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22. Volkslauf Wiernsheim-Serres

[eingestellt am 03. Oktober 2016]

By: Jochen Höschele

Vor dem Start des Hauptlaufes über 10km; Jens Santruschek (746) trägt bereits vorausschauend das „Gelbe Trikot“ des Gesamtführenden und wird dieser Rolle auch vollauf gerecht

Kurz vor Kilometer zwei wird die Straße zwischen Wiernsheim und Wurmberg überquert

Tobias Neubert (TSV Wiernsheim) läuft durch den heimischen Wald

Stephan Gunsheimer (958; LAG Pforzheim) vor W30-Siegerin Kathrin Hottinger (700; LC 80 Goldstadtlaufteam)

Marcella Schossig (TG Stein) gewinnt die W50 in 50:20 min

Jonas Hartmann (697) und Gunnar Gürth (972) laufen knapp über 51 Minuten

Jens Huditz ist einer von vielen Läufern der Porsche AG

Thomas Rohland (743) und Moris Reinhardt (742) werden noch von Christian Vollmer (880) überspurtet

Julia und Achim Jourdan vom TV Kieselbronn kurz vor dem Ziel, das Julia als 4. der Hauptklasse nach 52:58 min erreicht

Volker Braun aus Wiernsheim knapp vor Conny Straub vom Team Evaldo Mühlacker, das bleibt auch bis ins Ziel so

Jürgen Wiedner aus Maulbronn (922) und Albert Baedorf vom SV Illingen, der gleich das neue Langarmshirt „einläuft“

Frank Breidenstein von der Porsche AG knapp vor der 4. W45, Tuan Khaengraeng (710; LC 80 Goldstadtlaufteam) und 6. W45, Silke Moch (Plaza Fitness Leonberg)

Gabriele Friedrich vom TSV Nussdorf war etwas zu schnell für eine echte „Schnapsnummer“: Sie läuft in 55:50 min auf Platz 5 in der W55

3. W50 wird Gaby Daume aus Wiernsheim in 56:58 min

Gabi (686) und Lisa Frick laufen gemeinsam eine gute Stunde lang, dann ist Mutter Gabi 3. der W40 und Tochter Lisa 4. der WJU18

Ein roter Farbklecks im Herbstwald: Dietmar Lenz aus Tiefenbronn

Die beiden Wiernsheimerinnen Jasmin Walz (773) und Alice Zahorneanu (777) laufen nach 1:06 h als jeweils Vierte in ihren Altersklassen ein

Walter Wiedenmann vom LT Altburg wird in 1:09 h Siebter der M65

Herbert Schiller (751) und Tomas Ewald von der Porsche AG befanden sich laut eigener Aussage bereits auf ihrer zweiten Runde ;-)

Hannelore Wiedenmann (LT Altburg) wird in der stark vertretenen W55 Siebte

Abschiedsvorstellung von Ria und Rudi

Tages- und Seriensieg für Keppler und Santruschek

Wiernsheim, den 3. Oktober 2016 – Fast schon seit der ersten Stunde sind Rudi Burrer und seine Frau Ria maßgeblich für die Organisation des Volkslaufes der SFG Serres verantwortlich. Dieser findet alljährlich am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, in Wiernsheim statt. Dort gibt es nicht nur eine sehr schöne, anspruchsvolle Laufstrecke durch den Wald, auch die Infrastruktur rund um die Lindenhalle ist perfekt.

Auch in diesem Jahr waren die zugeparkten Anliegerstraßen rund um die Halle Beweis dafür, dass die Beliebtheit dieser feiertäglichen Freizeitbeschäftigung großen Zuspruch findet.

„Nach über 20 Jahren an der Spitze der Organisation ist es Zeit, den Stab weiterzugeben“, verkündet Rudi Burrer dann auch vor dem Lauf ohne Wehmut. Ein bisschen stolz kann er ruhig auch sein auf das, was die „Sport- und Freizeitgemeinschaft Serres e.V.“, die erst 1993 gegründet wurde, mit dem Volkslauf auf die (Läufer)Beine stellt.

Die 532 Finisher, die 2016 gezählt wurden, stellen Burrer und seinen vielen Helfern ein hervorragendes Zeugnis aus. Als finaler Wertungslauf der sieben Wettkämpfe umfassenden Serie zum Volkslauf-Cup der Sparkasse Pforzheim-Calw findet in Wiernsheim folgerichtig auch die Ehrung der Cupgewinner statt. Bevor diese feststehen, wird auf den hügeligen zehn Kilometern im Wald um Sekunden und Platzierungen gerungen.

Dabei lautet das Motto „Vier von sieben“, also mindestens vier Läufe müssen bestritten werden, um in die Wertung des Cups zu kommen.

Aus diesem Grund war es auch für Jens Santruschek (Kinostar Bretten) notwendig, in Wiernsheim anzutreten. Er lag vor dem Lauf in der Cupwertung weit vorne, hatte jedoch erst drei Ergebnisse zu Buche stehen und musste also in Wiernsheim ins Ziel laufen. Was er auch mit der gebotenen Souveränität und in der sehr guten Zeit von 35:27 min tat, damit hatte er sich sowohl den Tages- als auch den Cupsieg gesichert.

