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Falkenstein, Dorothea

[eingestellt am 21. Oktober 2009]

Von: Gabi Gründling

Dorothea Falkenstein (TV Maikammer) ist eine der häufig anzutreffenden Spätberufenen in Sachen Laufsport. Und noch spätberufener, wenn es um leistungsorientiertes Laufen geht. Die heute 41jährige ist zwar schon immer gerne gelaufen, aber fürher nur immer mal ein bißchen. Zur Regelmäßigkeit kam sie mit 35 mehr oder weniger zufällig, als sie eine Trainingspartnerin fand, mit der sie sich immer wieder verabredete, um im immer gleichen angenehmen Tempo durch den Pfälzerwald zu laufen. Mit ihr zog es sie auch zu den ersten Volksläufen. Als die Freundin dann berufsbedingt zurückschrauben mußte, ging es bei Dorothea so richtig los. Seitdem trainierte sie systematischer, nahm auch mal Intervalle ins Programm und wurde schneller und schneller. Was dann, ehrgeizig ist frau dann ja doch, dazu führte, daß sie 2009 Bestzeit an Bestzeit reihte.

Allerdings weiß die 41jährige Mutter zweier Kinder, die als Ärztin in der Medizinischen Klinik (im Krankenhaus Hetzelstift) in Neustadt Teilzeit arbeitet, nicht wirklich, wie viel sie läuft. Sie führt zwar Aufzeichnungen, aber kein eigenes Trainingstagebuch. Vielmehr notiert sie ihre Umfänge in ihrem normalen Tagebuch. Mit viel Mühe könnte sie also im Ernstfall ihre Laufkilometer daraus extrahieren.

Hinter Kindern, Beruf und Haushalt steht ihr Lauftraining in ihrem Tagesablauf an vierter Stelle. Entsprechend trainiert sie zwar nicht planlos, bezeichnet das, was sie macht, aber auch nicht als ausgesprochen strukturiert. Sie weiß, was sie machen müsste und versucht das in ihrer Woche unterzubringen. Sie gehört nicht zu denen, die morgens um 5 Uhr aufstehen, um zum Frühstück zurück zu sein. Die für sie geeignetste Lauftageszeit ist der Nachmittag. Wenn sie sich da 1-2 Stunden freischaufeln kann, läuft sie los. Direkt von der Haustür aus. Zeitsparend. Ihre langen Läufe macht sie am Sonntagmorgen. Und startet dann schon, wenn die Familie sich nochmal eine Runde umdreht. Zum Frühstück ist sie dann zwar zurück – aber zu einem späten. Ihre Familie ist zwar stolz auf sie, wenn sie gute Zeiten und Platzierungen rausläuft und läßt sie auch laufen – aber wirklich interessant ist es für sie nicht, was Frau und Mutter da treibt. 

Ihre Lieblingsdistanz ist der Halbmarathon. “Eindeutig” meint sie. Obwohl sie, die über Marathon 2009 Pfalzmeisterin wurde, in 2009 nur zwei Halbmarathons gelaufen ist. Dazu drei Marathons (Kandel, Mannheim, Karlsruhe) und jede Menge 10er. Ihre Lieblingsläufe sind zwei Neustadter Veranstaltungen: der Altstadtlauf wegen der vielen bekannten Gesichter an der Strecke und der Gimmeldinger Halbmarathon, weil sie das Gimmeldinger Tal seit ihrer Kindheit kennt. 

Für weitere Hobbies hat Dorothea Falkenstein, wen wundert’s, eigentlich keine Zeit. Lesen und Freunde treffen macht sie gerne, aber viel Freiraum dafür ist nicht. “Verzauberter April” von Elisabeth von Arnim hat es ihr angetan, allerdings liest sie so ziemlich alles, was ihr eine Freundin gerade in die Hand drückt. Wenn’s draußen kalt ist, hört sie dazu auch schon mal Klassik und hat den Kamin und Tee mit im Erholungsrepertoire. Ansonsten hört sie eher Rock-Pop.  

Ein Lieblingsfilm? Da fällt ihr nichts ein. Ins Kino geht sie zwar gerne, aber eher selten. Und die Glotze bleibt bei ihr vollkommen kalt und läßt sie selbiges.  

Ihre Bestzeiten:

10 km – 39:15 min (Gäulauf 2009)

HM – 1:27:11 h (Spargellauf Lampertheim 2009)

M – 3:08:01 h (Kandel 2010)