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8. Keufelskopf Ultratrail Reichweiler

[eingestellt am 15. Mai 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling und Harald Breil (177-179)

hinter Gittern: kurz vorm Start zum 8. Keufelskopf Ultratrail

die beliebte Lyonerpfanne wirft ihre Schatten voraus

Sieger 45 km Janosch Kowalczyk

Burkard Lennartz

Andreas Gümbel

WHEW-Veranstalter Guido Gallenkamp

Zweiter 45 km Peter Riedel

Michael Schu

-

Philipp Sahm

Ultratrailer Erwin Bauer und Jürgen Zach

Peter Schwab

Christian Weingart

Stefan Leitmann

Zweite Ultratrail Erika Chaari

Steffen Wieth

Franzisco Perez

Zweite 45 km Diane Gapinski

Dirk Joußen und Erich Moussal

Susanne Beisenherz

Nach gut 24 km ist VP1 erreicht – ca. 100 m vom Start-Ziel-Bereich entfernt

Olivier Lentz

Briefing vorm Start zum Shorttrail

Bart van Arensbergen

Die Shorttrailer sind gestartet

Uli Krezdorn führt das Feld an, wird am Ende Vierter

Markus Krempchen

Zweiter Shorttrail Pascal Koob

Tobias Geipert

Peter Schneider und Udo Gansert

Luther Wiest

-

Michael Westerwalbesloh

Jüngste Teilnehmerin Shorttrail: Sarah Hoffmann

Dritte 45 km Sarah Siegmund

Links JUNUT-Veranstalter Gerhard Börner

Bloß keine Zeit verlieren: Andrea Helmuth ordnet ihren Rucksack im Weitergehen

Rainer Amon

Ralf Förster

Katrin Schäfer

Fliegender Smartphonewechsel: Thomas Pischem und Silke Schütt

Stefan Kapellen und Kerstin Müller

Uwe Schork (rechts) und Roland Matzig

-

Hendrik Dörr und Markus Bender

Jacqueline Obier-Sikora

Annette Johann und Hans Gaab

Johannes Mohr (Dritter 85 km) und Zweiter Manuel Palecki

Sieger 85 km Ahmet Zeren

Holger Gremmers

-

Nils Riegel

Georg Kunzfeld

Philipp Adam und Stefan Müller

Stefan Schulze

Peter Schwab verarztet seine Blasen

Siegerin 85 km Kim-Dania Schierhorn

Zweite Erika Chaari

Jens Lukas

Steffen Wieth

Gelb umrandete Startnummer: bisher jeden KUT gefinisht. Hier: Dirk Joußen

Team Sattelfest: Erich Mossal und Sebastian Malambre

Michael Reis

Andreas Hesch

Robert(a) Cimander

Peter Knapp

VP3 bei km 56, kurz vor Baumholder

Rafal Dziurka

Das Herrchen am anderen Ende der Leine: Dirk Schmidt

Peter Magyar

Andy Ehler

Peter Pfleger

Moritz Maus

Arno Jeurissen

André Tschernatsch

Dritte 85 km Nadia Schüler

-

Manfred Busche

Richard Maquelin und Bart van Arensbergen

Thomas Steinicke

Friedhelm Hofmann

Nicolas Despesel

Hans Lems

Hansi Früh guter Dinge wie immer

Juliane Fröbisch

Hans Würl

Frank Beutel

Sara Lindqvist

Sabrina Glöckner

Notger Seitz

Petra Winter

Liane Hennings

Hendrik Dörr und Burkhard Giesberg

Ramon Covelli

Picknick Area

Charles Payen

Stehen Hojager Jensen

Kim Hedegaard

Marco Pelzer

Michael Leißner

Michael Liersch

Christine Seidel

Marcia Terezinha Baroni de Mora aus Rio de Janeiro

Karen Keller

Thorsten Klenke

Klaus Damde

Siegerehrung 85 km Männer

Siegerehrung 85 km Frauen

Lothar Leibrecht und Eric Tuerlings

Hansi Früh

Wolfgang Karl

Thilo Grabowski und Marco Dominé, unsere Titelhelden

6:01 Uhr – los geht’s

Die drei schnellsten Marathonis Janosch Kowalzcyk, Peter Riedel und Klaus Matthes

