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32. Mannheimer Straßenlauf TV Rheinau

[eingestellt am 04. September 2016]

By: Gabi Gründling

Eugen Friederichs und sein „Bauchladen“

Die Bambini legen los

Sieger 400 m

Schnellstes Mädchen und Zweite Gesamteinlauf: Elena Matheis

Zweite

Dritte und zweiter Junge

Der Enkel von Peter de Jong schließt das Feld ab

Aufwärmen bei 26 Grad

Sieger 800 m

Zweiter

Dritter

Die zwei schnellsten Mädels

Zeitnehmer Bernd Rollar am Schwebebalken

An der Laufstrecke

Nach gut 1,5 km noch als Trio unterwegs: Kasper Laumann Hartler, Issaac Kibrom und Christian Bock

1. M55 Wolfgang Schütz (315) und 1. MJU20 Patrick Berlejung (26) haben Konstatin Filsinger in ihrer Mitte

1. M30 Markus Riefling

Steffen Kling, Achim Schumacher, Claus Mees und der 14jährige Luca Schmähl

3. WJU20 Natascha Weißschädel (281) und 1. W30 Marina Wilding (285)

2. M70 Hans Jürgen Herr

1. W65 Ingeborg Lang (156)

3. W30 Anna-Maria Keinert (123), dahinter in rot-weiß 2. W50 Birgit Schillinger

Jede Menge Frauenpower

1. W70 Hildegard Pfeiffer

3. W55 Roswitha Schön (226) und 2. W45 Karin Jerg (117)

1. W60 Tokej Tokpetova (260), hinter ihr 1. W55 Corinna Tiedje

Ultras auf Abwegen: Joachim Kortyka und seine Tochter Sarah

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Hat sich noch fünf Plätze vom Schlußfahrzeug entfernt: Martina Schwarz-Arnold

Die Spitze bei km 9

Der Däne Kasper Laumann Hartler nimmt Isaac Kibrom in Denspurt noch 5 Sekunden ab

Dritter Christian Bock

1.MJU20 Patrick Berlejung, Hakim Hassanzadeh und dahinter Philipp Wittrock

1. M45 Ralf Arnold

2. M45 Moritz Christian Braun

Siegerin Isabell Leibfried

3. MJU20 Nico Steißlinger, dahinter 1. M50 Thomas Heider

1. M55 Wolfgang Schütz

2. M50 Volker Vogler

1. M35 Manuel Scriba

Zweite Lea Düppe, neben ihr 2. M35 Thorsten Elfner läuft 25/100 vor ihr ins Ziel

1. M40 Mah Hoffmann

3. M40 Martin Slosharek (241), 2. M40 Bertram Schmitt (222), 3. WHK Benedetta Broggi (311), Dritte gesamt Franziska Schildhauer und Martin Wald (265)

3. M55 Ludger Becker (330) und Tim Auer

3. M30 Sebastian Bednarz

3. M35 Dirk Zimmermann

2. M60 Rudolf Alt, 1. W50 Josefa Matheis, 2. WJU20 Alicia Kossmann, Vater-Trainer Olaf auf dem Rad neben ihr

3. M60 Dietmar Hütter

1. W40 Andrea Seemann

1. W35 Johanna Bieneck

1. M70 Wolfgang Decker

2. W30 Lena Gehring (356), hier noch vor ihr Isabelle Herkelrath

Eben lief sie noch 900 km durch die Pyrenäen, jetzt 10 km „zuhause“ in Rheinau: 3. W40 Julia Fatton auf Heimatbesuch

