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18. 50 km-Lauf Rodgau

[eingestellt am 29. Januar 2017]

By: Jochen Höschele

Fotos: Gabi und Peter Gründling

die Ruhe vor dem Sturm

Zeitnehmer Michael Dorsch präpariert den Moderationsplatz

Ein privater Versorgungsstand wird aufgebaut

1. M60 Uli Amborn zittert sich warm

Der Pulk der Fotografen

Und los geht’s

Für Dirk Klatt war’s der 200te Marathon & mehr

Unendliche Weiten….

Allerbestes Januarlaufwetter

Läuferlindwurm ohne Ende

Richtung Wendepunkt

Tapfer!

Am VP

Aus der Hüfte geschossen

Sieger Frank Merrbach

Es wird Nacht in Rodgau

Führungsradler Ewald macht diesen Job zum ersten Mal – neben ihm Siegerin Sabine Schmitt

RLT-Webmaster Reinhardt Schulz, 2. M75

Die 2 haben Spaß

Zweite Astrid Staubach

Dritte Natascha Bischoff

Dritter Bernhard Eggenschwiler (1)

2. W40 Gabriele Werthmüller

Christian Habicht wurde mit seinen Vereinskameraden vom ASC Marathon Friedberg 2. in der Mannschaftswertung

Werner Mootz und Peter Meffert

Markus Schäfer und Matthias Wagner

3. M45 Dirk Karl

1. W50 Simone Stöppler

Volker Greis – einer von wenigen mit kurzen Hosen

Harald Lange ist stark sehbehindert, kann aber immer noch ohne Guide laufen

Beim 18ten „Rodgauer“ zum 18ten Mal im Ziel: Jochen Höschele

Jörn Zimmermann

Sonja Schmitt und Tom Meier 50 km Seite an Seite

2. M65 Achim „The Fliegenpilz“ Heukemes

Fokussiert und gut drauf

Ihr Mann Roland Riedel blieb (weiter hinten) auf der Strecke: Sigrid Hoffmann

Geburtstagskind Erich Krumbacher walkte 25 km, bevor’s nach Hause zur Torte ging

2. M35 Thomas Wittwer

Kerstin Felser und Judith Baumann aus Rheinzabern liefen 50 km gemeinsam

Kam gerade aus dem Urlaub in Italien und machte auf der Heimreise nach Bremen Halt in Rodgau: Helmut Rosieka

Angela und René Strosny waren nur Zaungäste

2. M50 Judith Scheifler

1. M55 Bernd Vöhringer

3. M35 Markus Camenzind

1. M65 Dieter Probst

3. M65 Peter Schumann und zweite Frau Astrid Staubach

3. M50 Ralf Giese

1. W65 Ruth Jäger

Christoph Lux

Markus Heidl und Christoph Randt

Julia Fatton

1. M50 Frank Wiegand

1. W40 Sandra Fätsch

3. M40 Stefan Daum

Mit 2,11 m der mit Abstand Längste im Feld: Reinhold Krause

DUV-Chefstatistiker Jürgen Schoch

Läuft in 3 Wochen seinen 500ten Marathon & mehr: Bernhard Hertinger

Schlurft durch den Wald: Hans Drexler

1. M60 und neuer Streckenrekordhalter

Mike Friedl

1. M75 Norbert Hoffmann

Siegerin Sabine Schmitt

2. M55 Martin Rudolph

Nach langer Verletzungspause wieder auf der Strecke: Timo Grub

Walter Blume und Martin Becker

Antje Müller

Götz Siebert und Ulrich Tomaschewksi führten jahrelang Gruppen beim ARQUE-Lauf

Zielbereich

Jede Menge Zuschauer

Auch die Helfer, die die Anti-Frier-Plastikumhänge verteilten, froren.

Zielverpflegung

Noemi Diebold, die Frau, die nicht friert, 1. WJU23

-

Sarah Kortyka klatscht die Familie von Sachiko Furudera an, die die Läufer ausdauernd anfeuerte

Jochen Höschele und Kati Schramm

Kaputt

Laufen Sie bitte! Glauben Sie an sich selber!