Bernd Theis mit den Kids vom Kinderlauf, der als Rahmenprogramm veranstaltet wird

Ziemlich beste Freunde

 

Reichweiler, 14. Mai 2016 – Läufer reiste jüngst zu Pfingsten, das Westrich war sein Ziel. Genauer: die nicht ganz 600 Einwohner zählende Gemeinde Reichweiler im Landkreis Kusel. Zum 8. Mal luden der SV Reichweiler und Eric Tuerlings zum Keufelskopf Ultratrail (KUT) ein. Angefangen hatte alles 2009 mit einem Einladungslauf zu Tuerlings‘ 49. Geburtstag mit einer Distanz, nämlich 85 km. Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Strecke ständig verändert, offiziell sind es aber immer noch 85 km. Inoffiziell waren es 2016 dann 88 km.

Inzwischen werden in Reichweiler drei Distanzen angeboten. Der 22 km-Shorttrail kam eigentlich mal hinzu, um mitgereisten Angehörigen die Wartezeit auf „ihre“ Ultratrailer zu verkürzen. Längst hat sich diese kürzeste Distanz aber zu einem eigenen Lauf gemausert. In diesem Jahr waren 95 LäuferInnen am Start.

Bereits 2010 kam ein 45 km-Marathontrail mit auf die Speisekarte. Bis 2015 gab es auch noch eine zweite 45 km-Ergebnisliste für diejenigen, die eigentlich auf dem Ultratrail gestartet waren, sich aber an der Weiche bei km 38 entschieden, es gut sein zu lassen und ins Ziel zu laufen. Weil es in den letzten Jahren zunehmend immer mehr Ärger mit Abbrechern gab, die entweder in der normalen Marathonwertung hätten gewertet werden wollen oder sich darüber echauffierten, daß sie in der DUV-Datenbank als Abbrecher nicht erfaßt wurden, obwohl sie doch 45 km gelaufen waren, wurde diese Möglichkeit 2016 ersatzlos gestrichen. Zwar kann man immer noch von 85 auf 45 km abkürzen, wenn man sich aber nicht schon vorm Start entscheidet und die Startnummer tauscht, taucht man in keiner Ergebnisliste mehr auf. So haben es Einzelne geschafft, mit ihrem Gemecker die Marathonoption als offizielle Wertung zunichte zu machen.

Eric Tuerlings setzt bei seinem Lauf auf Autonomie. Für die Ultratrailer gibt es unterwegs vier Versorgungsstellen, für die Marathonis eine, für die Shorttrailer keine. An den Verpflegungsstellen gibt es von Veranstalterseite aber nur Wasser, Wasser, nichts als Wasser. Wer etwas anderes trinken möchte, hat die Möglichkeit, seine flüssige Eigenverpflegung an die V-Stellen bringen zu lassen. Die Betonung liegt hier auf „flüssig“, denn alles, was man essen möchte, muß man im Rucksack mit sich führen. Und was die Läufer da so aus ihren Rucksäcken kramen, würde zu einem richtigen Buffet gereichen. Neben üblicher Läufernahrung wie Gel und Riegel werden da Wurst- und Käsebrötchen, Kartoffeln, allerlei Knabbereien, Obst, Gemüse, Trockenobst-Nuß-Mischungen oder auch schon mal eine Dose Sardellen zutage gefördert.

Eine weitere Regel ist die Ausweiskontrolle beim Abholen der Startnummer. Das hat vor allem zwei Gründe: erstens ist der Ausweis auch unterwegs mitzuführen, falls jemandem etwas passiert, damit man ihn gleich identifizieren kann. Und zweitens hatte Tuerlings auch hier schon Negativerlebnisse der Kategorie „Streich mich doch bitte aus der Ergebnisliste, weil ich krank war, ist ein Kumpel für mich gelaufen“. Die Prüfung des Personalausweises (alternativ sind Führerschein, Krankenkassenkarte o.ä. möglich) steht nicht nur in der Ausschreibung, Eric Tuerlings schickt auch wenige Tage vor der Veranstaltung noch eine Infomail, in der nochmal explizit darauf hingewiesen wird. Trotzdem gab es in diesem Jahr so viele Läufer wie noch nie, die sich nicht ausweisen konnten und wütend wieder abreisten. Man wundert sich schon, daß es Leute gibt, die aus 400 km Entfernung anreisen und nicht ein Ausweispapier vorlegen können.

