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11. Lichtenauer Wasserlauf

[eingestellt am 14. Juni 2016]

By: Volker Goineau

Fotos: Julia Kämpf

Start zum Kidslauf

Früh übt sich...

Der 5km-Lauf ist gestartet...

...und wird gewonnen von Lukas Pallitsch

Zweitplatzierter Volker Goineau

Mayada Al-Sayad

Mit Freude ins Ziel l

Mit Freude ins Ziel ll

Der 10km-Start

10km-Sieger Stephan Bahn (und Platz 3 über 5km)

Mayada beendet ihr Trainingseinheit mit dem 2. Sieg

Mayada Al-Sayad mit souveränem Doppelsieg

Berlin, 12.6.2016 - Zum 11. Mal wurde in diesem Jahr der Wasserlauf an der Spree „durch die Mitte Berlins“ ausgetragen. Gelaufen wird hier eine rund 5 km lange Runde mit Start und Ziel ca. 150 Meter von der Lutherbrücke entfernt und damit in unmittelbarer Nähe zum Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten. In diesem Jahr wurde die Strecke mal wieder modifiziert, sodass sie diesmal wenigstens nicht zu kurz war, allerdings sehr viele, teilweise recht unangenehm zu laufende Kurven enthielt. Das Wetter war läuferfreundlich, mit Temperaturen etwas unter 20°C, nachdem es im Vorjahr eine regelrechte Hitzeschlacht war. Übrigens fiel der Termin anno 2016 wieder auf einen Sonntag, nachdem in den vergangenen zwei jahren an einem Samstag gelaufen worden war.

Zunächst startete um 10:00 Uhr der Kidslauf, der die unter 14jährigen über eine 800m-Schleife führte. Am schnellsten war hier Thibault Herder in 2:40 min, zeitgleich vor Phil Kutschfeld, der noch der U12 angehört. Auf Rang kam auch schon das erste Mädel nach 2:42 min ins Ziel: Jacqueline Treibert, die die weibliche Konkurrenz mit sechs Sekunden Vorsprung vor Laura Schulz für sich entscheiden konnte. Insgesamt 81 Finisher hatte der Kidslauf zu verzeichnen.

Um 10:15 Uhr fiel dann der Startschuss zum 5km-Lauf. Von Beginn an sorgten hier vor allem Lukas Pallitsch und Volker Goineau für das Tempo an der Spitze. Der 30jährige Lukas gehörte in den vergangenen Jahren zu den Top-Mittelstrecklern in Österreich und war in erster Linie auf den 1500m zu Hause, wo er eine Bestzeit von 3:43,28 min zu Buche stehen hat. Doch auch über die 5000m lief er bereits 14:11,68 min. Mittlerweile lebt er seit zwei Jahren in Berlin und betreibt den Laufsport nicht mehr ganz so ambitioniert. In den nächsten Monaten möchte er allerdings über 10km auf der Straße eine ordentliche Zeit laufen. Beim Wasserlauf konnten er und Volker die Verfolger nach etwas mehr als zwei Kilometern abschütteln. Ungefähr mit Beginn des Schluss-Kilometers konnte Volker nicht mehr Schritt halten, sodass Lukas zu einem souveränen Sieg in 15:58 min lief. Dahinter erreichte Volker als Zweiter das Ziel nach 16:11 min, gefolgt von Stephan Bahn (VfL Fortuna Marzahn; 16:44 min). Etwas ärgerlich für die Teilnehmer war die mangelhafte Genauigkeit der aufgestellten Kilometer-Schilder. So kam das 4km-Schild ein gutes Stück zu früh, sodass der „letzte Kilometer“ deutlich zu lang war.  

Die weibliche Konkurrenz war eine klare Angelegenheit für Mayada Al-Sayad vom VfL Fortuna Marzahn. Die 24jährige, die bei Olympia in Rio für Palestina im Marathon an den Start gehen wird, lief in 18:19 min einen lockeren Sieg heraus, um nach weniger als 30 Minuten Pause, genau wie ihr Trainingspartner Stephan Bahn, auch die 10km-Strecke in Angriff zu nehmen. Zweite über die 5km wurde Susanne Lauer vom veranstaltenden Verein ABC Zentrum Berlin in 19:45 min, die bereits der W45 angehört. Auf Rang drei lief die Vorjahressiegerin Emily Preston vom SCC Berlin in 20:21 min. 360 Läuferinnen und Läufer kamen über die Ein-Runden-Distanz ins Ziel.

Der um kurz nach 11 Uhr folgende 10km-Lauf verzeichnete mit 397 noch etwas mehr Finisher. Am schnellsten absolvierte die zwei Runden Stephan Bahn, der die erste Runde in 17:42 min und die zweite in 17:30 min lief und damit auf eine Endzeit von 35:12 min kam. Damit hatte er zusammen mit dem 5km-Lauf eine gute Einheit abgespult, im Hinblick auf kommende Aufgaben. So hat der 27jährige, der eine 10km-Bestzeit Zeit von 32:10 min vorzuweisen hat, die Marathon-DM Ende Oktober In Frankfurt am Main als Saisonziel.

Als Zweite erreichte auch schon die Frauensiegerin Mayada Al Sayad nach 35:48 min das Ziel. Auch sie lief einen „negative split“: erste Runde in 18:09 min, gefolgt von 17:39 für die zweite Hälfte. Als Gesamt-Dritter und zweiter Mann kam Jan Brockmeyer, der für den Hahnertwins-Club läuft, nach 36:15 min ins Ziel. Er war die erste Runde mit dem Sieger Stephan zusammen gelaufen, konnte in der Folge jedoch nicht mehr mithalten. Zweite Frau war Deborah Schöneborn, die Schwester der Olympiasiegerin im modernen Fünfkampf Lena Schöneborn. Ihre Zeit: 36:39 min, mit zwei quasi identischen Rundenzeiten. Den dritten Rang der Frauenkonkurrenz belegte Anne Barber vom LC Ron Hill in genau 38 Minuten. Gesamtsiebter und Schnellster der M45 war übrigens der frühere polnische Top-Marathonläufer Edmund Kramarz in 36:53 min. Er hatte auch bereits den 5km-Lauf absolviert, wo er auf Rang sechs gelandet war.

Bei den anschließenden Siegerehrungen konnten sich die ersten drei Frauen und Männer auf beiden Strecken über Gutscheine für ein Sportgeschäft sowie Mineralgetränke des Namensgebers des Laufes freuen. Alles in allem war es wieder eine gelungene Veranstaltung mit schöner Atmosphäre, sodass viele der Teilnehmer sicherlich auch in den nächsten Jahren wieder kommen werden.

www.abczentrum-berlin.de/wasserlauf-1.html


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