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28. Weihnachtsmarktlauf Landstuhl

[eingestellt am 27. November 2016]

By: Gabi Gründling

Rosen-Cupcakes sind die Spezialität einer Landstuhler Bäckerin

Die Kindergruppe der TSG Eisenberg beim Warmmachen

Landstuhl ist halt voll mit Amerikanern

Die Burgrunine Nanstein ist im März wieder Ziel des gleichnamigen Berglaufs in Landstuhl

Jochen Heringhaus bei seiner 2823ten Moderation

Sieger Schülerlauf Finn Palzer

Schon auf Platz 2 die schnellste Schülerin: Jana Berger

Den Kampf um Platz 3 gewinnt Piet Palzer (283) vor Kai Rupertus

Schnellster von 15 Eisenberger Kids: Hannes Ebener

Lara Stopp wird Zweite

Jüngste Teilnehmerin: die vierjährige Xenia Wesselhöft

Baum auf dem Weihnachtsmarkt

Die Teeausgabe wird vorbereitet

Führender Tim Könnel mit zwei Führungsfahrzeugen

Schon nach 1,3 km war der Vorsprung riesig

Die Verfolgergruppe ist noch zusammen

1. M45 Tom Heuer

2. M35 Matthias Wagner (514), 3. M20 Jonas Janzer (25) und Jan-Philipp Kugler

3. M40 Michael Thomsen

1. M50 Wolfgang Seibel

2. M45 Raimund Kron

2. M50 Daniel Suck

1. M55 Alfred Staab, dahinter Frauensiegerin Jessica Kammerer

1. M60 Alois Berg (438)

Chef des LC Donnersberg: Roland Schreiber

1. W30 Verena Becker

Nur wenige Zipfelmützen zu sehen

Mit Startnummer 111 auf Platz 110: Stefan Scopa

3. W45 Elke Illukiewicz (579)

1. WJU20 Annika Lutz (104)

2. W35 Tanya Davis

1. W55 Marion Fernekeß

1. M65 Peter Zimmermann

1. W65 Ingeborg Lang (178)

3. M65 Alfred Plainer (33)

Patrick Hayes mit Doppelnachwuchs

Feuerwehrleute in voller Montur mit Atemschutzmaske

Tim Könnel im Überholvorgang, neben ihm 4. M75 Franz Feller

Siegerin Jessica Kammerer

War eigentlich für den Schülerlauf gemeldet, lief dann bei den Großen 46 min: Charlye Gordon, Jahrgang 2010

Zweite Aline Salzmann

1. WJU18 Katie Rose Gunia

1. W50 Josefa Matheis

2. W40 Peggy Zimmermann

1. M70 Erich Kylius (551)

Zweiter Christian Bock

1. W60 Sabine Rielinger

Burg Nanstein wacht über den Lauf

… und ordentlich die Uhr abdrücken…

Chef de Moderation Jochen Heringhaus und Chef de Veranstaltung Hermann Brand

Zahlenspiele am 1. Advent

Landstuhl, 27. November 2016 – zehn Jahre nach dem Teilnehmerrekord beim Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl fanden 587 LäuferInnen den Weg in die Sickingenstadt in der Westpfalz. 36,28% waren weiblich, 17,88% waren Kinder.

Sie starten eine halbe Stunde vor den Erwachsenen, haben laut Ausschreibung 1,3 km zu laufen. Start ist vor der Sickingensporthalle am äußersten östlichen Zipfel Landstuhls. Das Ziel ist in der Stadtmitte, am Rande des Weihnachtsmarkts hat Runners Point Vanman Jochen Heringhaus sein Moderationsmobil unter dem Zielbanner aufgebaut. Der Hauptlauf nimmt dieselbe Strecke, dann drehen die Athleten aber drei Runden durch die Innenstadt, bevor sie endlich in den Zielkanal einbiegen können. Wenn sie zum zweiten Mal am Vanman vorbeirauschen, kämpfen sie zudem um eine Sprintwertung. Der bis zu diesem Zeitpunkt schnellste Mann und die schnellste Frau erhalten Sachpreise im Wert von je 75 €. Die Überlegenheit von Tim Könnel und Jessica Kammerer nahm die Spannung aus der Zwischenwertung, beide waren nicht nur als Erste im Ziel sondern auch bei der Zwischenzeitnahme.