Schon seit Jahren zieht der KUT nicht nur deutsche Ultraläufer und solche aus dem nahen Frankreich in die Pfalz. Schweden, Amerikaner (nicht nur aus dem nahen Baumholder oder Ramstein), Schweizer, Spanier, Niederländer, in diesem Jahr auch Dänen und sogar eine Brasilianerin, die sich gerade auf Europareise befindet finden ihren Weg nach Reichweiler.

Oft entwickelt sich der KUT zu einer Hitzeschlacht und verlangt den Läufern körperlich alles ab, als ob nicht die schwierige Strecke mit den vielen Höhenmetern (3.500 auf der langen Runde) schon genug Kraft kosten würde. In diesem Jahr hatte Petrus ein Einsehen. Die Temperaturen bewegten sich im unteren zweistelligen Bereich, die Sonne wechselte sich mit grauen Wolken ab, hin und wieder kam ein frischer Wind auf. Für die Läufer waren es perfekte Witterungsverhältnisse und so kamen viele Wiederholungstäter genauso glücklich wie sonst aber lange nicht so erschöpft wieder am Dorfgemeinschaftshaus von Reichweiler an, von wo aus sie sich morgens um 6 Uhr auf den Weg gemacht hatten.

Der Lauftag ist lang – nicht nur für die Läufer. Die meisten Helfer des SV Reichweiler haben unterjährig mit Laufen gar nichts zu tun, trotzdem sind sie jedes Jahr wieder mit viel Herzblut am Start. Streckenmarkierung, Nudeln mit zweierlei Soße und Thekendienst am Freitagabend, Frühstück ab Samstagmorgen um 4.30 h, Startnummernausgabe am Freitagabend und am Samstagmorgen, Kuchentheke bestücken, Thekendienst, Wettkampfbüro, Versorgungsstellen, Kontrollstellen, Zeitnahme und nicht zu vergessen die Nachlaufverpflegung bestehend aus Grillwurst, Getränken und der legendären kraftspendenden frisch hergestellten Lyonerpfanne – diese ganzen Arbeiten werden von einem rund 50köpfigen Team gestemmt, viele der emsigen Reichweiler sind auf mehreren Posten zu finden und auch im Vorfeld schon mit allerlei Diensten eingespannt. Bei so manchen Familien ist die ganze Truppe im Einsatz, wie zum Beispiel Anja und Rüdiger Scheer oder Harald und Isabel Breil, bei denen auch die Töchter und der Quasi-Schwiegersohn mit an Helferbord sind.

Jeder Teilnehmer findet auf seiner Startnummer nicht nur Gutscheine für Getränke und Essen nach dem Lauf sondern auch das KUT-Logo in der Zahl seiner bisherigen Finishs. Frank Beutel, Dirk Joußen und Georg Kunzfeld haben am Samstag beim 8. KUT ihren 8. Zieleinlauf gefeiert. Mit jeweils sieben erfolgreichen Teilnahmen sind Gerhard Börner, Marco Pelzer, Sabrina Glöckner und Dirk Schmidt mit seinem Hund nur knapp dahinter.

Nach einem kurzen launigen Briefing schickte Eric Tuerlings am Samstagmorgen 216 Läufer mit einer Minute Verspätung um 6:01 Uhr auf die Strecke. Marathonis und Ultramarathonis starten gemeinsam, bei km 38 trennen sich ihre Wege. Die Marathonis identifiziert man an ihrer grünen Startnummer, die der Ultras sind schwarz und die der um 9 Uhr startenden Shorttrailer orange.

