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Schoenball, Patrick

[eingestellt am 10. März 2010]

Von: Gabi Gründling

Rülzheim im Dezember 2009

Patrick Schoenball, Jahrgang 1989, kam auf einem “etwas anderen” Weg zum Laufsport. Nämlich über den Laufsport. Allerdings nicht den, den wir landläufig kennen und den er selbst heute ausübt. Die Eltern von Patrick hatten in dessen Jugend Huskies und so nahm er die Hunde, um laufen zu gehen. Nicht spazieren, wie er betont. Cani Cross nennt sich der Sport, der aus einem Hunde-Mensch-Gespann besteht und den betrieb Patrick mit zunehmender Begeisterung. Er trainierte jeden Tag mit den Hunden und belegte bei den Wettkämpfen vordere Plätze. Die Hunde gingen, die Laufschuhe blieben ihm, der sich schon von jeher gerne Leichtathletikveranstaltungen im Fernsehen angesehen hat, erhalten.  

Zuerst blieb er beim LC Bad Dürkheim hängen, fing mit Straßenläufen an und durfte irgendwann auch mal in der Halle 800 m laufen. Das gefiel dem Teenager richtig gut, die Mittelstrecke ist heute seine Disziplin. Inzwischen läuft er längst für den ABC Ludwigshafen, trainiert bei Fritz Seilnacht. “Die 800 m sind schneller vorbei” zieht er lachend das Resümee aus seiner Vorliebe für die Bahn. Allerdings läuft er nach wie vor gerne auch mal bei Volksläufen bis 10 km und vor allem auch beim Cross. Zum Auftakt der Winterlaufserie 2009/2010 in Rheinzabern überraschte er im Dezember beim 10er mit seinem dritten Gesamtrang und einer Zeit von 32:58 min. Seinen Ehrgeiz entwickelt er aber definitiv über 800 m, die Volkslaufphasen in seiner Laufbahn bezeichnet er selbst als “Erholungsphasen”.  

Bis zum Schuljahreswechsel im Sommer 2009 war er auf dem Sportinternat in Schifferstadt. Weil er meinte, sich “draußen” besser aufs Abi vorbereiten zu können als im Internat mit Doppelzimmern, wechselte er für Jahrgangsstufe 13 nochmal nach Mannheim und würde nun nach getaner Schularbeit gerne zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehen – oder erstmal Zivildienst machen.  

Seine Freundin steht mit Feuereifer hinter im, feuert ihn auch eifrig an, wenn er läuft. Allerdings hat sie als Turniertänzerin auch nicht immer Zeit, sich an die Laufbahn zu stellen. Ob Patrick auch tanzt und sich das vielleicht sogar als Alternativsportart vorstellen könne? “Bloß nicht” winkt er ab – er habe bisher nicht mal einen Tanzkurs belegt.  

Seine sportlichen Ziele hat Patrick Schoenball genau vor Augen: 2010 möchte er weiter zur deutschen Spitze gehören, bei den Deutschen Meisterschaften im Finale stehen und an internationalen Meetings teilnehmen. 2011 darf’s dann die U23-Europameisterschaft sein. Nachdem er vor zwei Jahren die U20-WM als drittbester Deutscher bei nur zwei zu vergebenden Startplätzen knapp verpaßt hat, möchte er diesmal seine Chance nutzen.

So breit aufgestellt wie beim Laufen ist er auch bei sienem Musikgeschmack. Je nach Lust und Laune hört er von House bis Hip Hop, Rock aber auch Jazz. Und am liebsten lacht er über schwarzen Humor und Ironie.  

Da er als Mittelstreckler zwar täglich trainiert, aber dabei nur auf 65-75 Wochenkilometer kommt, bleiben neben Schule und Training auch noch Zeit für andere Hobbies, wie Kino, Bücher (vor allem von Hermann Hesse), seine Gitarre – und wenn ein bißchen mehr Zeit am Stück ist, auch zum Reisen. Wenn er mal richtig viel Zeit hat, so hat er seiner Freundin versprochen, wird er auch versuchen, tanzen zu lernen.  

Patricks größte Erfolge auf seiner Lieblingsstrecke: 

2006 Rheinland-Pfalz-Meister B-Jugend
2008 Dritter Junioren-DM
2009 Zweiter Junioren-DM

Bestzeiten:

400 m: 48,89 sec
800 m  1:48,92 min
1.000 m: 2:21 min
1.500 m: 3:54 min
10 km 32:58 min

 


11. Bottwartal Marathon