2. W40 Susanne Joa vor Nora Kästle

2. M65 Michael Röper

2. W35 Kristina Makaric

1. W45 Karin Sautter

3. W45 Katja Heymann

3. M70 Wolfgang Wagner

Martin Jeck gehörte zu „jeder 10te“, der ein Shirt bekam

Getränke im Ziel

Zielkanal auf der Straße vorm Vereinsheim

Tief im Osten, wo Mannheim am höchsten ist

Mannheim, 03. September 2016 - Im Naturschutzgebiet „Hirschacker und Dossenwald“ östlich der A6 befindet sich der mit 114 m üNN höchste Punkt Mannheims, In Schlagweite ist die Strecke des Mannheimer Straßenlaufs des TV Rheinau. Deren höchster Punkt liegt bei 109 m üNN, der niedrigste ist der Start-Ziel-Bereich mit einer Lage von 104 m üNN. Die Strecke kann also getrost als „flach“ eingestuft werden. Die ersten und letzten 3,5 km sind identisch, dazwischen liegt eine Schleife durch das Naturschutzgebiet Hirschacker. Unterwegs konnten die Läufer 3x trinken: bei km 3,5 und 7, also am „Eingang“ zur Schleife und bei km 5 nochmal. Etliche Sanitäter entlang der Strecke hatten ein Auge auf die Läufer, damit bei hochsommerlichen Temperaturen alle gesund wieder ins Ziel kamen. Entlang der A6 hatten die Sportler auf dem Hinweg mit Gegen- und entsprechend auf dem Heimweg mit Rückenwind zu kämpfen. Wohl dem, der einen breiten Rücken vor sich hatte. Das Geläuf bestand überwiegend aus Asphalt, im Hirschacker war der Untergrund auch schon mal „Waldschotter“. Alles in allem ist die Strecke als schnell zu bezeichnen.

An diesem Samstag zeigte das Thermometer auch zum Start um 17 Uhr noch deutlich über 20 Grad, was vielen Läufern etwas die angestrebten Zeiten verhagelte.

Der Mannheimer Straßenlauf ist der 2. Wertungslauf zum engelhorn Sports Cup 2016, was Jahr für Jahr auch einige Stammkunden in den Mannheimer Osten zieht. „Wir werden wieder so um die 400 Starter haben, also wie immer. Damit sind wir zufrieden, anderswo sind die 10er eher rückläufig“ so André Kossmann vor dem Lauf. Er hatte für jeden Zehnten eines seiner hochwertigen Laufshirts ausgelobt. Praktischerweise wurden die Zehnten nicht etwa an der Startnummernausgabe oder im Ziel gezählt, vielmehr hieß es „Jeder, dessen Endziffer der Startnummer eine 6 ist, kann sich nach seinem Zieleinlauf ein Shirt abholen“.

Letztlich erfassten Bernd Rollar und seine Frau Claudia 386 LäuferInnen im Ziel. Die beiden Kinderläufe über 400 und 800 m hat der veranstaltende TV Rheinau selbst ausgewertet. Leider finden sich bis Sonntagabend keine Ergebnislisten im Netz, so daß die Kinder in der Berichterstattung untergehen. Elena Matheis zeigte jedenfalls, daß der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Die 9jährige Tochter von Josefa und Ralf Matheis lief über 400 m als Gesamt-Zweite und schnellstes Mädchen in den Zielkanal. Bei der Tombola vor der Siegerehrung fungierte sie dann noch als Glücksfee.

Um 17 Uhr ging’s also los für die Erwachsenen. Von Anfang an setzte sich ein Trio an die Spitze des Feldes: Der Däne Kasper Laumann Hartlev, Issac Kibrom (LG Kurpfalz) und der Mainzer Student Christian Bock (Team Gasser). Nach 9 km liefen Kasper und Issac noch Seite an Seite, für den Zuschauer sah es so aus, als ob der Asylant, der im benachbarten Schwetzingen zuhause ist, lockerer wäre und den Endspurt sicher für sich entscheiden könnte. Aber am Ende war es der Däne, der die besseren Beine hatte und nach 32:50 min mit fünf Sekunden Vorsprung über Ziellinie. Da hatte Christian Bock längst abreißen lassen müssen, er brauchte letztlich 34:42 min.

