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41. Tübinger Nikolauslauf

[eingestellt am 05. Dezember 2016]

By: Jochen Höschele

Vor dem Start plaudert die Vorjahressiegerin Anaïs Sabrié (rechts) noch ganz entspannt mit Isabelle Großkopf

Nach drei Kilometern steht zum ersten Mal der Bettelweg hinauf zum Heuberger Tor auf dem Programm

Etwa fünf Kilometer sind absolviert, das Feld nimmt wieder Kurs Richtung Heuberger Tor, dieses Mal aber aus der anderen Richtung

In der zweiten Runde, nach knapp 15 Kilometern, ist der Anstieg zum Heuberger Tor schon viel beschwerlicher als zwölf Kilometer zuvor

Wie jedes Jahr säumen den Bettelweg und das Heuberger Tor immer viele Zuschauer. Aufgrund der tiefen Temperaturen und fehlender Sonne waren es 2016 aber weniger als im beim geradezu frühlingshaften Jubiläumslauf anno 2015

Stephanie Wilkinson vom TSV Frickenhausen bleibt noch unter zwei Stunden

Vincent Becker (2615) und Stefan Kohler (848)

Caglar Karabulut

Tamara Ripper (2926), Martin Bauer (1679) und Frank Reinhardt (1773)

Jeannette Arnold läuft engelsgleich

Lindsay Garner (1098) und Lilith Berner (3050)

Nancy Salisbury

Eine Musikkapelle sorgt kurz vor dem Ziel und am Beginn der zweiten Runde für Stimmung

Etwa 400 Meter vor dem Ziel biegt man auf die Zielgerade ein und wird von den Guggenmusikern kräftig angefeuert

Die Therme Lauftrefflerinnen aus Böblingen, Birgit Schumacher (1571), Kerstin Klingel (1917) und Gabriele Frauenholz (1816) laufen gemeinsam als Nikoläusinnen

Franziska Speiser (2100) und Christian Meichelbeck (1158) weihen gleich das neue Nikolauslaufshirt ein

Theresia Trunk (LG Steinlach) wird in 2:03:01 h Zwölfte in der W55

Anja Fiedler

Martin Seyffert läuft für Santa’s Speedys Pfullingen und ist standesgemäß gekleidet

Die Läuferinnen und Läufer des Teams „Vivat Lingua“ waren nicht sprach-, sondern allenfalls atemlos

Viktoria Schueler (ROSA&GLITZER) trägt außer rosa noch ein paar andere Farben

Veronika Ellermann läuft beinahe exakt zwei Stunden und hat noch Zeit, die (kleinen) Zuschauer abzuklatschen

Gerhard Günther von der LAV Stadtwerke Tübingen läuft in 2:00:38 h auf Platz 14 der M65

Birgit Krattenmacher rennt schnell – so, wie es auf ihrem Shirt geschrieben steht

Sabine Zundel (3136)

Eine schöne Kopfbedeckung kann auch entzücken

Diese Streckenposten feuerten das Läuferfeld aus vollem Herzen an

Pressekonferenz mit 3. Lorenz Baum, 2. Markus Weiss-Latzko und Sieger Jens Ziganke (von links)

Die Siegerin Sabrina Mockenhaupt (links) auf der Pressekonferenz, rechts daneben die Zweite, Anaïs Sabrié und ganz rechts die Dritte, Katrin Köngeter

Der Sieger Jens Ziganke gibt Auskunft, während der Marketingchef des Nikolauslaufes, Johannes Heil, und Siegerin Sabrina Mockenhaupt seinen Ausführungen lauschen

Gesamtleiter Gerold Knisel übergibt den Spendenscheck an den Geschäftsführer des Naturpark Schönbuch, Matthias Allgaier

Die schnellsten Frauen auf dem Podest im Interview mit Moderator Gert Hänsel. Von links 2. Anaïs Sabrié, Siegerin Sabrina Mockenhaupt, 3. Katrin Köngeter

Die ersten Acht bei den Frauen und Männern werden in Tübingen auf die Bühne gerufen und geehrt

Isabelle Grosskopf (links) kommt in 1:27:35 h auf Platz sechs ins Ziel, Vorjahressiegerin Anaïs Sabrié belegt in 1:21:07 h den zweiten Rang (Foto Fabian Knisel)

