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8. Panoramalauf in Simonswald und zweiter Tag des Black Forest Trailrun Masters

[eingestellt am 07. Juni 2010]

Von: Jochen Höschele

Fotos: Jochen Höschele

Kurz vor dem Start des Panoramalaufs

Ganz vorne: die spätere Trailrun Masters Siegerin Birgit Lennartz (89) und die Zweite Susanne Bitzer (80)

Der erste Anstieg kurz nach dem Start: Thomas Schönig (95)

An der steilen Rampe: Dieter Amann (121) und Klaus Holzer (155)

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Die beiden Kälbchen wollten auch mal den Läufern zuschauen

Freundliche Verpflegung

Stefan Bischof aus Freiburg

Und schon wieder oder noch immer bergauf: Thomas Scherzinger (214)

Panorama gab es auch

Berndt Reiss im Ziel: Er wird Dritter der Trailrun Masters-Wertung

Und noch mal Thomas Scherzinger: jetzt kurz vor dem Ziel

Bernd Klauer

Wolfgang Bäumker wird 4. der M55

Elena Berger siegt in der WHK in 1:49:33 h

Hans Hoos (LG Brandenkopf) gewinnt die M60 in 1:49:48 h

Rainer Gisin, 2. M60

Felix Thümmel, ein Trailrun Masters-Läufer

Holger Gutmann

Thomas Schonig

Alexander Häßler

Schlachtenbummler kurz vor dem Ziel

Udo Lohrengel erreicht das Ziel

Petru Muntenasu (2. Trailrun Masters) und Nicole Benning (3. Panoramalauf) im Gespräch

Die Thermelaufer aus Böblingen

Peter Toobe (li) gewinnt die M60 des Trailrun Masters

Christine Wilke wird 2. beim Panoramalauf

Kuchen en masse

Siegerehrung der ersten drei Frauen Panoramalauf: Christine Wilke (re), Birgit Lennartz und Nicole Benning (li)

Darf’s ein bisschen heiß sein?

Simonswald, 06. Juni 2010 - Der staatlich anerkannte Erholungsort Simonswald im sogenannten „Zweitälerland Elztal und Simonswäldertal“ gelegen zeichnet sich durch hohe landschaftliche Attraktivität, ein mildes Klima und vielen Freizeit- und Tourismusmöglichkeiten aus. Wer nach Simonswald kommt stellt bald fest, dass sich der Ort zieht – vom Taleingang kurz hinter Waldkirch bis hinauf zum 1.150 m hohen Brend bzw. fast bis auf den Gipfel des Kandels (1.241 m).

Dass Simonswald im Tourismus des Südschwarzwaldes eine wichtige Rolle spielt zeigen die fast 150.000 Übernachtungen, die man pro Jahr verzeichnet. Von einem verlängerten Wochenende in dieser Region angelockt waren sicher auch zahlreiche Teilnehmer des großen Laufwochenendes, das der TLV Simonswald rund um Cheforganisator Hans Maier veranstaltete. Für den 55 km langen Trailrun am Samstag (siehe Bericht http://www.laufticker.de/reportagen/detail/article/1-black-forest-trailrun-masters-simonswald.html) bzw. für die Kombinationswertung zusammen mit dem Halbmarathon am Sonntag kamen die Teilnehmer bei weitem nicht nur aus der Region, sondern durchaus auch von weit her. Es wurden Autonummern aus Paderborn, dem Ruhrgebiet, aus Luxemburg, aus Franken und natürlich aus ganz Baden-Württemberg gesichtet.

Der 2010 schon zum achten Mal veranstaltete Panoramalauf ist ein anspruchsvoller Halbmarathon mit hier 21,4 km Länge und 650 Höhenmetern. Für die, denen das zu hart ist, die aber dennoch die schöne Landschaft laufend erleben wollen, haben die Simonswälder auch noch einen Jederrmannlauf mit 10 km und 270 Höhenmetern sowie Nordic Walking und verschiedene Schülerläufe im Programm.

