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38. Intern. Sickingerhöhlauf in Hermersberg

[eingestellt am 27. Juni 2010]

Von: Elke Bölts

Fotos: Heike Zinsmeister

"die alte Garde" bei der Zeitnahme

Der Start der Kinder zum 1000m Lauf

Bernd Kupperroth, Jens Deman und Christine Kupperroth, immer zu Scherzen aufgelegt :)

im WM Fieber

Thomas Dehaut

Friedrich Hinkel und Herbert Rollwa, der seine Altersklasse in der m 60 in 41:23 Min. gewonnen hat.

Bevor es auf der Strecke ging, musste erst noch eine Runde im Stadion gedreht werden.

Laufwart Wolfgang Faust

gut gelaunte Zuschauerinnen, vielleicht laufen sie ja auch bald mal selbst mit?!

Der Sieger Tom Clark

Marko Becker, lief locker mit, bestreitete sonntag´s noch einen Triathlon

Jessica Kammerer Siegerin der Frauen

Amber Core Siegerin in der JWA

Erika und Klaus Nagel beim gemeinsamen Zieleinlauf

die "heimlichen" Chef´s des Laufes :)

Ein Amerikaner siegt

Hermersberg, 26. Juni 2010 - Der TB Hermersberg lud am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen um die 27 bis 28 Grad zu seinem 38. internationalen Sickingerhöhlauf ein, der in diesem Jahr auch zur Wertung des Laufladencups zählte. 

Hermersberg ist der größte Ort auf der Sickinger Höhe, liegt im Landkreis Südwestpfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben.Der Name des Ortes ist auf einen Mann mit Namen Hermann zurückzuführen, der früher einmal auf dem Berg, von dem man einen schönen Ausblick auf die umliegenden Gemeinden hat, wohnte. Im Laufe der Jahre, wurde aus Hermannsberg, Hermesberg und seit dem 18. Jahrhundert wird der Name in der heutigen Schreibweise, Hermersberg verwendet. Es gibt viele Vereine in dem 1.727 Einwohner zählenden Dorf. Vom Landfrauenverein, über den Männergesangverein, dem Fußballverein, bis hin zum TB Hermersberg mit seiner Laufabteilung, ist das Freizeitangebot im Ort bestens bestückt und abgedeckt. Und wer mal Party machen möchte, dem sei auch geholfen, denn jedes Jahr findet an Ostern der so genannte Osterrock und im August das legendäre Schnapsgassenfest statt. Doch dem nicht genug…

Sogar ein weit gereister Bewohner der vor 55 Millionen Jahren in Zentralasien einmal entstand, ist mittlerweile in dem Dorf auf der Sickinger Höhe zuhause. Der Strauss. Eine Straussenfarm am Ortseingang, von Richtung Waldfischbach kommend, beheimatet die großen Laufvögel, die ein lautes Geräusch in Sekundenschnelle in panikartiges Rennen versetzen kann. Laut der Internetseite der Laufabteilung beteiligen sich regelmäßig 14 aktive Läufer des TB Hermersberg an Wettkämpfen. Vom Berglauf bis hin zum Halbmarathon und Marathon. 1971 wurde der Sickingerhöhlauf zum ersten Mal ausgetragen. Die „alte Garde“ erinnert sich gerne an diese Zeiten zurück. Günther Kettering ist 39 Jahre lang aktiv gelaufen und hat damals die 10 km auch in 35 Min. zurückgelegt. „Damals hat man sich zur Vorbereitung des Laufes 7 bis 8 Mal getroffen, heute ist das alles ein bisschen anders, bei den jungen Leuten. Da bekommt man nur ein Schreiben,  wer was zu machen hat und das war´s“, erzählte er augenzwinkernd. Doch die „Mannschaft“ um Laufwart Wolfgang Faust ist ein eingespieltes Team, in dem jeder weiß, was er zu tun hat.

Der „Tochtermann“ (Schwiegersohn) von Kettering, macht z. B. die Zeitnahme  und das selbst entwickelte Programm der Auswertung der Ergebnisse. Und Helmut Hartmann „weist die Läufer ein“, damit sie den Weg ins Stadion auf dem Rückweg auch ja nicht verfehlen. Familiär geht es hier also zu, ein Lauf, der sich über die Jahre hinweg etabliert hat.  In diesem Jahr wurde die Veranstaltung zusätzlich noch vom Sportfest, einem Beachvolleyballturnier, sowie vom Sommernachtsfest des TB Hermersberg umrahmt. 

Bevor die Läufer, auf den 10 km langen, welligen Rundkurs geschickt wurden, durften zuerst die „Kleinen“ ihre 1000m auf der Tartanbahn zurücklegen. Sieger des Kinderlaufes wurde Tim Richtscheid, von der LLG Landstuhl in schnellen 03:31 Minuten, vor Gregor Bauser, ebenfalls von der LLG Landstuhl, in 03:34 Minuten. Und auf den dritten Platz, kam Jochen Jungmann in einer Zeit von 03:46 Min., auch er läuft, wie die beiden vor ihm, für die LLG Landstuhl. 

Das erste Mädchen, das in den Zielkanal einbog, war Annika Lutz vom LC Donnersberg in 03:47 Min. Zweite vom Imanuel-Kant-Gymnasium wurde Lea Lang in 03:56 Minuten und den dritten Platz belegte vom heimischen TB Hermersberg, Lena Hauck in 03:56 Minuten.