Immer wieder beeindruckend, wenn sich beinahe 3000 Sportler in drei Startwellen in Bewegung setzen (Foto Fabian Knisel)

Die Spitze nach gut acht Kilometern kurz vor Beginn der zweiten Runde, von links nach rechts: 5. Daniel Noll (TSV Glems; 5), 3. Lorenz Baum (LAV Stadtwerke Tübingen; 4), 4. Peter Obenauer (Intersport Räpple), 1. Jens Ziganke (SV Reichenau; 1). Der Nikolaus hängt schon etwas zurück, kürzt dann ab und läuft gemeinsam mit Jens Ziganke ins Ziel. Allerdings außerhalb der Wertung (Foto Fabian Knisel)

Der Gesamtleiter des Nikolauslaufes, Gerold Knisel, und die Zweitplatzierte Anaïs Sabrié (Foto Fabian Knisel)

Bitte abklatschen! (Foto Fabian Knisel)

Die Begeisterung bei den jüngsten Zuschauern ist grenzenlos (zu beachten auch die stylishen Kopfbedeckungen) (Foto Fabian Knisel)

Der Nikolaus geht vor den schnellsten Männern auf die Knie: 2. Markus Weiss-Latzko, 1. Jens Ziganke und 3. Lorenz Baum (von links) (Foto Fabian Knisel)

Das sind die Siegerinnen des 41. Nikolauslaufes (von links): 3. Katrin Köngeter, 1. Sabrina Mockenhaupt, 2. Anaïs Sabrié (Foto Fabian Knisel)

Jens Ziganke auf den letzten Metern zum zweiten Sieg in Tübingen, begleitet vom namensgebenden Nikolaus (Foto Fabian Knisel)

Sabrina Mockenhaupt macht sich selbst ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk und siegt beim Nikolauslauf mit neuem Streckenrekord von 1:20:01 h (Foto Fabian Knisel)

Ein Mal mit dem Nikolaus ins Ziel laufen

 

Tübingen, den 4. Dezember 2016 – Ein Jahr nach der Jubiläumsausgabe des Tübinger Nikolauslaufes war von so manchem, nicht zuletzt vom 1. Vorsitzenden des Post-SV Tübingen, Heinrich Hempel, befürchtet worden, dass sich eine kleine „Motivationsdelle“ bei Organisatoren wie auch Teilnehmern einstellen würde. Doch er wurde eindrucksvoll eines Besseren belehrt. Nicht nur zählten die Verantwortlichen um den Gesamtleiter Gerold Knisel stolze 2662 Finisher, auch die Helfer gingen genauso engagiert zu Werke wie eh und je.

Einzig der Draht „nach oben“ war nicht ganz so gut wie 2015, als frühlingshafte Temperaturen von um die 15 Grad herrschten. Heuer konnten nur sehr wenige Athletinnen und Athleten entdeckt werden, die auf kurze Bekleidung setzten. Mehrheitlich wurde die lange Variante bevorzugt, oben wie unten, oft noch „garniert“ von Mützen und Handschuhen. Bei frostigen minus drei Grad am Start und nur wenig mehr beim Zieleinlauf der „breiten Masse“ um die Mittagszeit war das sicherlich auch nicht ganz verkehrt. Die Sonne wurde nämlich schmerzlich vermisst, der Himmel sollte die ganze Zeit über grau und eher verhangen bleiben – auch das ein Kontrast zum Vorjahr.

 

Ob nun aber die eher ungewöhnlichen Temperaturen des Jahres 2015 besser waren, um schnell zu laufen oder die „Eisschrankverhältnisse“ des vergangenen Sonntags, lässt sich ziemlich eindeutig anhand der Einlaufzeiten feststellen. Die Siegerzeiten waren heuer durch die Bank besser als jene von 2015. So gewann Sabrina Mockenhaupt, Profiathletin der LG Sieg, bei ihrer ersten Teilnahme in Tübingen gleich mit neuem Streckenrekord von 1:20:01 h. Jens Ziganke (SV Reichenau) wiederholte seinen Vorjahrestriumph und war dabei sogar noch etwas flotter: 24 Sekunden blieb er unter seiner alten Siegerzeit. In der Breite waren die Leistungen in etwa mit denen von 2015 vergleichbar: 158 Frauen und Männer schafften damals die schwierigen 21,1km unter 90 Minuten gegenüber 152 in diesem Jahr; unter 1:45 h (also unter fünf Minuten pro Kilometer) liefen 2015 772 Sportler, während es aktuell 734 waren. Prozentual stimmt es dann aber wieder, denn die Finisherzahl lag mit 2774 auch um gut 100 höher als bei der 41. Auflage.

