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21. Mutterstadter Volkslauf

[eingestellt am 18. September 2016]

 

Fotos: Saskia Helfenfinger-Jeck

Start zum Schülerlauf über 1000 Meter mit 31 Teilnehmern.

Vom ersten Meter an ging beim Nachwuchs die Post ab.

Der Nachwuchs war so schnell, dass die Kamerafrau gar nicht hinterherkam.

Typisches Startbild: Die Finger an der Stoppuhr.

Es regnete und regnete.

Wen er kam, kam die Spitze: Der Führungsradfahrer

Isaac Kibrom macht die Pace, doch es gewinnt ein anderer: der Däne Kasper Laumann Hartlev

Manuel Peters vom engelhorn sports team gewinnt die M30.

Vom Regen gezeichnet: Thomas Nieser (186) und Luca Bongiovanni.

Verfolger

Lars Kegler, der schnelle Feuerwehrmann, wird Vierter der M30.

Ein harter Zweikampf

Lukas Dissinger, ein ehemaliger Handballer, und riesen Nachwuchstalent

Robert Brocki (TSG Maxdorf) in Regenkleidung

Die Hälfte der Strecke ist gepackt.

Wasser von außen und von innen.

Duell

Läuferpulk

Drei stolze Schüler: Sophia Schwind (LTC Mutterstadt), Fünfte der WKU10, Mischa Helfenfinger (ESV Ludwigshafen, Sieger der MKU10, und sein Bruder Nikolaj, Sechster der MKU12.

Gezeichnet von der harten Strecke

Pfützen im Ziel

Schwimmflügel nicht vergessen!

Im Ziel

Das Wasser steht ihm im Gesicht: Michael Möbius

Eine nasse Angelegenheit

Mutterstadt, 18. September 2016 - Man konnte in den letzten Tagen noch so häufig die diversen Wetter-Apps anschauen. Das Wetter für Sonntag sollte einfach bescheiden werden. Regenwahrscheinlichkeit: annähernd hundert Prozent. Und so wird der 21. Mutterstadter Volkslauf als einer der nassesten in die Annalen des LTC Mutterstadt eingehen. Es schüttete, es wollte einfach nicht aufhören. Ganz im Gegenteil. Als der Startschuss für den Zehn-Kilometer-Lauf fiel, gab Petrus nochmals zusätzlich Vollgas. Und der wolkenverhangene Himmel versprach keine Besserung. Zum Glück bot die Walderholungsstätte so viel Platz für die Läufer und Angehörigen, um zumindest vor und nach dem Lauf im Trockenen zu sein. Selten war es so ruhig im Mutterstadter Wald, denn anstatt laut zu klatschen, hielten sich die klammen Finger an den Regenschirmen fest. Den Dänen Kasper Laumann Hartlev (Blovstrod Loverne) und Cross-EM Teilnehmerin Fabienne Amrhein (engelhorn sports team/MTG Mannheim) störte der strömende Regen am Sonntag indes nicht. Beide liefen auf dem mit Pfützen übersäten Waldboden der Konkurrenz im Hauptlauf über zehn Kilometer auf und davon. „Schlimmer als jeder Crosslauf“, flachste Peter de Jong vom TV Rheinau. „Meine Waschmaschine freut sich“, meinte ein anderer Teilnehmer beim Blick auf sein weißes Laufshirt, das mit braunen Sprenkeln überzogen war, augenzwinkernd.

Die Teilnehmerzahl hat sich nach mehr als 20 Jahren in Mutterstadt bei rund 500 eingependelt. Mal sind es ein paar mehr, mal einige weniger. Doch die Zahlen sind stabil. Der LTC konnte sich in der Vergangenheit auch schon mal über rund 1000 Teilnehmer freuen. Doch das war die Zeit, als es noch die Volkslauf-Mannschaftsmeisterschaften gab.

Wer nach Mutterstadt kommt, weiß, dass er vermutlich keine Bestzeit laufen wird. „Unser Strecke ist nicht bestenlistenfähig. Wir sind ein Waldlauf“, unterstreicht Organisator Michael Blum den Charakter der Veranstaltung. Beim Mutterstadter Volkslauf wird jeder im Ziel gleich herzlich begrüßt: Ob Erstplatzierter oder derjenige, der die „rote Laterne“ trägt.

Trotz der widrigen Bedingungen kamen über 500 Läufer in den Mutterstadter Wald, um wahlweise 1000 Meter (Schüler), fünf oder zehn Kilometer in Angriff zu nehmen. „Es hat schon mal mehr geregnet. Nach den heißen Tagen hatte Petrus ein Einsehen mit den Läufern“, bewies Organisator Michael Blum Galgenhumor. „Funny“, lautete Kaspar Laumann Hartlevs` Urteil zur Strecke. „Die Pace war richtig gut. Ich hatte ja zwei super Jungs dabei“, sagte der 25-Jährige und meinte damit Christophe Krech (engelhorn sports team/TV Schriesheim) und Issac Kibrom (LG Kurpfalz). Bis Kilometer sechs machte das Trio gemeinsame Sache, ehe sich der Däne absetzte und nach 32:37 Minuten die Ziellinie überquerte. Kasper Laumann Hartlev ist von Hause aus ein erfolgreicher Du- und Triathlet, den es studienbedingt nach Mannheim verschlagen hat. An der dortigen Business School macht er noch bis Weihnachten seinen Master und mischt bis dahin die heimische Laufszene auf. Ende Oktober feiert er in Frankfurt sein Debüt über die Marathondistanz. Erst kürzlich gewann er den Rheinauer Straßenlauf vor dem Eritreer Isaac Kibrom, der für die LG Kurpfalz startet. In Mutterstadt wurde Isaac Kibrom Dritter. Christophe Krech (engelhorn sports team/TV Schriesheim) erkämpfte sich in 32:49 Minuten Platz 2.

„Heute habe ich nicht auf die Zeit geschaut“, meinte Frauensiegerin Fabienne Amrhein. Die Deutsche Hochschulmeisterin war als haushohe Favoritin ins Rennen gegangen und bot eine One-Woman-Show. „Ich bin aber nie alleine gelaufen, hatte eine richtig nette Männergruppe“, freute sich Fabienne Amrhein über die Begleitung. Nach der Hitzezeit sei der Regen eine richtig gute Abwechslung gewesen, sagte die Biochemie-Studentin an der Uni Heidelberg. Die Läufe in Maxdorf und Feudenheim stehen in den nächsten Wochen auf ihrer Agenda. Über drei Minuten lagen am Ende zwischen ihr und ihrer zweitplatzierten Teamkollegin Julia Bongiovanni (engelhorn sports team/TV Schriesheim), die nach 39:22 Minuten finishte. Die junge Alicia Koßmann (SG Leutershausen) wurde in 41:33 Minuten Dritte.

Auf der halb so langen Distanz siegten zwei Vertreter von Stimmel-Sports aus Worms: Artur Bury (19:38 min) und Grazyna Bury (21:15 min). Schnellster Schüler über 1000 Meter war Jona Bodirsky (TSV 05 Rot) in 3:22 Minuten. Bei den Mädchen siegte Dessy Fischer (TSG Mutterstadt/4:08 Minuten). 

Weil Mutterstadt von jeher Teil des Engelhorn Sports Mizuno Laufcups ist, machen auch die Top-Läufer der Region regelmäßig Station beim LTC. Sehr zur Freude des Ehepaares Blum, das seit 18 Jahren die Fäden in der Hand hält und ein routiniertes Team an der Seite hat.

Ergebnisse: www.laufinfo.eu


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