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33. Berliner Frauenlauf

[eingestellt am 23. Mai 2016]

By: Volker Goineau

Franzi Reng auf der Strecke

Der Startschuss ist gefallen

Glückliche Siegerin

Siegerinnen-Ehrung 10km

Die Vierte Victoria Brandt auf den letzten Metern

Luisa Boschan läuft auf Rang 5

Mayada Al-Sayad

Verfolgerinnen-Gruppe nach knapp 4km

Das Feld ist unterwegs

Gespannte Zuschauer

Luisa Boschan mit ihrem Trainer Sebastian Strempler

Der Führungs-Radfahrer Franz Feddema macht sich bereit.

Franziska Reng dominiert im Tiergarten

Berlin, 21.5.2016 - Bereits zum 33. Mal wurde im Tiergarten, der „grünen Lunge“ Berlins, der größte Frauenlauf Deutschlands ausgetragen. In der Vergangenheit konnten sich hier unter anderem Kathrin Weßel, Irina Mikitenko und Sabrina Mockenhaupt mehrfach in die Siegerinnen-Liste eintragen. Auch in diesem Jahr waren unter den vielen Tausend Teilnehmerinnen einige Athletinnen aus der deutschen Langstreckenspitze vertreten. Der Veranstaltungsrekord, der seit dem Jahr 2001 bei 32:14 min steht und von der Tansanierin Restituta Joseph gehalten wird, sollte auch in diesem Jahr unerreicht bleiben, jedoch schickten sich Franziska Reng aus Regensburg, Isabell Teegen aus Bad Segeberg in Schleswig-Holstein sowie mehrere Berlinerinnen an, schnelle Zeiten auf den Berliner Asphalt und die Parkwege zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor zu legen.

Zunächst standen am Nachmittag Walking-Wettbewerbe sowie ein 5km-Lauf auf dem Programm. Letzteren entschied Maren Ronowski vom veranstaltenden SCC Berlin in 18:39 min vor ihrer Vereinskollegin Karsta Parsiegla (19:08 min) und der Österreicherin Victoria Fink (19:25 min) für sich. Bemerkenswert ist, dass die beiden erstplatzierten Damen bereits der Altersklasse W50 angehören.

Um 18 Uhr stand mit dem 10km-Hauptlauf das sportliche Highlight der Veranstaltung an. Bei warmem Frühlingswetter startete das große Teilnehmerinnen-Feld auf der Straße des 17. Juni in West-Richtung, um eine knapp 4km lange Runde, gefolgt von einer etwas mehr als 6 km langen Runde zu absolvieren. Das Ziel befindet sich ebenfalls auf der Straße des 17. Juni, ein paar hundert Meter östlich vom Start, mit dem Brandenburger Tor im Rücken. Das Rennen entwickelte sich schnell zu einer „One-Woman-Show“. Bereits nach der ersten, kürzeren Runde lag Franziska Reng deutlich in Führung und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen; Spannung versprach hingegen der Kampf um die weiteren Podest-Plätze. Hier liefen gleich sechs Athletinnen in einer Gruppe gemeinsam in die zweite, längere Runde.

Franzi erreichte einen Tag vor ihrem 20. Geburtstag das Ziel nach 34:15 min und zeigte sich hinterher zufrieden mit ihrem Lauf und begeistert von der Stimmung. Zwei Tage vor dem Rennen hatte sie noch mit Knieschmerzen zu kämpfen und war nicht sicher, ob sie überhaupt würde starten können. Nachdem die Athletin von Kurt Ring sich im Februar bei ihrem Halbmarathon-Debüt in Barcelona in famosen 1:12:33 h auf Anhieb für die Europameisterschaft in Amsterdam qualifiert hatte, konnte sie sich Anfang Mai über den U23-Titel bei der 10.000m-DM in Celle freuen. Nun gilt die Aufmerksamkeit der Vorbereitung auf den EM-Halbmarathon im Juli.

Im Kampf um Platz 2 konnte sich die Berliner Palestinenserin Mayada Al-Sayad nur sechs Tage nach ihrem 25km-Rennen in 35:42 min durchsetzen und verwies Cornelia Schindler (W40; 35:49 min) sowie Victoria Brandt (36:00 min; beide SCC) auf die nächsten Plätze. Den fünften Rang belegte in 36:18 min Luisa Boschan, die in Berlin lebt, aber mittlerweile wie die Siegerin Franzi Reng für die LG Telis Finanz Regensburg startet. Die 23jährige Luisa, die im März bereits rund zwei Minuten schneller war, gab bei der DM in Bad Liebenzell am 23. April ihr Halbmarathon-Debüt, wo sie in starken 1:15:55 h den sechsten Platz belegte. Seitdem hat sie sich allerdings wohl noch nicht ganz erholt, sodass sie derzeit ein Stück von ihrer Bestform entfernt ist. Immerhin konnte sie sich bereits für die Deutschen Meisterschaften Mitte Juni über 5000m qualifizieren. Und beim Frauenlauf konnte Luisa neben dem 5. Rang in der Einzel-Konkurrenz die Mutter-Tochter-Wertung gewinnen. Ihre Mutter Angela war nach 49:55 min im Ziel und lief damit auf den 7. Rang in der W55.

Die Top-6, die es zur Siegerehrung schafften, wurden komplettiert von der SCC-Läuferin Julia Kind, die nach 38:51 min das Ziel erreichte. Diese sechs Damen waren auch die einzigen, die unter der 40-Minuten-Marke blieben. Die Mitfavoritin Isabell Teegen, die Anfang April bei ihrem Debüt über die 21,1km-Distanz sehr starke 1:13:52 h auf den Berliner Asphalt gelegt hatte, gab das Rennen aufgrund einer Verletzung auf.

Der Berliner Frauenlauf war auch anno 2016 wieder eine tolle Veranstaltung mit schöner Atmosphäre, bei welcher Spitzen- und Hobbyläuferinnen sowie die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer auf ihre Kosten kamen.

 

http://www.berliner-frauenlauf.de/


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