Genug der Statistik, zurück zum außerordentlich interessanten Renngeschehen der post-Jubiläumsausgabe.

„Ungewöhnlich gut besetzt“ fand nicht nur der Sieger Jens Ziganke (SV Reichenau) das diesjährige Rennen und bezeichnete dies auch als einen der Hauptunterschiede zum Vorjahr. „Es kamen von vornherein fünf, sechs Leute in Frage, die um den Sieg würden mitreden können.“ Da war Spannung also garantiert und Ziganke sah sich in seiner Vorahnung bestätigt, denn eine fünfköpfige Führungsgruppe ging praktisch zeitgleich in die zweite Runde nach etwa 8,5 Kilometern. Die Zwischenzeitnahme bei Kilometer zehn illustriert das zusätzlich: Jens Ziganke, Peter Obenauer (Intersport Räpple), Daniel Noll (TSV Glems) und Lorenz Baum (LAV Stadtwerke Tübingen) lösten die Zeitmessung nach 33:32 min aus, vier Sekunden später lag Markus Weiss-Latzko (Sparda-Team Rechberghausen) schon leicht zurück. „Bergab sind sie mir davongelaufen, da war ich vielleicht auch nicht risikobereit genug“, so der flinke Rechtsreferendar am Landgericht Hechingen später auf der Pressekonferenz. „Vor allem Peter Obenauer hat bergab enorm Druck gemacht, da konnte ich nicht mitgehen“. Dazu muss man aber auch wissen, dass Obenauer aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen bei den Gefällstücken seine Vorteile in Sachen Größe und Gewicht auszuspielen wusste. Vom tiefsten Punkt der Strecke bei der Verpflegung nach etwa 10,5km an zerfiel die Führungsgruppe nach und nach. „Als es zum zweiten Mal in Richtung Heuberger Tor ging, habe ich angezogen und gemerkt, dass ich wegkomme“, so Jens Ziganke hinterher. „Aber ein orangefarbenes Trikot habe ich beim Umdrehen immer noch gesehen und ich wusste, dass Markus nicht weit hinter mir ist und ich nicht nachlassen darf.“ Der Angesprochene Weiss-Latzko seinerseits hatte eine Aufholjagd von Platz fünf bis auf Platz zwei unternommen. „Diese Woche habe ich voll durchtrainiert und mir hat durch die vielen Kilometer einerseits etwas die Schnelligkeit gefehlt, aber das Stehvermögen hinten raus hatte ich. Auf den Sieg habe ich jedoch nie spekuliert, dafür war ich dann nicht frisch genug und Jens auch zu weit weg. Nach zehn Jahren, die ich hier in Tübingen mittlerweile lebe, wurde es endlich einmal Zeit für eine Teilnahme und ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang des Rennens, zumal mit Jens ja auch mein Trainingspartner gewonnen hat.“

In 1:10:33 h fuhr der mittlerweile in Tübingen beheimatete Jens Ziganke den zweiten Sieg beim Nikolauslauf in Folge ein und hatte einen Vorsprung von gerade einmal 19 Sekunden auf den anderen Lokalmatadoren, Markus Weiss-Latzko. Da beide jedoch nicht im Trikot eines Tübinger Vereins laufen, war für den Betrachter der Dritte im Bunde, Lorenz Baum, derjenige, dem dieses Attribut „local hero“ am ehesten zustand. Baum, der zudem noch die Farben der LAV Stadtwerke Tübingen vertritt, gelang somit das Double – er wurde wie 2015 schon erneut Dritter. Heuer war er jedoch schon nach 1:11:25 h im Ziel, ganze 63 Sekunden schneller als im Vorjahr.

