Nikolauslauf Tübingen
Churfrankenlauf
Kanzlei.org - laufend gut beraten

Zschaubitz, André

[eingestellt am 26. Dezember 2009]

Von: Rainer Baumgärtner

Fotos: Peter Gründling

André in Hatzenbühl Ende Oktober 2009

André Zschaubitz von der LG Rülzheim ist in der südpfälzischen Laufszene eine Hausnummer. Geht er bei einem Volkslauf in der Region an den Start, zählt der im pfälzischen Oberhausen wohnhafte Zschaubitz zu den Favoriten. Seine Zeiten sprechen dafür eine eigene Sprache. An einem guten Tag ist Zschaubitz in der Lage, über 10 Kilometer eine 32iger Zeit ins Ziel zu bringen. So wie in Rheinzabern, wo er zum Auftakt der Winterlaufserie 2006/2007 eine persönliche Bestzeit von 32:39 Minuten aufstellte. 

André Zschaubitz kam 2005 nach Rülzheim ins „Trainingsquartier“ von Edmund Hamburger, ein Trainer, der wie wenig andere die Gesetze der Mittel -und Langstrecken kennt und dementsprechend seine Athleten auf die Wettkämpfe vorbereitet. Von Zschaubitz sagt Hamburger, er sei im Training ein „Musterschüler“. Nicht nur beim Trainer, auch in seiner Trainingsgruppe ist er der von allen anerkannte „Chef“ und nicht nur, weil er in der „Hamburgerischen“ Mannschaft der Älteste ist. Er gilt als Vorbild für viele Schüler und Jugendliche, die Zschaubitz oft genug im Schlepptau hat, wenn er sich zum Aufwärmen in den Wald verabschiedet. Viele schätzen an ihm, dass er kein Freund der großen Worte ist, eher bescheiden auftritt und sich mit Starallüren nicht infiziert hat. 

Dabei kann der 24-jährige Südpfälzer auf einige klasse Leistungen zurückblicken. Seine Paradestrecke sind die 1.500 Meter. Ist er in Form, kann er über diese Strecke selbst deutsche Eliteläufer zum Schwitzen bringen. So wie bei den Rheinland-Pfalz Meisterschaften 2008 im Trierer Moselstadion, als der Rülzheimer knapp hinter Torsten Baumeister in 3:56,32 Minuten den dritten Platz belegte. Bemerkenswert auch sein fünfter Platz bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften 2007 in Tübingen über 800 Meter.  

Richtig grantig kann er werden, wenn es bei ihm überhaupt nicht läuft. Einen solchen schwarzen Tag hatte Zschaubitz 2008 bei den Pfalz-Langstreckenmeisterschaften über 10.000 Meter in Bad Dürkheim. Bei tropischer Hitze ging er das Rennen zu schnell an, so dass kam, was kommen musste. Zschaubitz wurde auf den dritten Platz durchgereicht. Ein Moment, in dem er am liebsten im Boden versunken wäre. Selbst seine Freundin Elena näherte sich ihm nur zögerlich, um in richtigen pfälzischen Kraftausdrücken zu hören, dass es ein „Scheißlauf“ war. 

Was Zschaubitz auch nicht mag, ist, wenn seine Dauerkonkurrenten vor ihm im Ziel sind. Zschaubitz legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass es sich hierbei um ein rein sportliches Duell handle, denn außerhalb der Laufstrecke verstehe er sich mit seinen Alterskollegen hervorragend. Und schließlich habe er es oft ihnen zu verdanken, dass es bei ihm noch einen Tick schneller geht. 

Anfang der Jahres 2009 lief es bei Zschaubitz nicht. Probleme gab es mit dem Studium. Als er sich neu ausrichtete, von der Raum -und Umweltplanung zur Ausbildung auf ein Lehramt für Mathematik und Physik „umsattelte“, kam er sehr schnell wieder in Tritt. In Rheinzabern zum Auftakt der Winterlaufserie über 10 Kilometer war er wieder der Alte, in 33:27 Minuten belegte er im Gesamtklassement einen hervorragenden fünften Platz. 

Auch neben dem Laufen sucht Zschaubitz in seiner Freizeit die sportliche Herausforderung. Er folgt dem Ruf der Berge. Anders als in der Leichtathletik kann er sich sich beim Klettern jedoch keinen Absturz leisten. Der Pfälzer Wald bietet ihm  optimale Voraussetzungen, um mit seinen Kumpels auf Tour zu gehen, eine gute Gelegenheit, so Zschaubitz, auch für das Laufen wieder neue Energien zu tanken. 

Mit Akribie führt der schnelle André seine Lauftagebücher, seit 2000 hat er es auf 10 gebracht. Für ihn sind es ganz persönliche Bestseller, denn ab und zu blättert er in seinen Analen, um einfach nur in seiner noch jungen Laufkarriere zu schwelgen. 

Nicht wenige glauben, dass André Zschaubitz als begnadeter Mittelstreckler in naher Zukunft alle Optionen hat, über die langen Strecken außergewöhnlich gute Zeiten zu laufen. Wie gut sie werden, wird wohl davon abhängen, wieviel Zeit ihm das Studium lässt. Für 2010 hat er sich zunächst einmal vorgenommen, seine Bestzeiten über 1.500 und 3.000 Meter zu verbessern. Vor allem seine 3.000 Meter Bestzeit möchte er kräftig nach unten drücken. An die 8:30 Minuten will Zschaubitz heranlaufen und wenn  alles passt, vielleicht die Marke knapp unterbieten. Aus diesem Grund läuft er auch die Rheinzaberner Winterlaufserie mit, für ihn eine gute Grundlage, um die schnellen Mittelstrecken anzugehen. 

Andrés Bestzeiten:
800     Meter                  1:57,65 Minuten  (2007, Edenkoben)
1.000  Meter                  2:32,94 Minuten  (2005, Pliezhausen)
1.500  Meter                  3:56,32 Minuten  (2008, Trier)
3.000  Meter                  8:46,13 Minuten  (2008, Lothringen)
10      Kilometer           32:39      Minuten  (2006, Rheinzabern)   

 

 

          

 

 

 

 

           

 


11. Bottwartal Marathon
Pfälzerwaldmarathon Pirmasens