortabel wurde die Läuferschar ohne nennenswerte Wartezeiten mit Bussen vom Donnersberg zurück nach Rockenhausen chauffiert.

Der Donnersberg erhebt sich im Nordpfälzer Bergland und ist mit 687 m ü. NN der höchste Berg der Pfalz. Er hat einen Durchmesser von 7 Kilometern. Woher der Berg seinen Namen hat ist letztendlich nicht belegbar. War der Berg dem germanischen Wettergott Donar heilig oder waren die bis ins 5. nachchristliche Jahrhundert hier siedelnden Kelten die Namensgeber? Dunum war deren Bezeichnung für Berg bzw. Hügel. Vielleicht hat der Name aber auch einen anderen Ursprung.

Voll des Lobes war Laufchef Dr. Stefan Hinze am Ende wieder einmal über seine 35 Helferinnen und Helfer. Dank der Eigeninitiative und Zuverlässigkeit der überwiegend im Westpfalz-Klinikum angestellten, beim Lauf ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, hielt sich der Organisationsstress für ihn in Grenzen. Das ganze Prozedere um den Rockie-Mountain-Lauf wie Anmeldung, Duschen, Bewirtung und Siegerehrungen findet in der etwa einen Kilometer vom Startort Marktplatz entfernten Donnersberghalle statt. Alljährlich bekommen alle Vorangemeldeten ein kleines Geschenk. Vor 3 Jahren war es ein Laufshirt, letztes Jahr eine Mütze und diesmal ein originelles Buff, alles immer mit Veranstaltungslogo. Vor der geräumigen Donnersberghalle gibt es Parkplätze satt und satt wurde nach dem Lauf garantiert auch jeder. Das kulinarische Angebot war richtig gut. Alles war richtig gut!


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Kossmann Laufdesign