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12. Eilenriederennen Hannover

[eingestellt am 29. August 2016]

By: Volker Goineau

Gelbe Km-Schilder beim HM...

...und rote beim 10er

Der Startbereich

Gleich geht’s los!

Letzte Vorbereitungen

Das 10km-Feld ist unterwegs

Buntes Treiben

Die Halbmarathonis machen sich bereit

Wasser – heiß begehrt an diesem Sommertag

Der Halbmarathon ist gestartet

Führungsradfahrer und Organisator Peter Augath

10km-Sieger Christian Wiese auf den letzen Metern

Die Top 3 über 10km (v. li.): Schoppe, Wiese, Brümmer

Top 3 Frauen über 10km: Günther, Mewes, Thürnau

Gespannte Zuschauer

Erfrischende Zielverpflegung

Halbmarathonsieger Christian Schlamelcher im Ziel

Große Hitze auch im schattigen Wald

Hannover, 28.8.2016 - Die Eilenriede ist ein großes Waldgebiet im östlichen Hannover. Seit 2005 wird hier Ende August das Eilenriederennen veranstaltet, bei welchem ein 10km-Lauf sowie ein Halbmarathon angeboten werden.

Die überwiegend flache, asphaltierte Strecke mit Wendepunkt liegt größtenteils im Schatten, was in diesem Jahr von den Teilnehmern sicherlich sehr geschätzt wurde. Schließlich herrscht in Hannover wie in ganz Deutschland derzeit Hochsommer, mit Temperaturen von teilweise über 30°C. Die 10km-Starzeit ist mit 10:35 Uhr für diese Jahreszeit schon relativ spät gewählt; als „ziemlich verrückt“ ist jedoch die Halbmarathon-Startzeit von 11 Uhr zu bezeichnen. Wahrscheinlich setzt der Veranstalter auf den Schatten im Wald, der vermeintlich dafür sorgt, dass das Rennen keine reine Hitzeschlacht wird. 

Das Eilenriederennen ist ein regional zumeist ganz ordentlich besetzer Lauf; für die drei Erstplatzierten gibt es Gutscheine von einem Hannoveraner Laufladen zu gewinnen. Ein besonderes Highlight erlebte die Veranstaltung anno 2007: der Blindenweltrekordler im Marathon und Paralympics-Sieger über 5000m von Sidney 2000 Henry Wanyoike aus Kenia absolvierte damals hier den Halbmarathon, wobei er von dem Berliner Top-Langstreckler Lennart Sponar als „Guide“ geführt wurde. Ansonsten konnten sich starke Läufer der Region in die Siegerlisten eintragen wie beispielsweise Thomas Bartolome, der hier mehrfach triumphierte, wobei er im Jahr 2009 starke 30:58 min über die 10km auf den Asphalt brachte.  

Im 10km-Lauf wird eine Runde absolviert, wobei zweimal die Autobahn überquert wird, was für zwei Anstiege auf der ansonsten schnellen Strecke sorgt. Den Sieg konnte sich in diesem Jahr Christian Wiese (Hannover Athletics) sichern, nachdem er seinen lange Zeit führenden Vereinskameraden Emmanuel Schoppe noch passiert hatte. Die Zeiten der beiden fielen mit 34:25,3 min bzw. 34:31,2 min verhältnismäßig bescheiden, was sicherlich in erster Linie der Hitze geschuldet war. Beide Läufer waren damit über zwei Minuten von ihren Bestzeiten entfernt. Der Sieger Christian möchte mit seinen Vereinskameraden am 11. September in Hamburg bei der Deutschen 10km-Straßenlaufmeisterschaft starten und nahm das Eilenriederennen als letzten Testwettkampf mit. Auf den Rängen 3 und 4 liefen die beiden Athleten der LG Braunschweig Steffen Brümmer und Fabian Brunswig ein, die mit ihren Zeiten von 35:40,3 und 35:57,1 min auch nicht wirklich zufrieden sein konnten, jedoch hatten sie schwere Beine (Steffen) bzw. sind derzeit außer Form (Fabian).

Die Damenkonkurrenz entschied Gwendolyn Mewes in 39:22,8 für sich. Die 32jährige, die eine Bestzeit von 37:20 min zu Buche stehen hat, bereitet sich auf den Berlin-Marathon vor und nimmt dabei die meisten Läufe im Raum Hannover als Trainings-Wettkämpfe mit. Den zweiten Rang sicherte sich Martina Günther (40:27,5 min), gefolgt von Janine Thürnau, die  41:58,7 min lief. 75 Frauen sowie 162 Männer erreichten das Ziel des 10km-Laufs.

Der Halbmarathon, bei welchem 2 Runden zu absolvieren waren, wobei der Wendepunkt etwas später als beim 10er kam, wurde eine klare Angelegenheit für Christian Schlamelcher (Det's Race Team). Der 27jährige Läufer, der sonst genau wie der 10km-Sieger für den Verein „Hannover Athletics“ startet, erreichte nach 1:14:39h das Ziel. Im Oktober möchte er beim Halbmarathon auf Palma de Mallorca seine Bestzeit von 1:11:48 h und im nächsten Jahr auf der Marathon-Distanz angreifen. Er träumt davon, den „langen Kanten“ eines Tages in unter 2:30 h zu laufen.

Mit einem gehörigen „Respektabstand“ von fast fünf Minuten lief Raoul Jankowski (ebenfalls Det's Race team) nach 1:19:31 h ins Ziel nahe des Lister Turm am nördlichen Ende der Eilenriede. Der Drittplatzierte Robin Dörrie benötigte 1:20:24 h und war damit Schnellster der Altersklasse M45. 108 männliche Läufer wurden im Ziel registriert. Schnellste der 28 Läuferinnen war Kathrin Hoffmann (Hannover Athletics) in 1:42:44 h.

Das Eilenriederennen zeigte sich auch in diesem Jahr als familiäre Veranstaltung, das sicherlich auch in den kommenden Jahren viele Läuferinnen und Läufer der Region anziehen wird, vielleicht dann ja auch mal wieder bei etwas Läufer-freundlicheren Temperaturen. 

Ergebnisse


Kossmann Laufdesign