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Dieter Schneider-Holbach

[eingestellt am 08. September 2010]

 

In jungen Jahren interessierten mich Volleyball, Badminton und Fußball. Bei Letzterem blieb ich schließlich hängen. Da diese „Karriere“ ja bekanntlich nicht wirklich lange andauert und in der Zeit danach Sport allgemein auch aus beruflichen Gründen in den Hintergrund trat, kam es so, wie es kommen musste: Ende mit 33 und daran anschließende „Domestizierung“, mit 41 dann deutlich übergewichtig und mein Körper signalisierte, dass er so auch keine Lust mehr habe. Und wie es so ist: Unter dem Einfluss des Sports der Kinder - in meinem Fall unserer Tochter (Leichtathletik) - kommt „Mann“ eben oft zu neuen Ufern. 

So bekam ich zweite Luft und begann zu laufen … und zu laufen … und zu laufen. Im Grunde täglich. Schnell stellten sich Fortschritte ein, Kreislauf und Gewicht erreichten wieder recht vernünftige, wenn auch keine Traumwerte. 10km und HM waren die Distanzen, auf denen man mich bei Volksläufen sah, auch mal der ein oder andere Cross-, Landschafts- und Trail-Lauf durfte es sein – hier aber bloß mittlere Distanzen bis rund 30 km. Dazu vielleicht auch mal was „Verrücktes“ so wie im letzten Jahr: ein richtiger Zehnkampf „fast so wie die Großen“ … war auch mal ganz nett. 

Typische Anfängerfehler beim Laufen gepaart mit sicherlich auch falschem Ehrgeiz und Vorschäden des Körpers durch den anfangs erwähnten „Volkssport Nr. 1“ forderten jedoch  leider immer wieder Ihren Preis. Erste Knie-OP nach bereits einem Jahr und etliche Probleme an stets wechselnden „Baustellen“ bremsen immer wieder aus - die einschlägigen Läuferproblemchen eben. 

Aber wer weiß, wozu es gut ist. Meine mir zu Beginn gesteckten Ziele hab ich bis heute jedenfalls nicht ganz erreicht, leben kann ich damit mittlerweile aber durchaus, denn ich bin nun mit Mitte 40 zur Erkenntnis gelangt, dass Laufen anfangs zwar und „nur“ Mittel zum Zweck war, heute aber wohl nicht mehr wegzudenkendes Hobby ist. 

Eine beeindruckende Bestzeitenliste aus meiner erst jungen Läufer-Vita so wie bei den meisten Cracks hier im Team gibt es nicht – bis auf ein gutes Minütchen war ich mal an der 40er-Schwelle über die 10 km und an den 1:30:00 h für den HM dran - vermute aber mal, dass es dabei auch bleiben wird. Denn heute ist es eben so, dass  ich nur noch aus Spaß laufe, auf Wettkämpfe am Limit im Grunde verzichte und das Erarbeitete zu erhalten versuche. Alexander schreibt über seine Einstellung hier in seinem Portrait: „TRAIN don’t STRAIN“ – ja, das würd ich auch sofort unterschreiben. 

Meine Laufschuhe schnüre ich aktuell 3-5 Mal die Woche, ergibt dann rund 50 km +/- x. Ein Wochenpensum von 80 km und mehr sowie wirkliche Tempoeinheiten gibt es z. Zt. nicht. Dazukommen aber dafür seit mittlerweile hin und wieder ein wenig MTB, die ein oder andere Tennisstunde und in diesem Jahr auch mal wieder erste Schwimmversuche. Wirkliche Freunde werden aber v. a. das Wasser und ich sicher nicht. 

Vereinsmäßig bin ich beim LV Merzig hier an der Saarschleife zu Hause, beruflich schimpfe ich mich Diplom-Wirtschaftsingenieur. Dadurch, dass ich seit 4 Jahren beruflich zurückgefahren habe und mich nur noch um die Buchhaltung unseres kleinen Familienunternehmens, Haus, Hof, Kind und Kegel kümmere, gibt es natürlich einen positiven Nebeneffekt: Flexibilität mit der Möglichkeit, sich die Zeiten für sportliche Aktivitäten prima einteilen zu können… um vielleicht doch wieder mal nach den ursprünglichen Zielen schielen zu können: Denn so ganz ohne Adrenalin macht‘ s dann doch irgendwie keinen Spaß!

 


11. Bottwartal Marathon
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