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Hecktor, Matthias

[eingestellt am 21. Dezember 2009]

Von: Jürgen Binder

Matthias im August 2009

Er selbst bezeichnet sich als ruhig und gelassen. Trotz solcher, eher auf einen gemütlichen Zeitgenossen zutreffenden Eigenschaften, ist der am 1.7.1974 im westpfälzischen Landstuhl geborene Matthias Hecktor ein ganz Schneller und einer der besten Bergläufer Deutschlands. 

Angefangen hat alles bei ihm, wie bei vielen Jungs die im Dunstkreis vom Betzenberg, dem Kaiserslauterer Fritz Walter-Stadion aufwachsen. Fußball war der erste Sport den er ausübte, ehe er sich 16jährig dem Radsport zuwandte. Hier zeigte sich sein Talent für Ausdauersport und erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Höhepunkte waren auch seine Einsätze als Radrennfahrer für den VC Frankfurt in der U23-Bundesliga, sowie Rundfahrten in Brasilien, Norwegen und Kroatien. 

Immer war er neben dem Radtraining auch gerne gelaufen und irgendwann begann Matthias auch, sich an Volksläufen zu beteiligen. Zur Folge hatte dies zwangsläufig, dass die Freizeit fast gänzlich dem Sport gewidmet war und so fiel der Entschluss, den zeitaufwändigeren wettbewerbsmäßigen Radsport aufzugeben. 

2001 bestritt Matthias Hecktor sein letztes Radrennen, 2002 gewann er für die LLG Landstuhl seinen ersten Volkslauf. 

Zwei Jahre lief er zwischenzeitlich für den 1. FC Kaiserslautern, ehe er sich 2006 dem aufstrebenden TuS 06 Heltersberg um dessen rührigen Laufgruppen-Abteilungsleiter Dieter Kriegshäuser anschloss. 

Seit nunmehr fast einem Jahrzehnt läuft Matthias Hecktor auf ganz hohem Niveau. Etliche Male konnte er bei Wettkämpfen die Ziellinie als Erster überqueren, was ihm bei entsprechenden Gelegenheiten auch mehrere Pfalzmeistertitel einbrachte. 

Bevorzugt werden Distanzen zwischen 5 und 10 Kilometern, meist in der pfälzischen Heimat, und hin und wieder steht auch mal ein Halbmarathon auf dem Programm. Marathon ist er bisher noch nicht gelaufen und er hat es auch nicht vor. 

Am liebsten mag er es profiliert oder wenn es bergauf geht. Den Pfälzer Berglauf-Pokal hat er schon 5 Mal gewinnen können. Trotzdem sieht er sich nicht als Berglaufspezialist, sondern eher als Allrounder. 

Nichtsdestotrotz liebt er die Berge und so zieht es ihn von Zeit zu Zeit auch in den Schwarzwald und in den Alpenraum. Besonders angetan haben es ihm der Nebelhorn-Berglauf im Allgäu, den er 2007 gewinnen konnte und der Hochfelln-Berglauf im Chiemgau. Am Hochfelln wurde er im September 2009 Sechster bei den Deutschen Berglauf-Meisterschaften und Deutscher Berglauf-Mannschaftsmeister. Er war der Schnellste im Team des TuS 06 Heltersberg, dem noch die ehemaligen Radsport-Asse Carsten Bresser und Udo Bölts angehörten. 

Fast jeden Abend, wenn der technische Angestellte von der Arbeit heimgekehrt ist, schnürt er die Laufschuhe. Raus aus der Haustür und los geht es in die hügelige Umgebung seines Wohnortes Ramstein. Zwar kommen kaum mehr als 80 Wochenkilometer zusammen, dafür sind die aber von hoher Qualität. Zur Abwechslung wird sich an manchen Tagen auch auf die Rennmaschine geschwungen und durch die Gegend geradelt. 

Matthias ist 1,80 m groß und zur Zeit wiegt er 71 kg. Er trainiert alleine, ohne besonderen Trainingsplan und er hat auch keinen Trainer. Was bei seiner Leistungsstärke am Berg verwundert, ist die Tatsache, dass sich in seinem Laufrevier keine Anstiege finden, die länger als 3 Kilometer sind. 

Aktuelle Bestzeiten:

10 km in 31:19 min bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften in Mannheim im September 2008

Halbmarathon in 1:10:24 h beim Gutenberg-Marathon in Mainz im Mai 2004 

Bestzeiten bei Läufen zum Pfälzer Berglauf-Pokal:
Donnersberglauf über 7,2 km mit 418 HM in 27:00 min im Februar 2008
Nanstein-Berglauf über 7,8 km mit 350 HM in 26:19 min im März 2008
Rietburg-Berglauf über 8,2 km mit 420 HM in 31:07 min im September 2008
Bad Dürkheimer Berglauf über 8,7 km mit 510 HM in 33:05 min im September 2007
Potzberg-Berglauf über 8,2 km mit 350 HM in 29:21 min im November 2007
Kalmit-Berglauf über 8,1 km mit 505 HM in 30:48 min im November 2007 

Die Läufe zum Pfälzer Berglauf-Pokal hat Matthias Hecktor bis auf den Donnersberglauf alle schon mehrfach gewinnen können. Nur am Donnersberg musste er sich bisher stets mit Rang 2 oder 3 zufrieden geben. 

Matthias Hecktors Wunsch, von einem tieferen Einblick in seine Privatsphäre abzusehen, wurde in diesem Portrait berücksichtigt.

 


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