2010 brannte schon früh morgens die Sonne ohne Erbarmen vom Himmel. Der Panoramalauf führt auf der Südseite entlang, so dass man sich auf einen Hitzelauf einstellen konnte. Zum Glück gibt es unterwegs ausreichend Verpflegungsstellen, an denen man sich das kühle Nass über den heißen Kopf schütten kann, denn der Wald allein reicht bei diesen Temperaturen nicht mehr aus.

Um 9.45 Uhr ging es für die 162 Halbmarathonis an der Grund- und Hauptschule des Ortes los. Zuerst an der Kirche vorbei über den Sommerberg hinauf zum Gummeneck, von dort weiter in das Haslachsimonswäldertal hinein, bevor man die Talseite zur Elme wechselt. Der lange Anstieg führt bis hinauf auf den höchsten Punkt der Strecke (760 m), bevor man 5 km bergab rollen kann. Wer jedoch denkt, das sei es gewesen, irrt gewaltig. Bei km 15 mündet das Bergablaufen ohne Vorwarnung in einen giftigen Anstieg, bei dem bei dieser Auflage viele Läufer das Gefühl hatten, zu stehen. Am Schluss wird man über einen steilen und etwas unangenehmen Single-Trail auf einer Wiese hinab zum Ziel geleitet.

Bei den Männern gab es dieses Jahr einen klaren Sieg für den 21-jährigen Lukas Naegele vom PTSV Jahn Freiburg. Er gewann den Panoramalauf ungefährdet in 1:22:32 h. Er trainiert bei Erfolgstrainer Rolf Luxemburger in Freiburg und Sport ist ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. 2009 wurde er unter anderem Dritter beim renommierten Schluchseelauf.

Hinter ihm konnte sich Herbert Flesch von den Kaiserstuhlrunners in 1:24:53 h den zweiten Platz sichern. Flesch hatte in den beiden Vorjahren gesiegt und hält auch nach wie vor den Streckenrekord in 1:21:48 h. Dritter wurde Sascha Roming aus Heimbach in 1:28:13 h. Das sollen auch die einzigen drei gewesen sein, die es schafften, die Strecke unter 1:30 h zu bewältigen. Die ersten Plätze waren damit fest in der südbadischen Hand, der erste Nichtsüdbadener war Petru Muntenasu aus Schwaigern.

Er war am Vortag Zweiter beim Trailrun geworden und hatte mit seinen 1:35:33 h seine Verfolger um Platz zwei in der Kombinationswertung aus dem 55 km langen Trailrun und dem sonntäglichen Halbmarathon klar auf Distanz gehalten. „Mir ging es heute hervorragend, ich konnte richtig gut laufen.“ Er war im Gegensatz zum Vortag sehr zufrieden mit sich und freute sich nun auch über seinen zweiten Gesamtplatz im Trailrun Masters.

Der Führende des Trailrun Masters Frank Brengartner hatte vom Vortag einen respektablen Vorsprung, den er mit seinen 1:36:25 h nur geringfügig gegen Muntenasu einbüßte. Damit konnte er die Kombiwertung klar gewinnen. Dritter in der Kombinationswertung wurde Berndt Reiss aus Waldkirch. An den Platzierungen des Vortages hatte sich also nach dem zweiten Tag nichts mehr geändert.

Bei den Frauen gestaltete sich der Panoramalauf zumindest auf dem ersten Drittel der Strecke spannend. Die Führung wechselte ständig zwischen der Siegerin des Ultras vom Vortag und „Grande Dame des Deutschen (Ultra)-Laufsports Birgit Lennartz (LLG St Augustin), der in Freiburg lebenden Bonnerin Christine Wilke und der für den EK Schwaikheim startenden Nicole Benning. Am zweiten langen Anstieg bis zum höchsten Punkt der Strecke setzte sich Lennartz trotz der Vortagesbelastung aber klar von ihren Verfolgerinnen ab. Sie spielte ihre gesamte Routine und Berglauferfahrung aus und konnte ihre Ansage, das Rennen gewinnen zu wollen, in die Tat umsetzen. Dass sie bergab eine Klasse für sich ist, ist sowieso klar, daher wurde sie auch nicht mehr eingeholt und siegte in 1:39:05 h. Dies bedeutete für sie natürlich auch der Sieg in der Kombinationswertung.

