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10. Swiss City Marathon Luzern

[eingestellt am 30. Oktober 2016]

By: Saskia Helfenfinger-Jeck

Auf dem Weg vom Verkehrshaus zum Start

Konzentriert: Klaus Fischer vom ESV Ludwigshafen

Teamkollege Dominique Helfenfinger, Schweizer, ebenfalls vom ESV Ludwigshafen

Blick auf den Vierwaldstättersee

Ein Service: Kostenloser Schiff-Schuttle für Läufer und Zuschauer

Das KKL Luzern mit einer traumhaften Akustik

Auf dem Hinweg

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Höflich sind sie, die Schweizer

Läufer am Bahnhof Luzern

Blick aufs KKL. Hier müssen die Läufer durch.

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Kostümierte Läufer sind in Luzern keine Seltenheit.

Blick aus dem KKL hinaus

Hier müssen oder dürfen die Läufer alle durch.

Der erste kommt.

Wo ist er denn?

Läufer-Silhouette

Ein kleiner Zuschauer

Raus aus dem KKL in Richtung Ziel

Die Marathonsiegerin Susanne Rüegger

Kurz vorm Ziel im Verkehrshaus

Menschenmassen im Zielbereich – und nicht nur dort

Auge in Auge mit dem Flieger

Geburtstags-Sause in Luzern

Luzern, 30. Oktober 2016 - Die Sieger beim Swiss City Marathon Lucerne am Sonntag über die klassischen 42,195 Kilometer kommen aus der Schweiz: Stefan Trummer aus Spiez und Susanne Rüegger gewannen souverän und durften sich zudem jeweils über den nationalen Titel freuen. Der US-Amerikaner Christopher Zablocki schrammte im Halbmarathon auf der selektiven Strecke nur vier Sekunden an seiner persönlichen Bestleistung vorbei, gewann mit fünf Minuten Vorsprung in starken 1:05:42,2 Stunden. Sabine Hauswirth aus Belp blieb über 21,1 Kilometer als einzige Läuferin unter 1:20 Stunden.

Zehn Jahre hat er bereits auf dem Buckel, der Swiss City Marathon Lucerne. Rund 5000 Läufer standen bei der Premiere 2007 an der Startlinie, inzwischen hat sich die Zahl der Teilnehmer mehr als verdoppelt. Der Lauf ist in all den Jahren internationaler, professioneller, größer geworden – eines aber hat sich nicht verändert: die familiäre, herzliche Atmosphäre. Das größte Pfund ist natürlich die einmalige Kulisse: der Vierwaldstätter See, der Hausberg Pilatus, der Bürgenstock, die Rigi und die malerische Altstadt mit der berühmten Kapellbrücke. In diesem Jahr allerdings versteckten sich die Alpen hinter dicken, dicken Wolken.

Getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ hat sich der Swiss City Marathon Lucerne Jahr für Jahr weiterentwickelt. Nach der Premiere 2007 war der Zieleinlauf im Folgejahr erstmals vor dem Verkehrshaus, dem meistbesuchten Museum der Schweiz. 2009 ging es dann rein in die Zielarena im Verkehrshaus. Für jede Auflage hat sich das Organisationsteam um Präsident Hansruedi Schorno und Geschäftsführer Reto Schorno etwas anderes einfallen lassen. 2010 gab ein griechischer Botschafter 2500 Jahre nach dem sagenumwobenen Lauf von Marathon ins ca. 40 km entfernte Athen den Startschuss in Luzern. Durchs Zentralbahn-Tunnel führte der Lauf 2011. Wer erinnert sich noch an die unglaubliche Kälte und das Schneegestöber 2012? Immerhin gab es ein paar Meter die Möglichkeit, ein bisschen Wärme zu tanken, denn erstmals ging es wenige Kilometer vor dem Ziel durch das KKL Luzern. 2013 wurde der Lauf noch attraktiver, führte von da an doch ein Teil der Strecke durch die traumhafte Altstadt Luzerns. 2015 folgte mit der Integration der Schweizer Meisterschaften im Marathon eine erneute Aufwertung.

In diesem Jahr passierten die Läufer erstmals die Swisspoarena, das Heimatstadion des FC Luzern, der in der Raiffeisen Super League (vergleichbar mit der 1. Fußballbundesliga in Deutschland) spielt. Mit Coop hat der Swiss City Marathon Lucerne im Jubiläumsjahr einen neuen Presenting Partner. Außerdem stand erstmals ein Duo Marathon, bei dem sich zwei Läufer einen Marathon teilen, auf dem Programm. Viel Neues also zum Geburtstag.

Die Jubiläumsveranstaltung war ein Lauf der Rekorde, denn erstmals finishten mehr als 10.000 Läufer den Swiss City Marathon. Im Marathon überquerten 1431 Läufer die Ziellinie im Verkehrshaus - rund 80 mehr als im Vorjahr. Auch im Halbmarathon war mit 6312 Finishern eine Steigerung zu verzeichnen. Damit ist der SwissCityMarathon der größte Halbmarathon der Schweiz. Den Duo Marathon, der in diesem Jahr seine Premiere feierte, absolvierten rund 170 Teams.

