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14. Zabergäulauf

[eingestellt am 03. Mai 2016]

By: Jochen Höschele

Fotos: Grit Schaller und Jochen Höschele

Dana Weiß (283 in schwarz) gewinnt den 10,5km-Lauf in 48:34 min

Marco Lack stürmt schon nach wenigen Metern einsam vorneweg und gewinnt den 10,5km-Lauf souverän in 35:36 min

Der Achte der Dinosaurier-Challenge, Uli Lorenzen (758; im blau-schwarzen AR Sport-Trikot) hier noch vor der Siegerin Carolin Tuch (in weiß mit grüner Hose)

Jonas Limmer vom Team AR Sport heißt der Sieger der Dino-Challenge 2016

Igor Schiffner (Team AR Sport) belegt in sehr guten 37:58 min den zweiten Platz beim 10,5km-Lauf und siegt in der M40

Sabine Arnold (778), viermalige Siegerin beim „Dino“ wird heuer Zweite in 1:29:46 h

Tobias Feyrer (vorne, 780) liegt am Ende hinter Jonas Limmer (759) auf Rang zwei in 1:12:47 h

Axel Lägler (Schwabenpower; 370) läuft nach 10,5km als Dritter in 39:27 min an der Wilhelm-Widmaier-Halle ein

Sigrid Kluge (Team AR Sport) hat gut Lachen: Sie wird in 1:29:59 h Dritte der Dino-Challenge

In 1:14:58 h läuft Thorsten Siegl (Team AR Sport) auf Platz drei beim „Dino“

Aufstellung zum gemeinsamen Start der 10,5km- und Dino-Läufer. Ganz links die Siegerin der Dino-Challenge, Carolin Tuch, 3. von links Dino-Sieger Jonas Limmer

Auf den ersten Kilometern geht es an Feldern vorbei….

…..meistens bergauf mit Blick auf den Stromberg und Pfaffenhofen

Über Weinbergwege erreicht man bald…

…..die erste Verpflegungsstelle

Ausgelassene Stimmung in Rodbachhof nach knapp fünf Kilometern

Die „Steilwand“ in Richtung Weißer Steinbruch nötigt so manchen zum Wanderschritt

Joachim Graf vom TSV Pfaffenhofen dürfte über profunde Streckenkenntnisse verfügen und hat fast schon den Weißen Steinbruch erreicht

Die markante Brücke wird zunächst unter- und wenig später überquert

Sabine Arnold strahlt über ihren zweiten Platz bei der Dino-Challenge

Conny Major (zweiRAD Botenheim) läuft den „Dino“ in 1:39:56 h

Werner Linsenmaier (AST Süßen) belegt in der M70 ganz souverän Platz eins in 1:41:09 h

Siegerehrung des 10,5km-Laufes

Siegerehrung Dinosaurier-Challenge

Wo der Dino wohnt

Pfaffenhofen, den 30. April 2016 – Für 545 Sportlerinnen und Sportler war am Samstag eine andere sportliche Herausforderung mindestens so bedeutend, wie der ab 21 Uhr im Rahmen des Zabergäulaufes ebenfalls auf dem Programm stehende traditionelle „Tanz in den Mai“. Sie wollten sich läuferisch mit anderen messen, sei es im Bambini-, Jugend- oder Jedermann- und Firmenlauf oder aber, für die ambitionierteren, beim Hauptlauf über 10,5 Kilometer oder gar bei der etwas furchteinflößenden „Dinosaurier-Challenge“ über 18,5 Kilometer. Doch keine Angst – bisher sind noch alle wieder wohlbehalten im Ziel an der Wilhelm-Widmaier-Halle in Pfaffenhofen angelangt.

Die Organisatoren haben ihr Möglichstes getan, um allen ein schönes und besonderes Lauferlebnis zu bieten. Reizvolle und landschaftlich anspruchsvolle Strecken durch Feld, Wald und Weinberge warten auf die Sportler und die Stimmung ist beinahe noch besser als das Wetter, welches mit Sonne und warmen Temperaturen auch die Zuschauer verwöhnt.

Den Anfang machten die 46 Bambini, die 500 Meter zurücklegen durften, gefolgt von den Teilnehmern des 1,5km langen Jugendlaufes. Hier kamen 66 junge Athletinnen und Athleten ins Ziel. Um 16 Uhr ging dann das bunt gemischte Feld der 5,5km-Läufer auf die Strecke. Hier gab es einige, denen das Erreichen einer bestimmten Zeit und Platzierung wichtig war, aber auch sehr viele, die „einfach nur“ die Distanz bewältigen wollten. Von der stattlichen Anzahl der 168 Teilnehmer war Matthias Schell (TV Enzberg) in 19:20 min am schnellsten, gefolgt von Dominik Lösch (Team AR Sport; 19:59 min) und Hannes Riedinger (TK’s Bar and Restaurant; 20:15 min). Cornelia Durst (SV Leingarten; 25:05 min) lag bei den Frauen vor Lysandra Hinze (SC Oberes Zabergäu; 26:12 min) und Larissa Seyb (WG Cleebronn & Güglingen; 26:34 min).

Das Adipositaszentrum Stuttgart stellte mit über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Gruppe, für die tatsächlich der olympische Gedanke im Vordergrund stand und die sich über ihr ganz persönliches Lauferlebnis teilweise überschwänglich freuen konnten.