In diesem Jahr verhinderte eine Baustelle die volle Streckenlänge. Statt der sonst angegebenen 7,6 km fehlten in diesem Jahr pro Runde 120 m, für die Großen also 360 m. Offiziell stehen nun 7,3 km zu Buche, tatsächlich dürften es aber noch weniger gewesen sein. Bei allen GPS-Ungenauigkeiten zumal bei Rundenläufen zeigte die Uhr von Laufticker-Chef Peter Gründling nur 6,8 km an. Die Ergebnisse werden natürlich keinen Eingang in die ewigen Bestenlisten der Veranstaltung finden.

Vom Ziel aus sieht man die Burgruine Nanstein auf dem Berg über der Stadt liegen, zur anderen Seite hin ziert ein Bismarckturm den Höhenzug. Wer allerdings am Limit läuft, dürfte keinen Sinn für einen Blick nach oben haben. Weil in Landstuhl und Umgebung, zu der auch die Airbase in Ramstein gehört, gut 50.000 Amerikaner leben, nehmen natürlich auch einige von ihnen an den Landstuhler Läufen teil und traditionell relativ viele am Weihnachtsmarktlauf. Entgegen früheren Jahren waren aber in diesem Jahr leider keine phantasievollen Weihnachtskostüme zu entdecken, einzig einige Nikolausmützen waren zu entdecken.

Eine davon trug Tim Könnel, der bereits zum dritten Mal in Folge den ersten Zieltee hätte trinken können, wären da nicht die Journalisten gewesen. Der Medizinstudent ist zur Zeit in Topform. Vor zwei Wochen stellte er bei DeuLux-Lauf seine persönliche Bestzeit von 31:35 min ein. Wenn der Hermersberger im Heltersberger Trikot das Tempo von Landstuhl in 14 Tagen in Rheinzabern durchziehen kann, dürfte diese Zeit auf Rang zwei seiner persönlichen Bestleistungen absacken. 21:13 min zeichnete das Zeitnahmesystem für ihn auf.

Hinter ihm hatte sich eine Gruppe, bestehend aus André Bour, Chris Ziehmer und Christian Bock gebildet. Eingangs der zweiten Runde sprengte Tim Könnels Trainingspartner Christian Bock das Trio und zog davon. 58 Sekunden nach Könnel erreichte er das Ziel. Die beiden trainieren in letzter Zeit nur noch ab und zu zusammen, da der 24jährige Bock seit Juli mit dem Studium durch ist und seit Oktober einen Job hat, der ihn erst nach 19 Uhr nach Hause kommen läßt. Seine fünf bis sechs Trainingseinheiten pro Woche packt er zum Teil in den frühen Morgen, zum Teil in den Abend.

Den Kampf um Platz 3 gewann der 16jährige Chris Ziehmer, der aus dem Nachbarort Kindsbach kommt. Der für das saarländische St. Ingbert startende Triathlet ist schon wieder im Aufbau für die Saison 2017, denn bereits im April stehen die ersten internationalen Rennen auf europäischer Ebene an. Sein Zwillingsbruder Jannick hat dem Lauf- und Triathlonsport den Rücken gekehrt, um sich ganz darauf zu konzentrieren, als Fußballschiedsrichter einen guten Job zu machen. Chris, der sich nach der Saisonpause gerade in der vierten Belastungswoche befand, durchbrach mit 22:34 min die Phalanx der Heltersberger Übermacht. Von den ersten sechs Männern war er der einzige, der nicht für die TuS aus der Südwestpfalz unterwegs war. Weil in Landstuhl 10er-Teams gewertet werden, startete auch Christian Bock für den Verein seines Lauffreundes.