Christine Wilke setzte alles auf das Bergauflaufen. „Birgit und Nicole haben mich bei der ersten Bergabpassage so dermaßen stehen lassen, dass ich dachte, ich muss bergauf Boden gut machen, sonst habe ich keine Chance.“ Sie rannte daher was das Zeug hielt bergauf hinter Lennartz her und setzte sich von Benning ab. Die konnte trotz einer guten Leistung auf dem letzten Streckendrittel nicht mehr herankommen. Wilke lief so ungefährdet in 1:40:50 h Platz 2 nach Hause, Benning benötigte für ihren dritten Platz 1:41:46 h. Die Wahlfreiburgerin Christine Wilke war wie alle drei ersten Damen das erste Mal beim Panoramalauf gestartet. „Ich bin sehr zufrieden, fand die Strecke und auch die Hitze hart.“ Sie trainiert wie der Männersieger bei dem ehemaligen Bundestrainer der Geher Rolf Luxemburger beim PTSV Jahn Freiburg. Wilke ist früher einige Halbmarathons gelaufen; läuft aber auch gerne wie sie sagt „kurz und knackig“. Wohin die Reise in Sachen Streckenlänge einmal hingehen soll, das weiß die 28-jährige noch nicht so genau. Benning war mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden, „ich hatte eigentlich schon gedacht, dass ich etwas schneller laufe. Es war halt arg heiß, das kann ich gar nicht, da fühle ich mich sehr unwohl - ich dachte, mein Kopf platzt vor lauter Hitze. Daher ist es schon ok so.“

Auch bei den Frauen änderte sich am zweiten Tag der Kombiwertung Trailrun Masters nichts mehr an den Platzierungen. Birgit Lennartz siegte klar vor Susanne Bitzer und Andrea Falkus. Bitzer war mit ihren 1:50:51 h vom Halbmarathon sehr zufrieden. „Ich hab’s richtig genossen, es war sehr kurzweilig und der Lauf ging gut – trotz der großen Anstrengung des Vortrags.“ Andrea Falkus vom Hamminkelner SV konnte ihren dritten Platz ebenfalls verteidigen und benötigte für den Halbmarathon 2:04:46 h. Am 11.06 wird die bereits wieder auf der Laufstrecke sein, nämlich beim 100 km Lauf in Biel.

Der Jedermannlauf wird eine halbe Stunde später gestartet und berührt die Strecke des Halbmarathons an vielen Stellen, ist aber eben nur 10,5 km halb und deutlich weniger höhenmeterlastig. Hier siegte im Männerrennen ganz klar der M40-Läufer Ralf Krumm (TV Herbolzheim) in 40:49 min vor Julian Fecker (LT Furtwangen) in 43:25 min und Hans-Michael Schöpflin (44:02 min). Schöpflin startet bereits in der M50, daher ein schöner Erfolg für ihn.

Bei den Frauen ging der Sieg nach Freiburg: Die W20-Läuferin Stephanie Schmitz-Weckauf gewann das Rennen in 49:50 min. Damit war sie schon als 10. des Gesamtfeldes im Ziel! Hinter ihr platzierten sich Ursula Oess-Raschke (W50) in einer Zeit von 52:21 min und Catharina Leib (52:43 min).

Bei gemütlicher familiärer Atmosphäre konnte man den Sonntagmittag beim TLV Simonswald und seiner ausgezeichneten Bewirtung ausklingen lassen, sich mit den vielen anderen Läufern austauschen oder sich massieren lassen und dabei auf die Siegerehrungen warten.

Direkter Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.panoramalauf-simonswald.de