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Lehmann, Jonas

[eingestellt am 10. April 2010]

Von: Elke Bölts

Jonas Lehmann

Mit einem Lächeln siegen

Seit dem 1. Januar 2010 hat die Laufabteilung des TuS 06 Heltersberg Zuwachs bekommen.

Jonas Lehmann, der früher für den TV Limbach an den Start ging, startet von nun an, für die „Rothäute“. Wie genau er zu den Heltersbergern gekommen ist, weiß der braune Lockenkopf, im Nachhinein gar nicht mehr so genau. Die Überzahl der roten Trikots, bei den Läufen, war halt irgendwann nicht mehr zu übersehen. Und da er selbst oft alleiniger Vertreter des TV Limbach war und er an einem regen Vereinsleben interessiert war, bot es sich für ihn einfach an, zu wechseln.

Zumal sich auch sein Lebensmittelpunkt, durch sein Maschinenbaustudium in Kaiserslautern, sowieso zum Teil in die Westpfalz verschoben hat. Außerdem waren Dieter Kriegshäuser und auch Udo Bölts, laut Jonas, nicht gerade unschuldig an dem Wechsel.

Vielleicht hat ihn schon das Wandern, zusammen mit seinen Eltern, durch den Pfälzer Wald oder im Urlaub in Südtirol geprägt. Doch so richtig zum Laufen ist der 21jährige jedoch erst durch die Leichtathletikgruppe des TV Limbach gekommen. Im Grundschulalter fing er mit Leichtathletik an. Schon bald bemerkte er, dass ihm das Warmlaufen auf der Aschenbahn im Training am meisten Spaß bereitete. Als dann im Jahre 2004 ein Lauftreff für Jugendliche gegründet wurde, war klar, dass er da mitmachen würde.

2007 wurde dann ein weiterer Lauftreff in Limbach ins Leben gerufen, der auch regelmäßig an regionalen Volksläufen teilnahm. Somit war der Startschuss für Jonas' Laufkarriere gefallen. Denn von da an dauerte es nicht mehr lange, bis er seine ersten Siege und Platzierungen errungen hatte.

Schon bei der Rheinzaberner Winterlaufserie 2007/08 konnte er sich in seiner Altersklasse, der A-Jugendlichen, den 1. Platz sichern. Und alles, so wie er sagt, mit einem relativ überschaubaren Trainingsaufwand.

Seine Zeiten über 10 km, bewegten sich damals auf hohem 35er (wenn die Strecke etwas kürzer war), bzw. tiefen 36er Niveau. Im Mai 2008 gelang ihm bereits auch schon sein erster Sieg, beim Volkslauf in Frankenstein.

Und auch seinen ersten Halbmarathon im Rahmen des Duo-Marathons in Mannheim lief er im Jahr 2008. Seine Zeit lag bei 1:24 h.  Es folgten der 1. Platz beim Laufladencup in seiner Alterklasse, bzw. der 3. Platz in der Gesamtwertung. Der Anfang war also gemacht und wenn man sich schon einmal bei der Siegerehrung ans Treppchen steigen gewöhnt hat, warum soll man da nicht noch einen draufsetzten?

Und so wurde 2009 sein bislang erfolgreichstes Jahr. Neben vier Siegen bei den Volksläufen, in Brücken beim Ohmbachseelauf, Erlenbrunn, Kusel und in Pirmasens „auf der Platte“, gewann er auch den Laufladencup und beim Pfälzer Berglaufpokal belegte er den 3. Platz.

Bei diesen vielen Erfolgen ist es daher schwer vorstellbar, dass er trainingstechnisch eher unsystematisch vorgeht. Erst seit einem Jahr hat er es geschafft, über Sommer regelmäßig auf der Bahn zu trainieren. Ansonsten ist sein Trainingsmotto, dass Erfolg im Wettkampf nur dann gelingt, wenn man auch  regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt. Denn das hohe Tempo, welches man da läuft, kann man im Training eh nicht simulieren. Zumindest er nicht, wie er selbst sagt und wie man sieht, der Erfolg gibt ihm schließlich Recht.

