Kanzlei.org - laufend gut beraten

11. Panoramalauf Kriegsheim

[eingestellt am 18. September 2016]

By: Gabi Gründling

I love Kriegsheim – die Krähe ist das Wappentier der Gemeinde im Wonnegau

Der Schülerlauf eröffnet die Veranstaltung

Hannes Ebener wie gewohnt vorne

Seine Zwillingsschwester Paula wird Gesamt-Zweite, Julius Britzius hinter ihr wird noch eingesammelt und am Ende Fünfter

Drittschnellster Junge Lasse Werner, hinter ihm der spätere Zweite Elias Wellstein

Dritte Julia Nientiedt (246)

Mit Abstand jüngste Teilnehmerin: Dafne Stibenz

Auf der Strecke der Großen

Das Feld nähert sich

Sieger 10 km Tom Heuer vor Sieger 5 km Jonas Wachtendorf

Zweiter 5 km Matthias Werner, dahinter Dritter 10 km Hans-Willi Freiberger und Zweiter 10 km Torsten Weiler

Dritter 5 km Lothar Lee Longwitz

10 km: 3. M45 Klaus Wellstein und winterlich angezogen 1. MHK Marcus Weygand

Schnellster Schüler über 5 km Simon Trampusch

Siegerin 5 km Dorothee Bremsch

10 km 2. M50 Roland Walter

10 km: 3. M50 Michael Bier (71), 1. MJU23 Norman Korff

5 km 1. Männl. Jugend Kenneth Korff

10 km 1. M55 Lutz Hirselandt

10 km 2. M55 Peter Gründiing

Ahmed Bashir bei seinem ersten Volkslauf

5 km 1. Schülerin Ellen Trampusch, 2. Männl. Schüler Calito Reisinger

10 km 1. WJU20 Regina Felleisen, dahinter 2. WHK Lisa Korluß

10 km 1. W45 Iris Zumbach

5 km: 3. Männl. Schüler Sebastian Klein (28), sein Kumpel zieht ihn ohne Startnummer

10 km: 1. M40 Matthias Merkelbach

Die Walker unterwegs, vorneweg Sieger Andreas Godon

Roland Ehard wird Gesamt-Dritter hinter Siegerin Gudrun Bless

Sieger 10 km Tom Heuer

Zweiter Torsten Weiler

Dritter Hans-Willi Freiberger

1. M30 Tobias Kawerau

Siegerin Sonja Deiß

Zweite Olja Wellstein hier noch vor 1. M55 Lutz Hirselandt

2. M30 Denis Serasinghe

1. M60 Rüdiger Stüber beißt

3. M30 Martin Alt

2. M60 Egon Swarowsky

3. M55 Peter Raus

2. mJu18 Marcel Dura hier noch vor AK-1. Peter Schorling

Die Jungs meiden die Pfütze

2. M40 Michael Burghey

1. W30 Melanie Gründling

3. M60 Wolfgang Ries

1. W40 Yumika Seki

Sammelurin auf dem Kerwewagen zur Dopingproblematik

Panorama hinter Wolken

Kriegsheim, 18. September 2016 - Der kleine Ort Kriegsheim feiert heuer seinen 1.250ten Geburtstag, aber schon seit 1969 ist er nicht mehr eigenständig sondern Ortsteil von Monsheim. Das soll wieder anders werden, Kriegsheim soll „befreit“ werden. Von den entsprechenden Aktivitäten und der angesetzten Wahl am Kerwesonntag konnten sich die Läufer überzeugen, die anläßlich des 11. Panoramalaufs der LLG Wonnegau in das Örtchen kamen. Geparkt wird in Monsheim, über eine kurze Brücke über die Pfrimm erreicht man Kriegsheim. Diese Grenze ist mit einer Reihe aus Herzen, die das Kriegsheimer Wappentier, eine Krähe, enthalten, markiert. Und im ganzen Ort hängen Plakate, die dazu auffordern, zur Wahl zu gehen.

