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18. Oberriexinger Volkslauf

[eingestellt am 04. Juli 2017]

By: Jochen Höschele

Fotos: Fotos Birgit Burrer und Jochen Höschele

Die schattige Passage entlang des Enztalradweges zwischen Kilometer 0,5 und 1,5

Das Bahnviadukt über das Enztal ist ein imposantes Bauwerk, die Läufer wirken dagegen wie Miniaturfiguren

Steiler Anstieg bei Kilometer 3,5

Stillleben an der Enz

Michael Bosch (Handball Ori) bleibt noch unter 49 Minuten

Sabine Heubach (LG Neckar-Enz) überquert als dritte Frau des Hauptlaufes die Ziellinie in 49:18 min

Dieter Friedrich (TSV Nussdorf) gewinnt in 53:44 min die M60

Noch mehr Federvieh am Enzufer

Andreas Weis (TSV Nussdorf; vorne) in der ersten Runde noch dicht gefolgt von Marc Schulze (SZ Kornwestheim), der auf Rang vier zurückfällt; dahinter der spätere Dritte, Fabian Pfitz (ebenfalls TSV Nussdorf)

Fünfköpfige Läufergruppe um die Siegerin Suska Fleury (in schwarz). Von links Simon Stratemeier (42), Suska Fleury, Daniel Siegle (27), Sven Ippich und Marc Maisch (18)

W40-Siegerin Susanne Baum (40) vor der W50-Siegerin Sabine Heubach. Im Ziel war die Reihenfolge dann umgekehrt

Kiara Helber (7), Jürgen Helber (45) und Heike Schirmann (in grün) gemeinsam auf der ersten der zwei Runden

Konzentrierter Blick auf dem Weg zum Rekord auf der neuen Strecke: Andreas Weis vom TSV Nussdorf gewinnt den 10km-Lauf in 36:42 min

Suska Fleury (Team Evaldo Mühlacker) ist beinahe zu schnell für die Fotografin und siegt in 43:54 min

Birte Moyé läuft zwei beinahe gleichschnelle Runden und belegt am Ende Rang zwei in 45:34 min

Sabine Heubach lächelt sich den Berg hinauf

Ein Rebel(l) alleine auf weiter Flur

Schwache Resonanz, aber ein Streckenrekord beim Zehner

Oberriexingen, den 1. Juli 2017 – Sehr überschaubar war sie, die Teilnehmerzahl beim Hauptlauf, dem „Enztal-Zehner“ im Rahmen des 18. Oberriexinger Volkslaufes am Samstag Nachmittag. Gerade einmal knapp über 50 Athletinnen und Athleten reihten sich an der Startnlinie auf, um den letzten der insgesamt sechs Wettbewerbe anzugehen. Zuvor waren schon die Bambini (100m auf dem Sportplatz), die Schülerinnen und Schüler jeweils in einem eigenen Lauf über 1700m und die Einsteiger sowie die Walker und Nordic Walker gemeinsam um 15:30 Uhr auf eine Enztalrunde über 5030m gestartet. Bereits nach der ersten Runde und 75 Höhenmetern lag der spätere Sieger, Andreas Weis (TSV Nussdorf) mit 18:03 min eine gute halbe Minute vor den Verfolgern, seinem Vereinskollegen Fabian Pfitz und Marc Schulze von der Skizunft Kornwestheim. „Bis zum Anstieg am Viadukt waren wir mehrere an der Spitze“, wusste der aus Oberriexingen stammende Weis zu berichten. „Dann aber wurden die Schritte hinter mir leiser, ich bin einfach mein Tempo weitergelaufen, weil ich mich gut gefühlt habe und auch der Stuttgart-Lauf vom vergangenen Wochenende hat sich muskulär nicht negativ bemerkbar gemacht. In der Landeshauptstadt war Weis mit einer 1:18:48 h unter die Top 25 von beinahe 6000 Teilnehmern des Halbmarathons gelaufen.