 

Rodgau-Dudenhofen, den 28. Januar 2017 – Und wie sie liefen. Diese beiden aufmunternden Sätze befanden sich auf der Vorder- und Rückseite eines handgeschriebenen Plakats, die eine japanische Familie zur Unterstützung aller Läufer, vor allem aber für die laufende Mutter der Kinder stundenlang in die Höhe hielt. Ganz zum Schluss standen der Vater mit den drei Kindern an der Zielgeraden und die vier freuten sich über alle, die abklatschten.

Zum 18. Mal fand der 50km-Ultramarathon des RLT Rodgau rund um die Freizeitanlage „Gänsbrüh“ statt. 812 Teilnehmer drehten mindestens eine Fünf-Kilometer-Runde, 526 schafften die volle Distanz von zehn Umläufen. Da der Veranstalter und das Zeitnahmeteam – im Gegensatz zu früheren Austragungen – nicht mehr penibel darauf achten, dass der (offizielle) Zielschluß von sechs Stunden eingehalten wird, kamen auch all jene auf den Plätzen 500 bis 526 gelisteten Athletinnen und Athleten in die Wertung.

Die Letzte, die alle zehn Runden absolvierte, war die Weltrekordhalterin Sigrid Eichner (100 Marathon Club). Mehr Marathon- und Ultramarathonläufe als die 76jährige Berlinerin kann keine andere Frau auf diesem Planeten vorweisen. Schon ihre DUV-Statistik liest sich derart eindrucksvoll, dass einem dabei ganz schnell schwindlig werden könnte. Neben mehreren Altersklassenrekorden hält sie natürlich auch den Streckenrekord ihrer Altersklasse in Rodgau (6:47 h, aufgestellt 2015). Ganz kam sie an diese Zeit nicht heran, 7:39 h benötigte sie 2017. Ermöglicht wurden ihr die zehn Runden letztlich auch dadurch, dass man sie eine Stunde vor dem offiziellen Start, also bereits um neun Uhr, auf die Strecke geschickt hatte. So kam es, dass das große Feld der über 800 Sportler zunächst mal die „Enteilte“ einholen mussten.

Dass es dabei, vor allen Dingen auf den ersten beiden Runden und besonders auf dem Wendepunktstück zwischen Kilometer 2,5 und 2,8, etwas beengt zuging, ist in Rodgau Standard und wird von den Allermeisten mit Gelassenheit genommen.

Die Mehrzahl der Teilnehmer gehört der Kategorie „Erfahrene Ultraläufer“ an, was ein gewisses Maß an Gelassenheit mit sich bringt. Fast könnte man meinen, das Mantra „einen Ultraläufer kann doch nichts erschüttern“ wäre der Leitsatz dieses sich durch Feld, Wald und Flur dahinschlängelnden Läuferlindwurms.

Doch für Aufregung war, von gänzlich unerwarteter Seite, gesorgt – ein Rudel Rehe überquerte in der ersten Runde, aufgescheucht vom vielbeinigen Laufschuhgetrampel, die Strecke ungefähr bei Kilometer drei. Die Gepflogenheiten des Rotwilds beim Überqueren von menschlichen Verkehrswegen führt oft zu unangenehmen Folgeschäden, meistens zu Lasten der Tiere. Nicht so am Samstag in Rodgau, denn eines der Rehe rannte quasi in voller Flucht einen Läufer aus dem noch dicht geschlossenen Teilnehmerfeld über den Haufen. Das Reh nahm Reißaus und erfüllte damit den Tatbestand der Unfallflucht. Für den betroffenen Läufer war die ganze Chose weniger lustig, als es sich vielleicht liest – ein Abtransport im Krankenwagen war die Folge, an ein Weiterlaufen nicht zu denken, zu heftig war der Zusammenprall mit dem fliehenden Reh.

