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4. Felsenlandlauf Bundenthal

[eingestellt am 22. Mai 2016]

By: Gabi Gründling

Orgaleiter Martin Stritzinger zieht die Strippen

Die Trailgiraffe war auch dabei

Plaudertasche: Moderator Wolfgang Behr

Da erste Teilnehmerfeld des Tages: die Kids mit ihrer 1 km-Runde

Der Schnellste: Emilio Ohler

Der Zweite am Zeitscanner vom Zeitnahmeteam Baumann: Nico Burkhart

Blick über den Sportplatz

Die älteren Kinder liefen 2 km – hier führen noch Jonathan Sattel (530, später Zweiter) und Hendrik Köhler (517, später Dritter) das Feld an

Robin Seibel (in orange) siegt über 2 km

2 km-Siegerin Jule Stuppi (533)

Zweite Laila Saidi

Die Einsamkeit des Langstreckenläufers

Sieger 11 km Matthias Burkhart

2. M30 Stefan Hartmann

3. M50 Klaus Hirschinger

Sascha Luckow

Reiner Beisel

Der Mann der Frauensiegerin: Yvon Becker

Hinten 3. M30 Andreas Braun, vorne Frank Wieg

Zweite Janika Christmann, hinter ihr Jonas Janzer

Frank Schmidt, Orgachef der Höllenbergtrophy in Spirkelbach

Siegerin Marielle Kuntz

Klaus Burkhart

Lutz Hirselandt: „gehen ist keine Schande“

Dritte Gisela Weishaar

2. W30 Cosima Helbig, vor ihr Oliver Burkhart

3. W40 Birgit Schwarz-Weichhart

1. W50 Elisabeth Wegmann

2. W40 Karina Fröhlich hier noch hinter Alex König

2. W50 Gabriele Rossochowitz

3. W50 Birgit Blim

2. M60 Dieter Spieß

3. W30 Katrin Nicolay….

… läßt den Sieger passieren…

1. W60 Ursula Krieger

Dritter Alexander Barnsteiner

1. MHK Patrick Cappel

3. M40 Marko Martin

2. MHK Janik Lelle

Tobias Gier

Werner Andres

1. M60 Karlheinz Cuntz

Alex Keller im „Labyrinth“

Jüngste Teilnehmerin auf der Langstrecke: die 15jährige Anne Meier

Dieter Meyer

Norbert Hodapp

Sieger Matthias Burkhart

Zweiter Wolfgang Seibel

2. M40 Michael Ohler

Konny und Frank Wingerter haben Spaß

Zielbereich

Traumwetter

Nix für Anfänger

Bundenthal, 22. Mai 2016 – „Die Strecke ist ziemlich verwurschtelt. Man stelle sich vor, es liegt ein großer Felsen im bergigen Wald und jemand wirft einen Wollknäuel drüber und die Fäden legen sich ungeordnet in den Wald hinein, kreuz und quer, drunter und drüber, so war das mit den Wegen. Es ist ein anspruchsvoller und wirklich schöner Lauf.“ So beschreibt Kornelia Wingerter (LT Weisenheim am Berg) die neue Strecke des Felsenlandlaufs in Bundenthal. Wo in den ersten drei Ausführungen eine große 10 km-Schleife gelaufen wurde, hat Martin Stritzinger in diesem Jahr ganze Arbeit geleistet. Zwar misst eine Runde jetzt nur noch 3,3 km, diese ist aber drei Mal zu laufen und mit einer kleinen Zusatzschlaufe am Ende kommt man letztlich auf 11 km, die es in sich haben. „Diese kleine Zusatzrunde ist eingefügt, um den zwischenzeitlich schon legendären Bundenthaler Schlussanstieg zum Ziel nehmen zu können, der aus den Vorjahren bekannt ist. Dieses Zuckerstückchen wollen wir auch in der neuen Fassung natürlich mit einbeziehen.“, so steht es in der Ausschreibung dieses ersten Wertungslaufs zum Wasgau-Cup 2016.

