Tilo Kramer
Als mein Sohn begann, die ersten Meter mit dem Fahrrad zu fahren, habe ich gleichzeitig mit dem Laufen angefangen, um ihn zu begleiten. Das war 1998. Seitdem wurden aus 4 mörderischen Kilometern, die ich damals am Stück bewältigen konnte, längere Läufe bis in den dreistelligen Kilometerbereich. So ein paar Marathons und auch Ultras kommen jedes Jahr zusammen. Allerdings halten sich meine sportlichen Ambitionen (auch mangels Talent) in Grenzen.
Das schnelle Laufen ist nix für mich, weil es hartes Training erfordert und Schmerzen bereiten kann, deshalb reihe ich mich bei den Langsamläufern ein. Der Spaß am Laufen bei guter Verpflegung (exemplarisch seien hier der Rennsteiglauf und der Thüringen-Ultra genannt) steht bei mir an erster Stelle.
Als symbolisch hierfür kann man meinen größten Erfolg bei einem Lauf ansehen. Das war der Gewinn der Mannschaftswertung beim Apfellauf in Laubus-Eschbach (Hochtaunus). Unsere Truppe siegte in der Kategorie „Bestes Outfit“ und gewann 50 Liter Apfelwein. Wir treten dort jedes Jahr als „Die Genussläufer“ an und haben großen Spaß.
Auch meine Familie hat sich inzwischen dem Laufsport verschrieben, so dass wir gemeinsam an Volksläufen teilnehmen, bei denen es zunehmend schwerer wird, mit den Kindern mitzuhalten, vor allem im Endspurt ist man da fast chancenlos.
Das langsame Laufen hat neben dem Genusseffekt einen weiteren Vorteil: Ich kann unterwegs nach Herzenslust fotografieren, was auch Zeit zum Ausruhen gibt. Die Fotos lassen sich dann gut in Laufberichten verwenden, die ich ab und zu für laufticker.de verfasse.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Tilo Kramer, ein Genussläufer
mailto:tilo.kramer<ät>laufticker·de


