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1. Ludwigshafener Insellauf für 4er Teams

[eingestellt am 27. August 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter und Gabi Gründling

die Staffelhölzer

Peter de Jong wollte eigentlich nur zugucken und mußte kurzfristig noch in die Laufsachen schlüpfen

Bei der Hitze auch kein Spaß

Und los geht’s

Startläufer Manuel Scriba der schnellen Truppe von der TSG Maxdorf

Erster Wechsel beim Team „TrimTrab 1“

Auch der Mannheimer ERC wechselt zum ersten Mal

Abendstimmung im Hafenbecken

Nur noch wenige Minuten bis zum Start

Die Sandbox Warriors hatten ihr eigenes Headquarter

Kathy Ermert als Führungsradlerin vor Manuel Scriba

Thorsten Schneider (TrimmTrab1)

Riccardo Azzola (Phoenix Mutterstadt)

Christian Arlt (MERC)

Daniel Brauer (Roadrunner2)

Benedikt Eckrich (SRH Laufhelden)

Ruslan Fursa (TV Rheinau Männer)

ABC Ludwigshafen „die fantastischen Vier“

Gonzales Speedbrothers

United Runners of Pfalz 2

Uwe Schork (Laufspezialist LU 2)

SSG Runners

Polizeipräsidium Ludwigshafen

LG MuLi

„Die rasenden Reporter“, das Team der Rheinpfalz. Startläufer Marek Nepomucky

Sandbox Warriors 1

Edinger Bolzer

Roadrunner 1

Polizeiinspektion Frankenthal

SPD Ludwigshafen

LT Weisenheim am Berg – paarweise – Startläufer Frank Wingerter

Seccoschnecken

Sandbox Warriors 6 und eine Staffel des Sponsors BKK Pfalz

Die Walz aus der Pfalz

Nikolaj Helfenfinger führt die Staffel der Young Stars des ESV Ludwigshafen ins Renne

Pocket Rocket Runner 2

Sandbox Warriors 3 und Heartliner

Regenbogengruppe, dahinter LT Weisenheim am Berg – Familie Bruns – Start- und Schlußläuferin Anna Bruns

Laufheldinnen

Ausblick von der Laufstrecke

United Runners of Pfalz 2

Phoenix Mutterstadt

Alex Harsch, 2. Läufer der Gonzales Speedbrothers überholt Martin Wegner, den Startläufer der Ludwigshafener Stadtgespräche

URoP Powermädels

Die Wechselzone

Das Wendepunktstück

-

Insulaner 1

Ludwigshafener Stadtgespräche 1 und LT Weisenheim am Berg – unsere Gemsen – mit Frank Neblung

Edinger Bolzer

Der 11jährige Hannes Jensen als Schlußläufer des LT Rheinhessen-Pfalz und Roadrunner2

Ab in die Box und LT Weisenheim am Berg –gemischtes Doppel – mit Klaus Harnisch

Die Youngstars des ESV Ludwigshafen mit Benedikt Gumpinger

Ludwigshafener Stadtgespräche 3

TSV Ludwigshafen

Das Siegerinnen-Team „TV Rheinau Frauen“ läuft gemeinsam Richtung Ziel

Trimm Trab 2

TFC Ludwigshafen – Vorstandsteam

GroKo-Dillis

Sandbox Warriors 4

Some like it hot

Ludwigshafen, 26. August 2016 - heiß ging es am Freitagabend auf der Ludwigshafener Parkinsel tatsächlich her. Zum Einen, weil dieser Tag der bisher heißeste des Jahres wurde. Eine Stunde vorm Start gab VanMan Jochen Heringhaus durch „zur Zeit 38 Grad in der Sonne“. Von der vier Kilometer langen Strecke war knapp die Hälfte schattenfrei, diese Information war also durchaus wichtig.

Das Veranstalterteam um Saskia Helfenfinger-Jeck und ihren Mann Dominique reagierte auf das Wetter und richtete am Wendepunkt bei km 2 noch eine zusätzliche Wasserstelle ein, an der auch ein Helfer mit einem Gartenschlauch stand und jeden, der das wollte, zusätzlich abspritzte. Diese zusätzliche Erfrischung war auch deshalb notwendig geworden, weil an dieser Staffellaufveranstaltung durchaus nicht nur erfahrene und trainierte Läufer teilnahmen. Vielmehr hatten sich auch Leute angemeldet, die nie zuvor in ihrem Leben gelaufen waren. Martin Wegner, Rechtsanwalt aus Ludwigshafen und Mitglied der Ludwigshafener „Stadtgespräche“, Runde aus Unternehmern und Verwaltung der Chemiestadt, hatte sogar im Wochenblatt darüber berichtet, daß er als Laufnovize bei seinen ersten Laufbemühungen im Rahmen dieser Veranstaltung angefeuert werden möchte. Über Vernunft läßt sich bekanntlich nicht streiten und bei Staffelläufen soll ja durchaus auch der Spaß im Vordergrund stehen. „just for fun“ hieß witzigerweise auch das Team, das das Ziel zum Schluß erreichte.