Platz vier eroberte mit Peter Obenauer der Vorjahreszweite in 1:11:53 h und auf Rang fünf kam Daniel Noll nach 1:12:50 h. Noll hatte als Vorjahressiebter (1:15:08 h) dann auch die größte Steigerung zu verzeichnen und bestätigte seine herausragende Form in diesem Jahr.

Bei den Frauen wäre alles andere als ein Sieg der Profi-Athletin Sabrina Mockenhaupt eine Überraschung gewesen. „Mocki“, wie sie allenthalben genannt wird, wurde ihrer Favoritenrolle auch gerecht. In 1:20:01 h lief sie obendrein so schnell wie noch keine Frau zuvor auf der mit 319 Höhenmetern gespickten Strecke zwischen „Waldhäuser Ost“ und Schönbuchrand. „Ich wusste ja, was auf mich zukommt, denn schon beim Probelauf habe ich die Strecke kennenlernen dürfen. Es ist aber etwas anderes, wenn man die Anstiege locker hochläuft, als dann im Wettkampf. Beim zweiten Anstieg zum Heuberger Tor habe ich echt überlegt, ob ich jetzt gehen soll. Das ist ja echt der Hammer, aber ich habe mich dann zusammengerissen.“ Nicht nur das – sie gab der zweimaligen Nikolauslaufsiegerin, Anaïs Sabrié (LAV Stadtwerke Tübingen), das Nachsehen. Die 22jährige Deutschfranzösin war so schnell wie nie zuvor („Das hätte ich nicht gedacht, denn meine Form ist gar nicht so toll“) und unterbot den alten Streckenrekord von Steffi Beckmann (1:21:21 h aus dem Jahre 2002) in 1:21:07 h auch noch. Ihre erste „Niederlage“ beim Nikolauslauf indes nahm Anaïs Sabrié gelassen. „Sabrina ist eine Klasse für sich, und ich habe mich nicht an ihr orientiert, sondern mein eigenes Rennen gemacht, was sich als richtig erwiesen hat.“ Im nächsten Jahr möchte Anaïs, deren Großmutter in Weil im Schönbuch lebt, gerne ihre Halbmarathonbestzeit von 1:17 h verbessern, möglicherweise im Rahmen der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Hannover.

Als Dritte kam mit Katrin Köngeter eine Läuferin ins Ziel, die auch schon nikolauslauferfahren ist. Bei der Jubiläumsauflage noch Fünfte in 1:25:40 h, gelang ihr dieses Jahr der Sprung auf das Podest. In 1:22:58 h lag sie am Ende knapp vor der Post-SV-Athletin im Trikot von Intersport Räpple, Karoline Degenhardt (1:23:07 h).

Die 21jährige Köngeter, heuer „aus Gründen der Mannschaftswertung“ für den Post-SV Tübingen angetreten und von Haus aus Bergläuferin (und mit Startpass des FC Alemannia Unterkirnach ausgestattet), absolviert derzeit ein Praxissemester in der Universitätsstadt am Neckar und wohnt bei ihrer Großmutter in Kirchentellinsfurt. „Als nach elf Kilometern, kurz nach der Verpflegung, Karoline Degenhardt an mir vorbeistürmte, da dachte ich, dass ich die nie wieder sehe. Aber am Bettelweg war ich wieder dran, bin vorbeigegangen und hab mir gedacht, “das lass’ ich mir jetzt nicht mehr nehmen”. Gesagt, getan. Letztlich trennten sie neun Sekunden von Degenhardt. Auf Rang fünf kam mit Hannah Arndt (Intersport Räpple; 1:25:55 h) ebenfalls ein Stammgast des Nikolauslaufes ins Ziel. Isabelle Grosskopf vervollständigte dieses Trio, das damit die Wertung der Frauenteams klar in 4:16 h für sich entscheiden konnte. Platz zwei in diesem Klassement ging an die Damen des SV Ohmenhausen (Kommer/Holzmann/Schrader) in 4:36 h vor der LAV Stadtwerke Tübingen in 4:37 h (Sabrié/Volkert/Fischer).

