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38. Werner-Diefenbach-Gedächtnislauf

[eingestellt am 03. April 2017]

By: Jochen Höschele

Organisator Günter Krehl gibt letzte Anweisungen vor dem Start des 38. Werner-Diefenbach-Gedächtnislaufes

Gemeinsame Startaufstellung der 4km- und 12km-Läufer; mit Startnummer 33 die spätere Siegerin über 12km, Tamara Walter

Der tiefste Punkt der Strecke ist nach etwa 6 Kilometern erreicht, man läuft hier ein kurzes Stück auf der asphaltierten „Herrschaftssteige“ im Nagoldtal

Uwe Keppler läuft als Dritter der M55 in 57:21 min am Vereinsheim ein

Frank Sommer, nach längerer Wettkampfpause wieder aktiv und in 57:33 min im Ziel

Rekordsiegerin Ursula Walter vom SC Neubulach wird in 58:39 min dritte Frau

Andreas Krampert in für einen Ostelsheimer Athleten ungewohntem schwarzem Lauftenue

Iris Weiss (Radhof Schill) kommt als vierte Frau nach 59:31 min ins Ziel

Hartmut Kuonath war zu schnell für den Fotografen, René Heinrich kommt bei seiner Diefenbachpremiere auf 60:31 min

Schnellster der M65 wird der Kuppinger Michael Piske in 60:43 min

Fast genau 70 Minuten benötigen die 2. W55, Ulrike Rosenfelder, und der immer noch unglaublich schnelle M80er Horst Liebing vom LT Altburg für die 12km-Strecke

Yvonne Eisel absolviert die Strecke bei ihrer Premiere in 71:12 min und belegt auf Anhieb der dritten Platz in der W40

Martina Dörsam und Karl-Heinz Lange vom LT Aidlingen sind gemeinsam nach 73:05 min bzw. 73:06 min im Ziel

Ein guter Schluss ziert alles: Hannelore und Walter Wiedenmann (beide LT Altburg) gewinnen ihre jeweiligen Altersklassen in gut 92 Minuten

Eine Premiere bei der 38. Auflage

Calw-Stammheim, den 1. April 2017 – Kein Aprilscherz war es, dass es anlässlich der 38. Auflage des Werner-Diefenbach-Gedächtnislaufes in Calw-Stammheim erstmals auch eine kürzere Strecke als die 12km-Runde hinab ins Nagoldtal und wieder hinauf geben sollte. Lange hatte Veranstalter Günter Krehl dafür gekämpft, auch Jugendlichen die Möglichkeit einer Teilnahme einzuräumen. Da dies auf Strecken, die länger als 5km sind, nicht für alle Jahrgänge ab 2002 möglich ist, wurde flugs eine 4km-Distanz aus der Taufe gehoben. Diese endet an der Spitzkehre, wo die Originalstrecke hinunter ins Nagoldtal abbiegt. An der Premiere nahmen immerhin sieben junge Sportlerinnen und Sportler teil. Am schnellsten lief Niklas Held (Sommerbiathlon Bondorf) mit 15:02 min, Yannick Burkhardt lag genau 20 Sekunden zurück auf Platz zwei und Linus Eißler vom SV Oberkollbach wurde in 17:38 min Dritter. Schnellstes Mädchen war Victoria Schroller aus Ottenbronn in 17:45 min vor Chiara Krehl (VfL Herrenberg; 23:14 min) und Chiara Moll (TV Oberhaugstett; 23:15 min).

Auf der 12km-Distanz setzte sich mit Tamara Walter (LG Calw) eine junge Athletin durch, die sich bereits einmal – vor 14 Jahren! – in die Siegerliste des Diefenbach-Laufes eintragen konnte. In 50:33 min war sie nicht zu schlagen, auch die zweifache Siegerin (2015 und 2016) Carmen Keppler vom SV Oberkollbach (52:12 min) konnte sie nicht gefährden. Als Dritte lief bereits die Rekordgewinnerin (sieben Siege zwischen 1997 und 2005), Ursula Walter vom SC Neubulach am Sportplatz „Rottannen“ über den Zielstrich. Sie benötigte 58:39 min und dominierte auch ihre Altersklasse W55.

Bei den Männern lagen nach der Hälfte der Distanz im Nagoldtal die beiden Oberkollbacher Tim Weber und Daniel Kirchenbauer vorne, doch der etwas verhaltener gestartete Sebastian Groteloh (TSV Hirschau) hatte bergauf dann die besseren Karten und mehr zuzusetzen. Er ging erst an Weber und schließlich auch an Kirchenbauer vorbei und sicherte sich bei seiner fünften Teilnahme erstmals den Sieg in 43:33 min vor Kirchenbauer (43:53 min) und Weber (44:41 min). Auf den Plätzen vier und fünf folgten mit Gunther Moll und Armin Gotsch die schnellsten Ostelsheimer, für Gunther war es nach der 10km-Bestzeit beim Hesse-Lauf vorige Woche bereits die zweite Bestzeit (und das bei der 31. Teilnahme am Diefenbach-Lauf!). Armin Gotsch musste, im Gegensatz zum Hesse-Lauf, seinem Altersklassen- und Vereinskollegen den Vortritt lassen und lag in 46:33 min 77 Sekunden hinter Gunther. Die Mannschaftswertung sicherten sich die Oberkollbacher in der Besetzung Kirchenbauer-Weber-Behnke (6. in 46:37 min), bei den Frauen lag ebenfalls der SV Oberkollbach (Keppler/Eißler/Märkle) vorne, Zweite wurden die Frauen des LT Altburg (Laskowski-Pfrommer/Rosenfelder/Schaible).

Der in Gedenken an den 1978 in den Schweizer Bergen verunglückten Werner Diefenbach durchgeführte Lauf ist als Spendenlauf konzipiert und es wird kein Startgeld erhoben, sondern um eine Spende gebeten. Der Erlös dieser „Startgelder“ plus der Einnahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf bei der anschließenden Siegerehrung im Vereinsheim kommt der Organisation „Kinder laufend helfen“ zugute, in diesem Jahr waren das 90 Euro an „Startgeldspenden“ plus 50 Euro aus dem Kuchenverkauf.

Die Streckenrekorde (46:14 min von Nora Kusterer im Jahre 2013 und 39:45 min von Detlev Kuhbandner und Guido Wolf von 1984) gerieten nicht in Gefahr, doch sehr erfreulich war, dass die letztjährige Teilnehmerzahl um 25% gesteigert werden konnte. Vor Jahresfrist zählte Günter Krehl 61 Teilnehmer im Ziel (damals gab es allerdings den 4km-Lauf noch nicht), heuer deren 82 beim Hauptlauf. Die Diefenbach-Debütanten mischten sich mit den „alten Hasen“ und viele von ihnen waren auch hinterher bei der von Günter Krehl launig und fachkundig moderierten Siegerehrung im Vereinsheim noch zugegen.

Ein Lauf, wie es nicht mehr viele im Kalender gibt – die Startnummern werden wiederverwendet, Dusch- und Umkleideräume sucht man vergebens (aber ein feuchter Waschlappen tut es hinterher auch mal), doch dafür ist auf der Strecke alles vorbildlich mit Sägemehl markiert (sogar jeder halbe Kilometer). Dazu die herrliche Natur des Nordschwarzwaldes, der die Läufer an diesem Samstag sogar mit Temperaturen knapp unter 20 Grad verwöhnte. Auf ein Neues im nächsten Jahr also beim 39. Werner-Diefenbach-Gedächtnislauf!

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.gkrehl.de


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