Abgesehen von diesem, zugegeben sehr ungewöhnlichen Zwischenfall, war in Rodgau alles so, wie es die „Ultras“ (also die Ultramarathonläufer) gewohnt sind und lieb gewonnen haben: Eine kurzweilige 5km-Runde inklusive kurzem Wendepunkt- und Begegnungsstück, das wahlweise zum Taxieren der Kontrahenten als auch zum gegenseitigen Begrüßen herhalten muss. Die eingespielte und routinierte Organisation der Macher des RLT um dessen Vorsitzenden Wolfgang Junker haben sich wieder alle Mühe gegeben, um den allseits als „Jahresauftakt“ apostrophierten Lauf vor den Toren der Bankenmetropole Frankfurt so angenehm wie möglich zu gestalten. Etliche Schlaglöcher auf dem Wendepunktstück wurden mit Kies aufgefüllt, um die Sturzgefahr zu minimieren (dass es dennoch zu Stürzen kam, lässt sich bei dieser Teilnehmerzahl und der dadurch entstehenden Enge einfach nicht komplett vermeiden). Die Verpflegung, dargeboten bei Kilometer 0,8 jeder Runde, war gut und reichhaltig, für empfindliche Mägen stand beispielsweise warmer Tee und warmes Isogetränk bereit; noch üppiger war da nur die Zielverpflegung (inklusive Bier) und teilweise auch das, was sich in der Eigenverpflegungszone auf den privaten Tischen an Tütchen, Flaschen und Dosen befand. Für den – gemessen an der zurückgelegten Distanz lächerlich kurzen, nach absolvierten 50km aber gefühlt elend langen Rückweg  zur Halle (ca. 800m) hielten die vielen Helfer Wärmefolien parat und obendrein konnten die Sportler in der Hütte bei Start und Ziel ihre Sporttasche oder ihren Rucksack deponieren, allerdings ohne dass diese beaufsichtigt wären. Für Wertgegenstände gibt es jedoch eine Aufbewahrung, so dass niemand gezwungen ist, Geld oder Handy unbewacht herumliegen zu lassen oder 50km mitzuschleppen.

Dass es dennoch eine erkleckliche Anzahl an rucksacktragenden Läuferinnen und Läufern gab, liegt wohl daran, dass viele von ihnen für einen Etappenlauf à la Marathon des Sables trainieren, wo ebenfalls mit Rucksack gelaufen werden muss. Was liegt da näher, als unter Wettkampfbedingungen die gesamte Ausrüstung zu testen, und gegebenenfalls auch elegant wieder „loszuwerden“, denn alle fünf Kilometer beim Rundendurchlauf passiert man nicht nur die Zeitnahme und die Streckensprecherin Gabi Gründling, sondern auch die offene Holzhütte mit dem Kleiderbeuteldepot und der Zielverpflegung.

Nach wochenlangem Dauerfrost waren für den Lauftag mildere Temperaturen von um den Gefrierpunkt angekündigt, die in Verbindung mit einem nur leichten Ostwind und einem völlig matsch-, eis- und schneefreien Untergrund für optimale Laufbedingungen sorgten. Zudem strahlte die Sonne vom Himmel, was beim Start um zehn Uhr (bei leichten Minusgraden) als durchaus angenehm empfunden wurde.

