Alexander Dackiw
Fotos: privat
An Silvester 2000 habe ich zum ersten Mal an einem Volkslauf teilgenommen, worauf ich im folgenden Jahr ein paar weitere Läufe mitgemacht habe. Das lief etwa so ab, dass ich vier Wochen trainiert habe und darauf folgend 2 Mal gestartet bin, danach aber wieder für drei Monate die Lust am Laufen verloren habe. Das Ganze dann mehrmals wiederholt bis Februar 2002.
Von da an habe ich etwas mehr und auch regelmäßig an 3-4 Tagen pro Woche trainiert. Fünf Jahre später hatte sich mein Training nicht erheblich gesteigert, d.h. selten über 60 km pro Woche bei 3-5 Einheiten. Bis ich im August 2007 spontan auf die Idee kam, einen Marathon zu laufen. Das Ende vom Lied war, ich lag nach 2:57 h wie erschlagen auf einer Wiese, schwer getroffen vom Mann mit dem Hammer. Ich wollte nie mehr so etwas tun.
Seitdem habe ich mein Pensum erhöht und weitere neun Marathonläufe bewältigt. Der Zweite dann auch gleich über 50 km, nur zehn Wochen nach meinem Debüt. So viel zum Thema „Nie wieder Marathon!“. Am liebsten bin ich bei Landschaftsmarathons unterwegs und im Winter mag ich Crossläufe, sowohl im Training als auch im Wettkampf.
Obwohl ich weiter ein ambitioniertes Trainingsprogramm absolviere, sehe ich die ganze Sache mit der Lauferei immer entspannter. Bestzeiten sind nicht alles. Ich trainiere um mich körperlich und geistig fit zu fühlen. Was nicht heißt, dass ich über gute Zeiten traurig bin. Aber wenn ich weiß, dass ich mich mein Bestes gegeben habe ist dies eine ebenso wertvolle Erfahrung. Darum lautet mittlerweile mein Laufmotto: „TRAIN DON’T STRAIN.“.
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