Der gemeinsame Start des Hauptlaufes über 10,5 Kilometer und der „Dino-Challenge“ über 18,5 Kilometer erfolgte dann um 17 Uhr, noch ehe die Letzten des 5,5km-Laufes im Ziel waren. Dies führte jedoch zu keinerlei Problemen, so dass die „schnellen Hirsche“ ungehindert davonstürmten. Allen voran Marco Lack (Schunk Speedys), der bereits sieben Mal im Hauptlauf triumphieren konnte. Seit 2013 war über 10,5km keiner schneller als er, und seine Siegesserie sollte auch 2016 halten. Der vierte Sieg hintereinander, in diesem Jahr in 35:36 min zwar etwas langsamer als 2015, dennoch war der 29jährige Lack ungefährdet. Denn erst mit über zwei Minuten Rückstand kam der Zweite, M40-Sieger Igor Schiffner vom Team AR Sport Asperg nach 37:58 min ins Ziel. Axel Lägler (Schwabenpower) konnte ebenfalls noch unter 40 Minuten bleiben und in 39:27 min ebenfalls das Podium erklimmen. Gleichzeitig siegte er auch in der M20.

Bei den Frauen war das Podest innerhalb von 80 Sekunden komplett: Zunächst errang Dana Weiß (Arena 22) den Sieg in 48:34 min, ehe Christine Doll (Steuerberater Doll&Landshut) in 49:37 min folgte und die W50 gewann. Dritte wurde dann, mit nur 15 Sekunden Rückstand auf Doll, Gaby Mader aus Neckarsulm, zugleich auch Siegerin in der W30.

Das „kleine Jubiläum“ der Dino-Challenge, die ihr fünfjähriges Bestehen feierte, endete mit einem neuen, phänomenalen Streckenrekord bei den Frauen. Carolin Tuch (Chemnitzer LV Megware) unterbot die bisherige Bestzeit, gehalten von Sabine Arnold, gleich um mehr als elf Minuten und legte mit 1:17:23 h die Messlatte sehr hoch. Die 26jährige Doktorandin der Sportpsychologie ließ auch nur den ersten drei Männern den Vortritt, was ihre Überlegenheit noch unterstreicht. Die bislang auf der Dino-Strecke unbesiegte Sabine Arnold (Realschule Güglingen) grämte sich jedoch keineswegs über ihren zweiten Platz, den sie in 1:29:46 h gegenüber Sigrid Kluge (Team AR Sport, 1:29:59 h) knapp behaupten konnte: „Ich bin sehr zufrieden, denn mehr war nicht drin. Die Siegerin ist einfach in einer ganz anderen Liga gelaufen.“

In einer eigenen Liga, allerdings nicht ganz so überlegen wie Carolin Tuch, lief auch der Sieger bei den Männern, Jonas Limmer (Team AR Sport). In 1:09:54 h war der Athlet der SG Schramberg aber beinahe drei Minuten schneller als sein härtester Konkurrent, Tobias Feyrer (Bananenbieger), der 1:12:47 h benötigte. Limmer, für den im Vorjahr als Vierter 1:11:16 h notiert wurden, hat sich damit in die Annalen der Dino-Challenge verewigt. Auf Platz drei landete mit Thorsten Siegl (Team AR Sport; 1:14:58 h) ein Läufer, der schon mehrfach erfolgreich in Pfaffenhofen teilgenommen und bei der Dino-Challenge schon zwei Mal (2013 und 2014) Zweiter und 2015 Fünfter war.

Nicht nur Thorsten Siegl und der heuer achtplatzierte Uli Lorenzen sind, neben zahlreichen weiteren Mitgliedern des Team AR Sport Asperg Stammgäste in Pfaffenhofen. Auch viele andere Teilnehmer schätzen die familiäre Atmosphäre des Laufes, bei dem es neben kleinen Präsenten wie Zwiebeln und Kartoffeln auch Plastikdinos für die Teilnehmer der „Challenge“ gibt. Diese verdankt ihren Namen übrigens der Tatsache, dass im Weißen Steinbruch Fossilien des Sellosaurus gefunden wurden. Jetzt gut 220 Millionen Jahre später, bevölkern eben die Teilnehmer der Dino-Challenge alljährlich den Steinbruch entlang des Dino-Lehrpfades. Hat man diesen erreicht, ist das härteste Teilstück des 18,5km langen Laufes geschafft und die in der Spitze 27prozentige Steigung vom Rodbachhof hinauf auf die Stromberghöhe ist überwunden. Über den Katzenbachsee und dann flach auf dem Radweg zwischen Weiler und Pfaffenhofen führt die Strecke zurück zum Ziel, wo dann zwar die Laufzeiten unterschiedlich sind, die Eckdaten aber dieselben: 350 Höhenmeter auf 18,5 Kilometer. Beim Hauptlauf sind es 116 Meter im Aufstieg, die sich auf insgesamt 10,5 Kilometer verteilen.

Das alles ist kein Pappenstiel, aber definitiv eine Herausforderung – ganz ohne Matsch und künstliche Hindernisse. Für Dinos im Übrigen denkbar ungeeignet, aber in Läuferkreisen wird nur Gutes berichtet. 2017 fällt eines jedoch aus – der „Tanz in den Mai“ muss dann etwas warten, denn der 15. Zabergäulauf findet bereits am 29. April 2017 statt.

Link zu den Ergebnissen und zur Veranstaltung: www.zabergaeulauf.de 


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