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Marathon Dt. Weinstraße bringt fast 1 Million €uro in die Region

[eingestellt am 31. März 2009]

Von: Pressemitteilung

Das Uniteam am Stand des Marathons

Wertschöpfungsgutachten der SRH Hochschule Heidelberg

Das Sportmanagement-Forschungs-Team der SRH Hochschule Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Trosien empfiehlt dem Landkreis Bad Dürkheim die Fortführung der Laufveranstaltung „Marathon Deutsche Weinstraße“ von Bockenheim nach Bad Dürkheim und zurück – und zwar aus finanziellen und Marketing-Gründen. Dies ist das Ergebnis einer „Wertschöpfungs- und Medien-Analyse“ des Instituts im Auftrag der Kreisverwaltung Bad Dürkheim im Anschluss an den 6. Marathon im Jahr 2008. Landrätin Sabine Röhl zeigte sich bei Vorlage des umfänglichen Berichts erfreut: „Diese Analyse bestätigt uns in der Absicht, dieses Event als eine zentrale Werbeveranstaltung für die Region weiter bestehen zu lassen.“ Und das, hier waren sich Veranstalter und Forschungsteam einig, „obwohl wir 2008 das denkbar schlechteste Wetter hatten“. 

Die meisten urteilten positiv

Die Wertschöpfungsanalyse kommt als untere Grenze auf einen Bruttowert von 0,92 Million €uro. Trotz des hohen Anteils der regional ansässigen Läufer von über 70% ergebe sich ein beachtlicher Betrag an Bruttowertschöpfung für den Marathon Deutsche Weinstraße. Eine strengere Netto-Wertschöpfung würde zwar zu einem geringeren Wert führen, doch sei zu bedenken, dass die aus der Region kommenden Sportler an diesem Tag unter Umständen evtl. andere Ausgaben in der Region gehabt hätten. „Die meisten der einheimischen und auswärtigen Läufer (und Zuschauer) haben über die Marathon-Veranstaltung eine sehr positive Beurteilung abgegeben, waren sehr zufrieden und möchten gerne erneut teilnehmen“, bilanziert das Forschungsteam. Für die Region gebe es mit dieser Laufveranstaltung zugleich eine Möglichkeit, ihre auf Weinerzeugnisse konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit nicht nur auszuweiten, sondern auch durch Synergien liebenswerte und sympathische Wesenszüge von Natur und Kultur in Beziehung zu setzen. Die Auswertung der Medien mache deutlich, dass diese Marathon-Veranstaltung das positive Image der Region stärkt, sagt Prof. Trosien.  

„Von den Menschen der Region gewollt“

„Der Marathon Deutsche Weinstraße findet seine eindeutige Besonderheit unseres Erachtens darin, dass er von der einheimischen Bevölkerung gewollt wird“, unterstreichen die Studenten und führen aus: „Es ist unter qualitativen Gesichtspunkten ein wertvoller Beweis für die Aktivitäten und die Engagements der Bewohner der Weinstraßen-Region.“ Viele Menschen bemühten sich - als Mitglieder der ausrichtenden Sportvereine in Grünstadt und Bockenheim - um diese Sportgroßveranstaltung, oder als Mitarbeiter von sozialen und technischen Diensten, die mit (geringer) oder ohne Aufwandsentschädigung für geordnete Abläufe sorgen, sowie Unternehmen, die sich mit ihrer Region verbunden fühlen und das durch ihr Sponsoring auch zum Ausdruck bringen möchten. „Diese Kräfte haben den 6. Marathon Deutsche Weinstraße 2008 zum Erfolg werden lassen“, heißt es im Gutachten. 

Beim Thema Sponsoring gibt der Bericht der SRH Hochschule Heidelberg eindeutig ein Signal auf „Beibehaltung, Pflege und Ausbau der Sponsorenbeziehungen, da die beteiligten Sponsoren selbst als wichtigstes Signal nennen, dass sie über den Marathon ihr klares Bekenntnis zur Region öffentlich und für andere Zielgruppen bekunden können“. Zu wenige der Sponsoren nutzten allerdings ihr eingekauftes Recht, mit ihrem Sportsponsoring aktiver oder offensiver umzugehen. „Zwar ist ihre Beteiligung am Marathon-Lauf sichtbar, doch selbst viele der Läufer und Zuschauer können nicht alle Marathon-Partner namentlich benennen oder wissen, ob eigenständige Aktionen daran geknüpft werden. Umgekehrt sehe man den Nutzen einiger bekannter Unternehmen, die sich durch Aktionen (un)mittelbar auf den Marathon bezögen.

