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26. Leininger Cross in Grünstadt

[eingestellt am 24. Januar 2010]

Von: Gabi Gründling

gehört in Grünstadt schon zum Inventar: VanMan Jochen Heringhaus

erste Schülerin W11, Zweite im Gesamteinlauf über 1.100 m: Katy Dietrich

Sieger S11 und Gesamtsieger Philipp Leidner

Zweiter S11 und gesamt Mark Bästlein

Dritter S11 und gesamt Michel Kullmann

Sieger S13 über 1.200 m Philipp Binder

Diesen kleinen Drachen interessierten andere Dinge mehr als die Läufer

Über 2.200 m eine Klasse für sich: Konstantin Filsinger

Zweiter 2.200 m Paul Stimmel

Sven Perleth stürmt als Erster den Sandhügel hoch, wird am Ende Vierter über 3.300 m

Mathias Thormann, Dritter 3.300 m und Zweiter über 9.000 m

Marion Dang

Streckenimpression

Am Ende war Quirin Koch (707) 10 Sekunden vor Florian Michael (766) über 3.300 m

Lief exakt 12 min über 3.300 m: Thomas Heider

Heiner Ohel (726) lief 3x

Siegerin 3.300 m Carina Brechters

Zweite 3.300 m Josefa Matheis

Markus Rudolphi – bei 3 Grad minus neuerdings mit langen Hosen

Dritte 3.300 m Miriam Oberhettinger

Sieger 3.300 m Patrick Schoenball

Zweiter 3.300 m und 6.800 m Sebastian Keinert

Dritter 6.800 m Rafael Bender vor dem Fünften Hans-Willi Freiberger

Vierter 6.800 m Heinz Matheis

Siegerin 6.800 m Birgit Pfisterer

Kraftvoll: Hubert Fast

Imme rein Lächeln auf den Lippen: Regina Thiel (W60)

Dritte 6.800 m Nadja Bold

Sieger 6.800 m Kevin Edwards

Sieger 9.000 m Louis Mc Donagh

Mehrfachstarter Ludwig Mesel

Timo Rokitta, wie immer als Radfahrer verkleidet

Zweite 9.000 m Isabella Bernhard

Dritte 9.000 m Monika Lenz-Müller

Siegerin 9.000 m Annette Heckmann

Dritter 9.000 m Thomas Wittwer (in blau)

Crossgewusel im Land der Leininger Grafen

23. Januar 2010 – Bereits zum 26. Mal richtete die Leichtathletikabteilung der TSG Grünstadt den Leininger Cross in Grünstadt aus.  

Das Leininger Land umfasst große Teile der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim sowie eben der Stadt Grünstadt. Der Name geht, so wird vermutet, auf die Leininger Grafen zurück, einem fränkischen Adelsgeschlecht, dass in Altleiningen seinen Ursprung hatte und mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht.  

Von der Historie des Leininger Landes bekommt man aber nichts mit, wenn man sich im abgesteckten Terrain des nach dem Mittelstreckler Rudolf Harbig benannten Stadions an der Stadtgrenze Richtung Asselheim bewegt.  

Die Streckenführung des Crosslaufs ist schnell zusammengefasst: Asche, Wiese und Sand bilden den Untergrund. Vom Stadionrund erklimmen die Sportler den sie umrundenden Damm, den sie nach einer Stadionkurve wieder verlassen, um einen Nebenplatz (Asche) zu überqueren, über eine Sandspur auf einen weiteren Nebenplatz (Wiese) zu gelangen. Hier ist das erste Hindernis, ein ca. 40-50 cm hohen Balken, zu überspringen, bevor nach der Kopfseite eines weiteren Nebenplatzes und einem erneuten “Sandloch” mit negativem Gefälle zwei weitere Balkenhindernisse und eine Diagonal des letzten Ascheplatzes warten. Dessen Ende setzen Hindernis Nummer 3 sowie ein weiteres Sandstück.  

Je nach Alter und Streckenlänge variieren Startpunkt und Zahl der abzulaufenden Runden. Insgesamt stehen acht Läufe auf dem Programm, die Startzeiten sind zwischen 12.30 h und 15.00 h festgelegt.

 

Alla hopp - ab übers Hindernis

Die kürzeste Distanz von 1.100 m, also einer Runde, steht allen bevor, die 11 Jahre und jünger sind. Von insgesamt 280 Namen auf den diversen Ergebnislisten waren das immerhin 79, verteilt auf drei Läufe. 

