Kanzlei.org - laufend gut beraten

4. Garten Reden Haldenlauf Event

[eingestellt am 17. April 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling, Hansmartin Schweitzer

Henning Jochum fotografiert seinen Verkaufsstand

Versorgungsstelle im Zielbereich

Der Haldenlauf ist noch keine halbe Minute alt, da hat Sammy Schu schon Vorsprung

Der 2 km-Schülerlauf ist gestartet

Der schnellste Schüler geht beim 2 km-Lauf in die zweite Runde

Die Eventhalle dient der Infrastruktur

Der Start-Ziel-Bereich

Streckenposten vor idyllischer Kulisse

Laufstrecke in den Wassergärten

Versorgungsstelle am höchsten Punkt des Haldenlaufs

Das Startgelände von ganz oben

Die Ersten erklimmen die Halde

Sammy Schu mit guter Kurvenlage

Ramon Bernadon sichert sich schon früh Platz 2

Das Feld rückt an

Beim Schülerlauf

Haldenlaufsieger Sammy Schu hat nicht nur Muckis an den Beinen

Zweiter Ramon Bernadon

Dritter Julian Maurer

1. M45 Dominik Sandmeier

2. M45 Christian Groß

1. M55 Markus Wagner

3. M50 Frank Conrad

Run or die!

Siegerin Haldenlauf Martina Honecker

Zweite Yasmina Salzmann

2. W35 Cindy Jakob-Hoos

Dritte Claudia Düppre

2. W50 Birgit Blim (hinten)

Haldenlauf mit Selfie

Sammy Schu auf dem Heimweg

Die letzte Kreuzung vorm Ziel

Letzte Zeugen des saarländischen Bergbaus

Germknödel als Belohnung

Sammy Schu gewinnt auch den Hauptlauf

Zweiter Philippe Weingart

Sieger Jedermannlauf Tammo Lang

Dritter Hauptlauf Marc Wallrich

Dritter Jedermannlauf Michael Eckhardt

Siegerin Hauptlauf Heike Kohler

Siegerin Jedermannlauf Jolina Schmitt

Zweite Hauptlauf Theresia Herrlein

Dritte Hauptlauf Bärbel Hartmann

Doppelstart möglich - Doppelsieg auch

Schiffweiler, 17. April 2016 – nach Ende des Bergbaus im Saarland macht die Not, die vielen Quadratkilometer nicht mehr gebrauchtes Gelände und leerstehende Gebäude zu nutzen, erfinderisch. Auch Läufe gehören zu den „Erfindungen“ der Spätnutzung. So gibt es in Saarbrücken den Hartfüsslertrail und im Raum Neunkirchen im Schiffweiler Ortsteil Landsweiler-Reden das Garten Reden Haldenlauf Event. Start und Ziel aller angebotenen Strecken ist der Erlebnisort Reden. Neben vielen Freizeitangeboten wie Wanderwegen, Inlinerstrecken, einem prähistorischen Museum u.v.m. gibt es eine Halle, die ehemals als große Werkstatthalle diente. Heute kann man diese Halle mit Ziegel/Sandstein-Fassade für Events aller Art mieten. Und eben diese Halle dient den Vereinen TG 1884 Landsweiler–Reden und SSV Heiligenwald als Wettkampfzentrum. Hier holt man seine Startnummern, kann nach dem Lauf die soeben geleerten Speicher mit allerlei Leckereien auffüllen oder auch den Schrank um die eine oder andere Laufklamotte oder das eine oder andere Paar Laufschuhe bereichern.

 

Nach einem durchweg sonnigen Lauftag im vergangenen Jahr beherrschten diesmal dunkle Wolken den Himmel. Gegenüber dem Vortag war das aber, wie Veranstaltungschef Gerhard Closs bemerkte, noch richtig gutes Wetter. Während des ersten Laufs, dem Haldenlauf, öffnete der Himmel auch mal kurzfristig seine Schleusen, das störte aber die Läufer, die schon unterwegs waren, wenig. Alles in allem war das Wetter letztlich sehr läuferfreundlich und zeitweise auch für Zuschauer so, daß sie sich gerne draußen aufhielten.

 

Der Lauftag begann um 10 Uhr mit dem Haldenlauf. „Der anspruchsvolle 10 km Haldenlauf ist eine Kombination aus Berglauf, Crosslauf und Volkslauf.“ heißt es in der Streckenbeschreibung. Zehn Minuten nachdem die 95 Läufer auf die Strecke geschickt wurden, wurde um 10.10 Uhr der 2 km-Schülerlauf gestartet. Während die 35 Kids unterwegs waren, entfernte ein übereifriger Helfer die fotografierende und schreibende Fachpresse aus dem Zielbereich und verhinderte so die weitere Berichterstattung.

 

Sammy Schu kam, wie von allen erwartet, nach 34:00 min als Erster von der Halde und der abschließenden Runde durch die Wassergärten zurück. Er hatte direkt vom Start weg das Heft fest in die Hand genommen. Der 23jährige hatte am Ende die Nase fast zweieinhalb Minuten vorn. Ramon Bernadon, Saarländer im Trikot des westpfälzischen TuS 06 Heltersberg, konnte sich schon auf dem 80 Höhenmeter am Stück umfassenden ersten langen Anstieg von seinem direkten Konkurrenten Julian Maurer lösen und nahm diesem ebenfalls noch deutlich mehr als eine Minute ab. Nach 36:25 min bzw. 38:00 min wurden am Schuh befestigten Chips der beiden vom Meisterchip-Equipement erfasst.