„Es war eine Freudenqual“ drückte Uli Krezdorn, Vierter beim Shorttrail, seine Gefühle ob der schwierigen Strecke aus. Auf der 22 km langen Strecke, die die schwierigsten Passagen der längeren Strecken abbildet, kommen immerhin 1.000 Höhenmeter zusammen. Mario Hoff aus Mainz schaffte die Runde in 2:10:29 h und rettete sich etwas über eine Minute hinter Pascal Koob aus Reichweiler über die Ziellinie, für den die Zeitnehmer 2:11:42 h notierten. Holger Reutter brauchte als Dritter 2:16:56 h. Auch der Frauensieg ging nach Mainz, Julia Koch startet für die dortigen LEX Laufexperten. Nach 2:52:42 h konnte sie sich den obersten Treppchenplatz sichern. Danuta Gaj von TuS 06 Heltersberg wurde mit nur zwei Sekunden Rückstand Zweite. Und auch die Dritte, Marina Kirchen (LT Schweich) kam mit nur knapp zwei Minuten Rückstand unter dem Zielbogen durch. Sie brauchte 2:54:22 h. Mit im Feld war auch Markus Krempchen. Der Veranstalter des Trail Römische Weinstraße und des Trail Uewersauer lief seinen längsten Wettkampf seit 2011, obwohl er ja selbst Ultratrails veranstaltet. Job und die drei Kinder ließen ihm nicht mehr Zeit fürs Training. Zur Zeit ist er n Elternzeit und gönnte sich einen 22 km-Trail am Pfingstsamstag.

108 Marathonis konnten im Ziel gezählt und vor allem erfaßt werden. Zwischen dem Sieger Janosch Kowalczyk und Thomas Teddy Weiß am anderen Ende der Ergebnisliste lagen über fünf Stunden. Der 26jährige Leonberger, der für den LT Höfingen am Start stand, brauchte 4:00:05 h. Im Juni will er in Biel seinen ersten 100er laufen und nahm, da von hinten kein Unheil drohte, auf der zweiten Streckenhälfte ein bißchen Tempo raus. Hatte er in den Wochen zuvor etwas Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur, war er in Reichweiler vor allem glücklich, nichts mehr davon zu spüren. So genoß er vier Stunden einsame Trails sowie seinen zweiten KUT-Marathonsieg und freut sich nun auf sein Debut auf der ganz langen Strecke. Peter Riedel vom 1. FC Kaiserslautern kam nach 4:57:08 h ins Ziel, Klaus Mattes vom Team Trödeltrupp aus Gütersloh dann nur 62 Sekunden später.

Jennifer Weber von Meddys Lauf-und Walkingtreff aus Koblenz konnte nach 5:49:11 h als Siegerin begrüßt werden. Ihr hat es richtig Spaß gemacht, das frühe Aufstehen und die Anfahrt haben haben sich gelohnt. Trotzdem kann sie sich nicht vorstellen, im kommenden Jahr auf die lange Strecke umzusteigen. 45 km reichen ihr voll und ganz und vielleicht kommt sie 2017 wieder, um ihren Titel zu verteidigen. Die US-Amerikanerin Diane Gapinski (5:56:20 h) und die in der Schweiz lebende Deutsche Birte Lea Härtel (6:00:03 h) komplettierten das Podest.

Das Herzstück der Veranstaltung ist und bleibt der Ultramarathon, bei dem dieses Jahr 101 SportlerInnen ins Ziel kamen. Die Abrrecherquote war mit 6 LäuferInnen so niedrig wie noch nie, was sicher dem Wetter zu verdanken war.

Unsere Titelhelden, nämlich die ziemlich besten Freunde Thilo Grabowski und Marco Dominé kamen nach 13:41:29 h gemeinsam ins Ziel. Marco hatte Thilo überredet, in Reichweiler seinen ersten Ultra und ersten Trail überhaupt zu laufen. Aus „das schaffst Du lässig“ wurde im Laufe der Zeit „das wird schon hart“ und bei km 56 angekommen, war Thilo wirklich bedient. Er haderte mit sich, der Laufwelt, der Strecke – und Marco. Etwas besänftigen konnte ihn die Aussicht, so gut im Zeitlimit zu liegen, daß er die restlichen 30 km eigentlich auch wandern könnte und trotzdem noch ins Ziel käme. Während er da noch so stand und haderte, kam auch Marco bei VP3 an und die beiden liefen einträchtig zusammen weiter.

Überhaupt war es erstaunlich, wie viele Läufer in Reichweiler ihren ersten Ultra überhaupt liefen. Sich so eine harte Trailstrecke für ein Ultradebut auszusuchen, dazu gehört schon wirklich Mut. Einer dieser Kandidaten war Markus Bender. Der 35jährige Lehrer aus Weisenheim am Berg läuft erst seit gut einem Jahr, war aber auch vorher schon ausdauersportaffin. Er fühlte sich fit und gewappnet für die Herausforderung KUT. Nach 14:37:33 h beendete er seinen ersten Laufwettkampf überhaupt.