Ob es einen 12. und noch mehr Kriegsheimer Panoramaläufe geben wird, ist aber sicher keine Frage, die von der Unabhängigkeit Kriegsheims abhängt. Vielmehr rentiert sich ein Volkslauf, zu dem kaum mehr als 100 Läufer kommen, für einen Verein nicht wirklich. Und schon gar nicht, wenn man Kuchentheke & Co, wie bei der Sommerlaufserie der LLG Wonnegau üblich, der örtlichen Bevölkerung überläßt.

Obwohl Monsheim direkt der erste nichtpfälzische Ort hinter Bockenheim und so z.B. von Bad Dürkheim aus in 25 min zu erreichen ist, zog es noch nie sonderlich viele Läufer nach Kriegsheim. Der Termin dieses Jahr lag zeitgleich mit dem Mutterstadter Volkslauf, der im engelhorn sports cup ist und nur einen Tag nach dem nicht mal als Volkslauf angemeldeten Pfalztrail. Die Konkurrenz war da wohl übermächtig – und das Wetter zudem noch denkbar schlecht. Bis zum Startschuß um 10 Uhr hatte es schon rund 14 Stunden ohne Unterbrechung geregnet und es hörte auch erst auf, als die Läufer schon ca. 20 min unterwegs waren.

Dabei ist der Ort klein und gemütlich, die Strecke die wohl einfachste der dreiteiligen Sommerlaufserie der LLG. Eine 5 km-Runde hat 60 Höhenmeter, die aber nicht wirklich schwer sind. Bei schönem Wetter genießt man oben in den Weinbergen einen tollen Blick über die Rheinebene. Diesem Ausblick verdankt der Panoramalauf auch seinen Namen. Die Siegerehrung findet in einem Hof statt, der der Dorfkerwe dient und hier kann man neben der üppigen Kuchentheke auch allen möglichen warmen Köstlichkeiten bis hin zu Schweinebraten mit Klößen und Rotkraut frönen.

Aber vor die leiblichen Genüsse haben die Laufgötter erstmal die leibliche Ertüchtigung gesetzt. Um 9.45 Uhr fing der Lauftag mit einem 1000 m-Lauf für Kinder an. 46 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren stellten sich der nassen Herausforderung, sage und schreibe 35 von ihnen liefen für die Grundschule Monsheim. Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, daß nicht ein einziger Elternteil mit auf der Strecke war. Auch „Nesthäckchen“ Dafne Stibenz von der heimischen TG Kriegsheim lief mit viel Freude alleine durch ihren Heimatort. 6:24 min brauchte sie – Hannes Ebener (TSG Eisenberg) war mit 3:40 min fast drei Minuten schneller. Aber er ist auch fünf Jahre älter und zusammen mit seiner Zwillingsschwester Paula, die nur eine Sekunde langsamer und damit Gesamt-Zweite war, absolut wettkampferfahren. Auch der ein Jahr jüngere Bruder der beiden, Jakob, gehörte zu den schnellsten Kindern, wurde mit 3:49 min Gesamt-Sechster und fünftschnellster Junge. Zweiter wurde Elias Wellstein (3:42 min). Auch er kommt aus einer Läuferfamilie, seine Mutter und sein Vater verdienten sich beim 10 km-Lauf ihre guten rheinhessischen Tropfen. Drittschnellster Junge war Lasse Werner, er brauchte 3:43 min. Bei den Mädchen folgten Paula Ebener Allegra Burgey (4:08 min) und Julia Nientiedt (4:29 min) aufs Treppchen.

Um 10 Uhr wurden die 5- und 10 km-Läufer und Walker gemeinsam auf die Strecke geschickt. In der ersten Runde sorgt das für etwas mehr Leben auf der Strecke, hat aber durchaus auch seine Nachteile „Vor mir sind sie gerannt wie verrückt, also habe ich auch noch Gas gegeben, wollte mich nicht abhängen lassen – und dann biegen die alle nach fünf Kilometern in den Zielkanal ein“ so Melanie Gründling, die bei ihrem dritten 10er erstmals unter einer Stunde blieb und konkurrenzlos die W30 gewann. Die Altersklasse M35 war komplett unbesetzt.