Schnell kristallisierte sich bei den Männern eine sechsköpfige Spitzengruppe heraus, die auf den ersten drei Runden gemeinsam vorneweg lief. Zu ihr gehörte Markus Heidl (Spiridon Frankfurt), Henrik Apel (ASC Marathon Friedberg), Bernhard Eggenschwiler (mega-joule.ch), Enrico Wiessner (LG Nord Berlin Ultrateam), Janosch Kowalczyk (Team Leosport / LT Höfingen) und Frank Merrbach (LG Nord Berlin).  Für den Friedberger Apel, der bislang nur einen Eintrag in der DUV-Statistikdatenbank (Rodgau 2014 in 3:42 h) stehen hatte, waren die ersten drei Runden in je gut 19 Minuten zu schnell und er musste sich zurückfallen lassen. Doch im Gegensatz zu Kowalczyk (stieg nach 25km aus) und Markus Heidl (wurde Elfter in 3:34:00 h) hatte er rechtzeitig den Absprung aus dieser Gruppe geschafft und erlief sich mit nur wenig Zeitverlust auf der zweiten Hälfte Rang vier in 3:19:15 h netto. Janosch Kowalczyk hielt sich vier Runden in der Spitzengruppe auf, fiel in Runde fünf jedoch zurück und stieg dann aus. Da waren’s nur noch vier, die sich, unterstützt durch einen Führungsradfahrer, durch das große Feld der überrundeten Läufer bewegten. Auch nach 30km waren Heidl, Merrbach, Wiessner und Eggenschwiler noch gemeinsam vorne. Doch „die sechste Runde kam mir extrem langsam vor, und dann habe ich in der siebten dann versucht, mein eigenes Tempo durchzuziehen und bin nach vorne gegangen“. So die Aussage des späteren Siegers Frank Merrbach (LG Nord Berlin). Der 33jährige Thüringer aus Friedrichroda, bereits 2015 (Achter in 3:27 h) und 2016 (Siebter in 3:17 h) mit schnellen Zeiten in den Top Ten an der Gänsbrüh, hatte das Gespür für den richtigen Moment, um die „Flucht nach vorne“ anzutreten. Die Führungsgruppe war gesprengt, fortan kämpften Wiessner, Eggenschwiler und Heidl jeder für sich alleine. Den führenden Merrbach, der weiterhin wie ein Uhrwerk Rundenzeiten von klar unter 19 Minuten abspulte, konnte jedoch keiner mehr ernsthaft gefähren. Enrico Wiessner hielt in Runde sieben und acht mit Zeiten von unter 19 Minuten noch am ehesten mit, während sowohl Bernhard Eggenschwiler als auch Markus Heidl mit 19er Runden deutlich hinter Merrbach und Wiessner zurückblieben. Ohne sich in der letzten Runde voll verausgaben zu müssen („als ich gesehen habe, dass keiner mehr dicht an mir dran war, habe ich in der letzten Runde etwas Tempo rausgenommen“) gewann Frank Merrbach in 3:08:29 h den 18. Ultramarathon in Rodgau. Frank ist sowohl auf der Straße als auch im Gelände schon erfolgreich gelaufen – seine bisherige Bestzeit erzielte er im August am Auensee in Leipzig beim dortigen 50er (3:10:31 h), doch ist diese schon wieder Historie. Am Rennsteig wurde er vergangenes Jahr in knapp unter 5:30 h Vierter, bei der DUV-DM im Ultratrail beim Bilstein-Marathon belegte er in 5:04 h Rang sechs. Zum Saisonabschluss landete er beim 63,3km langen Röntgenlauf in Remscheid auf einem sehr guten dritten Rang in 4:50 h.

Für diese Saison steht die Planung noch nicht so ganz fest. Im September, das ist bereits fix, wird Merrbach wieder beim Berlin-Marathon laufen und dort versuchen, seine bisherige Marathonbestzeit von 2:34 h zu unterbieten. Die Form dafür hat er jetzt bereits schon unter Beweis gestellt, obwohl er im Winter und der ersten Saisonhälfte gar kein Tempo trainiert, das wird erst in der unmittelbaren Marathonvorbereitung geschehen.

Enrico Wiessner gelang mit seiner 3:11:07 h ein glänzendes Debüt an der „Gänsbrüh“ und zudem noch eine deutliche Verbesserung seiner bisherigen 50km-PB von 3:23 h (gelaufen letztes Jahr bei der DM 50km in Berlin).

Der gleichaltrige (Jahrgang 1985) Bernhard Eggenschwiler aus Büsserach in der Schweiz feierte mit seiner fünften Teilnahme in Rodgau bereits ein kleines Jubiläum. In 3:12:29 h war er im Ziel als Dritter und konnte sich ebenso wie Wiessner und Merrbach über eine neue Bestzeit freuen. Eggenschwiler vollbrachte nun zum vierten Mal in Folge das Kunststück, seine Rodgauer Vorjahresleistung zu steigern. Erstmals gelang ihm der Sprung auf das Podium, denn besser als Platz vier (2015) war er in Südhessen noch nie. Ob er wie vergangenes Jahr geschehen, wieder mehr als nur zwei Ultraläufe (üblicherweise außer Rodgau noch den „Bieler Hunderter“, den er 2015 in 7:02 h gewinnen konnte) bestreitet, wird man abwarten müssen. 2016 wurde er bei der „Nacht der Nächte“ zwar „nur“ Achter (in 8:02 h), dafür gewann er den 50km langen Bielersee Ultramarathon vier Wochen vorher in 3:26 h. Auch beim Swiss Alpine Marathon in Davos war er auf Rang drei in 6:44 h ganz weit vorne platziert.

