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Stulz, Roland

[eingestellt am 24. August 2010]

Von: Jürgen Binder

Fotos: Gabi Gründling

Osterlauf Rheinzabern 2010

Was ihn letztendlich dazu bewog, mit dem Sport so richtig loszulegen, weiß der mittlerweile 34jährige Pfälzer Roland Stulz eigentlich selbst nicht mehr so genau. Vielleicht war mit ein Grund dafür die Heirat 2004 mit der drei Jahre jüngeren Aneta, einer Sportpädagogin. Just damals fing er nämlich damit an, als Schlagzeuger und Kettenraucher kürzer zu treten und stattdessen öfter mit dem Mountainbike durch die Gegend zu strampeln. 

2006 bestritt er dann einen Mountainbike-Marathon und bald darauf ließ er sich von seiner Gattin dazu überreden, ein paar Kilometer mit ihr zu joggen. Aneta hatte damals schon an ein paar Volksläufen teilgenommen, 10 Kilometer schaffte sie in circa 50 Minuten. 

Schnell merkte der in Ludwigshafen am Rhein geborene, nun in Morschheim wohnhafte Roland Stulz, dass die Lauferei ihm eine willkommene Alternative zum Radeln ist und wenn man beides gerne tut, könnte man ja mal bei einem Duathlon-Wettkampf teilnehmen. Dazu kam es dann aber doch nicht, denn 2007 beteiligte sich Roland zum Nachteil einer eventuellen Duathlon-Karriere am Marathon durch Mannheim und Ludwigshafen, den er in 3:34 Stunden finishte und sich dabei den Laufvirus einfing. 

Seinen ersten Laufwettkampf hatte er bereits im Jahr zuvor bestreiten wollen, der aber, wie Roland mit einer gehörigen Portion Selbstironie zum Besten gibt, gewaltig in die Hose ging. Viel zu schnell war er losgerannt beim Nibelungen-Lauf in Worms, wo er beim 10 km-Lauf schon nach halber Strecke total eingegangen war und abbrechen musste. 

Mit solchen Sperenzchen ist mittlerweile längst Schluss. Sehr diszipliniert und mit einer gewaltigen Portion Ehrgeiz ausgestattet, spult der in Kirchheimbolanden als Bürokaufmann seine Brötchen Verdienende, für den LC Donnersberg startende, meist nach Feierabend und am Wochenende sein Trainingspensum ab und so sind im Winter bis 180 Trainingskilometer pro Woche keine Seltenheit. Lohn seiner Leidenschaft sind für ihn seine erzielten Bestzeiten. 10 Kilometer in 33:30 Minuten, Halbmarathon in 1:13:52 Stunden und Marathon in 2:37:54 Stunden (aktuell Frankfurt Marathon Oktober 2010). 

Einige Volksläufe hat Roland inzwischen auch schon gewinnen können und beim Weinstraßen-Marathon im April 2010 war er als Gesamtfünfter bester Pfälzer und zweitbester Deutscher in 2:41:17 Stunden.

Triathlon würde den stets bescheiden wirkenden, immer höflichen Roland Stulz auch reizen, doch der Trainingsaufwand dafür ist ihm erstens zu groß und zweitens möchte er auch noch Zeit für die Zweisamkeit mit seiner Liebsten Aneta haben. 

Zu Mutter, Vater und den drei Geschwistern hat Roland ein inniges Verhältnis und immer wenn`s irgendwie passt, wird sich gegenseitig besucht. Geselligkeit ist Trumpf im Hause Stulz und die wird auch gerne auf den Pfälzer Weinfesten gepflegt. 

10 Kilometer unter 33 Minuten und Marathon unter 2:30 Stunden sind Rolands sportliche Ziele und wer ihn kennt, zweifelt keine Sekunde daran, dass, sofern die Gesundheit mitspielt, er das auch schafft. 

So wird er es sicher auch schaffen, irgendwann einmal ein guter Vater zu sein, weil eigene Kinder möchten Aneta und Roland auf alle Fälle irgendwann einmal haben. Anstatt seine Lieblingsmusik Heavy Metal zu hören, will er dann, wie er verschmitzt lächelnd erklärt, Kinderlieder mit dezenter Schlagzeugbegleitung zum Besten geben. 

Roland ist 1,89 m groß und zur Zeit wiegt er 78 kg. Seinen Magen füllt er am liebsten mit Pasta in allen Variationen und ein Gläschen Wein oder ein kühles Bier darf dann auch schon mal dabei sein. 

Intervalltraining, Tempobolzerei, schnelle kurze Einheiten, sind für Roland das Negative bei der Lauferei, er hat es lieber mit den langen Trainingsläufen in der Natur. 

Auf sein schönstes Lauferlebnis angesprochen, fällt Roland spontan die riesige Sternschnuppe ein, die letzten Winter früh morgens um 5 Uhr bei minus 15°C vor ihm nieder ging. 


Bienwald Marathon Kandel