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3. Gropius-Lauf Berlin

[eingestellt am 04. Juli 2016]

By: Volker Goineau

Fotos: Veranstalter

Das Läuferfeld ist unterwegs

Der Hauptlauf ist gestartet

Die Läufer erobern den Asphalt

Der Führende: immer dem Radfahrer hinterher!

Stimmungsvolle Siegerehrung auf der Bühne

Belohnung für die Finisher

Organisator Andrej Woiczik läuft selbst die „5km“

Alt und Jung auf der Strecke

Der schnellste Läufer wird geehrt

„Lauf für Inklusion“ auf flacher Strecke durch die Gropiusstadt

Berlin-Neukölln, 3.7.2016 - Zum dritten Mal wurde in diesem Jahr der Gropiuslauf im Stadtteil Gropiusstadt, der zum Süd-Berliner Bezirk Neukölln gehört, durchgeführt. Bei dieser Veranstaltung geht es neben den sportlichen Leistungen vor allem um einen sozialen Zweck. So gingen auch Menschen mit Behinderung an den Start und ließen damit den Inklusions-Gedanken aufleben. Veranstalter des Gropius-Laufs ist der Sport-Club Lebenshilfe Berlin, in Kooperation mit der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung  sowie dem TuS Neukölln.

Gute Laufbedingungen

Das Wetter zeigte sich an diesem ersten Juli-Sonntag läuferfreundlich, mit Temperaturen von knapp 20°C und einem Mix aus Sonne und leichter Bewölkung. Gelaufen wird beim auf einer flachen Runde mit Start und Ziel in der Johannisthaler Chaussee, direkt vor den Gropius-Passagen. Nach zwei Wenden um die Mittelinsel dieser großen Straße, die relativ angenehm zu laufen sind und nur sehr wenig Zeit kosten, geht es in eine kleine Seitenstraße und dann durch die Grünanlage der Gropiusstadt. Der Untergrund besteht fast ausschließlich aus gut zu belaufenden, asphaltierten bzw. betonierten Wegen; nur an einer Stelle ist der Weg so schmal, dass zum Überholen auf den Rasenweg ausgewichen werden muss. Allerdings kann die angegebene Rundenlänge von 2,5 km nicht ganz stimmen. Laut den Organisatoren soll die Runde „genau vermessen“ und nur 5 Meter zu kurz (also 2,495 km) sein, doch die gelaufenen Zeiten und so manch eine GPS-Uhr sprachen eindeutig dafür, dass die Runde ein gutes Stück zu kurz ist, vermutlich ca. 2,4 km. Amtlich vermessen und somit bestenlistenfähig ist die Strecke ohnehin nicht; außerdem waren die einzelnen Kilometer nicht ausgeschildert, anders als bei amtlich vermessenen Strecken üblich.

Gegen 9 Uhr startete zunächst der Kinderlauf über rund 800 Meter. Am schnellsten waren hier Milan Stadler (MU10) in 2:45 min und Eleni Demissie (WU12), die nach 3:27 min das Ziel erreichte. Insgesamt tobten sich hier 96 Kinder auf dem Asphalt aus und konnten schon einmal die Atmosphäre bei einem Straßenlauf genießen.

Siege für „Jung“ und „Alt“

Mit etwas Verspätung wurde um kurz vor 9:30 Uhr der Startschuss für den Lauf über eine Runde („2,5km“) und über zwei Runden („5km“) gegeben. Ein organisatorisches Manko bei dieser Veranstaltung war die Startnummernausgabe. Es bildete sich eine lange Schlange, sodass manche Läufer sehr lange warten mussten und sich sogar der Start hinausschob. Ganz zu schweigen von der mangelnden Erwärmungsphase einiger dieser Läufer. Der Veranstalter zeigte sich hier jedoch einsichtig und gelobte für die kommende Auflage Besserung.

Den Lauf über zwei Runden entschied Jürgen Tetzel vom LC Ron Hill in 17:16 min mit etwas mehr als einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten für sich. Bemerkenswert ist, dass er bereits der Altersklasse M50 angehört. Schnellste weibliche Teilnehmerin war hier die U14-Läuferin Sophie Krekow vom MSV 06 in 20:56 min, gefolgt von Sabine Dornbruch (20:59 min), die bereits in der W45 unterwegs ist. 122 Finisher wurde beim 5km-Lauf registriert. Über die eine Runde war Deni Winkler (U14) nach 8:44 min als Erster im Ziel.

Zwei deutliche Siege beim Hauptlauf

Kurz nach 10:15 Uhr und damit fast pünktlich fiel der Startschuss zum Hauptlauf über vier Runden. Hinzu gab es eine Staffel über viermal eine Runde, an der sich 17 Teams beteiligten. Beim 10km-Lauf setzte sich Volker Goineau direkt nach dem Startschuss an die Spitze und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach einem ziemlich gleichmäßigen Rennen, wobei er jede Runde in ca. 7:40 min absolvierte, blieb die Uhr im Ziel nach 30:37 min für ihn stehen. Den zweiten Rang belegte Chris Eidhof in 35:28 min, gefolgt von Frédéric Roze (35:56 min). Die Frauenkonkurrenz dominierte Anja Schönborn in 38:11 min, mit über vier Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Mihaela Grosv (42:26 min). Mihaela gehört allerdings noch der Altersklasse U16 an, sodass ihre Leistung durchaus hoch einzuschätzen ist. Der Hauptlauf zählte 169 Finisher.

Mit insgesamt knapp 600 Teilnehmern konnte der Veranstalter sehr zufrieden sein.  Zumal am selben Tag auch ein Volkslauf in Steglitz, also ebenfalls im Berliner Süden, stattfand, der den Gropius-Lauf wahrscheinlich viele potenzielle Teilnehmer gekostet hat. Bleibt abzuwarten, wie sich dieser Lauf in den nächsten Jahren entwickeln wird. Wenn die organisatorischen Mängel ausgeräumt werden, kommen bestimmt wieder viele Läuferinnen und Läufer nach Gropiusstadt, um die tolle Atmosphäre und das stimmungsvolle Rahmenprogramm bei diesem Event auszukosten.

Link zur Veranstaltung:

http://www.gropius-lauf.de/index.php/startseite.html

 

 


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