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35. mainova Frankfurt Marathon

[eingestellt am 31. Oktober 2016]

By: Sandra Stark

Der strahlende Sieger des Frankfurt Marathon 2016, Mark Korir

Siegertrio der Damen: Mamitu Daska, Fate Tola und Sarah Jebet

Überglücklich im Ziel mit neuer persönlichen Bestmarke- Mona Stockhecke mit Renndirektor Jo Schindler

Siegerehrung des kenianischen Dreifacherfolgs: Mark KorirMartyn Kosgei und Cybrian Kotut

Hat sichtlich Spaß- Gerd Bruns aus Offenbach

Jêrome Garcia aus Frankreich

Der Kreativität der Läuferoutfits sind keine Grenzen gesetzt

Darf nicht fehlen- jedes Jahr am Start die Seba Med Sportdusche in Lebensgröße

Kurz vor der Zielgeraden- Dr. Michael Klinke und Michael Frenzel

Geballte Kompetenz bei der Live Übertragung des Hessischen Rundfunks: Jan Frodeno und Dieter Baumann mit Moderator Ralf Scholt

Für ihn eher ein Spaziergang heute: Ultramarathonurgestein und EXtremläufer Achim Heukemes auf der Zielgeraden

21 Gleich ist es geschafft: Staffelfinale des Polar Team 4

Topmodel Barbara Meier für die Staffel des Teams Polar

Läufer nach Zieleinlauf und Passieren der Zielverpflegung- Kuchen, Smoothies und Obst erwecken die Lebensgeister wieder neu

Ein Fest rund um Frankfurts Festhalle

 

Frankfurt, 30. Oktober 2016 - Großartiger hätten die Läuferbedingungen wohl an diesem letzten Sonntag im Oktober kaum sein können, als um 10.00 Uhr der Startschuss zum 35. Mainova Frankfurt Marathon fiel. 15.580 Marathonis, darunter 2000 Erststarter, machten sich bei strahlendem Sonnenschein und optimalen 10 Grad auf den 42,2km langen Weg rund um und durch Frankfurt.

Viele internationale Läufer waren nach Frankfurt gekommen und schon bei der Kleiderbeutelabgabe herrschte Sprachenvielfalt aus aller Welt. Voll Stolz trugen sie die Trikots der Marathonläufe ihrer Heimatstädte oder Vereine die zeigten, dass auch in den entlegensten Winkeln dieser Welt ambitionierter Laufsport betrieben wird.

Das goldene Oktoberwetter lockte in diesem Jahr auch besonders viele Zuschauer an die Strecke und sorgte dafür, dass der ein oder andere spontan seinen Vorgarten mit Soundsystem und Lautsprechern bestückte. Zudem sorgten zahlreiche lokale Musikgruppen und Bands für beste musikalische Untermalung. Ob das Blasorchester aus Höchst oder der Alleinunterhalter mit Gitarre und Mundharmonika - alle trugen zur guten Laune und besten Stimmung an der Strecke bei.

Zu den diesjährigen Favoriten zählten bei den Männern die beiden Kenianer Mark Korir und Cyprian Kotut, die bereits zuvor mit international beachtlichen Ergebnissen aufgetreten waren. Mit Mamitu Daska aus Äthiopien trat bei den Favoriten der Damen ein bereits bekanntes Gesicht in Frankfurt an. Das Ziel der Siegerin von 2011: neue persönliche Bestleistung und natürlich der erneute Sieg.

Mit Fate Tola trat eine ehemalige Landsfrau von Mamitu Daska erstmalig in Frankfurt an. Dabei auch erstmalig als deutsche Staatsbürgerin mit berechtigten Hoffnungen auf den deutschen Meistertitel, der auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des Frankfurt Marathon ermittelt wurde. Ihr Marathon Debut gab die Triathletin und Olympia Teilnehmerin Anne Haug. Ebenfalls dabei: Mona Stockhecke, die den Frankfurter Asphalt an diesem Sonntag bereits zum dritten Mal betrat.

Wie immer wurde das Rennen live im hessischen Fernsehen übertragen. Moderator Ralf Scholt wurde dabei von niemand geringerem als Lauflegende Dieter Baumann und dem frisch gebackenen Triathlon Weltmeister Jan Frodeno unterstützt. Auf der Strecke verfolgte Lauf-As Jan Fitschen die Spitze des Läuferfeldes und hatte mit Moderation und Mikrofon auf seinem Fahrrad gar etwas Mühe dem hohen Tempo des afrikanischen Spitzenfeldes zu folgen.