Auch die Siegerin des Hauptlaufs, Jessica Kammerer, startet für Heltersberg. Sie wohnt nur „um die Ecke“ und konnte im vergangenen Jahr verletzt nicht in Landstuhl starten. Entsprechend begeistert war sie, dieses Jahr wieder an Bord sein zu können. Ihre Probleme hat sie hinter sich, derzeit läuft es wieder rund für sie. Da sie nicht wußte, wie gut die Mittelstrecklerin Aline Salzmann im Spurt ist, setzte sie schon früh alles auf eine Karte. Ihr Vorsprung war am Ende genauso groß wie der von Tim Könnel, denn sie siegte mit 26:03 min.

Aline Salzmann lag anfangs auf Platz 6 oder 7 bevor sie immer weiter aufholte und letztlich mit 27:03 min Zweite wurde. Seit Oktober studiert sie in Freiburg Medizin und hat eine Leistungssportpause ausgerufen. Da ihr Sport sehr wichtig ist, läuft sie weiter, trainiert aber zur Zeit nicht mehr so oft und intensiv wie als Schülerin. Das führt dazu, daß sie den Kopf freier hat, sich selbst nicht mehr vor und bei jedem Wettkampf unter Druck setzt und so locker nach wie vor gute Leistungen „abliefert“. Daß die Strecke dieses Jahr etwas kürzer war als sonst kam der 20jährigen Zweibrückerin als Bahnläuferin außerdem entgegen.

Auf Platz 3 landete nach 28:41 min die vereinslose W40erin Marion Raab.

Traditionell kommen außer den Heltersbergern auch die TSG Eisenberg, der LC Donnersberg und der TV Rodenbach in Reisebusstärke nach Landstuhl. Ralf Matheis, der genauso am Start war wie seine Frau Josefa, Sohn Fabio und Tochter Elena (im Kinderlauf), berichtete, daß die 10er-Mannschaftswertung in Eisenberg jede Menge Läufer reaktiviert hätte, die seit Monaten bei keinem Volkslauf mehr gestartet sind. Wie bei anderen Volksläufen auch fielen die Eisenberger vor allem auch durch die große Anzahl Kinder auf. Beim Schülerlauf liefen 15 Kinder im Eisenberger Trikot mit.

Der Schnellste über die Stadtrunde kam aber vom ATSV Saarbrücken. Der 14jährige Finn Palzer brauchte 4:14 min. Sein drei Jahre jüngerer Bruder Piet war mit 4:19 min zweitschnellster Junge, zwischen den Brüdern kam aber mit Jana Berger schon das schnellste Mädchen ins Ziel. Die 14jährige läuft für die Trainingsgruppe Zaar. Dahinter verbergen sich Adi und Aline Zaar. Aline ist in der Laufwelt besser unter ihrem Mädchennamen Krebs bekannt. Die Truppe gehört zum LC Rehlingen. Kai Rupertus (LLG Landstuhl, 4:20 min), Lara Stopp (LAZ Zweibrücken, 4:34 min) und Victoria Ounloye (TSG Eisenberg, 4:35 min) machten die Kindertreppchen voll.

Die Siegerehrung der Kinder fand bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen in der Sickingensporthalle statt. Die Ehrung des Hauptlaufs ist eingebettet in den Weihnachtsmarkt. „Winterbekleidung nicht vergessen“ steht denn auch vorsorglich in der Ausschreibung der LLG.

Der nächste Landstuhler Lauf ist der Nanstein-Berglauf im März, dann können die Läufer von oben hinunter schauen auf den Alten Markt und sich auf den 29. Weihnachtsmarktlauf freuen, der wie immer am 1. Adventssonntag stattfinden wird.

Ergebnisse: www.llg-landstuhl.de


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