Die Laufabteilung des ESV Ludwigshafen ist noch jung, wurde erst vor zwei Jahren gegründet. Daß es sie überhaupt gibt, ist das Verdienst von „Hans Dampf“ Saskia Helfenfinger-Jeck, die mit ihren Anfängerkursen am richtigen Ort zur richtigen Zeit war und so die Abteilung aufbaute, die sich jeden Freitagabend zum Lauftreff an der Pegeluhr der Parkinsel trifft. Fing das Laufteam im August 2014 mit neun LäuferInnen an, hat es inzwischen über 50 Mitglieder aus allen Leistungsbereichen. Zum diesjährigen auch erst dritten Hafenfest wurde die Idee des Staffellaufs geboren und umgesetzt. Seit Monaten drehte sich im Haus Helfenfinger Vieles um die Organisation dieses Events. Zwischendurch hieß es sogar, die DLRG müsse vor Ort sein, falls ein Läufer die Böschung hinunter in den Rhein stürzt. Das wurde letztlich aber nicht nötig, weil keine Hochwassergefahr drohte.

Die Parkinsel ist nicht nur das Laufrevier des ESV-Laufteams. Weit über die Grenzen Ludwigshafens ist sie vor allem auch durch das alljährliche Fimfestival bekannt. Sie ist zum Teil Hafengebiet, Wohngegend der gehobenen Klasse und Stadtpark. Die Insel, die gegenüber dem Mannheimer Stephanienufer und der Reißinsel am Rhein liegt, gehörte ursprünglich zum heutigen Stadtteil Mundenheim und war damals als Mundenheimer Wäldchen bekannt. Sie verfügt auch über einen Badestrand und so mancher Läufer hätte wahrscheinlich lieber zu den im Rhein Badenden gesellt statt an ihnen vorbei zu rennen.

Die Strecke ist entsprechend flach, auf der 4 km-Runde waren drei Höhenmeter zu „überwinden“.

Pünktlich um 17.30 h knallte die Startpistole und die Meute stürzte sich Richtung Rhein. Ca. 150 m waren ein Wendepunktstück, das man zu Beginn und am Ende einer Runde laufen mußte und an dessen Ende das Team von br-timing die Zeitnahmeanlage installiert hatte. Jedes Team erhielt einen Staffelstab, in dessen Enden die Transponder untergebracht waren, die die Zeitnahme auslösten. Anfangs erschien die Wechselzone recht klein und eng, aber da das Feld aus einer bunten Mischung der verschiedensten Leistungsklasse bestand, hatte es sich schnell so weit entzerrt, daß es zu keinen Irritationen oder gar Behinderungen führte.

Klar, daß die „Profis“ diejenigen waren, die das Heft sofort in die Hand nahmen. Volle Kraft voraus enteilte Manuel Scriba dem Feld. Der Triathlet der TSG Maxdorf kennt die Ludwigshafener Laufszene vor allem auch durch sein Engagement als Moderator beim Ludwigshafener Stadtlauf. Nach 14:02 min kam er mit fast einer Minute Vorsprung in die Wechselzone. Seine Mitstreiter Fabian Scriba, Christian Rahause und Pascal Kostecki verloren zwar nach und nach an Boden, konnten die Sieg aber mit einer Haaresbreite Vorsprung nach Hause retten. Am Ende hatten die vier Maxdorfer nach 1:03:12 h nur noch drei Sekunden Vorsprung vor Ruslan Fursa, Theodoros Saroglu, Bernd Mürb und Andy Dyrtz vom TV Rheinau. Der Preis, den die Maxdorfer mit nach Hause nehmen durften, belustigte so manchen Insider. Sie gewannen Gutscheine für Schwimmtraining von „Startblock“ –Henrike Block ist bei den Maxdorfern alles andere als eine Unbekannte, denn sie trainiert die Triathleten der TSG jede Woche.

Auf Platz 3 kam ein Team unserer „Freunde und Helfer“ ins Ziel, vor dem sich jeder hüten sollte, der mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Michael Hofmann, Jürgen Spieß, Jürgen Fischer und Uwe Schüssler entkommt so schnell keiner, die vier liefen zwischen 15:20 und 16:57 min auf vier Kilometer und brauchten gemeinsam 1:03:49 h.