Man könnte es Kuriositäten am Rande nennen, dass es tatsächlich bei den kenianischen Spitzenläufern einen Pacemaker ohne Uhr gab. Mit der Nummer 97 sorgte Vincent Rono sogar kurzzeitig für eine vermeintliche Sensation. Als der Abstand zwischen ihm und den Spitzenläufern immer größer wurde, formulierte so manch ein Reporter schon vor seinem inneren Auge die vermeintliche Schlagzeile des Pacemakers ohne Uhr, der die Spitzenelite deklassiert. Die Verwunderung wich jedoch nach 1:30:00, als Rono wie vorher abgesprochen, das Rennen verließ und die gewünschte Ordnung somit wiederhergestellt wurde.

Die kenianischen Favoriten um Mark Korir liefen von nun an ungestört in einer Dreiergruppe Richtung Ziel und ließen keinen Zweifel an einem kenianischen Dreifacherfolg aufkommen. Marc Korir (2:06:48 h) gewann mit starkem Schlusspurt vor Martin Kosgey (02:07:22 h) und Cybrian Kotut (02:07:28 h). Bei den Frauen siegte wie zwar erwartet Mamitu Daska in 2:25:27 h, Fate Tola kam ihr jedoch gerade zum Ende noch gefährlich nah und finishte überglücklich und fast ein bisschen ungläubig in 2:25:42 h. Die Kenianerin Sarah Jebet kam als Dritte mit etwas Abstand in 2:27:07 h in Ziel.

Wie erwartet machten Fate Tola, Mona Stockhecke und Anne Haug den Titel der deutschen Meisterschaft unter sich aus. Mona Stockhecke konnte dabei ihre alte Bestzeit deutlich unterbieten und war sichtlich zufrieden mit ihrem Rennen. Deutscher Meister der Männer wurde mit Marcus Schöfisch, einem ehemaligen Bahnläufer, ein Debutant auf der Königsstrecke des Laufens. Nach 2:20:08 h löste er die Zeitnahme aus.

Neuen deutschen Rekord in der W60 lief die Allgäuerin Heidrun Besler, die nach 3:07:42 h ins Ziel kam. Auf der ersten Streckenhälfte wurde sie mit einer Zeit von unter 3 Stunden hochgerechnet, mit der sie sich auch den Weltrekord gesichert hätte. Sie mußte aber beim zweiten Halbmarathon Federn lassen und war 11 Minuten langsamer als auf der ersten Hälfte. So war sie beim Zielinterview zuerst ein bißchen enttäuscht ob ihrer Zeit. Aber die muß  man mit über 60 erstmal laufen!

In der M75 war Werner Stöcker, der Großvater von Nina Stöcker unterwegs. Er peilte eine Zeit „um 3:36 h“ an, was ihm mit 3:38:44 h ganz gut gelang. Für den Meistertitel in dieser Altersklasse reichte es allemal, auch wenn sein stärkster Konkurrent Lothar Bathe ihm mit 3:41:50 h sehr nah kam.

Zu einem Eklat kam es wieder einmal in der M80. Horst Liebing wurde bis km 40 bei jeder Matte erfasst, aber im Ziel löste sein Chip nicht aus. Nach einem Protest wurde die Siegerehrung abgebrochen, Horst wurde, leider nicht zum ersten Mal, erst nachträglich als Deutscher Meister erfasst. Brutto lief er nach 4:23:23 h in der Festhalle ein, netto war er sogar drei Minuten schneller.

Neben aller Professionalität waren unterdessen auch Spaß und Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schon zur Standardausstattung und nicht mehr wegzudenken ist sicherlich Michel. Mit Baguette und Beret sorgt der Franzose jedes Jahr aufs Neue mit einem beherzten „Allez“ für gute Stimmung auf und entlang der Strecke. Gesichtet wurden in diesem Jahr jedoch auch Hotdogs, Kühe und natürlich die lebensgroßen SebaMed Sportdusche Flaschen, die zum gewohnten Straßenbild beim Frankfurt Marathon gehören.

Dass auch aus dem lauffaulsten Kind mal ein ambitionierter Marathoni werden kann, bestätigte eine ältere Dame an der Strecke: „Früher wollte der Daniel noch nicht mal in den Kindergarten laufen und jetzt rennt er 42km Kilometer.“

Neben ihm erreichten letztlich insgesamt 11.800 Läufer die Frankfurter „Gudd Stubb“, wie die Festhalle insbesondere unter den hessischen Marathonis auch liebevoll genannt wird, von denen nicht wenige direkt nach Ankommen von der Anmeldung zum Frankfurt Marathon 2017 sprachen.

www.frankfurt-marathon.de

 

 

 

 

 

 

 


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