Quasi als Kontrastprogramm und weil es ein „Lauf in der heimischen Umgebung“ ist, nutzte er den Oberriexinger Enztal-Zehner als neuerliche Tempoeinheit. „Als ich die Voranmeldezahlen gesehen habe, bin ich schon ein wenig erschrocken“, brachte auch er sein Bedauern über die geringe Resonanz beim Hauptlauf zum Ausdruck. 19 Voranmeldungen, letztlich 51 Finisher beim Hauptlauf, das ist sicherlich auf Dauer zu wenig und auch nicht das, was sich die Veranstalter um Marika Linckh und Mirko Engel sich so vorgestellt hatten. Dennoch zeigten sie sich ganz zufrieden, denn es „steckte kein Bus auf der Strecke fest, und auch die Rekrutierung der Helfer gestaltete sich deutlich einfacher als am alten Termin am Freitagabend“.

Ähnlich überlegen wie Andreas Weis, der in 36:42 min souverän vor dem von Platz vier auf zwei vorlaufenden Julian Großkopf (Lichtenstern-Gymnasium Sachsenheim; 37:53 min) und seinem Nussdorfer Vereinskollegen Fabian Pfitz (38:04 min) mit neuem Streckenrekord auf der seit 2015 gelaufenen Runde gewinnen konnte, war auch Suska Fleury (Team Evaldo Mühlacker) bei den Frauen. Nach der ersten Runde betrug ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Birte Moyé bereits mehr als 90 Sekunden. Diesen konnte sie noch ganz leicht ausbauen und siegte in 43:54 min vor Moyé in 45:34 min und der W50-Siegerin Sabine Heubach (LG Neckar-Enz; 49:18 min).

Eine Rarität gab es beim Einsteigerlauf über eine Runde à 5030 Meter: Das Frauenpodest war komplett mit Athletinnen der Altersklasse WJU 18 besetzt, also lauter schnelle Nachwuchskräfte, die schon einmal eine viel versprechende läuferische Visitenkarte in Oberriexingen abgaben.

Die in der Region schon sieggewohnte Svenja Groß (Stromberg-Gymnasium) siegte in sehr guten 21:55 min vor Leonie Schulte (Friedrich-Abel-Gymasium; 23:59 min) und Lea Ruof (ebenfalls Stromberg-Gymnasium; 24:23 min).

Bei den Männern war es der ebenfalls erfolgsverwöhnte Sven Kratochwil (DVB Manuel Eder), der dem Rennen seinen Stempel aufdrückte und ungefährdet in 17:53 min vor Ulrich Mack (CVJM Korntal; 19:28 min) und Philipp Meyer (Stromberg-Gymnasium; 19:39 min) siegte.

Immerhin war die Anzahl der Finisher beim 5km-Einsteigerlauf mit glatt 100 beinahe doppelt so hoch wie die des Hauptlaufes.

Der Schülerlauf, der die Klassen W/MKU8 bis W/MJU16 umfasste, war mit über 220 erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besetzt, die Klassensieger im Einzelnen:

Julie Hüeber und Felix Stahl (U8), Malou Wernert und Lasse Körnert (U10), Charlotte Palmer und Kian Wernert (U12), Mia Wolff und Julian Wooler (U14) sowie Lara Wahl und Josua Wendel (U16).

Einen weiteren Vorteil außer der für die Organisatoren einfacheren Helfersuche hatte der neue Termin am Samstagnachmittag noch: Das abschließende Zusammensitzen und die Siegerehrung waren wesentlich besser besucht, als sonst üblich. Was natürlich auch daran lag, dass bisher die Läufer der Erwachsenen erst zu Uhrzeiten gestartet wurden, als in diesem Jahr der letzte Läufer bereits die Ziellinie überquert hatte.

Vielleicht lag die geringe Resonanz im Hauptlauf aber mindestens teilweise auch daran, dass am Vorabend im nur gut zehn Kilometer entfernten Bietigheim-Bissingen der „Fackellauf“ über die Bühne ging und man dort ebenfalls 10km (oder wahlweise 6,6km) laufen konnte, in die laue Sommernacht hinein. Verbunden mit Drinks und lässiger Musik hat das Ganze dort natürlich eher „Eventcharakter“, während in „Ori“ ein traditioneller Volkslauf stattfindet. Dass dieser noch lange nicht die schlechteste Wahl ist, davon sollten sich im nächsten Jahr möglichst ein paar mehr Sportler überzeugen.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.tsv-oberriexingen.de


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