Das schnellste Mixed-Team kam vom Mannheimer ERC. Christian und Anna Arlt sowie Sophie und Matthias Schuck konnten als 10te gesamt gemeinsam verschnaufen. Sie brauchten 1:08:53 h. Auf Mixedplatz 2: „FantaFünf Mannheim“. Anette-Judith Scholl ist in der Kurpfälzer Volkslaufszene „zuhause“ und hatte noch ihre Kinder Marvin und Lina sowie deren Freund Nicolas Lösch animiert, das Wochenende sportlich einzuläuten. Mit 1:16:17 h betrug ihr Vorsprung auf Platz 3 nur knappe 21 Sekunden, der auch noch von einem namensähnlichen Team belegt wurde: die fantastischen Vier waren Natalie Engbarth, Chamaine Gault, Carlotta Buckel und Alexander Spies.

Die (schnellen) Frauen des TV Rheinau zeigten ihren Konkurrentinnen von Anfang an die Hacken. Jacqueline Subke, Alicia Kossmann, Angela Hochlenert und Marina Windig brauchten 1:12:00 h und hatten damit einen komfortablen Vorsprung von über sechs Minuten vor den Theatergirls Lea Jöckel, Victoria Popp, Katrin Leonhardt und Melissa Maurer. Desiree Mierzwa-Weiß, Verena Friko, Jutta Peschenka und Christina Arnold brauchten 1:2513 min. Die vier Frauen sind zwar auch durchaus sportlich, spielen aber üblicherweise Basketball.

Um auch junge Leute zum Mitlaufen zu bewegen, gab es noch eine Wertung für Teams, in denen alle Teilnehmer jünger sind als 18 Jahre. Das schnellste Team kam vom Geschwister-Scholl-Gymnasium. Paul Kemmer (14), Peter Hildebrandt (17), Philipp Groß und Luisa Klappenberger (beide 14) brauchten nur 1:09:04 h. Auffallend war vor allem die Zeit von Philipp Groß. Mit 14:34 min dürfte er in die Top5 der Rundenzeiten aller Läufer gelaufen sein.

Sandra Achmetagic, Marion Nothaft, Schriban Pikowski und Sabine Michalak sind alle vier Jahrgang 1990. Die vier starteten für das Sportiv Sportcenter und liefen als reines Mädchenteam auf den zweiten U18-Platz.

Die Young Stars des ausrichtenden ESV Laufteams kam mit Nikolaj Helfenfinger, Andreas Grammenos, Benedikt Gumpinger und Angus Garsuch nach 1:30:16 h auf Platz 3. Startläufer Nikolaj Helfenfinger hat sie Laufgene seiner Mutter geerbt. Der 11jährige war mit 21:09 min als Startläufer auch der Schnellste seiner Truppe.

Das teilnehmerstärkste Team stellten die Sandbox Warriors aus Ludwigshafen-Maudach mit sechs Staffeln. Der Lauftreff Weisenheim am Berg, der überhaupt nur zwanzig zur Zeit tatsächlich laufaktive Mitglieder hat, kam mit 14 LäuferInnen an den Rhein, stellte damit vier Teams. Der Älteste, Josef Knauf, lief in seiner Staffel genauso zwei Runden wie die jüngste Weisenheimerin, die 17jährige Anna Bruns.

Wie bei Staffelveranstaltungen durchaus üblich, gingen viele Teams mit Phantasienamen an den Start. „Gonzales Speedbrothers – muchachos rapidos“ waren wirklich schnell, die vier liefen als Vierte über die Ziellinie. „Die Walz aus der Pfalz“ war ein Team, das sich so nannte, weil ihnen Hans-Peter Briegels Spitzname so gut gefiel. Als Briegel sich 1980 mit dem Fußball-Nationalteam zum Europameistertitel walzte, war von den vier „Walzen des Insellaufs“ noch keine geboren. Das Team „Wachtmeister“ kam, wie kaum anders zu erwarten, vom Polizeipräsidium Rheinpfalz“ und das Team „Rasende Reporter“ bestand aus vier Journalistenkollegen der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Axel Nickel von der Ludwigshafener Stadtredaktion hatte am Abend zuvor noch in einem Rheinpfalz-Team in Bad Dürkheim gegen eine Auswahl der Stadtverwaltung Fußball gespielt und war dann auch entsprechend KO.

Der Insellauf startete direkt im Anschluß an die Eröffnung des Hafenfestes und die Siegerehrung war auf der Bühne im Luitpoldhafen eingebettet ins Festtreiben – ein runder Abschluß für eine runde Veranstaltung. Daß die Hauptsponsoren öffentlich ein Engagement auch für das kommende Jahr in Aussicht stellten, wird das ESV Laufteam sicher dazu animieren, dem 1. Insellauf für Viererteams auch einen zweiten folgen zu lassen. Ob man dann mehr als 100 Staffeln zulassen wird, ist sicher auch diskussionswürdig.

Ergebnisse www.br-timing.de

Jede Menge Fotos auf der Facebookseite des Laufs


Kossmann Laufdesign