Ähnlich überlegen ging die Oberkollbacherin Carmen Keppler zu Werke. Ihr Cupsieg stand zwar bereits vor dem „Einheitslauf“ fest, da sie schon an fünf Veranstaltungen teilgenommen hatte, doch hätte sie es „blöd gefunden, wenn ich als Siegerin des Cups genau dann fehle, wenn die Siegerehrung stattfindet. Das ist dem Veranstalter und den anderen Sportlerinnen und Sportlern gegenüber einfach nicht fair.“ Sie kam, sah und siegte überlegen in 42:44 min, und während ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Suska Fleury (Team Evaldo Mühlacker; 43:58 min) 74 Sekunden betrug, hatte Jens Santruschek gar 83 Sekunden zwischen sich und seinen ärgsten Verfolger, Christian Dihlmann (Bäckerei Dihlmann; 36:50 min) gelegt. Auf den dritten Platz kamen Lisanne Barbu aus Mühlacker (44:24 min) und Sebastian Groteloh (TSV Hirschau; 36:53 min).

In der Cup-Wertung spielten bei den Frauen die Tageszweite und –dritte jedoch keine Rolle. Es war Kepplers Vereinskollegin Regina Vielmeier, die nach 45:17 min auf Platz fünf einlief und sich dadurch vor Sonja Kümmerle (TG Stein; 45:31 min) den zweiten Platz in der Serienwertung erlief.

Bei den Männern verteidigte Daniel Wilser (TV Kieselbronn) seinen zweiten Rang in der Cupwertung, er wurde in Wiernsheim zwar „nur“ Fünfter (37:29 min), doch der Tageszweite, Christian Dihlmann, konnte ihn nicht mehr gefähren und belegte in der Serienwertung letztlich Platz drei. Stefan Buder (Taekwondo SO SAN Schellbronn; 37:04 min) wurde in der Tages- und der Serienwertung jeweils Vierter.

Den insgesamt 190 Finishern des Hauptlaufes über 10km standen deren 87 auf der 5,5km-Strecke gegenüber. Hier lag Sven Kratochwil (Dt Vermögensberatung Manuel Eder) in 19:15 min vor Felix Deißer (Team Sport Evolution; 19:36 min) und Duncan Frey (TRT Remchingen; 19:59 min). Bei den Frauen lief Milena Stippinger (TRT Remchingen) in 24:47 min hauchdünn vor ihrer Vereinskollegin Julie Bruggner über die Ziellinie (24:50 min), als Dritte wurde Melina Weiß (FAG Vaihingen; 27:44 min) registriert.

Erfreulich hoch war auch der Zuspruch auf den kürzeren Strecken, so gingen über 1,4km 68 Schülerinnen an den Start, von denen Arwen Frey (TRT Remchingen; 4:56 min) am schnellsten war. Bei den Schülern setzte sich Razul Nazari (Gemeinschaftsschule Heckengäu) gegen 77 Konkurrenten in 4:27 min durch.

Noch vor dem Hauptlauf durften sich 81 Bambini auf der 400m langen Strecke „austoben“, was ihnen sichtlich Spaß bereitete. Ebenso konnten Walker die 5,5km lange Strecke gemeinsam mit den Läufern über dieselbe Distanz in Angriff nehmen, und auch diese Option nahmen 28 Sportlerinnen und Sportler wahr.

Die Pläne der Sieger, Carmen Keppler und Jens Santruschek, sehen für den Rest der Saison gar nicht so unterschiedlich aus. Während Carmen Keppler ihre Marathonbestzeit von 3:05 h (gelaufen 2015 in Frankfurt) am Main Ende Oktober erneut verbessern möchte und nach Möglichkeit unter drei Stunden bleiben will („Schon letztes Jahr war ich auf Kurs unter drei Stunden, aber eine Toilettenpause hat mich dann wertvolle Zeit gekostet“), überlegt Santruschek noch, ob er im Bottwartal den halben oder den Dreiviertelmarathon angehen will. Nachdem seine langwierige Entzündung im Rücken überstanden scheint, plant der hochaufgeschossene Athlet noch keinen Marathon fest ein, obwohl er in seiner Geburtsstadt Magdeburg am 23. Oktober als zweifacher Titelverteidiger natürlich hochwillkommen wäre. „Ich warte mal ab, wie mein Rücken die Belastung der kommenden Wochen und das wieder umfangreichere Training verdaut, und dann entscheide ich“, so der Wahl-Brettener.

Eine gute Entscheidung war es jedenfalls für all jene, die sich am Feiertag zu sportlicher Betätigung aufrafften. Und Belohnungen gab es gleich in mehrfacher Hinsicht: Ein Langarm-Shirt für alle Teilnehmer des Hauptlaufes und für den einen oder anderen noch einen Sachpreis bei der Verlosung, die vor der Siegerehrung stattfand. Ganz zu schweigen von den Äpfeln, die im Ziel gereicht wurden und von den leckeren Kuchen und Torten, die nach „getaner Feiertagsarbeit“ wie geschaffen dafür waren, die leeren Speicher wieder aufzufüllen.

Auch nächstes Jahr läuft es wieder am 3. Oktober in Wiernsheim, dann allerdings mit neuem Orga-Chef, aber voraussichtlich mit derselben hohen Qualität und Professionalität.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.sfg-serres.de und www.abavent.de


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