 

Martina Honecker erreichte nach 45:53 min als Siegerin das Ziel. Direkt hinter ihr kam Martin Dietz unter dem Zielbogen durch. Der 3. M55 war gerade am vergangenen Wochenende 170 km beim JUNUT, einem bis zu 239 km langen Wettkampf auf dem Jurasteig gelaufen. Mit der 170 km-Variante wollte er sich auf den über Fronleichnam anstehenden 230 km langen WIBOLT auf dem Rheinsteig vorbereiten. Da kamen zum Auslaufen 20 km in der Heimat gerade recht – denn Martin gehört zu den Doppelstartern, die 1,5 Stunden nach dem Haldenlauf  auch noch den offiziell 10,6 km langen Hauptlauf, der die Halde auf halber Höhe umrundet, teilnahmen.

 

Yasmina Salzmann (47:32 min) und Claudia Düppre (49:41 min) komplettierten das Treppchen.

 

Schaut man in die Spalten „Verein“ in den Ergebnislisten, so sieht man, daß die Saarländer bei dieser Veranstaltung fast unter sich blieben. Dabei ist die Umgebung von Neunkirchen auch für (West)Pfälzer gut zu erreichen. Birgit Blim reiste sogar aus Frankenthal an. Die 51jährige startet für den Lauftreff in Weisenheim am Berg. Als fünfte Frau im Gesamteinlauf wurde sie 2. W50 und zeigte sich vollständig begeistert von der schönen Strecke – obwohl sie nach ihrer österlichen Teilnahme am 56 km langen Two Oceans Marathon in Kapstadt eigentlich die Nase erstmal voll hatte vom Asphalttreten. Lieber läuft sie schöne weiche Waldwege und Trails im Pfälzerwald.

 

Um 11.30 h gingen dann die 104 Jedermänner und die 70 Hauptläufer gemeinsam auf die Strecke. Für sie galt es, eine oder zwei Runden um die Halde zu bewältigen, der Weg umrundet sie auf halber Höhe. Durch eine Baustelle an den sog. Zwillingshalden mußte die Strecke kurzfristig geändert werden, es entfiel die Durchquerung des kleinen Wäldchens zwischen den beiden Halden. Im nächsten Jahr soll sie wieder im Programm stehen.

 

Und wieder war es Sammy Schu, der als Erster die Zeitmessung des 10ers auslöste. Mit nur fünf Sekunden Vorsprung vor Philippe Weingarth war er diesmal nicht ganz so einsame Spitze wie im Lauf zuvor. 39:38 min zu 39:43 min weist die Ergebnisliste aus. Marc Wallrich brauchte 40:56 min, um sich den Bronzerang zu sichern. Die beiden Konkurrenten Schus waren aber noch frisch, denn sie hatten auf den Haldenlauf verzichtet.

 

Einsame Frauenspitze war einmal mehr Geburtstagskind Heike Kohler. Nach ihrem zweiten Platz beim Marathon Deutsche Weinstraße in der Woche zuvor und eine Woche vor den Saarland-Marathonmeisterschaften in St. Wendel wollte sie einen lockeren 10er laufen, 6 km davon im Marathontempo. Damit sie nicht zu schnell angeht, reihte sie sich im letzten Drittel des 174 Läufer starken Feldes ein. Den Weg hinauf auf den Rundweg, auf dem sie oft ihre langen Trainingsläufe absolviert, lief sie dann mit angezogener Handbremse, um oben in ihr Marathonrenntempo von gut 4 min zu wechseln. Trotzdem überholte sie die Konkurrentinnen und setzte sich an die Spitze des Frauenfeldes und auf Platz 6 des Gesamtfeldes. 46:05 min weist ihre Urkunde aus. Die Versicherungskauffrau hat vor Jahren mit dem Laufen begonnen, um einen Ausgleich zur Sitztätigkeit zu haben. Daß sie Talent hat, merkte sie, als sie auf Anhieb 41er Zeiten über 10 km laufen konnte. Diese Zeit hat sie im Laufe der Jahre um 6 min gedrückt, zur Zeit ist sie aber nicht in der Lage, 35er Zeiten zu laufen. „Ich bin wohl inzwischen zu alt“ lacht sie – und will nach dem Marathon in St. Wendel für den Rest des Jahres nochmal an ihrer Grundschnelligkeit arbeiten und erst 2017 wieder Marathon laufen.

 

Theresia Herrlein (49:30 min) und Bärbel Hartmann (54:49 min) komplettierten das Frauentreppchen.

 

Schnellster Jedermann war Tammo Lang, der die offiziell 5,3 km in 20:28 min bewältigte. Maximilian Gebard (20:53 min) und Michael Eckhardt (22:16 min) folgten ihm ins Ziel.

 

Bevor nach 24:06 min mit Jolina Schmitt die erste Frau ins Ziel lief, war hinter den Dreien nur noch Bela Steinisch (22:55 min) fertig mit seinem wettkämpferischen Tagwerk. Wie Heike Kohler, so hatte auch Jolina Schmitt einen anständigen Vorsprung vor der Konkurrenz. Valentina Schön (27:29 min) und Alexandra Burger (28:43 min) sicherten sie die Trophäen für die Platzierten.

 

Der quantitativ stärkste Lauf des Tages war der Schülerlauf über 1 km, an dem 129 SchülerInnen teilnahmen. Daniel Müller (3:44 min) und Nura Ewaiwi (4:00 min) als Gesamtfünfte waren die Schnellsten.

 

36 Nordic Walker schlossen den Lauftag ab – unter ihnen wurde sogar noch eine Ballonfahrt verlost. Daß der Gewinner im nächsten Jahr vorm Start seinen Ballonfahrer-Taufnamen auswendig aufsagen muß, ist nur ein Gerücht, das die Reporterin in die Welt setzt. 

Ergebnisse www.meisterchip.de


Kossmann Laufdesign