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Der Marathon Deutsche Weinstraße bringt über 1,2 Millionen € in die Region

[eingestellt am 29. November 2010]

Von: Pressemitteilung

Fortschreibung Wertschöpfungsgutachten

„Ein Leuchtturmprojekt der Region in sportlicher und touristischer Hinsicht“ nennt das Sportmanagement-Forschungs-Team der SRH Hochschule Heidelberg die Laufveranstaltung „Marathon Deutsche Weinstraße“, die von Bockenheim nach Bad Dürkheim und zurück führt. „Der Image- und Marketing-Wert für die Region ist beeindruckend, wie die vorliegenden Ergebnisse bestätigen“, so Prof. Dr. Trosien bei der Präsentation der Ergebnisse im Kreishaus Bad Dürkheim. 

Erster Kreisbeigeordneter Erhard Freunscht zeigte sich bei der Vorlage der wissenschaftlich unterlegten Ergebnisse erfreut. „Mit Unterstützung der Sportregion Rhein-Neckar haben wir das 2. Wertschöpfungsgutachten in Auftrag gegeben. Nach den positiven Resultaten aus dem Jahr 2008 wollten wir wissen, ob es sich um einen Einmal-Effekt handelte oder wir das Ergebnis wiederholen könnten. Dass wir hier sogar noch auf mehr als 1,2 Mio. € zulegen konnten, ist ein tolles Ergebnis für die Region“, so Freunscht. Bereits im Rahmen der 6. Laufveranstaltung im Jahr 2008 hatte das Institut ebenfalls im Auftrag der Kreisverwaltung ein Gutachten erstellt, das damals mit knapp 1 Mio. € Wertschöpfung für die Region abgeschlossen hatte. 

Auch Organisationsleiter Rolf Kley sieht sich mit den Vereinen bestätigt. „Das Fortschreibungsergebnis bestärkt uns in der Absicht, dieses Event als eine zentrale Werbeveranstaltung für die Region weiter fortzuführen.“ 

Positive Rückmeldungen der Athleten 

Die Wertschöpfungsanalyse kommt auf einen Bruttowert von 1,27 Millionen €uro. Trotz des hohen Anteils der aus Rheinland-Pfalz stammenden Läufer von 51,2 % ergebe sich ein beachtlicher Betrag, der in und  für die Weinstraßenregion am Tag des „Marathon Deutsche Weinstraße“ hier ausgegeben werde. 38,2 % der Teilnehmenden kommen aus benachbarten Bundesländern; aus den entfernteren Gegenden Deutschlands und dem Ausland reisten immerhin noch 10,6 % an. 

„Die meisten der einheimischen und auswärtigen Läufer (und Zuschauer) haben über die Marathon-Veranstaltung eine sehr positive Beurteilung abgegeben, waren sehr zufrieden und möchten gerne erneut teilnehmen“, bilanziert das Forschungsteam. Für die Region gebe es mit dieser Laufveranstaltung zugleich eine Möglichkeit, ihre auf Weinerzeugnisse konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit auszuweiten. Synergien lassen sich aber gerade durch gewinnen, dass liebenswerte und sympathische Wesenszüge von Natur und Kultur verbunden werden können. Die Auswertung der Medien mache deutlich, dass diese Marathon-Veranstaltung das positive Image der Region bundesweit stärke, sagte Prof. Trosien.  

„Von den Menschen der Region gewollt“

„Der Marathon Deutsche Weinstraße findet seine eindeutige Besonderheit darin, dass er von der einheimischen Bevölkerung offenbar gewollt wird“, unterstreichen die Studierenden und führen aus: „Es ist unter qualitativen Gesichtspunkten ein wertvoller Beweis für die Aktivitäten und die Engagements der Bewohner der Weinstraßen-Region.“ Viele Menschen engagierten sich ehrenamtlich an der gesamten Laufstrecke – vor allem in den Sportvereinen TSG Grünstadt und TSV Bockenheim – für diese Sportgroßveranstaltung und sorgen für geordnete Abläufe. Unternehmen bekennen sich für die Region und unterstützten trotz Wirtschaftskrise durch ihr Sponsoring den Marathon. Beim Thema Sponsoring gibt der Bericht der SRH Hochschule Heidelberg eindeutig ein Signal auf „Beibehaltung, Pflege und Ausbau der Sponsorenbeziehungen“. 

