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26. Stierstädter Kerbelauf

[eingestellt am 13. Juli 2010]

Von: Tilo Kramer

Freundliche Einweiser empfangen die Läufer – jeder bekommt einen Parkplatz zugewiesen

Die Halbmarathonstrecke – ein Höhenprofil zum Schwitzen

Der Zielanstieg ins Stadion

Nette Werbung für Orientierungslauf – der wird zum Glück ohne Stelzen absolviert

In diesem Jahr wurden die Altersklassen in 5er-Schritten gewertet – da braucht`s viele Medaillen

26. Kerbelauf – war die Anlage von Anfang an dabei ?

Gerd Schiefer (SG Anspach) vor dem Start – das Shirt ist noch trocken

Günther Schulz (Nummer 135), vielumjubelter ältester Teilnehmer in seinem 80. Lebensjahr

Vor dem 10km-Start sind noch alle cool ...

… doch dann ging es flott los

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Auf der Gegengeraden zieht sich das Feld schon auseinander.

Drei schnelle Läufer vor dem Start zum Halbmarathon: Holger Kaboth, Sahin Karasu (Mitte) und Frank Zimmer

Die Jüngsten liefen die kürzeste Strecke …

… und waren als erste im Ziel

der verdiente Lohn für die Mühe

Erster über 10 Kilometer: Marcus Mallebre (LG Mengerskirchen)

Zweiter Justino Da-Costa (TuS Lindenholzhausen)

Dritter Manuel Mohr (LG Lahn-Aar-Esterau)

Werner Krause (TV Limburg) – der „Postkartenschreiber“

So ein Berg kurz vor dem Ziel hat es in sich.

Siegerin über 10 km: Eman Mohamed (TuS Lindenholzhausen)

Zweite Karen Freund (Hattersheim)

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Dr. Ulrich Frick (TUS Weilnau

Konzentriert: Stefanie Grubitsch (TuS Fechenheim)

Sabine Herzog (rechts) hat jetzt gemeinsam mit Michael Helfmann (nicht im Bild) den Hut auf beim Kerbelauf.

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Sieger des Halbmarathons: Josef Diensthuber (LG Gendorf)

Zweiter beim Halbmarathon: Christian Spaich (TSG Oberursel)

Vierter Thorsten Behnke (RSG Frankfurt)

Frank Zimmer (Gesamtplatz 5, Sieger M40!)

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Holger Kaboth (TUS Weilnau)

Viktor Maul (Schnauftreff Oberursel) – eine Woche zuvor beim Thüringen Ultra über 100 Kilometer, der Halbmarathon heute war nur „Auslaufen“

Halbmarathon-Siegerin Prisca Lepper-Schwarzer (RFC Oberstedten)

Zweite Ute Steffek (Laufziel)

Dritte Svenja Lepper (RFC Oberstedten)

Im Ziel hatte jeder „seine“ Bahn

Gemütlicher Ausklang bei isotonischen Getränken

Es lebe der Kerbelauf!

Stierstadt, 11. Juli 2010 - Als laufticker.de im vergangenen Jahr vom Kerbelauf in Oberursel-Stierstadt berichtete, war noch nicht klar, ob es im Jahr 2010 die 26. Auflage des Stierstädter Kerbelaufes geben wird oder nicht. Deshalb lautete die Überschrift vor einem Jahr “Der Kerbelauf ist tot - es lebe der Kerbelauf?!”

Heute wissen wir: Der Kerbelauf lebt. Der Lauf steht unter neuer Leitung: Stephan Rainer und Michael Helfmann haben nun den Hut auf, unterstützt werden “die Jungen” aber von einer großen Anzahl “alter” Helfer, die z.T. schon alle bisherigen Läufe mit betreut haben. Unter der neuen Leitung gab auch eine Neuerung bei der Wertung: Die Altersklassen werden nun in 5er Schritten gewertet. Abgesehen davon hatte man den Eindruck, dass hier ein eingespieltes Team routiniert und voll Sachkenntnis einen wunderschönen Volkslauf organisiert.

Damit können wir uns auf des Wesentliche in diesem Jahr konzentrieren, auf das Wetter. Der Lauf fand am bisher heißesten Wochenende des Jahres statt, da hatte manch einer Sorge, dass es unterwegs schwer werden könnte. Und das sicher nicht zu Unrecht, denn ein Großteil der Strecken führt ungeschützt durch den Ort und über Felder, so dass die Sonne immer freien “Zugang” zu den Läufern hat. Zum Glück zeigten sich pünktlich zum Start ein paar Wolken, die sich wenig später zu einem dichten Wolkenteppich zusammengezogen, so dass zumindest die Sonne vom Lauf ausgeschlossen war. Aber auch so war es schwülwarm, und man sah allen Zieleinläufern an, dass sie ein hartes Stück Arbeit vollbracht hatten.

Beim Kerbelauf sind 4 verschiedene Strecken im Angebot. Diese führen über 10 km, Halbmarathon, 5 km und 2,5 Kilometer als Bambinilauf. Die Starts über die einzelnen Strecken erfolgen in dieser Reihenfolge, im Ziel kommen natürlich zuerst die 2,5-km-Läufer an. Hier wiederholte Roman Hensel seinen Vorjahreserfolg und siegte vor Brandon Nashington und seiner Schwester Maren Hensel.

Über die 5 Kilometer hatte Benedikt Brüggemann (Spiridon Frankfurt) einen Testlauf absolviert und gewann in 19:38 min. Im Herbst möchte er erstmals einen Marathon unter 3:00 Stunden finishen und ist derzeit auf dem besten Wege, dies zu schaffen. Zweiter über die 5 Kilometer wurde Stefan Albert aus Oberstedten in 22:18 min, nur 20 Sekunden nach ihm komplettierte Michael Walz die Podestplätze. Bei den Frauen siegte Clara Swanson (MMMMAC) in 28:45 min vor Elnas Haschemi (Yalla! Oberursel) in 29:13 min und Julia Wagner aus Frankfurt, die die Strecke in 30:15 min absolvierte.

Noch bevor die Läufer des 10-Kilometer-Laufes ins Ziel kamen, erreichte der Führungsradfahrer das Stadion. Er war sichtlich überrascht von der Laufstärke des Führenden Marcus Mallebre (LG Mengerskirchen), der den erfahrenen Mountainbiker an den Anstiegen sogar in Bedrängnis gebracht hatte. Der Führungsradler prognostizierte eine Zeit von 35 min für den Sieger, die viele auf Grund des Wetters für ausgeschlossen hielten. Aber er behielt recht: Marcus Mallebre siegte in hervorragenden 35:26 min. Als Zweiter kam schon mit etwas Abstand Justino Da-Costa (TuS Lindenholzhausen) nach 38:03 min ins Ziel. Dritter wurde Manuel Mohr (LG Lahn-Aar-Esterau) in 39:06 min. Auch bei den Frauen waren die Abstände im Ziel ziemlich groß. Hier gewann Eman Mohamed in 42:42 min (TuS Lindenholzhausen) vor Karen Freund (Hattersheim), die 44:52 min benötigte. Den dritten Platz bei den Frauen sicherte sich Stefanie Grubitsch (TSG Fechenheim 1960) in 48:25 min.

Eine spezielle Begrüßung bei seinem Zieleinlauf erhielt Werner Krause (TV Limburg), der beim Kerbelauf in Stierstadt zu den Stammgästen zählt. Er schreibt den Organisatoren jedes Jahr eine Weihnachtskarte, worüber diese sich sehr freuen. Bei Julihitze von 30 Grad dankte ihm der Streckensprecher im Namen aller Stierstädter für die letztjährige Karte und wünschte nachträglich ein Frohes Fest, was für allgemeine Erheiterung sorgte.

Auch bei Halbmarathon wurden gute Leistungen geboten. Klarer Sieger war hier Josef Diensthuber (LG Gendern) in 1:16:37 h vor Christian Spaich (TSG Oberursel, 1:20:17 h) und Oezaykut (TV Waldstrasse Wiesbaden, 1:21:49 h). Die schwerste Bürde beim Halbmarathon hatte sich Frank Zimmer (Skills 04) aufgeladen. Er schob einen Babyjogger (natürlich mit Kind) über die gesamte Distanz und kam sichtlich gezeichnet von der Strapaze, aber dennoch als Gesamt-Fünfter und sogar als Sieger der AK M40 ins Ziel. Hut ab vor dieser Energieleistung. Bei den Frauen war einmal mehr Priscilla Lepper-Schwarzer (RFC Oberstedten) nicht zu schlagen. Sie gewann in 1:36:53 h. Ute Steffek (Laufziel) kam nur knapp 3 Minuten später ins Ziel, gefolgt von Svenja Lepper (RFC Oberstedten) in 1:46:04 h.

Im Anschluss an den Halbmarathon bekamen die Organisatoren großes Lob von einem Teilnehmer, der sagte: “Eure Kilometerschilder sind alle auf den Meter genau platziert, so was habe ich noch nie erlebt.” Die Antwort der Stierstäder: “Das ist kein Wunder. Die Streckenmarkierung wurden in einer Zeit durchgeführt, in der es noch kein GPS gab. Deshalb ist alles so exakt.” Nach solchen und ähnlichen Dialogen konnten sich die Teilnehmer am Buffet mit Kuchen, Wurst und Kaffee stärken, bis am Ende der Veranstaltung die Siegerehrung vorgenommen wurde. Nach dem Lauf in diesem Jahr sollte es nun keinen Zweifel mehr geben: Der Kerbelauf lebt. Es lebe der Kerbelauf!

Veranstaltungsseite mit  Ergebnissen: www.tvstierstadt.de