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Gesundheitstage mit Gesundheitslauf in Rockenhausen

[eingestellt am 16. März 2009]

Von: Stefan Hinze

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Info über den Streckenverlauf

Start

Marian Schuler

Christel Heinz-Balzer

Wolfram Böcher und Guido Balzer

Nein, dieser Bericht hat im ‚Laufticker’ nichts zu suchen. Keine sportlichen Höchstleistungen, keine Läufermassen, die sich lindwurmartig durch eine Stadt bewegen und auch keine bestenlistenfähige Strecke. Keine Zeitnahme und erst recht keine Alterklassenwertung. Außerdem, oh Graus, das Benutzen von Hilfsmitteln in Form von Walkingstöcken war nicht verboten. Wer nun noch weiterliest, den scheint diese Veranstaltung zu interessieren. 

Rockenhausen, ein kleines sympathisches Städtchen unweit des Donnersberges hatte sich an diesem Wochenende vorgenommen, die Gesundheit seiner Bewohner zu fördern und sich für alle Besucher in seiner vielfältigen Weise darzustellen. Eine große Gesundheitsmesse in der Donnersberghalle bildete dabei den Anlaufpunkt. Neben allerlei Gaumenfreuden wurde auch für die Sportler etwas geboten.  

An dieser Stelle könnte mein Bericht doch auch für Laufticker-Leser noch interessant werden. Neben einem Referat von Dr. Saïd Kahla, Präsidiumsmitglied der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V., über die Motivation, sich auf einen Marathonlauf vorzubereiten, wurde nach 2007 wieder ein so genannter Gesundheitslauf angeboten. Die Organisation war vom Westpfalz-Klinikum Rockenhausen übernommen worden. Noch am Sonntag morgen hatten Rita Stibitz, Mädchen für Alles im Krankenhaus und selbst begeisterte Läuferin, und ich die etwa Fünf Kilometer lange Strecke durch das Degenbachtal mit Sägemehl und Absperrbändern präpariert.  

Um 14.00 Uhr ging dann das überschaubare Feld auf den Kurs – zur Hälfte mit Stöcken bewaffnet. Die Straßen waren vorbildlich durch Krankenpflegeschülerinnen und –schüler abgesperrt worden, so dass alle Sportlerinnen und Sportler wohlbehalten ins Ziel kamen, um ihre Urkunden und Geschenkgutscheine eines Sportgeschäftes in Empfang zu nehmen.  

Dabei hatte einen Jüngling dann doch noch der Ehrgeiz gepackt, denn er wollte unbedingt vor seinem Vater ins Ziel laufen. Der 14jährige Marian Schuler kam vor allen anderen Startern an der Donnerberghalle an. Sein Vater, Mark Steitz, nahm es gelassen und wunderte sich wohl über die Leistung des Filius. 

Mit vielen Zuschauern konnte man ins Gespräch kommen, als sie sich nach dem Sinn des Laufes erkundigten. Warum ist Laufen oder Walking so gesundheitsförderlich?  Nicht nur das Blutgefäßsystem wird vor frühzeitiger Verkalkung bewahrt. Man weiß heute auch, dass man durch regelmäßiges Laufen das Risiko einer bösartigen Erkrankung erheblich vermindern kann. Sozusagen wurde die praktische Umsetzung demonstriert. Ohne Wettkampfstreß stand hier die Aussage: „Ich will mehr für meine Gesundheit tun“ im Vordergrund. 

Ganz so streng ging es dann aber doch nicht zu, denn es fand eine Siegerehrung der ersten drei Frauen und Männer auf der Bühne der Donnersberghalle statt. Nur der erstplatzierten Frau, Christel Hein-Balzer, war eine Erfahrung in dieser Hinsicht anzumerken. Die beiden anderen Podestgewinnerinnen, Rita Purwien und Veronika Ultes hatten an einer derartigen Prozedur sicherlich noch nicht teilgenommen und standen etwas schüchtern vor den Zuschauern. 

Fazit: Ein Lauf ohne den sonstigen Wettstreitcharakter. Vielleicht konnten einige Menschen motiviert werden, ihre Beine vom Sofa in die Natur in Bewegung zu setzen. 

Und im kommenden Jahr gibt es dann in Rockenhausen eventuell auch eine Veranstaltung für die Wettkämpfer unter den geschätzten Lesern des ‚Lauftickers’. Lassen wir uns mal überraschen.

 


Bienwald Marathon Kandel