Weitaus weniger umkämpft gestaltete sich das Ringen um den Sieg bei den Frauen. Sabine Schmitt aus Udenheim wollte „eigentlich nur 35km laufen“, wie sie hinterher freimütig zugab. „Aber als ich nach eineinhalb Runden vorne war und einen Fahrradbegleiter hatte, war das doch etwas anderes“. Aus 35km wurden dann volle zehn Runden und am Ende stand der Sieg in 3:48:53 h. 2014 hatte sie in Marburg beim Lahntallauf ihre Premiere über 50km (3:51 h) und gewann auf Anhieb. Im nächsten Anlauf wurde sie vor zwei Jahren in Rodgau Zweite in 3:45:01 h und heuer gelang ihr der Satz auf das oberste Treppchen. Letztes Jahr musste sie verletzungsbedingt länger pausieren, auch deshalb hatte sie zunächst beabsichtigt, nach 35km auszusteigen. „Aber mein Radfahrer hat mich so gut unterhalten und abgelenkt und wenn man in Führung liegt, fällt es natürlich auch leichter, sich für die nächste Runde zu motivieren“, erzählte sie anschließend.

In Hamburg wird sie ihren Frühjahrsmarathon bestreiten, im Herbst folgt dann noch, wie beim Männersieger Merrbach, der Berlin-Marathon. Wenn bei einem (oder möglicherweise bei beiden Läufen) ihre Bestzeit von 2:56 h wackelt oder gar fällt, hätte Sabine Schmitt bestimmt nichts dagegen.

Exakt drei Minuten länger als bei ihrem letzten Auftritt vor Jahresfrist in Rodgau benötigte Astrid Staubach (SV Herbstein), doch ihre Platzierung blieb dieselbe. In 3:54:53 h konnte sie sich über die Silbermedaille freuen. Die 100km-Nationalteamläuferin Natascha Bischoff von der LSG Karlsruhe erreichte nach exakt vier Stunden Laufzeit (netto sogar vier Sekunden darunter) das Ziel als dritte Frau, ganz knapp vor Katrin Herbrik (TV Hergershausen), die in 4:00:33 h netto auf Rang vier einlief und Zweite der W35 wurde.

Daneben gab es natürlich auch in den Altersklassen wieder hervorragende Leistungen, von denen stellvertretend nur M50-Sieger Frank Wiegand (passtschon 98, 12. gesamt in 3:34 h), M60-Sieger Uli Amborn (LG Offenbach; 22. gesamt und neuer M60-Streckenrekord in 3:42:50 h), M75-Sieger Norbert Hoffmann (LG Westerwald; 244. gesamt in 4:47:36 h) sowie W50-Siegerin und „Urgestein“ des Ultramarathons, Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach), die in 4:16:50 h als elfte Frau ins Ziel kam.

Bei den Mannschaften waren die Schweizer von mega-joule.ch nicht zu schlagen. In der Besetzung Eggenschwiler / Witzel / Camenzind waren sie in 10:09:05 h deutlich vor dem ASC Marathon Friedberg (10:47:03 h mit Apel / Habicht / Tschenscher) und den Männern des „Eiscafé Winter Hääschde“ (Wittwer / Konrath / Wagner), die 10:52:31 h benötigten.

Bei den Frauen war die LG Mauerweg (Goebel / Goj-Hoppenheit / Schmitt) in 14:54:06 h die schnellere von nur zwei Mannschaften vor dem 100 Marathon Club (Kuhn / Schlüter / Kortyka) in 16:03:08 h.

 

Ob „nur“ als Trainings-, Vorbereitungs- oder ernsthafter Wettkampflauf, Rodgau bietet praktisch für jeden Geschmack etwas. Das ging in diesem Jahr sogar so weit, dass beim Geschenk, welches jeder vorangemeldete Teilnehmer bekam, die Auswahl zwischen einem Buff in neuem weißblauen Design oder Läufergaben aus den Vorjahren (Kappe, Hüfttasche oder Startnummernband) bestand.

Mehr Auswahl bot nur das Kuchenbuffet, das auch für die langsameren Sportler noch ausreichend bestückt war. Überhaupt gehört der „Ultra-Kaffeeklatsch“ mit Siegerehrung genauso dazu wie die Beschallung an der Strecke mit Musik an der Wendepunktstrecke und den Frotzeleien und Informationen von Sprecherin Gabi Gründling. Der „Rodgauer 50er“ ist auch in seiner 18. Auflage eine Reise wert gewesen, und all denen, die nicht zugegen waren, sei der 27. Januar 2018 ans Herz gelegt. Dann findet Nummer 19 statt.

 

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.rlt-rodgau.de und www.volkslauf.de


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