Auch in Sachen Zuschauer war eine erneute Steigerung zu verzeichnen, was nicht nur die Offiziellen, sondern auch zahlreiche Läufer bestätigten. Rund 60000 Fans sorgten entlang der Strecke, im illuminierten KKL, in der historischen Altstadt oder in Horw für Gänsehautatmosphäre. Auch wenn natürlich die Zahl der Schweizer Teilnehmer deutlich überwiegt, ist das Konzept des Swiss City Marathon international ausgerichtet. Luzern, zweifellos die schönste Stadt der Innerschweiz, zieht Jahr für Jahr das internationale Läufervolk an. So hörte man am Sonntag beileibe nicht nur die vier Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Räto-Romanisch. Die Starter reisen aus allen Teilen der Welt alljährlich an den malerischen Vierwaldstättersee: von A wie Australien bis U wie USA.

Der zehnte Geburtstag des Swiss City Marathon Lucerne wurde bei besten Bedingungen zu einer riesengroßen Läuferparty. Dementsprechend strahlten die Organisatoren und zogen eine durchweg positive Bilanz – auch wenn ein Zwischenfall am Morgen für zwischenzeitliche Aufregung sorgte. Beim Bahnübergang Dietschiberg blieb ein Postauto auf einem Bahnübergang stecken. Die Folge: die Zugstrecke wurde für rund eineinhalb Stunden unterbrochen, was sich natürlich auch auf die Anreise der Läufer auswirkte. „Für uns entstand dadurch eine unangenehme Situation“, sagte Geschäftsführer Reto Schorno vom SwissCityMarathon. „Die fünf Shuttle-Schiffe haben die Situation aber mit Bravour gemeistert und alle Läuferinnen und Läufer kamen rechtzeitig zum Start.“

Als Highlight seiner Karriere bezeichnete Stefan Trummer vom TV Spiez seinen Gesamtsieg über 42,195 Kilometer. Trummer war kürzlich in Berlin schon deutlich schneller unterwegs, allerdings ist der Marathon in der bundesdeutschen Hauptstadt topfeben, was man von Luzern nicht behaupten kann. „Ich laufe Marathon, weil mir diese Distanz am einfachsten geht, obwohl es anstrengend ist“, gab er zu Protokoll. Als Trummer nach 2:30:23,6 Stunden die Ziellinie überquerte, musste er über drei Minuten warten, ehe der Zuger Michael Eggenberger nach 2:33:52,5 Stunden im Verkehrshaus ankam. Daniel Besse aus Zürich komplettierte das Podium.

Erstaunlich frisch wirkte Frauensiegerin Susanne Rüegger aus Zug im Ziel, das sie nach 2:40:23,9 Stunden erreichte. Damit war sie sieben Minuten schneller als im Vorjahr unterwegs. Die 32-Jährige sprudelte nach dem Erfolg wie ein Wasserfall. Mit der Goldmedaille komplettierte die 32-Jährige ihren diesjährigen Medaillensatz bei Schweizer Meisterschaften und unterstrich ihre Vielseitigkeit. Über 5000 Meter gewann sie heuer bereits Bronze, Silber gab es für die Zugerin über die Halbmarathondistanz. Rüegger fühlte sich vom ersten Meter an pudelwohl und meinte: „Es war ein Gänsehaut-Feeling. Alle haben mich angefeuert, auch Halbmarathonläufer. So zu laufen, ist ein schönes Gefühl. Noch deutlicher als bei den Männern fiel ihr Vorsprung auf die Zweit- und Drittplatzierte aus. Neun Minuten trennten die Siegerin von Petra Eggenschwiler (TV Welchschrohr/2:49:42,2 Stunden). Claudia Bernasconi (La Tour-de-Peilz) erkämpfte sich Rang drei.

Über einen neuen Streckenrekord im Halbmarathon freuten sich das Organisationsteam und der US-Amerikaner Christopher Zablocki gleichermaßen. Zablocki, der eine Marathonbestzeit von 2:15 Stunden hat, unterbot den alten Streckenrekord des Zürchers Michael Ott aus dem Jahr 2015 um hauchdünne 1,4 Sekunden. Der 28-Jährige Zablocki lief ein einsames Rennen und verwies den Eidgenossen Christopher Gmür (LC Rapperswil-Jona/1:10:52,1 Stunden) auf den zweiten Platz. Howell Craske (Zürich) wurde Dritter. Auf die Frage, was ihm denn am meisten gefallen habe, antwortete Zablocki wie aus der Pistole geschossen: „The Guggemusic.“ Sabine Hauswirth ist an sich im Orientierungslauf zuhause, doch am Sonntag wies die Bernerin die Spezialistinnen in ihren Schranken. In 1:19:21:6 Stunden gewann sie die Halbmarathondistanz vor den beiden Deutschen Katrin Reischmann und Simone Raatz, die mit ihrem dritten Platz haderte und bei der Siegerehrung bekannte: „Ich wollte hier eigentlich gewinnen.“ Im 5 Mile Run siegten bei den Männern Stephane Heiniger aus Cuarny in 28.03,2 Minuten und bei den Frauen Nicole Egger aus Langenthal in 32.03,5 Minuten.

Man darf gespannt sein, was sich die Luzerner Organisatoren für die elfte Auflage des Swiss City Marathon Lucerne einfallen lassen. Eines ist auf alle Fälle sicher. Für Hansruedi Schorno war es der letzte Swiss City Marathon als OK-Präsident. Im Frühjahr 2017 wird ein neuer OK-Präsident gewählt. Ihm ist ein ähnlich glückliches Händchen zu wünschen wie Schorno.

Ergebnisse: www.swisscitymarathon.ch

 

 

 


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