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Klein, Hanna

[eingestellt am 10. Januar 2011]

Von: Rainer Baumgärtner

Fotos: Stefan Hinze

Hanna Klein (vorne) in Hatzenbühl 2010

Sie ist die Lauf-Queen über die 800 Meter Mittelstrecke. Die Rede ist von Hanna Klein, einem Ausnahmetalent, wie es in der Pfalz auf den Sprint- und Mittelstrecken schon lange nicht mehr gegeben hat. Wer sie porträtieren will, muss angesichts ihrer sportlichen Leistungen tief in die Kiste der Superlative greifen. 

Hanna Klein spricht über ihre sportlichen Highlights, die für viele Leichtathleten nicht erreichbar sind, dabei ist Hanna erst zarte 17 Jahre alt. Natürlich hat die Teilnahme an der Jugendolympiade 2010 bei ihr den höchsten Stellenwert. Mit dem Erreichen des Endlaufes und einem starken siebten Platz war die Edenkobenerin überglücklich. Auch das Gefühl, deutsche Meisterin zu sein, beschreibt die sympathische Klein als überwältigend. So geschehen im gleichen Jahr bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm, natürlich über 800 Meter. Ihre ganzen Erfolge aufzulisten würde den Rahmen eines Porträts sprengen, denn Pfalz- und Landesmeistertitel wie auch Süddeutsche Meistertitel hat sie im Abonnement. 

Ein weiteres Ereignis hat bei ihr die Faszination Leichtathletik bestärkt, die WM in Berlin. Eingeladen vom Deutschen Leichtathletikverband war sie bei den Bolt-Weltrekorden über 100 Meter und 200 Meter live dabei. Im Berliner Olympiastadion saß sie gewissermaßen in der ersten Reihe, dem Traum recht nahe, selbst so etwas zu erreichen. 

Bei allen Erfolgen hat die 17-jährige Gymnasiastin die Bodenhaftung nicht verloren. Außerhalb der Saison ist sie Stammgast bei regionalen Volkslaufveranstaltungen, so bei den Crossläufen in Hatzenbühl und Rülzheim. Da lässt sie sich auch bei ihrer Trainerin Isolde Meier nicht entschuldigen, denn wenn es mit der Edenkobener Laufgruppe auf Wettkampfreise geht, ist Hanna dabei. Isolde Meier spricht  von einer Musterschülerin, die ihre Trainingsvorgaben konsequent einhält. Das müsse auch sein, so Isolde Meier, um solche Erfolge haben zu können.

In der Familie Klein dreht sich alles um die Leichtathletik. Bruder Maximilian (22) ist in der Laufszene kein Unbekannter. Auch er ist wie Schwester Hanna bei den Sprintern zu Hause. Eine zentrale Rolle spielt Papa Peter, der wie Isolde Meier einen maßgeblichen Anteil an den Klein-Erfolgen hat. Meist unerkannt etwas abseits von der Masse verfolgt er mit Argusaugen jeden Schritt seiner Tochter. Und wenn es um den Vater geht, verrät Hanna auch ein Familiengeheimnis. Ihr ganz persönliches Wettkampfritual hat nämlich maßgeblich mit dem Vater zu tun. Im Auto läuft in Discostärke das Lied „Sex on fire“ von Kings of Leon. Ob Papa und Tochter bei dieser Musik auch noch gemeinsam mitrocken, darüber schweigt sie sich aus, lässt aber keine Zweifel, dass diese Musik für sie die beste Einstimmung auf den Wettkampf ist.   

Bei den außergewöhnlichen Erfolgen und den hohen Sympathiewerten der 17-jährigen war es nicht allzu überraschend, dass sie 2010 von den Lesern der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ zur „Nachwuchssportlerin des Jahres“ gewählt wurde. Sie brilliert eben nicht nur mit Dynamik auf der Bahn, sondern auch mit außergewöhnlichen großen Charaktereigenschaften. Jedermann kommt mit ihr ins Gespräch, immer mit einem Lachen auf den Lippen ist sie in der Leichtathletikfamilie ein richtiges Juwel. 

Ihre beruflichen Ambitionen lässt sie noch offen. Klar, dass sie Sport neben Englisch und Physik als Leistungsfach gewählt hat und wenn es geht, sollte es etwas sein, bei dem sie Beruf und Sport miteinander verbinden könne, wünscht sich die Edenkobener Gymnasiastin. In ihrer wenigen Freizeit zieht sie sich gerne zurück, liest oder geht schwimmen. 2011 will sie weiter nach oben und liebäugelt mit der Teilnahme an der U20 EM im Sommer in Tallinn. Das Wichtigste sei für sie, so Klein, in der Saison verletzungsfrei zu bleiben. Dann nämlich ist der schnellen Hanna so ziemlich alles zuzutrauen.

Hannas Bestzeiten: 

200   Meter:       25,72 Sek.  (2011, Ludwigshafen)
400   Meter:       55,82 Sek.  (2010, Pfungstadt)
800   Meter:    2:06,31 Min.  (2010, Ulm)
1500 Meter:    4:32,71 Min.  (2010, Eisenberg)

 

 

                                                  

 


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