Insgesamt waren in diesem Jahr 32 Kinder am Start. 

Der Startschuss zum Hauptlauf um 18.30 Uhr versetzte schließlich auch die  insgesamt 122 Läufer, zwar nicht panikartig, aber dennoch zügig in Bewegung. Was aufgrund der Hitze gar nicht so einfach war.

Die Strecke in Hermersberg ist leicht wellig, es geht über den Radweg in Richtung Weselberg und wer Zeit und Muße hat, kann sich hier auch über die schöne Aussicht auf die umliegenden Dörfer erfreuen.

Unter einer Unterführung durch, geht es ein kurzes Stück über Rasen und Schotter, bei dem Trittsicherheit gefragt ist, vorbei am Windradpark und schließlich, wieder zurück nach Hermersberg, wo man in das gepflegte Stadion mit seiner schönen Tartanbahn einläuft. 

Nach  34:20 Minuten war der Amerikaner Tom Clarke der Erste, der die Ziellinie überquerte. Er macht gerade Urlaub bei seinem Vater in Hütschenhausen und ist noch 3 Wochen in Deutschland zu Besuch. In dieser Zeit, läuft er für die LLG Landstuhl. 

Der Lauf gefiel im gut und er hofft, wie er sagte, dass er noch bei anderen Läufen während seines Aufenthaltes in Deutschland an den Start gehen kann. Vor kurzem erst ist er einen Marathon in Newport / Oregon in einer Zeit von 2:37 h gelaufen und auch jetzt bereitet er sich auf einen weiteren Marathon in Chicago vor, den er im Oktober bestreiten möchte. Seine Zeit von 2:28:30 h vom letzten Jahr  möchte er in diesem Jahr unterbieten und deshalb nutzt er die kurzen 10 km Läufe, um seine Geschwindigkeit zu trainieren. 

Als Zweiter kam Benjamin Pukalla vom TuS Heltersberg ins Ziel. Er lief vor einer Woche in Kaiserslautern beim Citylauf erst seine Bestzeit über die 10 km in 33:29 Min. In Hermersberg benötigte er dieses Mal 34:59 Min. „Ich will morgen noch in Zweibrücken laufen. Deshalb habe ich mich heute etwas zurückgehalten.“ war sein Fazit später im Ziel. Zweibrücken gehört übrigens auch zur Serie des Laufladencups und da möchte Pukalla gerne im Gesamtklassement vorne mit dabei sein.

Genauso wie Thomas Dehaut  von der LLG Landstuhl. Er überquerte als Dritter in einer Zeit von 35:24 Min. die Ziellinie und erzählte, dass er ebenfalls in Zweibrücken beim Rosenlauf starten möchte. Er hat sein Trainingspensum momentan  auf  80-90 Kilometer in der Woche runtergeschraubt und will in der nächsten Zeit auch nur an „kleineren“ Wettkämpfen teilnehmen. Obwohl ihm ja diese kurzen Läufe nicht so besonders liegen. Er fühlt sich auf den längeren Strecken einfach wohler. Im Herbst wird er deshalb auch seine Kilometerzahl  im Training wieder verdoppeln, denn da bereitet er sich auf die Deutsche Meisterschaft im 50 km Lauf in Bottrop vor. 

Erste und mit sicherem Vorsprung bei den Frauen wurde Jessica Kammerer vom TuS Heltersberg in 40:54 Min. „Das war ein richtig schöner Landschaftslauf“, meinte sie hinterher begeistert im Ziel. Aber auch ihr machte die Hitze ein wenig zu schaffen. Wo sie als nächstes läuft, konnte sie nicht so genau sagen. Beruflich bedingt ist die Erzieherin nicht immer so flexibel, denn sie muss auch an den Wochenenden des Öfteren arbeiten. 

Als Zweite kam die Norwegerin Alise Rye Randi vom TV Rodenbach in 41:55 Minuten ins Ziel. Und auch sie war von der Strecke begeistert. 

Dritte Frau im Bunde wurde Katja Bambach von der LLG Landstuhl,  in 42:34 Minuten und somit war das Siegertreppchen der Frauen ebenfalls komplett.

Auch die jungen Läufer schreckten vor den hohen Temperaturen nicht zurück. Wie z. B. die Amerikanerin Amber Core. Sie startete in der Altersklasse der weiblichen Jugend und lief die anspruchsvollen 10 km in beachtlichen 43:19 Minuten.

Genauso wie der 94 geborene Erik Jung von der LLG Landstuhl. Er gewann seine Altersklasse in 45:31 Min. 

Der wahrscheinlich älteste Läufer am Start war wohl Robert Hinkel von der LV Kö Pirmasens. Er gewann seine Altersklasse und zeigte einmal mehr, mit seiner Zeit von 46:57 Minuten, dass man auch in der M70 noch sehr flott unterwegs sein kann.

„Boah…. war das heiß heute…. es hat geflimmert wie in der Wüste“, oder…. „das ist ja heute hier wie in Südafrika“…waren so die Äußerungen, die man hier und da nach dem Lauf aufschnappen konnte.

Aber schön war´s trotzdem, da waren sich alle einig. Und nach der Siegerehrung war es dann auch schon bald an der Zeit, nach Hause zu gehen.

Veranststalterhomepage www.tbhermersberg.de

Ergebnisse www.laufinfo.de