Kasper Laumann Hartlev ist bis Weihnachten als Austauschstudent in Mannheim. Von Haus aus ist er Duathlet, wird aber jetzt seinen Fokus aufs Laufen legen. Gegebenenfalls wird er sein Marathondebut in Frankfurt geben. Seit Samstag kennt er nun den engelhorn Cup und wird versuchen, in Mutterstadt und Maxdorf auch noch anzutreten, um in die Cupwertung einzugreifen.

Schon als Gesamt-Zehnte konnte der Zielmoderator aus den TV-eigenen Reihen die schnellste Frau begrüßen. Isabel Leibfried, die von Holger Freudenberger trainiert wird, hatte den flachen 10er als Tempolauf am Ende eines fünfwöchigen intensiven Trainingsblocks auf dem Programm. Vor zwei Wochen ist sie aus Sankt Moritz zurück gekommen. Ihr Training zielt auf die Deutsche Marathonmeisterschaft in Frankfurt ab, wo sie auf der Königsstrecke debütieren wird. Zusammen mit Bettina Englisch und Veronika „Clio“ Hähnle-Pohl rechnet sie sich für die TSG Heilbronn gute Chancen für den Mannschaftstitel aus. 2:45 h möchte sie schon gerne laufen. Die 25jährige arbeitet inzwischen in Sindelfingen, am Wochenende ist sie aber nach wie vor zuhause in Heilbronn. Mit 37:14 min war sie angesichts des Wetters und der Belastungen der letzten Wochen durchaus zufrieden. Jetzt folgt eine Entlastungswoche, bevor sie nochmal Gas gibt, auf dem Weg nach Frankfurt steht noch der Halbmarathon in Karlsruhe in ihrem Wettkampfkalender.

„Auf jeden Fall unter 3 Stunden“ ist die Ansage von Lea Düppe (engelhorn sports Team MTG Mannheim) für ihr Marathondebüt in Frankfurt. Da sie in unmittelbarer Nähe des TV Rheinau wohnt, hatte sie sich dazu entschieden, ihren Tempodauerlauf auf die Wettkampfstrecke zu verlegen. Nach einigen 25 km-Läufen stand am darauffolgenden Tag ihr erster 30 km-Lauf im Trainingsplan. Den wollte sie an Necker oder Rhein, auf jeden Fall aber auf einer mehrfach zu laufenden Runde absolvieren. Dabei liegt ihr Hauptaugenmerk nicht nur auf Lauftraining sondern auch auf Trink- und Esstraining. Bei Strecken bis Halbmarathon trinkt sie unterwegs nichts und hat bei ihrem Versuch in Rheinau gemerkt, daß sie da Defizite hat. Exakt zwei Minuten nach Leibfried erreichte sie das Ziel.

Ihre erst 18jährige Vereinskollegin Franziska Schildhauer komplettierte das Podium nach 40:55 min.

Die schnellste W50erin, Josefa Matheis, lief lange Zeit zusammen mit der 18jährigen Alicia Kossmann – bis von hinten die gleichaltrige Natascha Weißschädel (Team Gasser) zu den beiden auflief. „Eben war sie noch am Limit und dann plötzlich auf und davon“ lachte die lauferfahrene Eisenbergerin.

Zweite in der W50 wurde Birgit Schillinger. Die Triathletin kommt aus dem nahen Schwetzingen. Nach einigen „Seuchenjahren“ lief es sowohl beim Laufen als auch im Triathlon in diesem Jahr wieder richtig gut. 47:17 min schlugen für sie zu Buche.

Um 19 Uhr war die Siegerehrung angesetzt – und um 19 Uhr fand sie auch statt. „40 min – das ging relativ fix, wir haben auch schon mal eine ganze Stunde gebraucht“ kommentierte André Kossmann den Abschluß der Veranstaltung. Die Wartezeit konnten sich die Sportler und ihre Begleitung mit Kuchen, Würstchen oder Kleinigkeiten vom die Vereinsgaststätte betreibenden Griechen verkürzen. Einzig die langen Schlangen am Getränkeverkauf waren etwas nervig.


Ergebnisse www.br-timing.de 


Kossmann Laufdesign