Auch wenn Jonas sich eigentlich auf jeder Strecke ganz wohl fühlt, das Berglaufen hat es ihm besonders angetan. Berghoch läuft der ruhige Student nämlich am liebsten. Kein Wunder also, dass der Bad Dürkheimer Berglauf und die „Kalmit“ zu seinen Lieblingsläufen zählen. Beim Rockie Mountain Lauf, der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen wurde, bestätigte er auch schließlich mit seinem 3. Platz seine Berglaufqualitäten.

Doch so richtig festlegen will er sich trotzdem nicht. Denn einen  schnellen Zehner läuft er auch mal gerne und gerne auch mal etwas Kürzeres. Allerdings sollte dieser Lauf dann auch etwas Flair bieten. Wie z. B. der Mitternachtslauf in Albersweiler oder der Altstadtlauf in Neustadt.

Einen Marathon ist Jonas bislang noch nicht gelaufen, irgendwann wird er aber auch den sicher mal in Angriff nehmen. Und am Besten, wäre da ein Start bei einem  großen Bergmarathon in den Alpen. Wie zum Beispiel in Graubünden, Jungfrau oder Zermatt. Denn ehrgeizig ist er ja schon, gibt er zu, was beim Laufen ja auch von Vorteil ist.

Zuerst jedoch liegt sein Fokus bei den deutschen Berglaufmeisterschaften mit der Mannschaft des TuS Heltersberg. Das ist sein nächstes großes Ziel. Und vielleicht gelingt es ihm in diesem Jahr ja auch einmal, beim gemeinsamen Training teilzunehmen.

Doch wer denkt, dass Jonas sich „nur“ fürs Laufen interessiert wird, schnell eines Besseren belehrt. Auf dem Rad, dreht er nämlich auch mal gerne seine Runden und im Winter zieht´s ihn zum Skilanglauf in den Schnee. „Außerhalb“ des Sports, betätigt er sich auch gerne mal als kleiner Künstler. Das Abmalen von Bildern ist seine Leidenschaft. Besonders Bilder von van Gogh haben es ihm da angetan.

Ansonsten, ist er trotz seiner ruhigen Art, ein geselliger Typ, der sich gerne mit seinen Freunden mal zum Essen trifft oder um Filme anzuschauen. Ab und zu wird auch mal ein Spieleabend eingebaut.

Langweile gibt es bei ihm also nicht.

Und außerdem wäre da ja auch noch sein Studium, da ist natürlich hin und wieder auch mal lernen für anstehende Klausuren angesagt. Aber Jonas strahlt eine solche Ruhe aus, wenn man ihn sieht, ist es schwer vorstellbar, dass er etwas nicht schaffen könnte, was er sich vorgenommen hat.

Und zum Schluss, noch drei „obligatorische“ Fragen….

 Mit wem würdest Du gerne mal essen gehen?….kurzes Überlegen….

 „Da fällt mir eigentlich nur Magdalena Neuner ein, die find ich richtig klasse. Und was sie mit ihren 23 Jahren schon alles so erlebt und erreicht hat das ist schon phänomenal."

Wenn Du einen Tag Bundeskanzler wärst, was würdest Du verändern?

„Ob man als Bundeskanzler an einem Tag viel verändern kann, weiß ich nicht. Ich würde aber versuchen, die Leute zu mehr Bewegung zu motivieren, denn das hilft denke ich jedem, ein Stückchen glücklicher zu werden. Es muss ja nicht jeder in einem roten Hemd irgendwelche Berge hoch rennen. ;-)"

Und nun der Klassiker aller Fragen! Welche drei Dinge, würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

 „Ein Schweizer Taschenmesser, eine Taschenlampe und ein stabiles Paar Schuhe zum Laufen“.

Logisch, was sonst?!

Mir bleibt abschließend nur übrig, Dir alles Gute zu wünschen und vielleicht gehen Deine  beiden Wünsche, nämlich während einer längeren Zeit körperlicher Anstrengung, noch so zu lächeln wie Haile Gebrselassie und Dein zweiter Wunsch, Deine Mitstreiter auf dem letzten Kilometer mal so stehen zu lassen, wie Kenenisa Bekele, auch mal in Erfüllung.  

Bestzeiten:
10 km Homburg/Citylauf              34:15 min.
Halbmarathon Kaiserslautern        1:20 h


Bienwald Marathon Kandel