Richtig eng ging es bei der Mannschaftswertung der Männer zu. Fünf Läufer bilden ein Team und in der Addition der schnellsten fünf Männer eines Vereins lagen die Gastgeber in Front: Baum/Friedrich/Katzmarek/Dreser/Riethmüller gewannen für die LAV Stadtwerke Tübingen in 6:39 h vor der LG Steinlach (Groß/Schindler/Schmitt/Sommer/Göhner; 6:41:13 h) und dem TSV Glems run2gether (Noll/Koch/Koch/Zimmer/Walentin; 6:41:48 h).

Eine Tübinger „Spezialität“ ist auch die sogenannte „Altersklassen-Relativwertung“. Dahinter verbirgt sich eine Einordnung der beim Nikolauslauf erzielten Zeit im Verhältnis zur Durchschnittszeit der besten 10 der deutschen Altersklassen-Bestenliste. Normalerweise, so führte Gesamtleiter Gerold Knisel während der Pressekonferenz aus, „gewinnen diese Wertung Männer in der M65 oder M70, weil es von diesen einfach nicht so viele Leistungen in den Altersklassen gibt.“

Deshalb war es umso bemerkenswerter, dass auch in dieser Kategorie die Gesamtsiegerin Sabrina Mockenhaupt mit 98,04% vorne lag vor Clive Brown (M40-Sieger in 1:15:04 h; 97,85%) und M50-Sieger Luigi de Franceschi (1:19:41 h; 95,11%).

Dass es dafür eine Flasche Wein extra gäbe, entlockte der gesprächigen „Mocki“ die Bemerkung, dass es sich„hoffentlich um einen guten Tropfen handelt, weil mein Schätzele da nämlich etwas wählerisch ist.“  

Die Liebe zu einem Schwaben aus Metzingen ist es, die die zierliche Siegerländerin Mockenhaupt regelmäßig ins Schwabenland führt. Von ihren Qualitäten als Sportlerin muss sie niemanden mehr überzeugen, doch auch ihr Unterhaltungswert ist beachtlich. Beispielsweise führte sie augenzwinkernd aus, „dass es ja schlauer gewesen wäre, den Streckenrekord nicht gleich zu pulverisieren. Denn jetzt wird’s nächstes Jahr auf alle Fälle schwieriger, den noch weiter zu drücken.“ Insgesamt aber war Mocki natürlich hochzufrieden, ihr „Seuchenjahr“ mit einer fünfmonatigen Verletzungspause wegen eines Ermüdungsbruches doch noch zu einem versöhnlichen Abschluss gebracht zu haben. Und auch Anaïs Sabrié gab sich kämpferisch – sie wolle nächstes Jahr versuchen, den Streckenrekord anzugreifen. Wenn das mal keine viel versprechenden Aussichten sind.

Auch in vielen anderen Dingen muss den Organisatoren nicht bange sein. Die Helferschar geht mit großem Engagement zu Werke, die Läufer strömen nahezu unvermindert in die Universitätsstadt (nach dem Rekord-Jubiläumsjahr konnte man stolz darauf sein, den davor aufgestellten Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2014 übertroffen zu haben) und die Abläufe sind eingespielt. 

Dünn gesät ist allein eines – das Verbesserungspotenzial. Damit das so bleibt, arbeitet eine gut 220 Köpfe zählende Helferschar am Lauftag selbst kräftig mit. Etliche Aufgaben werden jedoch auch über das ganze Jahr verteilt erledigt, und auch der drei Wochen vor dem Nikolauslauf stattfindende Probelauf hat Dimensionen erreicht, von denen andere Veranstalter nur träumen können. Auch hier sind 800 Läufer und 70 Helfer dabei – das alles muss gestemmt werden. Keine einfache Aufgabe, doch eine, die es sich zu erleben lohnt. 2017 findet die 42. Auflage des Nikolauslaufes am 3.12.2017 statt. Wer die alljährlich Ende September beginnende Anmeldung verpasst, hat immer noch die Möglichkeit, über die Tauschbörse eine Startnummer des stets ausgebuchten Kultlaufes am Schönbuchrand zu ergattern. Es lohnt sich!

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.nikolauslauf-tuebingen.de

 

 


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