Aus Hannover war Stefan Leitmann nach Reichweiler gekommen. 2015 beendete er den KUT nach 13:19:25 h, mußte dann aber ins Krankenhaus gefahren werden, weil sein Kreislauf ihm den Dienst versagte. In diesem Jahr hatte „gesund ankommen“ oberste Priorität, was ihm mit 14:19:12 h auch gelang. Seine zwei Kinder sind immer begeistert, wenn der Papa ihnen eine Medaille mitbringt. Beim heimischen Marathon in Hannover schafft man es zeitlich, über 10 km zu starten, wenn man die Marathon unter 3 Stunden läuft. Auch das hat er schon gemacht, um seinen Kids beiden eine Medaille von derselben Veranstaltung zu schenken. In diesem Jahr werden sie sich mindestens noch über die Metallstücke vom 111 km langen Hollenlauf in Bödefeld, von der Zugspitze, vom Eiger Ultratrail sowie vom 100 Meiler KUSUH freuen können.

Kaum weniger Laufpläne schmiedet Ahmet Zeren aus Höhr-Grenzhausen im Westerwald, der den 8. KUT mit 10:01:31 h für sich entschied. Nachdem er sich verlaufen hatte und so mindestens 9 Minuten verlor, mußte er die zu der Zeit gemeinsam laufenden Manuel Palecki und Johannes Mohr wieder einsammeln. Am Ende war er 59 Sekunden vor dem Oberpfälzer Palecki im Ziel. Ahmet plant noch einen Start beim 110 km langen Capadoki-Trail in der Türkei und wird eventuell auch beim Trans Alpine an den Start gehen. Einen laufwilligen Partner hat er, kann sich aber selbst noch nicht so richtig entscheiden, ob er dieses Jahr über die Alpen laufen will. Nach seinem KUT-Start im Jahr 2013 knockten ihn seine Knie aus und er konnte erstmal gar nicht mehr laufen. „Dieser Lauf ist echt ein Brett“ zollte er der Strecke Respekt. Bei Straßenläufe findet man ihn eher selten, auch wenn er sich mit dem 6 h-Lauf in Iserlohn Ende April auf den KUT vorbereitete.

Auf Platz 3 landete der Österreicher Johannes Mohr, der nach 10:13:11 h ins Ziel kam.

Georg Kunzfeld und Nils Riegel erreichten das Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam nach 10:14:30 h als Vierte. Wenn sie gewußt hätten, wie nah sie dem Treppchen sind, hätten sie lt. Aussage von Kunzfeld vielleicht doch noch eine Schippe draufgelegt, so hatten sie sich unterwegs über einen gemeinsamen Zieleinlauf verständigt.

Kim-Dania Schierhorn (Team Meldeläufer) wiederholte nach 11:28:17 h ihren Vorjahressieg, zuvor war sie ein Mal Zweite und ein Mal Dritte in Reichweiler. Bei km 56 lag sie noch mit Erika Chaari (Rheinhessen SA 7.15) gleichauf, nahm der 23 Jahre älteren Konkurrentin noch knapp eine Viertelstunde ab. Erst zwei Stunden später kam mit Nadia Schüler aus Bingen die dritte Frau ins Ziel und die Siegerehrung konnte starten.

Auf Platz 15 zeigte Jens Lukas, daß man wieder mit ihm rechnen muß. Erst vor zwei Wochen hatte der 24 h-Europameister von 2002 nach jahrelanger haglundfersenbedingter Durststrecke bei den Dt. Meisterschaften seiner Paradedisziplin in Basel mit 220,719 km die Silbermedaille in seiner neuen Altersklasse M50 erlaufen. Seit Jahren ist er begeisterter Trailläufer und war 2009 der erste KUT-Sieger. Nur zwei Wochen nach dem Baseler Comeback im Eintagesrundenlauf brauchte er in Reichweiler 11:22:59 h und fühlte sich zwar müde aber sonst gut. Er plant im September einen Start beim 330 km langen Tor des Géants im Aostatal, einem Nonstoplauf mit 24.000 Höhenmetern.

www.sv-reichweiler.de

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