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Blaue Augen bleiben blau - Balian Buschbaum

[eingestellt am 12. Juli 2010]

Von: Gabi Gründling

Balian Buschbaum hieß schon immer Buschbaum, aber früher Yvonne und gehörte zur Spitze der Stabhochspringerinnen. Schon als Kind hatte sie das lange Zeit undefinierbare Gefühl, im falschen Körper zu leben. Hatte ER. Es sollten jedoch viele Jahre und viele Nöte ins Land gehen, bis Yvonne ein Licht aufging und sie sich ihres falschen Körpers “entledigte”. Balian Buschbaum beschreibt seine Kindheit, Jugend und sein junges Erwachsenentum im falschen Körper und seinen Weg in den richtigen. 

Das Buch ist gleichzeitig interessant und, bei aller Ernsthaftigkeit des Themas, doch auch unterhaltsam geschrieben. Auch wenn ich mir zwischenzeitlich schon mal die Frage gestellt habe, ob es wirklich nötig war, “ständig” Bettgeschichten zu erzählen, aber Balian Buschbaum will damit wohl verdeutlichen, daß er in seinem Leben als Frau nie lesbisch war sondern fühlte (und dachte) wie ein Mann. Und für Außenstehende eher merkwürdigerweise hatte er auch in seinen Zeiten als Frau Liebesbeziehungen zu heterosexuellen Frauen.  

Wer sich für das Thema Transsexualität, auch im Zusammenhang mit Sport, interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Auch diejenigen, die mit dem Finger auf transsexuelle AthletInnen zeigen, sollten sich das Buch zu Gemüte führen – und vielleicht angesichts der angesprochenen Ängste, Nöte und Probleme überlegen, seinen Finger wieder “einzustecken”. Wobei Balian Buschbaum meines Erachtens priviligiert ist, denn er mußte zum Glück nicht mal aus seiner sportlichen (also beruflichen) Umgebung ausbrechen – es kann auch Vorteile haben, prominent zu sein.

Gebundene Ausgabe: 252 Seiten

Verlag: Krüger, Frankfurt;

ISBN-10: 3810526193

17,95 €


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