Mehr auswärtige Teilnehmende nötig

Für die Wertschöpfung dieser Veranstaltung sind nach den Ergebnissen der Forschungsgruppe relativ betrachtet die auswärtigen Sportler und Zuschauer verantwortlich. „Es ist unter der Maßgabe, Wertschöpfungsprozesse zu optimieren, erstrebenswert, den Anteil auswärtiger Teilnehmer zu erhöhen“, schreiben die Studierenden der Kreisverwaltung ins Stammbuch. Der Landkreis hatte die Empfehlung von 2008 aufgenommen, die bestehenden Kreis- und Städtepartnerschaften zu nutzen, um hierüber einen stärkeren Austausch zu generieren und den Partnerschaften einen zusätzlichen Anreiz zu bieten. So kamen Läuferinnen und Läufer aus den Partnerregionen Starnberg und Thüringen, die polnischen Läufer aus dem Kreis Kluczbork waren wegen des Flugzeugunglücks kurz zuvor ausgeblieben, wollen aber 2012 dabei sein. Für den 8. Marathon Deutsche Weinstraße (22. April 2012) wird diese Schiene weiter ausgebaut. 

Homepage kommt sehr gut an

Die Homepage erreiche eine sehr hohe Aufmerksamkeit, stellen die jungen Forscher fest. „Auf Grund dieser Erkenntnis ist es empfehlenswert, sie als Kommunikationsplattform weiter aufzuwerten“, schreiben sie im Ergebnisbericht. Der „Marathon Deutsche Weinstraße 2010“ war „eindeutig eine ausgesprochen wichtige Präsentationsplattform für alle Beteiligten. Dies dürfte es wohl auch in der Zukunft bleiben, zumal die neue Homepage künftig neben englisch auch auf französisch geführt wird.“ 

Zuschauer nehmen die Angebote gut an

Von der Gesamtsumme 1,27 Millionen € Wertschöpfung bringen die Athleten (inkl. Begleitung) 0,142 Millionen € , die Zuschauer 0,765 Millionen € . Die Steigerung bei den Zuschauern (rund 18.000 an der Strecke) könne vor allem auf das gute Wetter zurückgeführt werden, so Prof. Trosien. Auch der durchschnittliche Konsum (43 € ) pro Person lag um 12 € höher als 2008. Dagegen lassen alle Sportler rund 60 € in der Region.

Die Läuferinnen und Läufer kamen überwiegend im Privat-Pkw. Rund 22 % der Athleten haben kostenpflichtig in der Weinstraßen-Region übernachtet, u.a. in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Campingplätzen. Gerade diese Läufergruppe erhöht die externe Wertschöpfung. Die durchschnittliche Übernachtungsdauer liegt bei 1,98 Nächten und hat sich gegenüber 2008 (1,84 Nächte) erhöht. Die Zuschauer blieben sogar statistische 2,11 Tage. 

Jeder Zuschauer gab im Schnitt für Verpflegung, Fahrtkosten und Sonstiges 25 € aus (19 im Jahr 2008), hochgerechnet auf 18.000 geschätzte Zuschauer. Rund die Hälfte der Zuschauer kamen als Begleitpersonen der teilnehmenden Läufer zur Veranstaltung. 

Die Sportler (77 %) kamen besonders wegen der Landschaft und des Naturerlebnisses an die Deutsche Weinstraße, ergaben die Antworten auf entsprechende Fragen.

Dies sei sicher auch der stark verbreiterten Werbung in vielen Medien und Aktionen bei bundesweiten Lauf-Events zu verdanken. 

Erster Kreisbeigeordneter Erhard Freunscht dankte den Sponsoren, Partnern und vielen ehrenamtlichen Helfern entlang der Laufstrecke, die durch ihren unermüdlichen Einsatz für einen reibungslosen Ablauf der Laufveranstaltung gesorgt haben. Ein besonderer Dank ging an die beiden ausrichtenden Sportvereine, die TSG Grünstadt und der TSV Bockenheim, das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei, die Freiwilligen Feuerwehren, die Sportjugend Pfalz und den Pfälzer Turnerbund, die Städte und Gemeinden entlang der Laufstrecke mit ihren Sport- und Kulturvereinen und die vielen weiteren Ehrenamtlichen. „Sie alle haben den Marathon Deutsche Weinstraße zu dem gemacht haben, was er heute ist: Zu einem der schönsten Landschafts- und Erlebnisläufe in der deutschen Laufszene!“

Der 8. Marathon Deutsche Weinstraße wird am 22.04.2012 in Bockenheim gestartet, die Ausschreibungsgrundlagen 2012 werden derzeit vorbereitet, so Organisationsleiter Rolf Kley. 

Zum Bild: Das Forscherteam im Kreishaus Bad Dürkheim (von links) Erster Kreisbeigeordneter Erhard Freunscht, Prof. Dr. Gerhard Trosien, Projektleiter Jochen Schwind, Vera Epple vom Forschungsteam der SRH Heidelberg, und Organisationsleiter Rolf Kley.

 


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