DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung
Kanzlei.org - laufend gut beraten
Hier könnte IHRE Werbung stehen!

25. Eppsteiner Burg-Lauf

[eingestellt am 27. Juni 2010]

Von: Alexander Dackiw

Der erste Anstieg zwang einige Läufer zum Gehen.

Muss ich denn wirklich noch so weit nach oben?

Ararsa Gammachu läuft zum Sieg.

Melkamu Meseret (327) erkämpft sich Platz 2 vor Eric le Mercier (1. M40).

Auch dem 5. Mann, Tim Lipecki aus Hocheim, macht der Anstieg zu schaffen.

Frank Wiegand (Passtschon98) hat die Frauensiegerin im Schlepptau.

Der Sieger geht mit Schwung auf die letzten Meter.

Sena Badane (LC Mengerskirchen) gewinnt unbedrängt die Frauenkonkurrenz.

Andreas Krebs führte zu Beginn das Feld an (9. Mann und 5. M40).

Regina Blatz beendet ihren "Trainingslauf" auf Platz 2.

Gitta Müller vom Veranstalter sicherte sich den 3. Platz bei den Frauen.

Alles easy bei Wolfgang Kulenkamp.

Anita Pühretmaier hatte mit Kai Hundertmarck einen prominenten Zugläufer.

Auch bei der Siegerehrung herrschte gute Laune.

Sonniges Jubiläum in Eppstein

Eppstein/Taunus, 25. Juni 2010 – Auf der Anfahrt zum Start- und Zielbereich am Sportplatz Bienroth können sich die Teilnehmer des Eppsteiner Burg-Laufs einen Eindruck verschaffen was sie später erwartet. Auch mein kleines Auto kam kräftig ins Schwitzen, hatte aber vorher schon die Farbe, die die Gesichter der Läufer später annahmen, rot.

Die TSG Eppstein hatte 2010 zum 25-jährigen Jubiläum ihres Burg-Laufs geladen. 358 Läufer und 41 Walker folgten der Einladung. Dazu kamen noch 16 Schüler- und eine Jugendstaffel, die sich jeweils zu dritt die Originalstrecke teilten.

Die Strecke war zum Jubiläum noch die gleiche wie vor 24 Jahren, bei der ersten Austragung. Laut Ausschreibung sind 7.777 m zu laufen. Dabei orientierten sich die Organisatoren damals an einer altdeutschen Meile, die 7.532,50 m misst. Die wahre Streckenlänge liegt etwa in der Mitte.

Gleich zu Beginn geht es bergauf, eine knackige Steigung im Wald fordert die Läufer, bevor es lange bergab in Richtung Altstadt geht. Dort sind zwei Runden um die Burg zu laufen, inklusive Kräfte zehrender Treppenstufen. Danach wird auf dem selben Weg wieder zurück ins Ziel gelaufen. Nachdem der höchste Punkt der Strecke erreicht ist, kann man es richtig ins Ziel laufen lassen. Wie heißt es so schön in der Ausschreibung: „abwechslungsreiche, den topographischen Gegebenheiten angepasste Strecke“. Das Ganze wurde 2010 mit schwülem Sommerwetter gewürzt.

Die erste Hürde nahm Andreas Krebs an der Spitze des Feldes, dicht gefolgt von den Läufern, die am Ende das Podium erreichten. Darunter der für Spiridon Frankfurt startende Äthiopier Ararsa Gammachu, der im Vorjahr Zweiter in Eppstein war. Am Anfang hielt er sich noch zurück, aber auf der Stadtrunde löste er sich von seinen Verfolgern, ohne an seine Grenzen gehen zu müssen. In lockerem Stil lief er bergan Richtung Ziel, angefeuert von Zuschauern und Streckenposten. Dahinter kämpften Melkamu Meseret von der TSG Eppstein und Eric le Mercier (LG Brechen) um den zweiten Platz. Der M40 – Läufer aus Brechen konnte aber am Ende nicht mehr dagegen halten. Somit sorgte der junge Lokalmatador, obwohl er sich müde fühlte, für einen äthiopischen Doppelsieg. Mit seiner Siegerzeit von 27:11 min lag Gammachu deutlich über dem Streckenrekord von 24:58 min, den Wolfgang Münzel seit 20 Jahren hält. Der Rekordhalter übernahm dieses Jahr die Schirmherrschaft der Veranstaltung. Die ersten drei Burgläufer 2010 streben für die kommenden Monate unterschiedliche Ziele an. Den Sieger zieht es Richtung Marathon im Herbst, Melkamu Meseret will erstmal seine Ausbildung zum Glaser abschließen und le Mercier möchte eher kürzere Strecken laufen.

Bei den Frauen siegte ebenfalls eine Läuferin mit äthiopischen Wurzeln, Sena Badane vom LC Mengerskirchen. Für sie ist die Eppsteiner Strecke schon fast ein Marathon, läuft sie im Training kaum mehr Kilometer am Stück und befragt nach ihren Spezialstrecken nennt sie die Distanzen von 800 und 1500 m. Nach einer Knieverletzung ist sie seit zwei Monaten wieder im Formaufbau. Da sie die Strecke zum ersten Mal gelaufen ist, dürfte 2011 mit Streckenkenntnis und besserer Grundlage eine schnellere Zeit möglich sein. Nach ihrem Zieleinlauf in 30:27 min musste sie 4:05 min warten, bis die zweite Frau ins Ziel kam. Regina Blatz vom TV Salmünster läuft gerne längere Strecken. Im Mai gewann sie den Trollinger Marathon in Heilbronn. Ihrem Premierenlauf in Eppstein will sie im Herbst noch den Mallorca Marathon folgen lassen. Den dritten Platz sicherte sich eine Läuferin des Veranstalters. Gitta Müller war seit der ersten Auflage überwiegend als Helferin im Einsatz, doch dieses Jahr war sie mal wieder als Läuferin dabei. Erst durch Zurufe von außen wusste sie, dass sie auf dem dritten Platz liegt. Dies spornte sie an, um ihre Position zu halten und glücklich über den Zielstrich zu laufen. Ende Oktober will sie in Frankfurt auf die Jagd nach ihrer Bestzeit von 3:17 h über die 42,195 km gehen.

Kleine Beobachtung am Rande: Die letzten Läufer wurden durch einen Radfahrer begleitet, dessen Gefährt mit einem Hilfsmotor ausgestattet war. Vielleicht findet man für 2011 noch einen größeren Motor, der ausreicht um den Sieger ins Ziel zu leiten.

Bei der stimmungsvollen Siegerehrung wurden neben den Siegern die Organisatoren der ersten Stunde geehrt. Auch der HLV ließ es sich nicht nehmen den Veranstalter, um  den Organisationsleiter Claus Hilles, für dessen Verdienste um den Laufsport zu ehren. Somit fand eine gelungene Veranstaltung einen würdigen Abschluss.

Positiv ist noch anzumerken, dass alle Ergebnislisten der bisherigen Burg-Läufe auf der Homepage der Veranstaltung abrufbar sind. Auch eine Form sich bei den Läufern zu bedanken.

Ergebnisse: www.eppsteiner-burglauf.de