Nur 10 Frauen und 33 Männer liefen die zwei Runden – vorneweg Tom Heuer (TuS 06 Heltersberg). Der 46jährige wollte einen letzten flotten Trainingslauf vor der Deutschen Firmenlaufmeisterschaft am Donnerstag in Berlin absolvieren. Er hatte im Juni den Firmenlauf in Kaiserslautern gewonnen und die B2RUN-Organisation lädt alle männlichen und weiblichen Sieger sowie die schnellsten Mannschaften zu einem Finale nach Berlin ein, wobei für die Einzelläufer Hotelzimmer und Flug auch für eine Begleitperson bezahlt werden. Von Tom Heuers Arbeitgeber Borg Warner ist auch eine Mannschaft mit an Bord, so daß der Berlinausflug zu einem kleinen Sportlerbetriebsausflug wird. 36:31 min waren für ihn ok, konkurrenzlos fällt es ja etwas schwerer, Druck zu machen. Torsten Weiler (LLG Wonnegau, 38:30 min) und Hans-Willi Freiberger (ebenfalls LLG Wonnegau, 39:38 min) folgten ihm als Zweiter und Dritter in den Zielkanal.

Schneller als die gesamte weibliche Konkurrenz war Sonja Deiß (LC Bad Dürkheim). Nach 46:02 min wurde sie als Gesamt-Zehnte vom Zeitnahmeteam von br-timing erfaßt. Eigentlich hatte sie vor, die zweite Hälfte schneller zu laufen als die erste, praktisch klappte das aber nicht, für beide Abschnitte brauchte sie etwa gleich lang. Auf den Weinstraßenlauf am Erlebnistag Deutsche Weinstraße hatte die Dackenheimerin verzichtet, weil sie zur Dt. Meisterschaft der Sommerbiathleten nach München fuhr statt ins benachbarte Kirchheim.

Olja Wellstein machte es ihrem Sohn Elias nach und wurde Zweite. Die 35jährige Eisenbergerin brauchte 47:47 min. Martina Gerster belegte mit 51:29 min Platz 3.

32 LäuferInnen stellten sich der 5 km-Runde, dazu kamen nochmal 13 WalkerInnen. Jonas Wachtendorf im Trikot von Stimmel Sports brauchte 18:59 min , dann stand er als Sieger des 5 km-Laufs fest. Der 21jährige war anfangs direkt hinter Tom Heuer unterwegs. Matthias Werner wurde mit 19:26 min Zweiter, Lothar Lee Longwitz mit 20:42 min Dritter. Schnellste Frau war Dorothea Bemsch von der gastgebenden LLG. Sie brauchte 22:24 min. Stefanie Roth (26:15 min) und Ellen Trampusch (LG TuS Framersheim, 27:05 min) wurden Zweite und Dritte. Die 14jährige Trampusch war auch eines von mehreren Familienmitgliedern im Kiregsheim. Sowohl ihr Vater Ingo als auch ihr ein Jahr jüngerer Bruder Simon waren auf der 5 km-Strecke unterwegs. Der 13jährige gewann als schnellster Schüler auch die Familienwertung. Er brauchte 21:37 min.

Andreas Godon (35:04 min) und Gudrun Bless (35:18 min) starten beide für den LT Rheinessen-Pfalz und waren die schnellsten Walker. Bless war nicht nur schnellste Frau sondern auch hinter Godon Gesamt-Zweite.

Wer an allen drei Sommerläufen teilnimmt, landet am Ende in einer Lostrommel. In diesem Jahr wurden drei Fitnesstracker von Polar und ein Einkaufsgutschein von Runners Point verlost. 17 Namen fanden sich im Lostopf, alle Preise landeten in Männerhand. Glücksmarie und Pechmarie zugleich: Stephan Scheuermann von der TSG Grünstadt. Im dritten Jahr in Folge wurde sein Name aus dem Topf gezogen – und zum dritten Mal in Folge war er nicht mehr anwesend und so ging sein Gewinn an den nächsten weiter.

Ergebnisse: www.br-timing.de

 

 


Kossmann Laufdesign