Mehr auswärtige Teilnehmende nötig

Für die Wertschöpfung dieser Einzelveranstaltung sind nach den Ergebnissen der Forschungsgruppe in hohem Maße die auswärtigen Teilnehmer verantwortlich. „Es ist unter der Maßgabe, Wertschöpfungsprozesse zu optimieren, erstrebenswert, den Anteil auswärtiger Teilnehmer zu erhöhen“, schreiben die Studenten der Kreisverwaltung ins Stammbuch. Gleichzeitig empfehlen sie, die bereits bestehenden Kreis- und Städtepartnerschaften zu nutzen, um hierüber einen stärkeren Austausch zu generieren und den Partnerschaften einen zusätzlichen Anreiz zu bieten. Landrätin Sabine Röhl und Organisator Rolf Kley setzten dies schnell um: Der 7. Marathon Deutsche Weinstraße (18. April 2010) wird schon im Juli in Polen bei einer Touristikmesse im Partnerkreis Kluczbork beworben. 

Homepage kommt sehr gut an

Die Homepage erreiche eine sehr hohe Aufmerksamkeit, stellen die jungen Forscher fest. „Auf Grund dieser Erkenntnis ist es empfehlenswert, sie als Kommunikationsplattform weiter auszubauen“, schreiben sie im Ergebnisbericht. Der „Marathon Deutsche Weinstraße 2008“ war für das Team „eindeutig eine hervorzuhebende Präsentationsplattform für alle Beteiligten. Dies war wohl auch zu vergangenen Anlässen der Fall und dürfte es – bei entsprechend fortgeführtem Engagement – wohl auch in der Zukunft bleiben.“ Diese Sportveranstaltung sei ein zugträchtiges „Aushängeschild“ für die gesamte Region. 

Zuschauer nehmen die Angebote gut an

Von der Gesamtsumme 0,92 Millionen € Wertschöpfung bringen die Athleten (inkl. Begleitung) 0,14 Millionen € , die Zuschauer 0,47 Millionen € und der Veranstalter 0,31 Millionen € ein. Prof. Trosien: „Wenn man sich die Tabelle der Halbmarathonläufer genauer betrachtet, fällt auf, dass die Ausgaben derjenigen, die nicht zu Hause übernachten, 50 % ausmachen, allerdings stellen sie nur ein Fünftel der Starter. Bei den Marathonläufern machen 31 % der Starter 69 % der Wertschöpfung aus. Daraus lässt sich ableiten, dass die auswärtigen Läufer die finanziell tragenden Säulen für die Veranstaltung sind.“ Die Wertschöpfung der Halbmarathonläufer beträgt 91.712 €, die der Marathonläufer 50.978 €.  

Die Läuferinnen und Läufer kamen überwiegend im Privat-Pkw (93,7%), einige mit Flugzeug (0,5%) oder Öffentlichen Verkehrsmitteln (1,2%). Wer mehr als 150 Kilometer Anreise hatte, übernachtete in der Regeln auch in der Weinstraßen-Region, so dass Hotels / Pensionen mit 8,9% profitierten. Manche kamen bei Freunden und Bekannten unter (6,3%), wieder andere bevorzugten den Campingplatz oder eine Sporthalle (2,8%). Auch Jugendherbergen der Region waren gefragt (5,6%) und Ferienwohnungen. Die durchschnittliche Übernachtungsdauer liegt bei 1,84 Nächten (bei 1.067 Übernachtungen). 

Jeder Zuschauer gab im Schnitt für Verpflegung, Fahrtkosten und Sonstiges 19,54 € aus, hochgerechnet auf knapp 15.000 geschätzte Zuschauer (2.763 angereiste Zuschauer und 3.421 Anwohner). Den Großteil von 8.816 Zuschauern machten die Begleitpersonen der Läufer aus. Insgesamt hatten 24% der Zuschauer eine Anfahrt länger als 100 km, die Begleitpersonen hatten eine durchschnittliche Anreise von 118km. 

Zum Bild: Das Forscherteam im Kreishaus Bad Dürkheim (von links) Christian Andree, Dipl. Betriebswirtin Birgit Rünger, Heike Schipke, Myriam Bohlender, Landrätin Sabine Röhl, Marco Deyerling, Prof. Dr. Gerhard Trosien und Organisator Rolf Kley. 


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