Auf und nieder immer wieder, ständige Rhythmuswechsel sind das Gebot der Stunde. 90% Singletrails versprachen Stritzinger und sein Verein, der RSC Felsenland und sie hielten ihr Versprechen. Obwohl oder auch weil die Strecke so anspruchsvoll war, waren alle Athleten voll des Lobes. Obwohl oder auch weil die Strecke so anspruchsvoll war, fanden Wiederholungstäter in Bundenthal diese neue Strecke viel schöner als die alte.

Die 1.100 Einwohner zählende Gemeinde Bundenthal liegt im Dahner Felsenland und dazu passend war der höchste Punkt der Strecke an einem ca. 500 m langen Felsmassiv, genannt „Die sieben Brüder“ oder auch „Fladensteine“. Der Weg dorthin war steinig, wurzlig und schwer. In der Ausschreibung stand zwar, daß besondere Stellen mit Absperrband markiert würden, der Hang unterhalb des Felsens war dann wohl eine einzige große „besondere Stelle“, denn hier wurden die Teilnehmer in Serpentinen durch Absperrband“tunnel“ nach oben geschickt. Die Kommentare, die so mancher zwischen zwei Keuchern rauspresste, waren hörenswert. „Gehen ist keine Schande“ oder „ich will die alte Strecke zurück“ waren nur zwei davon. Aber wirklich ernsthaft geflucht hat wohl niemand, den meisten war zumindest ansatzweise klar, auf was sie sich einließen.

Um 9.30 Uhr ging’s aber erstmal los mit dem Kinderlauf über 1 km, der auch schon anspruchsvoll genug war für die Kids der Jahrgänge 2006-2010. 19 der 22 Kids im Ziel waren von den Rennmäusen der SG Bruchweiler. Es handelt sich dabei um die Kinderleichtathleten aus dem Nachbarort Bruchweiler. Insgesamt 35 hatte die Trainerin angemeldet. „Alles Freiwillige“, wie sie betont. Keins der Kinder wurde überredet, an den Start zu gehen. Daß der Apfel nicht weit vom schnellen Stamm fällt, bewiesen die Sieger beider Kinderläufe. Der erste Sieger des Tages war Emilio Ohler (TSV Kandel), dessen Vater beim Hauptlauf Vierter wurde – und der amtierende Marathon-Pfalzmeister ist. Emilio war nach 3:28 min im Ziel, der schnellste Rennmäuserich, Nico Burkhart, folgte 4 Sekunden später zu Äpfeln. Bananen. Wasser und Apfelschorle. Mit Max Kretschmar und Louis Gerlach blieben zwei weitere Jungs unter der 4 min-Marke. Laura Sattel (4:03 min) und Mia Letzelter (4:05 min) waren die schnellsten Rennmäusemädchen und belegten auch die Plätze 1 und 2 in der Gesamtwertung. Elise Messner aus dem elsässischen Soultz sous Forets komplettierte nach 4:07 min das Treppchen.

Die Kinder der Jahrgänge 2002 bis 2005 waren um 9.45 h gefordert, sie mußten die 1 km-Runde zwei Mal absolvieren. Der Älteste, Robin Seibel (TV Hauenstein, Jhg. 2002), machte das Rennen, er brauchte 7:05 min. Sein Vater Wolfgang wurde eine Stunde später Zweiter beim Hauptlauf. Mit Jonathan Sattel (7:06 min) und Hendrik Köhler (7:13 min), der mit seinen wehenden Haaren auch von Moderator Wolfgang Behr beim Durchlauf nach Runde 1 für ein Mädchen gehalten wurde, belegten wieder zwei Rennmäuse die Plätze 2 und 3. Bei den Mädchen kamen nur zwei der drei gestarteten ins Ziel: Jule Stuppi (7:49 min) und Laila Saidi (9:19 min).

Kleiner Verbesserungsvorschlag für die Organisatoren: die Kinder würden sich sicher freuen, wenn im nächsten Jahr der Anlaß ihres Zieleinlaufs auf ihre Medaillen graviert und ihre Zeit auf die Urkunden gedruckt würde.

