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Dehaut, Thomas

[eingestellt am 11. Juli 2009]

Von: Gabi Gründling

46 Jahre und kein bißchen langsam

Ostern 2009 in Rheinzabern

Am 18. April 2009 wurde Thomas Dehaut 46 Jahre jung. Und machte sich eins der schönsten Geburtstagsgeschenke, die sich ein Sportler mit Leib und Seele wohl machen kann. Er wurde Deutscher Meister über 50 km und lief dabei so schnell wie seit 12 Jahren kein Deutscher mehr. Seine 3 Stunden, 3 Minuten und 49 Sekunden bedeuten außerdem einen neuen deutschen Rekord in seiner Altersklasse M45. Er lief also einen Schnitt von fast 17 km/h. 

Gerade eine Woche vorher hatte er, quasi im Vorbeilaufen, in Rheinzabern noch den Pfalzmeistertitel über Halbmarathon eingeheimst. 

Der Obernheim-Kirchenarnbacher, der für die LLG Landstuhl an den Start geht, ist Spätberufener in Sachen Laufsport. Erst 1999 fing er mit dem Laufsport an. Eigentlich, um als Opelaner an der Chase Corporate Challenge, einem Firmenlauf über 5,6 km, teilzunehmen. Danach hatte er Blut geleckt, 2002 stand sein erster Marathon auf dem Plan. Beim Marathon Deutsche Weinstraße schockte er gleich die Konkurrenz mit 2:40 Stunden und einem sechsten Gesamtplatz. 

Der Vater einer 21-jährigen Tochter arbeitet seit 27 Jahren bei Opel in Kaiserslautern. Der gelernte Maurer ist Kolonnenführer in der Logistik/Materialwirtschaft. Zur Zeit arbeitet er im Zweischichtsystem. Für seinen Trainingsaufwand von durchschnittlich 165 km/Woche ist ihm die Spätschicht die liebste. “Da kann ich sieben Stunden schlafen und trotzdem noch 20 km laufen, bevor’s zur Arbeit geht” 

Thomas setzt seine Akzente stets im Frühjahr und im Herbst. Zwischendurch fährt er sein Training konsequent auf 40-50 Wochenkilometer herunter, um seinem Körper die nötige Regeneration zu gönnen. 

Thomas Dehaut ist , was man im Deutschen Vegetarierbund auch schon mal scherzhaft “Pesco-Vegetarier” nennt. Außer hin und wieder Fisch schwört er auf Gemüse, Gemüse und Gemüse. Er zieht sogar Kartoffeln Nudeln und Reis vor. Ach ja.. und natürlich kommen nur Vollkornprodukte auf den Tisch des Hauses. So kann er auf jegliche Nahrungsergänzungsmittel verzichten, seine Frau Eveline, die inzwischen auch längst dem Laufvirus verfallen ist, kocht ausgewogen genug. Aber Pizza darf es natürlich auch mal sein. Nach seinem Start-Ziel-Sieg über 50 km hat er sich eine ganze Familienpizza alleine einverleibt. 

Wenn’s ums Lesen geht, beschränkt er sich auf die Tageszeitung, eine Laufzeitschrift und “alles übers Camping”. Denn Dehauts sind gerne mit dem Wohnwagen unterwegs. Gerne in Italien oder Griechenland. Wo er dann eher faulenzt als sich sportlich zu betätigen. Ein bißchen Radfahren darf’s im Urlaub sein, ansonsten steht das Aufladen der Akkus im Vordergrund.

Campen nennt er auch als “weiteres Hobby” neben Laufen und Holz machen, das so ganz nebenbei noch gutes Krafttraining ist. 

Seine Lieblingsfilme sind “Asbachuraltwestern” und Inspektor Columbo. Wie bei Vielen seiner Generation findet man seine Lieblingsmucke in den 80ern und davor: Rock, Pop, AC/DC und Queen. 

An 100 km, über die sein älterer Bruder Helmut sehr erfolgreich ist, mag Thomas Dehaut nicht denken. Noch nicht? 

seine Bestzeiten:

10 km 32:46 min 2004 Dachser Grenzlandlauf 

21,1 km 1:11,19 h 2003 Hüttenfelder Kerwelauf

42.2 km 2:31,34 h 2007 Frankfurt

 


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