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Keine Chance auf Ultra-Einheit am 03. Oktober 2009 bei der 100 km-DM in Ahrweiler

[eingestellt am 05. Oktober 2009]

Von: Pressemitteilung

Wer geglaubt hatte, dass mit dem Rücktritt von Volkmar Mühl von seinem Amt als Ultramarathonberater des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) nun wieder eine Befriedung der zerstrittenen Ultramarathonszene eintreten könne, musste sich bei den 23. Deutschen Meisterschaften im 100 Kilometerlauf in Ahrweiler eines Besseren belehren lassen. 

Trotz einer offiziellen Genehmigung durch den DLV als Veranstalter der Meisterschaften wurde der DUV vom lokalen Ausrichter die Durchführung einer Live-Berichterstattung untersagt. „Sie sind hier nicht erwünscht“, so die Aussage des örtlichen Veranstaltungsleiters, Michael Jahr, als der DUV-Präsident Stefan Hinze am Freitag Abend das Vereinszelt im Start-Ziel-Bereich errichten wollte. Aus diesem Zelt sollte über einen Live-Ticker von der Meisterschaft berichtet werden. Wie vor Ort zu erfahren war, hatte eine große Anzahl von Helfern auf Initiative von Sabine Strotkamp, die nach Angaben des TUS Ahrweiler maßgeblich an der Organisation der Meisterschaften beteilgt war, gedroht, der Veranstaltung fernzubleiben, für den Fall einer DUV-Präsenz am Veranstaltungsort. „Ich wurde massiv unter Druck gesetzt und konnte deshalb nicht anders handeln, obwohl ich eigentlich nichts gegen die DUV einzuwenden habe“, so Jahr. Gleichzeitig wurde der Verein zur Förderung des Ultramarathonlaufs in Deutschland (VFUM) als enger Partner des örtlichen Ausrichters TuS Ahrweiler 1898 präsentiert, der die Durchführung der Veranstaltung in personeller und materieller Hinsicht unterstütze. Vizepräsidentin des VFUM ist Sabine Strotkamp. 

Die Repräsentantin des DLV in Ahrweiler, Frau Rita Girschikofky, hatte keine Handhabe, den Eklat zu verhindern, da der TUS Ahrweiler die Weisung des DLV einfach ignorierte und damit die Hoheit des DLV über dessen eigene Veranstaltung mißachtete. Das Verhalten des TUS Ahrweiler soll nun ein Nachspiel haben, wie Frau Girschikofski betonte, ohne konkrete Maßnahmen zu nennen. 

Die meisten Läuferinnen und Läufer hatten noch nichts von den Querelen im unmittelbaren Vorfeld der Meisterschaften gehört und konnten ungestört ihren Wettkampf vornehmen. Tatsächlich wurde am Tag der Deutschen Einheit wieder einmal mehr deutlich, dass es einige Personen in der Ultraszene gibt, die aufgrund von stark selbstdarstellerisch geprägten Zügen bereit sind, demokratische Grundsätze quasi mit dem Faustrecht beiseite zu schieben.

05. Oktober 2009

 


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