Lisa Gehrmann (Jahrgang 2005, TSG Grünstadt) war die Jüngste, die sich der Herausforderung stellte, aber nicht die Langsamste. Clara Witschel (Jahrgang 2001, LG Weinstraße) gewann Lauf 1 der bis zu 9jährigen in 4:57 min, nur drei Jungen waren schneller, angeführt von Jannik Fuchs (Jahrgang 2001, LG Weinstraße, 4.43 min). 

Die nächstälteren Altersklassen starteten dann nach Geschlechtern getrennt. Dabei hätten die 15 Mädchen und 19 Jungen auch auf eine gemeinsame Runde gepaßt. Katharina Welker (Jahrgang 2000, LAZ Zweibrücken) zeigte mit 4:29 min ihren Konkurrentinnen die Hacken. Im Lauf der gleichaltrigen Jungen wäre sie mit dieser Zeit auch Erste gewesen. Der schnellste Schüler 11, Philipp Leidner (Jahrgang 1999, TV Weidenthal) brauchte 4:30 min, also eine Sekunde länger. 

Nur 100 m länger war die Strecke der SchülerInnen M/W-12/13. Anna-Maria Vater (Jahrgang 1997, TSV Annweiler, 4:42 min) und Philipp Binder (Jahrgang 1997, LC Bad Dürkheim, 4:32 min) hießen hier die Sieger. 

Schlag auf Schlag ging es weiter, diesmal mit nur 14 SchülerInnen 14/15, die zwei Runden, also 2.200 m rennen mußten. Erwartungsgemäß siegte hier Konstantin Filsinger (ABC Ludwigshafen), der vor Wochenfrist Rheinland-Pfalz-Meister über 1.000 m in der Halle geworden war. Nach 7:38 min blieb für ihn die Uhr stehen. Mit Paul Stimmel (Gesundheitszentrum Stimmel) blieb noch ein weiterer Läufer unter acht Minuten, er brauchte 11 Sekunden mehr als sein Konkurrent. Eileen Bischoff (LAZ Zweibrücken) erklomm nach 9:08 min das oberste Treppchen bei den weiblichen Teenagern. 

Die anschließenden 3.300 m waren offen für alle Jugendklassen und alle Erwachsenen. Auch hier war schon vorm Start klar, wer das Rennen machen würde, als Patrick Schoenball in der roten Jacke des ABC Ludwigshafen gesichtet wurde. Der 800 m-Spezialist, der im Winter sehr gerne Cross läuft, wurde seiner Favoritenrolle auch gerecht, 10:33 min brauchte er für die drei Grünstadter Runden. Am ehesten folgen konnte ihm noch Sebastian Keinert (DJK Käfertal-Waldhof), der sechs Sekunden länger unterwegs war. Allerdings standen bei ihm auch anschließend noch die 6.800 m auf dem Plan während Schoenball, der am Tag zuvor seine letzte Abiklausur geschrieben hatte, es bei einem Start beließ. Auch sein Vereinskollege Mathias Thoman blieb als Dritter mit 10:40 min noch unter der 11 Minuten-Marke, bevor er sich für seinen erneuten Start über die abschließenden 9.000 m warm hielt. 

Start - hier zum 9.000 m-Lauf

Aus der Triathlon-Ecke kam die Siegerin über 3.300 m. Carina Brechters gehört zur deutschen Spitze, war 2008 Deutsche Juniorenmeisterin und 2009 9. bei der Junioren-WM in Australien. Die Athletin, die in diesem Jahr 20 wird, ist Sportsoldatin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr, trainiert in Worms und Saarbrücken. Mit 12:44 min blieb sie als Einzige unter 13 min. Die ihr aufs Treppchen folgende Athletin könnte ihre Mutter sein, denn Josefa Matheis (TSG Eisenberg) ist 24 Jahre älter. Mit 22 Sekunden war ihr Rückstand nicht allzu groß, auch wenn, wie ihr Mann Ralf es nett ausdrückt, aus Josefa nie eine richtige Crossläuferin wird. Nach 13:40 min war Miriam Oberhettinger (LG Weinstraße) als Dritte im Ziel. 