Um 10 Uhr ging es dann für die Erwachsenen zur Sache. 102 waren gemeldet, aber 10 der 40 Voranmelder hatten trotz des tollen Wetters ihre Startnummern nicht abgeholt. 25% Ausfall schon vorm Lauf führen eine Voranmeldung eigentlich ad absurdum. Schade um die Arbeit, die sich Veranstalter und Zeitnehmer machen. 86 erreichten am Ende das Ziel. Organisator Martin Stritzinger zeigt sich zufrieden. „80 Teilnehmer waren unser Ziel für das Debut auf der neuen Strecke, nächstes Jahr sollen’s dann schon ein paar mehr werden“. Von Anfang an nahm Matthias Burkhart (TV Hinterweidenthal), der Webmaster der Wasgaucup-Homepage, das Heft in die Hand. Nach 53:51 min blieb die Uhr für ihn stehen. „Mein erster Streckenrekord, den ich halte“ freute er sich augenzwinkernd über seinen Sieg. Er kannte die alte Strecke, findet die neue aber deutlich besser.

So ging es auch Wolfgang Seibel (südpfalz-adventures.com, 55:05 min) und Alexander Barnsteiner (LLG Landstuhl, 55:14 min), die ebenfalls begeistert von der neuen Streckenführung waren. Abwechslungsreich und hart, so lautete das Fazit fast aller Teilnehmer. „Ich habe auch immer deutlich gemacht, daß das keine Strecke für Laufanfänger ist“ betont Martin Stritzinger.

Alexander Barnsteiner lag in den ersten beiden Runden vor Wolfgang Seibel, dem Organisator des Shoeworkertrails in Hauenstein, konnte diesen dann aber letztlich bergab nicht mehr halten. „Unglaublich, was der da für ein Tempo vorlegt“ staunte der Pressewart der LLG Landstuhl. 

Im Frauenfeld wurden die Karten auf den ersten Plätzen während des Rennens neu gemischt. Letzten Endes hatte die Französin Marielle Kuntz die Nase vorn. Die 43jährige lief nach 1:07:49 h zum Scanner von Harald Baumann. Sie startet für ANA RAC Wissembourg, lebt auch in Frankreich, hat aber eine Praxis für Allgemein- und Sportmedizin diesseits der Grenze, in Wörth. Den Wasgau-Cup wird sie nicht laufen, denn andere Termine wie Urlaub sowie Teilnahmen Sierre Zinal und Jungfraumarathon führen zu Terminkollisionen.

Die Zweite war Ende der ersten Runde noch die Erste: Janika Christmann (BSG BioMed Homburg) kam letztendlich ziemlich genau drei Minuten hinter der Konkurrentin ins Ziel. Gisela Weishaar (Landau Running Company) brauchte als Dritte 1:13:17 h. Sie sammelte in den Runden 2 und 3 Konkurrentin um Konkurrentin ein, zuvor lag sie noch auf Platz 7.

Jüngster und ältester Teilnehmer des ereignisreichen Vormittags waren beide weiblich. Die 15jährige Anne Meier (TuS Erfweiler, 1:14:21 h) wurde Vierte im Gesamteinlauf. Inge Kiefer (LT Ettlingen, 1:52:40 h) ist schon 71. Sie ließ noch fünf LäuferInnen hinter sich, die teilweise ihre Enkel hätten sein können. Wie Martin Stritzinger zu berichten wußte, war sie hellauf begeistert von der Strecke.

„Das wird aber sicher kein Kindergeburtstag…" hatte Frank Wingerter seiner Frau im Vorfeld noch prophezeit - und davon konnten sich alle Läufer überzeugen. Trotzdem oder gerade deswegen war die Stimmung auf dem Sportplatz oberhalb von Bundenthal gelöst, die Trail-Familienfeier war in vollem Gange. Unter allen Teilnehmern wurden viele Sachpreise von Kossmann Laufdesign, dem Hotel Felsenland in Dahn, der Landau Running Company und dem Radsportcenter Bundenthal verlost, so daß am Ende kaum jemand mit leeren Händen nach Hause ging. Bei vielen hörte man, daß sie im kommenden Jahr wiederkommen wollen – einer „bestellte“ frotzelnd schon mal eine Bratwurst für 2017 vor, denn die waren am Ende tatsächlich ausgegangen. Aber die Auswahl an Flamm- und „normalen“ Kuchen entschädigten sicher alle.  

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign