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Weidler, Carina

[eingestellt am 27. Juli 2010]

Von: Elke Bölts

Carina beim Pirmasenser Waldmarathon 2009

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg….

 …den man laufen kann.

Ein Satz, der zu Carina Weidler (22) passt, wie die Faust auf´s Auge. Ein Satz, der wohl auch ihre Lebensphilosophie widerspiegelt. Braunes kurzes Haar, grüne strahlende Augen und eine durchtrainierte Figur. So steht mir Carina in Kirchzarten, beim Ultra bike marathon gegenüber. Ausnahmsweise kann sie mal nicht mitfahren und ist „nur“ als Zuschauer vor Ort.

Lebhaft, meistens gut gelaunt, sportbegeistert, offen für alles Verrückte, hilfsbereit und auch ein wenig chaotisch, so beschreibt sie sich selbst. Dass diese Frau Power hat, merkt man schnell, wenn man sich mit ihr unterhält. Geht nicht gibt´s nicht. Und dass die 22jährige Sport- und Biologiestudentin auch ein bisschen verrückt ist, sorry Carina, das merkt man schon daran, wie sie zum Laufen gekommen ist.

Mit 18 Jahren hat sie sich nämlich mal bei einem Waldlauf zur Vorbereitung für die kommende Handballsaison verlaufen und danach zuhause erstaunt festgestellt, dass sie 34 km am Stück gelaufen ist. Damit war der Grundstein für ihre „Laufkarriere“ im Jahr 2006 gelegt und deshalb stand sie auch gleich  2 Wochen später in Maximiliansau bei ihrem ersten Marathon am Start. Den sie auch, ohne größeres Training, in einer beachtlichen Zeit von 3:48:44 h gelaufen ist.  

Danach hat sie bei dem ein oder anderen Lauf mitgemacht, aber das Laufen an sich hatte sie bis dahin nie so richtig trainiert. Vom Laufvirus infiziert wurde sie erst 2 Jahre später im Jahr 2008. Seitdem war sie regelmäßig auf Wettkämpfen unterwegs und versuchte auch, wie sie selbst sagt, „ab und an mal sinnvoll zu trainieren“. Übrigens hat sie sich der TuS 06 Heltersberg angeschlossen.

Ein paar Gesamt- und viele Alterklassensiege bei verschiedenen Volksläufen kann sie als ihre Erfolge auflisten. „Nichts nennenswertes“, wie sie allerdings bescheiden meint. Viel wichtiger für sie ist da viel mehr der Erfolg, wenn sie ihre eigenen Grenzen überwinden kann. Denn das Laufen bedeutet für sie, Grenzen überwinden, Spaß haben und außerdem ist es auch willkommener Ausgleich zu ihrem Studium.

Der Marathon hat es ihr besonders angetan. Denn je länger die Distanz, desto härter ist der Kampf auf der Strecke und umso schöner das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie. Mit dem ipod und einer bunten Mischung von Musik im Ohr sieht man sie oft auf der Strecke. Denn mit Musik läuft sie noch lieber. Man hört keine störenden Atembewegungen und außerdem spornt der meist „rockig-fetzige“ Beat auch an.

Ihr nächstes großes Ziel, dem sie entgegenfiebert, ist ihr erster Triathlon in Offenburg, am 1. August, über die Mitteldistanzstrecke. (2 km Schwimmen / 80 km Radfahren / 20 km Laufen). Und im Herbst möchte sie noch einmal einen Marathon in Frankfurt laufen. Beide Wettkämpfe sind jedoch ihrem „ ganz großen“ Ziel dem Ironman 2011 in Regensburg untergeordnet und dienen somit wohl auch als Vorbereitung.

Triathlon, Mountainbiken, Skaten, Ski und Snowboard fahren, Handball und Tennis. Die Liste ihrer Hobbies ist lang und von Langeweile somit auch keine Spur. Ihr Terminkalender ist gut bestückt mit Wettkämpfen. So tritt sie z. B. am 4. September bei einem Staffellauf gegen Sabrina Mockenhaupt an.

Zum Glück hat ihr privates Umfeld Verständnis für ihre Sportbegeisterung. Und wenn ihre Eltern oder Freunde sie mal so gar nicht zu Gesicht bekommen, dann begleiten sie sie schon mal per Fahrrad beim Lauftraining oder fahren zu ihren Wettkämpfen einfach mit.

Dass der Sport in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt, zeigt ja auch schon ihre Berufswahl. Durch ihr Sportstudium kommt sie mit vielen verschiedenen Sportarten, in Berührung. Außerdem, arbeitet sie neben ihrem Studium, auch noch als Trainerin und Kursleiterin in einem Fitnessstudio und als hätte sie damit noch nicht genug zu tun, gibt sie zwischendurch auch noch Nachhilfe. Sie ist eben immer in Bewegung.

Doch es gab auch eine Zeit, die nicht so voll bepackt war mit Terminen und Wettkämpfen. Da wurde es plötzlich abrupt ruhig in ihrem sonst so bewegten Leben. Ein Kreuzbandriss und eine Operation im Winter bremsten sie erst einmal aus und Carina konnte vorerst keinen Sport mehr machen. Fast unvorstellbar für die quirlige Studentin. Ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Und wer sie kennt weiß, Geduld, ist nicht gerade eine ihrer Stärken. In dieser Zeit wurden ihre Abende wohl eher mit Kino, Sauna, Film- oder Spieleabenden ausgefüllt.

Zum Glück verlief die Heilung  nach ihren Worten, “super schnell“  und schon nach 6 Wochen saß sie bereits wieder auf dem Spinningrad und drehte ihre „Runden“. Allerdings holte ihre Ungeduld sie noch einmal ein, als sie beim ersten Intervalltraining, 5 Monate nach der Operation, wieder Schmerzen ins Knie bekam.

Doch  gerade ihr Ehrgeiz, ihre Zielstrebigkeit und auch ihr Optimismus trugen wohl zu ihrem größten Erfolg bei. Nämlich dem, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Und so wie es aussieht, hat sie es auch geschafft, denn heute kann sie fast wieder an ihre „alten“ Bestzeiten anknöpfen.

Bleibt ihr nur zu wünschen, dass alles gut geht und ihr Knie hält!

Und welche drei Dinge würde sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Carina: Ein Hausboot, (denn, ein bisschen Luxus muss ja schließlich sein und vielleicht will ich ja irgendwann auch wieder zurück), mein Netbook damit ich in aller Ruhe meine Bachelor-Arbeit schreiben kann und meine Laufschuhe.

Ich dachte, sie würde zurück schwimmen!

Aber stimmt ja, denn wie war das noch mal? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, den man LAUFEN kann. 

Bestzeiten:

1O km :                   00:39:59 h

Halbmarathon:          1:25:46 h (Kaiserslautern 2011)

Marathon :                3:14:46 h 

 


11. Bottwartal Marathon
Pfälzerwaldmarathon Pirmasens