Einen Eklat gab es bei Lauf 6 nach rund 12 Minuten. Als nämlich Heiner Oehl (LG Weinstraße) im Anlauf auf die Zielgerade den vor ihm laufenden Ludwig Mesel mit zwei Händen zur Seite schubste und zu Boden warf. Der “Eingang” auf die Zielgerade besteht aus der gesamten Laufbahnbreite, Mesel ist vielleicht 40 cm breit – Oehl hätte jeden Platz der Welt gehabt, um ihn herum zu laufen. Veranstalter Gerhard Turznik hat ihn zuerst für diesen Lauf disqualifiziert und dann wohl aufgrund seines Protestes doch wieder in die Wertung genommen. Derart unsportliches Verhalten, das von mehreren Zeugen übereinstimmend beschrieben wurde, gehört nicht noch mit einem Altersklassensieg belohnt. 

Sowohl Oehl als auch Mesel fanden sich dann auch am Start zum 6.800 m-Lauf ein. Der dieses Jahr 75 Jahre alt werdende Dürkheimer Winzer bereitet sich gerade auf den Weinstraßenmarathon vor.  

Vom ersten Meter an dominierte Kevin Edwards (1. FC Kaiserslautern) das Feld. Der 21jährige Amerikaner lebt seit 18 Jahren in Ramstein-Miesenbach, seine Eltern arbeiten auf der Airbase. Bis April wird er noch in der Westpfalz bleiben und dann nach München umziehen, um Chemie zu studieren. 23:25 min standen für ihn am Ende zu Buche. Auch Sebastian Keinert war bei dieser Veranstaltung auf Platz 2 gebucht, nach 23:54 min holte er schon einen zweiten Zweier an diesem Nachmittag. Um Rang Drei gab es ein “Gerangel” zwischen Rafael Bender (LC Bad Dürkheim, Jahrgang 1978) und Heinz Matheis (TuS 06 Heltersberg, Jahrgang 1959). Mal lag der eine vorne, mal der andere – aber in der letzten Runde konnte Bender sich dann nach vorne verabschieden und nahm seinem Konkurrenten acht Sekunden ab. Mit 25:01 bzw. 25:09 min beendeten die beiden ihr Rennen. 

Sehr deutlich war die Überlegenheit der 25jährigen Birgit Pfisterer (SG Walldorf Astoria) gegenüber ihren sechs Konkurrentinnen. Mit einer Endzeit von 28:54 min hatte sie fast drei Minuten Vorsprung vor Marion Dang (Lauftreff Solidarität 1899 Ludwigshafen), die 31:34 min benötigte. Dritte wurde Nadja Bold (1. FC Kaiserslautern) mit 34:12 min.

Zum guten Schluß wurden noch 58 9.000 m-Läufer auf die Piste geschickt. Auch hier hielt ein “Gastarbeiter” das Heft fest in der Hand. Louis McDonagh ist zudem eine Namens-Mogelpackung, denn jeder hält ihn für einen Amerikaner. Der Name könnte auch englisch sein, aber McDonagh lebt in Kaiserslautern, da liegt die USA natürlich nah. Aber weit gefehlt, der 33jährige ist Franzose, läuft auch für seinen Heimatverein Stade Bordelais. Die Westpfalz kennt er von seinem Studium in Kaiserslautern, seit Februar 2009 ist er zurück und arbeitet in Siegelbach. Seine Lieblingsdisziplin ist der Halbmarathon, hier hat er eine Bestzeit von 1:10 h. Auch die doppelte Strecke ist er schon wiederholt gelaufen, davon alleine vier Mal in Paris, wo es ihn auch Anfang April 2010 wieder hin verschlagen wird. 2:29 h war hier seine schnellste Zeit. So gar nicht zu diesen beiden Bestzeiten passen will seine 10 km-Zeit. Die 32:20 min müssten noch um rund 50 Sekunden zu toppen sein, aber McDonagh quält sich nicht gerne über diese Strecke. Nach einem verletzungsbedingt schlechten Jahr 2009 hofft er auf eine gute Saison 2010. Sein dritter Platz beim Silvesterlauf in Kottweiler-Schwanden und der Sieg jetzt in Grünstadt sind dafür gute Auftaktergebnisse. 31:26 min brauchte er im Leininger Land für die 9 km. 

Mathias Thomann (ABC Ludwigshafen, 31:31 min) und Thomas Wittwer (ohne Verein in der Liste, aber eigentlich LG Muli, 33:01 min) komplettieren das Podest. 

Bei den Frauen hieß die Einlaufreihenfolge: Annette Heckmann (Kaiserslautern, 39:04 min) – Isabella Bernhard (TSG Maxdorf, 39:09 min) – Monika Lenz-Müller (TSG Grünstadt, 41:12 min). 

Veranstalterseite mit Ergebnissen: http://www.tsg-gruenstadt-leichtathletik.de

Leserbrief von Uwe Spoor